KARIKA - News Blog

                                                                                                                                                                                                         © Verein KARIKA 2014 - 2017


Dokumentarfilm - FC Roma

Die Kinostart-Prämiere findet am Samstag 08.April 2017 im Schikaneder in Wien statt. Im Anschluss an den Film wird es eine Gesprächsrunde mit den Regisseuren geben. Der Film wurde bereits beim This Human World - International Human Rights Festival 2016 gezeigt.

 

                                            Quelle: https://vimeo.com/208283145

 

 

Letztes Jahr ist ein neues Team der untersten tschechischen Fußballliga beigetreten. FC Roma ist ein Klub der im Bezirk Děčín zuhause ist und hauptsächlich aus Spielern der Gruppe der Roma besteht.

„Wenn ich jemanden nicht mag, möchte ich ihn besiegen“, sagt ihr Trainer Pavel Horváth. Nichtsdestotrotz sehen dies die rivalisierenden Teams anders und boykottieren das Roma-Team. Das kennzeichnet den Start einer unüblichen Saison für FC Roma. Manchmal findet das Spiel statt, dann wieder mal nicht.

Nichts ist im Vorhinein gewiss und das Team gewinnt die meisten Spiele durch das Nichtantreten ihrer Gegner. Dennoch verlieren die FC Roma Spieler nie ihren Sinn für Humor und setzen ihren Kampf fort – auf- sowie abseits des Platzes.

Manchmal ist es härter als sie es sich erwartet hätten: ihre Trainingsbälle verschwinden, manche der Mitspieler sind dem Marihuana verfallen, die Fans der gegnerischen Teams fordern sie in Schlachtgesängen auf, einen Job zu suchen.

 

Den Fußballwettbewerb betreffend, ist das Team jedoch weiterhin am Weg nach oben. Gelingt es dem Team in die nächste Liga aufzusteigen und auf diese Weise allen zu beweisen, dass sie keine aggressiven Raufbolde sind, sondern einfach nur Fußball spielen wollen?

Von den tschechischen Regisseuren Rozálie Kohoutová & Tomáš Bojar.

 

Quelle: Waystone Film KG – Mag. Michael Schmied

Martin Horvath (KARIKA News Blog)

 

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Butschakero Them - Arbeitswelt

Vor dem Hintergrund und mit dem Bewusstsein, dass Romnja und Roma, Sintize und Sinti zu der grössten Minderheit in Europa gehören und jahrhundetelang noch immer ausgegrenzt und diskriminiert werden, will der Verein Karika arbeitsmarktpolitische Ziele für die Volksgruppe setzen.

 

 

 

 

 

 

Schwerpunkte sind neben individueller Berufs- und Bildungsberatung die Sensibilisierung bestehender Einrichtungen am Arbeitsmarkt.

Zu Gast in der heutigen Sendung ist der Obmann des Vereins Karika Paul Horvath. Mit ihm spricht Susanne Horvath.

 

Links
Verein Karika

 

Butschakero Them - Arbeitswelt

Evangelische Kirchengasse 3

A - 7400 Oberwart

Tel.: 03352/32016

E-Mail.: verein.karika@gmx.at

 

volksgruppen.orf.roma - aktuell.at

http://volksgruppen.orf.at/roma/stories/2826803/

 

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Stimmen gegen Bettelverbot in Landeck

Quelle: Bettellobby
Quelle: Bettellobby

Offener Brief: Die Bettellobby Tirol spricht sich für eine zu­kunfts­orien­tierte, an den Grund­rech­ten orien­tier­te Praxis aus, wel­che sich gegen Ver­bote und so­zia­le Aus­gren­zung rich­tet.

 

In einem offenen Brief fordert die Bettel­lobby Tirol die Mit­glie­der des Landecker Ge­mein­de­rats auf, das ge­plan­te Bettelverbot, für das sich der Stadt­rat mehr­heit­lich aus­sprach, zu über­denken und keine vor­eili­gen kurz­sich­ti­gen Ent­schei­dun­gen zu tref­fen. Die Bettel­lobby Tirol spricht dies­be­züg­lich von einem un­ver­hält­nis­mäßi­gen Ein­griff in die Men­schen­rechte.

 

 

 

Sie warnt davor, einen Weg der Politik ein­zu­schla­gen, die auf dem Rücken von ar­muts­betrof­fe­nen Men­schen aus­getra­gen wird: „Wir ap­pel­lie­ren, sich von einer Po­litik zu dis­tan­zie­ren, die auf po­pu­lis­ti­schen, krimi­na­li­sie­ren­den und dif­fa­mie­ren­den Zu­schrei­bun­gen auf­baut und darauf ab­zielt, Men­schen gegen­einan­der aus­zu­spielen.“

 

In ihrer Arbeit ist die Bettellobby Tirol im­mer wie­der auch mit Fragen ver­un­sicher­ter Bür­gerInnen kon­fron­tiert.

Viel­fach fehlt es den Men­schen an Hinter­grund­infor­ma­tio­nen zur Situa­tion von bet­teln­den Men­schen: „Unse­re Er­fah­run­gen zei­gen, dass Ge­sprä­che, Aus­tausch und In­for­ma­tio­nen Ängste ab­bauen, Un­sicher­hei­ten lin­dern und da­durch zu einem un­auf­gereg­te­ren Um­gang mit dem Thema in der Mehr­heits­be­völ­ke­rung bei­tragen kön­nen.“

 

Die Bettellobby Tirol plädiert daher für bewusst­seins­bil­den­de Maß­nah­men und Sen­sibili­sie­rung statt Ver­bote. Denn Betteln ist für viele Men­schen die ein­zige Mög­lich­keit zur Ver­än­de­rung un­zu­mut­barer Ver­hält­nisse auf der oft ver­geb­li­chen Suche nach alter­na­tiven Verdienst­mög­lich­keiten. Zu bet­teln kos­tet den Men­schen meist viel Über­windung. Doch mit dem weni­gen Geld, das sie hier er­betteln, kön­nen sie ihre eige­ne und die Lebens­situa­tion ihrer Fa­mi­lien in den Her­kunfts­län­dern ein Stück weit ver­bessern.

 

Von den Landecker PolitikerInnen erwar­tet sich die Bettel­obby Tirol einen ver­ant­wor­tungs­vol­len und soli­da­ri­schen Um­gang mit bet­teln­den Men­schen und eine offene und sach­lich ge­führte Dis­kus­sion zum The­ma Betteln: „Wir for­dern einen öf­fent­li­chen Raum, der für alle nutz­bar und zu­gäng­lich ist, ein Ende der Krimi­na­li­sie­rung von betteln­den Men­schen und eine zukunfts­orien­tierte, an den Grund­rechten orien­tierte Praxis, wel­che sich gegen Ver­bote und sozia­le Aus­gren­zung rich­tet.“

 

Die Bettellobby Tirol appelliert an den Lan­decker Bür­ger­meis­ter und alle ande­ren ÖVP-Po­liti­kerInnen des Ge­meinde­rates, sich auf ihre christ­lich-sozia­len Grund­werte zu be­sinnen. Schließ­lich stehe es jedem Men­schen offen, Men­schen, die auf Unter­stützung an­de­rer an­gewie­sen sind, zu hel­fen. Bettel­verbote wür­den jedoch die Situa­tion armuts­betrof­fe­ner Men­schen noch wei­ter ver­schlim­mern: „Sie drän­gen armuts­betrof­fene Men­schen zu­neh­mend von öf­fent­li­chen Plätzen, in die Kri­mi­na­lität und wei­ter an den Rand der Gesell­schaft. Armut und da­mit der Grund des Bet­telns bleibt hin­gegen be­ste­hen. Bettel­verbote sind je­doch keine Lö­sung für eine Proble­ma­tik, die struk­tu­relle Ur­sa­chen hat. Es gilt die Armut zu be­sei­ti­gen und nicht die von Ar­mut be­trof­fe­nen Men­schen.“

 

Text: Bettellobby Tirol

 

Siehe auch:
Radio: Betteln in Tirol – Wege aus der Armut, 9.1.2017
Dialogplattform: Notreisende in Österreich, 31.12.2016
„Christliche Politik geht anders“, 9.12.2016
Niederösterreich führt „Bettlerdatei“ ein, 6.10.2016
Bettlerin soll 38.000 Euro Strafe zahlen, 22.8.2016
Nachgefragt: Notreisende in Tirol, 15.8.2016
Vorarlberg und die Bettler, 24.7.2016
Studie über Bettler in Vorarlberg vorgestellt, 23.7.2016

 

Roman Urbaner (dROMa)

http://www.roma-service.at/dromablog/?p=39786

 

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Roma-Sänger vertritt Ungarn beim ESC

Quelle: MTVA
Quelle: MTVA

Endlich, jetzt hat auch Ungarn sei­nen Tony Wegas: Joci Pápai vertritt sein Land beim Eurovision Song Contest in Kiew.

 

Ungarn wird erstmals einen Künstler aus der Volks­grup­pe der Roma zum Euro­vision Song Contest (ESC) ent­sen­den. Der 35-jäh­rige Rom Joci Pápai konn­te Sams­tag abend die na­tio­nale Vor­aus­wahl für sich ent­schei­den und wird so­mit sein Land im Mai bei der gro­ßen Euro­vi­si­ons-Show in Kiew ver­tre­ten. Am Wett­singen der un­ga­ri­schen Vor­ent­schei­dung, „A Dal 2017“, nah­men ins­ge­samt 30 Sän­ger bzw. Grup­pen teil, acht davon schaff­ten es in die Final­show. Dort setzte sich Pápai mit dem Song „Origo“ sou­ve­rän gegen die Kon­kur­renz durch – bei der Jury­aus­wahl eben­so wie bei der ab­schlie­ßen­den Pub­li­kums­wer­tung.

 

 

 

Dass Ungarn beim ESC von einem Rom re­prä­sen­tiert wird, ist eine höchst er­freu­liche Premiere. Auch wenn Pápai bei der Bühnen­show (mit bar­füßig herum­wirbeln­der „Zigeu­ner“-Tän­zerin) ein we­nig zu tief in die Klischee­kiste griff. (Einen Ar­ti­kel über Roma-Sän­ger/innen beim Euro­vision Song Con­test finden Sie übri­gens in der letz­ten Sommer­aus­gabe un­se­res Ma­ga­zins dROMa: mehr hier.)

 

Joci Pápai stammt aus der nordungarischen Klein­stadt Tata un­weit der slowa­ki­schen Grenze. Der un­ga­ri­schen Öffent­lich­keit bekannt wurde er 2005 durch seine Auf­tritte bei der TV-Casting­show „Megasztár“. 2006 gelang ihm der erste grö­ße­re Erfolg mit dem Song „Ne nézz így rám“, weite­re Hits folg­ten, so­wohl solo also auch in Zu­sam­men­arbeit mit dem Rapper Majka.

 

Roman Urbaner (dROMa)

http://www.roma-service.at/dromablog/?p=39754

 

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Josef Horwath (1944–2017)

Quelle: Roma-Service
Quelle: Roma-Service

 

Am Sonntag ist Josef Horwath
aus Kleinbach­sel­ten im 73. Lebens­jahr verstorben.

 

 

 

 

 

Am Freitag ab 18 Uhr treffen wir uns zum gemeinsa­men Ge­bet in der Aufbahrungshalle Bach­selten.

Die Be­gräb­nis­feier be­ginnt am Sams­tag, den 28. Jänner, um 11 Uhr mit der Hei­li­gen Messe in der Auf­bah­rungs­halle. Ab­schlie­ßend be­glei­ten wir un­se­ren lie­ben Ver­stor­be­nen auf den Orts­frie­dhof Kleinbachselten zur letz­ten Ru­he­stätte.

 

 

 

 

 

Vor einigen Jahren stellte sich Josef Horwath als Interview­part­ner für un­se­re Roma-Zeit­zeu­gen-Edi­tion „Mri Historija“ zur Ver­fügung. Heft 11 der dROMa-Sonder­reihe ist seiner Le­bens­ge­schich­te ge­wid­met. Be­son­ders außer­ge­wöhn­lich war Josef Horwaths frühes Ein­tre­ten für die Volks­grup­pe der Roma. In den spä­ten 60er-Jah­ren, als die An­er­ken­nung und Insti­tu­tio­na­li­sie­rung der Volks­gruppe noch nicht ein­mal an­ge­dacht wa­ren, war Josef Horwath der Erste, der Roma-Bälle, da­mals noch „Zi­geu­ner­ball“ ge­nannt, or­ga­ni­sier­te. Und nach an­fäng­li­cher Skep­sis be­tei­lig­te er sich auch tat­kräftig als Kas­sier an der Vereins­arbeit des ers­ten Roma-Vereins („Verein Roma“): „Rom zu sein, bedeutet für mich, im Herzen Rom zu sein. Dazu zu stehen und es nicht zu verschweigen, das ist das Wichtigste.“

 

Unser aufrichtiges Mitgefühl und Beileid gilt seinen An­ge­hö­ri­gen und Freunden!

 

Quelle: Roman Urbaner (dROMa)

http://www.roma-service.at/dromablog/?p=39475

 

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40 Jahre Volksgruppengesetz - " Reformen stocken "

In der aktuellen Ausgabe von „Roma sam“ spricht Emmerich Gärtner-Horvath, stellvertretender Vorsitzender des Volksgruppenbeirates für Roma, über das Volksgruppengesetz, das sich heuer zum 40 Mal gejährt hat. Für Reformen sei ein gemeinsames Auftreten aller Volksgruppen essenziell, betont er.

 

Novellierung noch unbedingt notwendig

Der so genannte Ostermayer Entwurf zur Novellierung des Volksgruppengesetzes, an dem Vertreter/innen der Volksgruppen mitgearbeitet haben, beinhaltete einen Passus, der sich mit einem spezifischen Diskriminierungsverbot befasste. Das hätte die Volksgruppe der Roma und Sinti am nötigsten gebraucht, jedoch war dieser Passus in der verabschiedeten Form der Novelle nicht mehr existent, bedauert Emmerich Gärtner-Horvath heute noch.

 

Quelle: Roma - Service
Quelle: Roma - Service

 

Auch die Besetzung des Volksgruppenbeirates wurde damals in den Arbeitsgruppen zur Gesetzesänderung ausreichend diskutiert. Die Vertretung der kirchlichen Organisationen im Volksgruppenbeirat betrachteten die Volksgruppen nicht unbedingt als eine Notwendigkeit, aber auch dieser Grundtenor mündete zu keiner Veränderung im Volksgruppengesetz, erläutert der stellvertretende Vorsitzende des Volksgruppenbeirates für Roma.

 

Volksgruppenbeirat ist ein Garant der Objektivierung

Die geltende Funktion und die Aufgaben des Volksgruppenbeirates, auch wenn der Beirat der Zeit nicht das optimale Vertretungsorgan ist, sollte man einer unabhängigen Körperschaft öffentlichen Rechtes, die aktuell als Alternative zum Volksgruppenbeirat zur Diskussion steht, nicht übertragen. Nicht nur die Aufteilung der Fördergelder, sondern auch derer Haftung wären große Problemfelder, die die jeweilige Volksgruppe ohne die direkte öffentliche Aufsicht seitens des Bundeskanzleramtes nicht leicht zu bewerkstelligen hätte, meint Gärtner-Horvath. Mit der jetzigen Form und dem Bestellungsmodus könne die Volksgruppe der Roma und Sinti gut leben.

 

  • Neu-Besetzung des Volksgruppenbeirates nach dem Ableben des Vorsitzenden Rudolf Sarközi

 

Roma Dialogplattform verzeichnete 2016 Erfolg

2016 hat die Volksgruppe zwei bedeutende Vereine verloren. Sowohl dem „Verein Ketani für Sinti und Roma“ in Oberösterreich als auch dem ersten Roma -Verein „Verein Roma“ in Oberwart fehlten die nötigen finanziellen Mittel für ihren Fortbestand. Erfreulich sei auf der anderen Seite die Arbeit der Roma Dialogplattform gewesen, die von der nationalen Kontaktstelle zur Inklusion der Roma im Bundeskanzleramt errichtet wurde, blickt der stellvertretende Vorsitzende Gärtner-Horvath zurück.

 

Ziel der Roma Dialogplattform sei es, Raum für eine offene, inklusive Gesprächsbasis zu schaffen, in deren Mittelpunkt die nachhaltige Lebensperspektive der Roma steht.

 

  • Die europaweite Situation der Volksgruppe

 

Anzustreben wäre eine Zusammenarbeit der ähnlichen Kontaktstellen in den benachbarten EU-Ländern.

 

Weitere Themen, zu denen E. Gärtner-Horvath Stellung bezogen hat.

  • Entwurf eines Privatschulgesetzes für Volksgruppen in Wien
  • Erwartungen an das neue Jahr 2017

 

Link

 

Quelle: volksgruppen.orf.roma - aktuell.at

http://volksgruppen.orf.at/roma/stories/2816765/

 

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Neuer Roma-Seelsorger Matthias A. Platzer

Der neue Seelsorger der Volksgruppe der Roma im Burgenland heißt Matthias A. Platzer. Nachdem Pfarrer Fabian Mmagu nach Wien wechselte, übernahm der Pfarrer in Wolfau Matthias Platzer dessen Aufgabe als Roma-Seelsorger.

 

Bild Mitte: Neuer Roma - Seelsorger Matthias A. Platzer - Quelle: Pfarren - Diözese Eisenstadt
Bild Mitte: Neuer Roma - Seelsorger Matthias A. Platzer - Quelle: Pfarren - Diözese Eisenstadt

 

Lehramtsstudium für Theologie und Geschichte

 

Matthias A. Platzer wurde im Dezember 2011 vom burgenländischen Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics im Eisenstädter Martinsdom zum Priester geweiht. Platzer stammt aus Neunkirchen in Niederösterreich. Er hat ein Lehramtsstudium für Theologie und Geschichte absolviert. Nach mehrjähriger Tätigkeit als Religionslehrer begann er 2008 mit der Ausbildung im Priesterseminar.

 

1992 wurde in der Bischofskonferenz ein Vertreter mit der Aufgabe der Roma-Pastoral beauftragt.

Erstmals wurde Werner Klawatsch 1995 zum „Ober-Roma-Seelsorger“ ernannt und errichtete im selben Jahr das Referat für ethnische Gruppen in der Diözese Eisenstadt. Die Roma-Seelsorge zielt darauf ab, das Selbstbewusstsein der ethnischen Minderheit zu stärken und sie dazu zu motivieren, die Stimme zu erheben, um für sich zu sprechen.

 

Matthias A. Platzer ist ferner Kaplan in Großpetersdorf, Jabing und Neumarkt im Tauchental und koordiniert die Seelsorge am Landeskrankenhaus Oberwart.

 

Quelle: volksgruppen.orf.roma - aktuell.at

http://volksgruppen.orf.at/roma/stories/2815451/

 

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Sichere Herkunftsstaaten: „Von wegen sicher“

Quelle: Von wegen Sicher
Quelle: Von wegen Sicher

Von wegen sicher. Das Konzept der sicheren Herkunftsstaaten in der Kritik

 

Publikation der Rosa-Luxemburg-Stiftung Southeast Europe (Website), Nov. 2016

Autor/innen: Tamara Baković Jadžić, Dzafer Buzoli, Jasna Čaušević, Wenke Christoph, Vladan Jeremić, Norman Paech, Anna Striethorst, Jovana Vuković

 

>>Download (PDF, 2 MB)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Beschluss der deutschen Bundesregierung im Som­mer 2015, die Grenze für syri­sche Flücht­linge zu öffnen, wurde von vielen als humanitäre Ant­wort auf den Zu­strom von Flücht­lin­gen über die „Balkan­route“ ge­wer­tet. Ver­gli­chen mit den Reak­tio­nen vieler ande­rer Staaten ent­lang der Route, die zum Bei­spiel im Schnell­ver­fah­ren ihre Außen­gren­zen mit Zäunen be­fes­tig­ten, kann diese Ent­schei­dung tat­säch­lich als huma­ni­tä­rer Akt be­trach­tet werden. Diese zeit­weilige Aus­setzung der Dub­lin-Ver­ord­nung sollte je­doch nicht darüber hin­weg­täu­schen, dass MigrantIn­nen und Ge­flüch­tete diese Gren­zen schon seit meh­re­ren Jahren pas­sieren und in immer größe­rer Zahl „irre­gu­lär“ in West­europa leben.

 

Gleichzeitig haben die Bundesregierung und die EU eine Viel­zahl neuer, restrik­tiver Mi­gra­tions- und Grenz­po­li­ti­ken ein­ge­führt. Der Bun­des­tag ver­ab­schie­de­te in kurzen Ab­stän­den zwei „Asyl­pake­te“, durch die unter an­de­rem die Rück­füh­rung ab­ge­lehn­ter Asyl­su­chen­der er­leich­tert und die Rege­lun­gen zum Fami­lien­nach­zug für an­er­kann­te Flücht­linge auf­ge­hoben wurden. Wei­ter­hin wur­den immer mehr Länder als so­ge­nann­te „sichere Her­kunfts­staaten“ ein­gestuft, ins­be­son­dere die Bal­kan­staa­ten Ser­bi­en, Ko­so­vo, Albanien, Montenegro, Bosnien und Herzegowina und Mazedonien. In­fol­ge­des­sen gel­ten Asyl­anträ­ge aus die­sen Län­dern für deut­sche Behör­den als „of­fen­sicht­lich un­be­grün­det“ und wer­den in der Regel ab­ge­lehnt. Die Aus­sich­ten für Hilfe­su­chen­de auf Asyl sind sehr ge­ring, be­reits vor dieser Ent­schei­dung lag der An­teil der ab­ge­lehn­ten Asyl­anträ­ge aus Ser­bien in Deutsch­land bei 99 Pro­zent (bzw. 97 Pro­zent für Asyl­su­chen­de aus dem Kosovo).

 

Allerdings hat diese Einstufung der Balkanländer als „sicher“ be­deu­tende und weit­rei­chen­de Kon­se­quen­zen, und zwar nicht nur für der­zei­tige Asyl­su­chen­de, son­dern auch für Men­schen, die schon seit Jahren, teils sogar seit Jahr­zehnten, in Deutsch­land leben. Die Mehr­heit der Asyl­suchen­den aus Ser­bien, dem Ko­so­vo und Maze­donien sind Roma, die in ganz Europa Ver­fol­gung, Mar­gi­na­li­sie­rung und sozia­len Aus­schluss er­fah­ren. Es gibt nur we­nige zu­ver­läs­si­ge Sta­tis­ti­ken zur eth­ni­schen Ab­stam­mung der Asyl­suchen­den, doch geht aus einer Ant­wort der Bun­des­regie­rung auf eine Kleine An­frage der Bun­des­tags­frak­tion DIE LINKE her­vor, dass ca. 70 Pro­zent der Flüchtlinge aus dem Ko­so­vo, die 2014 in Deutsch­land Asyl be­antrag­ten, Roma, Ashkali oder Bal­kan-Ägyp­terIn­nen wa­ren. Die Ent­schei­dung der deut­schen Re­gie­rung be­deu­tet für sie, dass ihre Aus­sicht als Flücht­linge an­er­kannt zu wer­den, nun noch ge­rin­ger ist und dass sie in Asyl­ver­fah­ren stark be­nach­tei­ligt wer­den. Sie gelten zu­meist als „Wirt­schafts-“ oder „Armuts­flücht­linge“ oder gar als „Asyl­betrüger“.

 

PolitikerInnen und die Asylbehörden führen die Moti­ve der Migra­tion von Roma sys­te­ma­tisch auf Armut und wirt­schaft­liche Gründe zu­rück und igno­rie­ren dabei völ­lig den in ganz Europa ver­brei­te­ten Anti­ziga­nis­mus und die damit ver­bun­dene direk­te und struk­tu­relle Dis­kri­mi­nie­rung von Roma. Die Mehr­zahl der 10-12 Mil­lio­nen Sinti und Roma in Europa lebt unter er­heb­lich schlech­te­ren Be­din­gun­gen als ihre Mit­bür­gerIn­nen. Die Mehr­heit von ihnen ist inner­halb und außer­halb der Euro­päi­schen Union von so­zia­lem Aus­schluss, Vor­urtei­len und Be­nach­tei­li­gung kon­fron­tiert. Ihre Ge­schichte in Euro­pa ist viel­fach eine Ge­schichte von Re­pres­sion, Ver­fol­gung und Ver­trei­bung – nicht zu ver­ges­sen der na­tio­nal­sozia­lis­ti­sche Genozid an den Roma im Zwei­ten Welt­krieg. Auf dem Papier ha­ben sich die EU und die deut­sche Re­gie­rung dazu ver­pflich­tet, die Ver­fol­gung und den Aus­schluss der Roma zu be­kämpfen. In der Praxis je­doch sind die deut­schen Be­hör­den nicht ein­mal bereit, die direk­te und struk­tu­relle Dis­kri­mi­nie­rung, der viele Roma in den Balkan­län­dern aus­ge­setzt sind, als Asyl­grund an­zu­er­kennen.

 

Im Schatten der deutschen „Willkommenskultur“ werden täg­lich Men­schen ab­ge­scho­ben; die Mehr­zahl von ihnen stammt aus dem Balkan. Die Zahl der Ab­schie­bun­gen hat sich im Jahr 2015 ver­dop­pelt und ist auch 2016 rasant an­gestie­gen. Viele Roma wurden unter Zwang in Län­der zurück­ge­schickt, die sie auf­grund von Anti­ziganis­mus, chro­ni­scher Armut und dem weit­rei­chen­den Aus­schluss von der sozialen Grund­ver­sor­gung, wie Wohn­raum, Arbeit, Ge­sund­heits­ver­sor­gung und Bildung, ver­lassen haben. Ihre Herkunfts­länder wurden vom Flücht­lings­hilfs­werk der Ver­ein­ten Na­tio­nen (UNHCR), Men­schen­rechts­orga­ni­sa­tio­nen und selbst vom Europa­rat im­mer wieder wegen sys­te­ma­ti­scher Dis­krimi­nie­rung der Roma kri­ti­siert. Solche Fest­stel­lun­gen und Berichte wer­den aber in Asyl­verfahren sys­te­ma­tisch igno­riert, Men­schen werden ab­ge­scho­ben oder ihnen wird die Aus­reise aus ihrem Heimat­land ver­wei­gert. Trotz der Ver­spre­chen ihrer Regie­run­gen und der EU, die Roma zu in­tegrie­ren, er­halten sie keine aus­rei­chende Unter­stützung. Die exis­tie­ren­den In­tegra­tions­program­me ha­ben bisher nur un­wesent­liche Erfolge er­zielt. An­ge­sichts von Spar­maß­nahmen, Kür­zung von Sozial­leis­tun­gen, hoher Arbeits­losig­keit und all­ge­mei­ner Armut in den Balkan­län­dern sind solche kurz­fris­ti­gen loka­len In­tegra­tions­pro­jekte auch nur ein Tropfen auf dem heißen Stein und stel­len für die be­nach­teilig­ten Roma keines­wegs eine Ver­bes­se­rung ihrer Lebens­bedin­gun­gen in Aus­sicht. Dazu kommt, dass die große Mehr­zahl der Roma-Ge­mein­schaf­ten bei der Ver­tei­lung der Mittel für ihre „In­tegra­tion“ kein Mit­sprache­recht hat. Dies nährt das ohne­hin schon beste­hen­de Vor­urteil gegen­über den Roma: Egal was pas­siert, sie wol­len sich ein­fach nicht in­tegrieren.

 

Mit dieser Broschüre möchten wir diese überwiegend ver­bor­ge­nen Pro­zesse the­ma­ti­sie­ren: die Ände­run­gen der Asyl­gesetze, die den dras­ti­schen An­stieg von Ab­schie­bun­gen zur Folge haben, die Aus­wir­kun­gen dieser Ge­setze auf Migran­tIn­nen aus den Balkan­ländern und die weit­ver­brei­tete Dis­krimi­nie­rung und Lebens­situa­tion der Roma im Balkan, vor al­lem in Serbien und im Kosovo. Wir wol­len zei­gen, dass Roma und Sinti nicht nur in ihren Hei­mat­län­dern, son­dern auch durch ras­sis­ti­sche und pro­tektio­nis­tische Migra­tions­gesetze und Asyl­prak­ti­ken dis­kri­mi­niert werden. Wir be­schäf­ti­gen uns mit der Frage, warum In­tegra­tions­program­me für Roma, auf die Po­liti­kerIn­nen im­mer gern ver­weisen, bisher noch keine Ver­bes­se­rung der Situa­tion der Roma er­zielt oder zur Be­kämpfung der Migra­tions­ursa­chen bei­ge­tra­gen haben. Schließ­lich möch­ten wir auch Alter­na­ti­ven zur ak­tuel­len un­mensch­li­chen Be­hand­lung von MigrantIn­nen aus den Balkan­län­dern vor­stellen.

 

 

Inhalt

  • Warum «sichere Herkunftsstaaten» dem Grundrecht auf Asyl wi­der­spre­chen
  • Warum Serbien kein sicheres Herkunftsland für Roma ist
  • Warum der Kosovo nicht sicher für Roma ist
  • Welche Folgen die Gesetzgebung für Asylsuchende aus «siche­ren Her­kunfts­staa­ten» hat
  • Wie Maßnahmen gegen «Asylbetrüger» zu weiterer Dis­kri­mi­nie­rung bei­tra­gen
  • Warum Integrationsprogramme für Roma deren Lebensbedin­gun­gen nicht ver­bes­sern
  • FAZIT: Was ist die Alternative?
  • Glossar

Text: Wenke Christoph, Tamara Baković Jadžić & Vladan Jeremić / Rosa-Lu­xem­burg-Stif­tung

 

Roman Urbaner (dROMa)

http://www.roma-service.at/dromablog/?p=39113

 

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FRA: 80 % der Roma von Armut bedroht

Quelle: FRA
Quelle: FRA

Neue Studie der Europäischen Grundrechteagentur (FRA)

 

European Union Agency for Fundamental Rights: EU-MIDIS II. Se­cond European Union Minorities and Dis­cri­mi­na­tion Survey: Roma – Se­lec­ted fin­dings, Lu­xem­bourg 2016, 52 S. (Download: PDF / 1,13 MB)

Weitverbreitete Deprivation zerstört das Leben von Roma. Fa­mi­lien leben von der Gesell­schaft aus­ge­schlos­sen in schockie­ren­den Ver­hält­nis­sen, und Kinder mit nied­ri­gem Bildungs­stand haben kaum Zu­kunfts­aus­sich­ten – zu diesem Schluss kommt ein neuer Be­richt der Agentur der Euro­päi­schen Union für Grund­rechte (FRA). Der Be­richt ana­ly­siert die Lücken bei der In­klu­sion von Roma in der gesam­ten EU, um den Mit­glied­staaten bei der Ver­bes­se­rung ihrer In­tegra­tions­politik Orien­tie­rungs­hilfe zu bieten.

 

 

 

 

 

 

 

 

„Unsere offenkundige Unfähigkeit in Europa, die Menschen­rechte unse­rer Roma-Gemein­schaf­ten zu achten, ist in­akzep­ta­bel. Das Aus­maß an Depri­va­tion, Aus­gren­zung und Diskri­mi­nie­rung der größ­ten Minder­heit in Europa stellt recht­lich wie poli­tisch ein schwer­es Ver­sagen in der EU und ihren Mit­glied­staaten dar”, so der Di­rek­tor der FRA, Michael O’Flaherty. „Die Ver­öf­fent­li­chung dieser Er­kenn­tnis­se bietet die Gele­gen­heit, poli­ti­sche Ent­schei­dungs­träger zum Han­deln zu be­we­gen und Ressour­cen ge­zielt zur Be­endi­gung dieser un­halt­baren Situa­tion ein­zu­setzen.“

Der Bericht über die Zweite Er­he­bung der Euro­päi­schen Union zu Min­der­heiten und Dis­kri­mi­nie­rung (EU-MIDIS II): Roma – aus­ge­wähl­te Er­geb­nis­se zeigt:

  • 80 % der befragten Roma sind armutsgefährdet; der EU-Durch­schnitt liegt bei 17 %. 30 % leben in Haus­halten ohne fließen­des Wasser und 46 % h­aben weder Innen­toilette, -dusche noch -bad;
  • 30 % der befragten Roma-Kinder leben in Haushalten, in de­nen je­mand im vori­gen Monat min­des­tens ein­mal hung­rig schla­fen ging;
  • 53 % der Roma-Kinder kommen durchschnitt­lich in den Genuss früh­kind­li­cher Erzie­hung; oft beträgt dieser Pro­zent­satz weni­ger als die Hälfte ihrer Alters­ge­nos­sen aus der All­gemein­bevöl­ke­rung im sel­ben Land;
  • nur 30 % der befragten Roma haben eine bezahlte Arbeit, ver­gli­chen mit der durch­schnitt­li­chen EU-weiten Be­schäf­ti­gungs­quote von 70 % in 2015;
  • 41 % der Roma sind der Ansicht, dass sie im Laufe der letzten fünf Jahre in all­täg­li­chen Situa­tionen, wie Suche nach Arbeit und in den Berei­chen Wohn­raum, Gesund­heit und Bildung, Dis­kri­mi­nie­rung aus­ge­setzt waren;
  • 82 % der Roma kannten keine Organisation, die Opfer von Dis­krimi­nie­rung un­ter­stützt.

Die Ergebnisse der Erhebung lassen erkennen, dass die Mit­glied­staaten allen Be­mü­hun­gen zum Trotz ihre In­tegra­tions­ziele, die ein Schlüs­sel­ele­ment des EU-Rahmens für natio­nale Stra­te­gien zur Integra­tion der Roma (2011) sind, weit­ge­hend ver­fehlen.

Grundlage für den Bericht ist eine Erhebung, bei der Informa­tio­nen zu Roma in neun Mitglied­staaten der Euro­päi­schen Union (EU) in 8.000 per­sön­li­chen Be­fra­gun­gen von Roma er­ho­ben wurden. Der Bericht ist Teil der zwei­ten Er­he­bung der Euro­päi­schen Union zu Min­der­heiten und Dis­kri­mi­nie­rung (EUMIDIS II), in deren Rah­men Daten zu Dis­kri­mi­nie­rungs- und Vik­timi­sie­rungs­erfah­run­gen sowie zu Ein­kom­mens- und Lebens­be­din­gun­gen von Ein­wan­de­rern und eth­ni­schen Minder­heiten in allen 28 EU-Mit­glied­staaten zu­sam­men­getra­gen wurden.

Hinweise über die Europäische Grundrechteagentur FRA:

  • Die Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA) stellt Ent­schei­dungs­trä­gern in der EU und auf natio­na­ler Ebene fakten­ge­stütz­te Bera­tung bereit und trägt auf diese Weise zu fun­dier­te­ren und ziel­gerich­te­te­ren De­bat­ten und po­li­ti­schen Stra­te­gien im Zu­sam­men­hang mit Grund­rechten bei.
  • Mehr zur Arbeit der Agentur in Verbindung mit Roma, darun­ter ihr Projekt zum Ein­satz vor Ort für die In­tegra­tion der Roma, fin­den Sie im Inter­net. Auch in den Jah­ren 2008 und 2011 führ­te die Agentur Er­he­bun­gen zu Roma durch.

Text: FRA

 

Roman Urbaner (dROMa)

http://www.roma-service.at/dromablog/?p=39075

 

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Adventfeier des Vereins „Karika“

Unter dem Motto „Gemeinsam können wir etwas bewegen, Begegnung im Advent“ fand die diesjährige Adventfeier des Vereins Karika im Kontaktzentrum Oberwart statt. Gekommen sind die Partnerorganisationen, Trainer und Teilnehmer/innen des AMS Ausbildungsprograms und Vertreter/innen der Politik.

 

Die aktuelle Sendung von „Roma sam“ berichtet darüber ausführlich.

 

„Karika will etwas bewegen“

Der Hausherr, Martin Horvath, begrüßte die Gäste, unter ihnen den Ausbildner Karl Garnitschnig, die Obfrau des Vereins Blickpunkt Identitäten Susanne Linde, ÖVP Gemeinderat Helmut Gabriel, Nadine Papai von der Gesellschaft für bedrohte Völker, den Landtagsabgeordneten der SPÖ Christian Drobits und den Bürgermeister von Oberwart Georg Rosnar.

Christian Drobits, Landtagsabgeordneter der SPÖ, ist gerne der Einladung gefolgt, weil er der Anschicht ist, dass der Verein „Karika“ wirklich etwas bewegen will.

Im Rahmen der Advent Feier stellte auch der Künstler und Fotograf Julius Horvath seine Werke aus. Er hat viele Bilder, auch über die Roma, abstrakte Werke und Selbst-Porträts für diese Ausstellung ausgesucht, die „Kunst im Advent“ hieß.

 

Quelle: Emmerich Gärtner - Horvath
Quelle: Emmerich Gärtner - Horvath

 

AMS Ausbildungsschulung für Roma

Der Verein „Karika“ hatte vom Juni bis November gemeinsam mit dem AMS Burgenland eine Ausbildungsschulung für Roma realisiert. Vier junge Männer und Frauen nahmen daran teil. Unterstützt wurde der Kurs auch vom Land Burgenland. Bei der Adventfeier waren Trainer und Teilnehmer/innen des Kurses anwesend und bekamen ihre Abschlusszeugnisse.

 

Uni. Prof. Dr. Karl Garnitschnig - Quelle: Emmerich Gärtner - Horvath
Uni. Prof. Dr. Karl Garnitschnig - Quelle: Emmerich Gärtner - Horvath

 

Der Ausbildner Karl Garnitschnig hat zum ersten Mal mit Roma zusammengearbeitet und konnte seine Begeisterung nicht verbergen. „Wir haben sehr viel voneinander gelernt“, resümierte Garnitschnig.

Auch der Obmann des Vereins „Karika“ Paul Horvath war unter den Teilnehmern des AMS Ausbildungskurses für Trainer und Berater in Erwachsenen Bildung. In Rollenspielen und Autotraining haben sich die Teilnehmer/innen auf eine Beratungssituation vorbereitet. Auch das Motivationstraining war ein Teil des Kurses, erklärte Paul Horvath.

 

Als die nächste große Veranstaltung des Vereins kündigte Horvath den Roma-Ball 2017, „Romano Mulantintschago“ am 14. Jänner 2017 an.

 

Link

Verein Karika

 

Roma sam | 5.12.2016
20:50 - 21:10 | Radio Burgenland Livestream

 

volksgruppen.orf.roma - aktuell.at

http://volksgruppen.orf.at/roma/stories/2812885/

 

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Normunds Rudevičs: ”No such person is listed“

Quelle: IRU
Quelle: IRU

Am Montag meldete die APA, dass der IRU-„Parla­ments­prä­sident“ Stevan Balog Radul im Namen seiner Orga­ni­sa­tion und aller Roma und Sinti in Öster­reich eine Wahl­empfeh­lung für den FPÖ-Bundes­präsi­dent­schafts­kan­dida­ten Norbert Hofer aus­gespro­chen habe. Offenbar gibt es inzwischen mehrere konkurrierende Ver­bände, die sich als Nachfolge­organi­sa­tio­nen des frü­he­ren Welt­verbands IRU sehen. Davon erfährt man aus den Medien­berich­ten aller­dings nichts. Die APA hat es ver­ab­säumt, dies ausreichend zu über­prü­fen und klar­zu­stellen, in wes­sen Namen Stevan Balog Radul über­haupt sprechen kann.

 

 

 

 

 

Innerhalb von nur 24 Stunden haben sich daraufhin acht öster­reichi­sche Roma-Orga­ni­sa­tio­nen (wir berichteten) von dieser Aussage eines in der öster­rei­chi­schen Roma-Com­munity weit­hin Un­be­kann­ten dis­tan­ziert, und zwar: Verein Roma-Service, Ro­ma­no Centro, Verein KarikaVerein Vida Pavlović, Verein Phurdo Salzburg, Kulturverein Öster­rei­chi­scher Roma, VHS der burgen­ländi­schen Roma, Verein Lovara Österreich.

Nun liegt auch eine offizielle Stellungnahme von Dr. Normunds Rudevičs vor, welcher der IRU in Riga als Prä­sident vor­steht. Auch er weist jede organi­sa­to­ri­sche und inhalt­li­che Ver­bin­dung zu Stevan Balog Radul zu­rück:

 

"In light of recent publications of a statement by Mr. Stevan Balog Radul in Austrian media, who is posing as “Parliamentry President” of IRU (International Romani Union), we inform that no such person is listed within the organisa­tion. Mr. Balog can not make any official state­ments on behalf of the organi­zation. We also find this develop­ment high­ly unacceptable, as Mr. Balog has ex­pres­sed his sup­port for a far right politi­cal candi­date in Austria, Mr. Hofer. (…) "

 

"Angesichts der jüngsten Veröffentlichungen einer Erklärung von Herrn Stevan Balog Radul in österreichischen Medien, der sich als "Parlamentspräsident" der IRU (International Romani Union) ausspricht, informieren wir, dass keine solche Person innerhalb der Organisation gelistet ist. Herr Balog kann keine offiziellen Erklärungen im Namen der Organisation abgeben. Diese Entwicklung ist auch inakzeptabel, da Herr Balog seine Unterstützung für einen rechtspolitischen Kandidaten in Österreich, Herrn Hofer, zum Ausdruck gebracht hat. (...)"

 

Im Anschluss der volle Wortlaut der oben zitierten Aussendung vom 25. Novem­ber 2016:

 

Quelle: IRU Statement
Quelle: IRU Statement

 

 

 

Roman Urbaner (dROMa)

http://www.roma-service.at/dromablog/?p=38892

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Ausstellung in Berlin: 45 Jahre Bürgerrechtsarbeit

Quelle: sintiundroma.de
Quelle: sintiundroma.de

Noch bis zum 14. November: „Ausstellung 45 Jahre Bürgerrechtsarbeit deutscher Sinti und Roma“ im DokuZ Sinti und Roma (Berlin)

 

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wur­den die NS-Ver­bre­chen an Roma und Sinti über Jahr­zehnte hin­weg be­schwie­gen und die Über­leben­den erneut aus­gegrenzt und ins Ab­seits ge­drängt. Die Ver­ant­wort­li­chen des Völker­mordes hin­ge­gen konn­ten in vielen Fällen als respek­tierte Mit­glieder der west­deutschen Nach­kriegs­gesell­schaft weiter­leben und ohne Angst vor Bestra­fung ihre Kar­rie­ren fort­setzen.

 

 

 

Dem Engage­ment der Bürger­rechts­bewe­gung deut­scher Sinti und Roma ist es zu ver­danken, dass sich daran etwas ge­än­dert hat. Mit auf­sehen­erre­gen­den Aktionen wie etwa dem Hunger­streik im ehe­mali­gen Kon­zentra­tions­lager Dachau 1980 ver­schaff­te sie sich Gehör. 1982 er­kannte Helmut Schmidt als erster deut­scher Spitzen­politi­ker den rassis­tisch mo­ti­vier­ten Völker­mord an Sinti und Roma als sol­chen an.

 

Im selben Jahr er­folgte die Grün­dung des in Heidel­berg an­säs­si­gen Zentral­rats Deutscher Sinti und Roma. Der Bür­ger­rechts­bewe­gung ist es ge­lun­gen, die NS-Ver­gan­gen­heit zum gesell­schaft­li­chen Thema zu machen und immer wieder erfolg­reich für die Be­lange der Min­der­heit ein­zu­treten.

Nun ist die Geschichte der Bürgerrechtsbewegung zum ers­ten Mal Thema einer eige­nen Aus­stel­lung: Foto­grafien aus fünf Jahr­zehn­ten lenken den Blick auf be­kannte und weni­ger be­kannte Ereig­nisse.

 

Die Aus­stel­lung leis­tet damit einen wert­vollen Bei­trag zur über­fäl­li­gen Be­schäf­ti­gung mit diesem Kapitel deut­scher und euro­päi­scher Zeit­geschichte. In An­betracht eines bis heute weit ver­brei­te­ten Anti­ziganis­mus und der schwie­ri­gen Lage von Sinti und Roma in vielen Län­dern Euro­pas handelt es sich um die histo­ri­sche Ein­bettung eines sehr aktuel­len The­mas. Das Ein­treten für Gleich­berech­ti­gung und Men­schen­rechte, von dem die Aus­stel­lung be­rich­tet, ist bis heute not­wendig.

 

Öffnungszeiten: Mo.: 10:00 – 16:00, Mi.; 12:00 – 18:00 Uhr und nach Ver­ein­ba­rung (Kon­takt: berlin@sintiundroma.de)
Der Eintritt ist frei.

 

Adresse:
DokuZ Sinti und Roma (Berlin)
Aufbau Haus, Prinzenstr. 84B, 10969 Berlin
(Zugang über die Oranienstraße)

 

Text: DokuZ Sinti und Roma

 

Roman Urbaner (dROMa)

http://www.roma-service.at/dromablog/?p=38645

 

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Europarat rügt Diskriminierung der Roma in Tschechien

Der Europarat in Straßburg hat scharfe Kritik an der Menschenrechtslage der Roma in Tschechien geübt. Menschenrechtskommissar Nils Muiznieks kritisierte in einem heute veröffentlichten Schreiben an Ministerpräsident Bohuslav Sobotka die anhaltende Ausgrenzung der Minderheit.

 

Quelle: romove.radio.cz
Quelle: romove.radio.cz

 

Kinder würden noch immer in eigene „Roma-Klassen“ oder Schulen für Behinderte abgeschoben, ganze Familien in prekäre Wohnsiedlungen am Stadtrand gedrängt. Der Sozialdemokrat Sobotka verwies auf Verbesserungen unter seiner seit knapp zwei Jahren bestehenden Regierung.

 

Keine Entschädigung für Zwangssterilisationen

Muiznieks zeigte sich bestürzt darüber, dass die Regierung bis heute keine außergerichtlichen Entschädigungszahlungen für frühere Zwangssterilisationen an Roma-Frauen auf den Weg gebracht habe. Sobotka verwies in seiner Antwort auf die Gerichte.

Die Roma leben bereits seit Jahrhunderten in Europa. In Tschechien gibt es rund 250.000 Angehörige der Minderheit.

Nach Ansicht des zuständigen Kontrollorgans verstößt Tschechien mit seinem Vorgehen gegen die Europäische Sozialcharta von 1961. Viele Roma-Familien lebten unter unzulänglichen Bedingungen. „Trotz der Bemühungen der Regierung gibt es bisher kaum nachweisbaren Fortschritt“, bemängelten die Fachleute.

 

volksgruppen.orf.roma - aktuell.at

http://volksgruppen.orf.at/roma/stories/2806953/

 

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Frankreichs Mitschuld an Roma-Verfolgung

Quelle: Sigot/Leble
Quelle: Sigot/Leble

Hollande übernimmt Verantwor­tung für Roma-Ver­fol­gung 1940–1946 (sic!)

Anlässlich einer Gedenkfeier im ehemali­gen „Zi­geu­ner“-In­­ter­­nie­­rungs­­la­ger in Montreuil-Bellay in der Nähe von Saumur (Maine-et-Loire, West­frank­reich) hat Staats­prä­si­dent François Hollande erst­mals die Mit­schuld Frank­reichs an der Ver­fol­gung Tau­sen­der Roma und Sinti wäh­rend des Zwei­ten Welt­kriegs an­er­kannt.

 

 

 

 

 

 

 

Die fran­zö­si­sche Re­pub­lik erin­nere sich eines Dramas, das all­zu lange ver­drängt und ver­ges­sen wor­den sei, sag­te Hol­lande in sei­ner An­spra­che. Tau­sen­de von Män­nern, Frau­en und Kindern sei­en ver­haf­tet und in La­gern in­ter­niert wor­den, nur weil sie dem „fah­ren­den Volk“ an­ge­hör­ten, er­klärte Hol­lande. Der Fest­akt fand im Ge­den­ken an die Befrei­ung der letz­ten „Zigeu­ner“-Häft­linge vor 70 Jah­ren statt. Die Deutsche Welle über die histo­ri­schen Hin­ter­gründe:

 

In Montreuil-Bellay (…) befand sich das landes­weit größ­te Inter­nie­rungs­lager. Ins­ge­samt wur­den in Frank­reich 31 Lager für Roma ein­ge­rich­tet, in de­nen von 1940 bis 1946 zwi­schen 6.000 und 6.500 Men­schen un­ter­gebracht wa­ren. Schon 1912 war die neue Be­völ­ke­rungs­kate­go­rie „Nomaden“ ein­ge­führt wor­den, die sich aus­schließ­lich auf „Tsiganes“, also so­ge­nann­te „Zigeu­ner“, be­zog. Die In­ter­nie­run­gen ab 1940 fan­den so­wohl in der von Deutschen be­setz­ten Zone als auch in der unbesetz­ten Zone statt. Viele Roma muss­ten Zwangs­arbeit leis­ten. In den Lagern lit­ten viele In­sas­sen un­ter Hunger und Krank­heiten. Die letz­ten von ihnen wur­den im Jahr 1946 befreit, knapp zwei Jahre nach Ende der deut­schen Be­satzung.

 

Roman Urbaner (dROMa)

http://www.roma-service.at/dromablog/?p=38674

 

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Gedenktafel für die Holzschläger Roma

Quelle: Mri Historija
Quelle: Mri Historija

Enthüllung der Gedenktafel in Erin­ne­rung an die er­mor­de­ten Holz­schlä­ger Roma

Fr., 28.10.2016, 18:00 Uhr: Evang. Kirche / Fried­hof, Un­ter­kohl­stät­ten, Holz­schlag

Andacht mit Pfarrer Dr. Gerhard Harkam und Pfar­rer Se­bas­ti­an Edakarottu in der evan­ge­li­schen Kir­che Holz­schlag

 

 

 

 

1937 hatte Holzschlag (Bezirk Oberwart, Burgenland) mit 661 Personen die höchste Ein­woh­ner­zahl, 310 Per­sonen wa­ren da­von als Roma re­gistriert. Nach dem Zwei­ten Welt­krieg war die Zahl der Be­völ­ke­rung durch die De­por­ta­tion der Ro­ma auf 341 ge­sun­ken. Nur 28 von den 310 zu­vor in Holz­schlag le­ben­den Ro­ma kehr­ten ins Dorf zu­rück. Die De­por­ta­tion der Holz­schlä­ger Ro­ma, die alle re­gistriert wa­ren, er­folg­te in zu­min­dest drei Pha­sen. Zuerst wur­den 1939 arbeits­fähige Män­ner ab­ge­holt. In der Nacht zum 31. Ok­to­ber 1941 kam die SS/SA ein zwei­tes Mal und hol­te alle Ro­ma aus ih­ren Häu­sern. Im April 1943 wur­den dann die letz­ten ver­blie­be­nen Roma de­por­tiert.

 

Quelle Text: VHS Roma

 

Einer der wenigen Roma, die die NS-Verfolgung über­lebten und nach der Be­frei­ung nach Holz­schlag zurück­kehr­ten, war Anton Papai. Roma-Service hat ihn für das Zeit­zeu­gen­edition Mri historija in­ter­viewt: „Draußen im Dorf …“ (Mri his­to­ri­ja, Son­der­rei­he dROMa, 5/15)

 

Roman Urbaner (dROMa)

http://www.roma-service.at/dromablog/?p=38656

 

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Weyer: Gedenksteine für ermordete Kinder

Quelle: OÖN
Quelle: OÖN

Fünf Jahre nach der Verle­gung von acht Stolpersteinen mit­ten auf einer Stra­ßen­kreu­zung in Weyer (Ober­öster­reich) ist es ge­lun­gen, diesen kleinen Gedenk­ort der Erinnerungs­stätte Lager Weyer wür­di­ger zu platzie­ren. Die Sanie­rung der Straße gab Gelegen­heit, die sym­bo­li­schen Gedenk­steine auf einem neu ge­stal­te­ten Strei­fen zwi­schen der Straße und dem ehe­ma­li­gen Ter­ror­ge­län­de des „Zi­geu­ner­­an­hal­te­­la­gers St. Pan­ta­leon-Weyer“ zu si­tuie­ren.

 

 

 

 

 

 

 

Die in den Boden eingelassenen Steine erin­nern an die Kin­der, die im La­ger den Tod fan­den, sowie an die Säug­linge, die im Lager ge­boren und nach der Depor­ta­tion im be­setz­ten Polen er­mor­det wurden. Die Gedenk­steine „sind aus­schließ­lich Klein­kindern ge­wid­met, die im NS-Lager für Roma und Sinti in Weyer ge­boren wur­den. Sie starben dort oder nach der Auf­lö­sung des Lagers in Polen“, sagte der Autor Ludwig Laher, Ob­mann des Vereins Er­in­ne­rungs­stätte Lager Weyer im Innviertel, in seiner An­spra­che bei der Gedenk­feier am 15. Ok­to­ber.

 

Der Jour­na­list Martin Kranzl-Greinecker erin­nerte an­schlie­ßend an die weit­gehend ver­ges­sene Opfer­grup­pe der Kinder von Zwangs­arbei­terin­nen. Etwa 200.000 Kinder wurden von Zwangs­arbei­terin­nen ge­boren. Sie wurden ihren Müt­tern weg­ge­nom­men und in spe­ziel­le Heime ge­steckt; an die 300 solcher An­stal­ten gab es im Deut­schen Reich. Viele der Kinder kamen in den Hei­men ums Leben.

 

In dem nationalsozialistischen „Zigeuneranhaltelager St. Pantaleon-Weyer“ wa­ren von Jänner bis No­vem­ber 1941 meh­rere Hun­dert Sinti und Roma inter­niert. Nach der Auf­lö­sung des Lagers wurden die rund 300 über­leben­den Häft­linge über Lackenbach nach Łódź (Ghetto Litzmannstadt) de­por­tiert. Sie alle wurden er­mordet.

 

Roman Urbaner (dROMa)

http://www.roma-service.at/dromablog/?p=38586

 

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EU Konferenz - Roma | Romnja-Jugend als treibende Kraft der Veränderung

Eine hochrangige Konferenz zum Thema „Stärkung der Rolle der Roma-Jugend als treibende Kraft der Veränderung“ fand am vergangenen Wochenende in Bratislava statt.

 

Etwa 250 TeilnehmerInnen - Jugendliche aus Roma-Gemeinschaften, die VertreterInnen der zuständigen Ministerien und internationalen Organisationen sowie der europäischen Institutionen diskutierten gemeinsam über eine neue Richtung des EU Aktionsplans für die jugendlichen Roma.

 

Quelle: Kommission
Quelle: Kommission

 

Die Konferenz zwischen 10. - 11. Oktober 2016 hat die Europäische Kommission mit den zuständigen slowakischen Ministerien organisiert.

Die Roma | Romnja in der Slowakei sind am stärksten von Armut, sozialer Ausgrenzung und Diskriminierung betroffen. Es ist schwieriger als Rom, Romni, in den Arbeitsmarkt einzutreten. Vor allem in Regionen, in denen auch Menschen mit höherer Bildung nicht einen Job zu finden können, weiß der Mitorganisator Jan Hero.

 

Junge Roma | Romja wollen partizipieren

Ähnliche Probleme plagen die anderen Länder der Europäischen Union. Es ist daher anzustreben, für Roma-Fragen einen getrennten Fonds zu errichten. In den Jahren 2014 -2020 wird es für den Europäischen Sozialfonds 1,5 Milliarden gehen. EU-Kommissarin für Justiz, Verbraucherschutz und Gleichstellung Věra Jourová sagte, dass es unsere Pflicht sei, die Möglichkeiten für junge Roma zu schaffen, damit sie eine gute Ausbildung haben und einen guten Job bekommen und ein besseres Leben führen, als ihre Eltern, sollte die Roma-Jugendlichen die treibende Kraft für die Integration der Roma/Romnja sein.

In der Sendung bieten die Roma-Jugendlichen aus Österreich, Rumänien, Deutschland und Frankreich ihre Sicht zur Problematik dar.

Junge Roma in Europa haben eine Menge von Fähigkeiten und Kompetenzen und wollen sich auch bei der Gestaltung ihrer eigenen Zukunft aktiv beteiligen. Die Konferenz bot ein Forum, um jungen Roma/Romnja durch den Dialog und den Austausch von Wissen und Erfahrung in diesem Bereich zu begegnen.

 

Quelle: volksgruppen.orf.roma - aktuell.at                   http://volksgruppen.orf.at/roma/stories/2803329/

 

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20 Jahre Roma Rights Journal

Quelle: errc.org
Quelle: errc.org

Genau vor zwanzig Jahren veröffentlichte das European Roma Rights Centre (ERRC) die allererste Ausgabe seines „Roma Rights Journal“, eines Magazins, das sich – über lan­ge Zeit als eines von nur sehr we­ni­gen aka­demi­schen Pub­li­ka­tions­medien – mit der Min­der­heit der Roma be­fass­te. Im Rückblick auf die Anfän­ge ihres Mediums lässt die in Budapest an­säs­sige inter­natio­na­le Men­schen­rechts-NGO heute durchaus Opti­mis­mus er­ken­nen: „Es ist er­mu­ti­gend zu sehen, wie weit wir in den letz­ten zwan­zig Jahren ge­kom­men sind.“ So man­cher Miss­stand, der das Leben der Roma-Gemein­schaft vor zwanzig Jahren ge­prägt hat­te, hät­te heute, 54 Aus­ga­ben spä­ter (sie­ben davon waren Dop­pel­nummern), einiges an Bri­sanz ver­loren:

 

 

In 1996, the state of Roma rights in Europe was very dif­fe­rent to the situa­tion we see today. Looking back at the issues that are men­tioned in this first edition, it is encouraging to note that many of these atro­ci­ties are no lon­ger a constant pre­sence in the lives of Roma in Europe. No matter how dis­heartening the fight for Roma Rights can be, it is em­bol­dening to see how far we have come in the last twen­ty years. The ERRC will con­tinue to chal­lenge dis­cri­mi­na­tion and anti-Gyp­syism wherever we find it, so that in another twen­ty years’ time, we can look back at the events of to­day and won­der at how far we have pro­gressed.

 

Roman Urbaner (dROMa)

http://www.roma-service.at/dromablog/?p=38458

 

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Tschechien - Kinderteam bei Ballturnier trug den Namen „Zyklon B“

Quelle: www.volksgruppen.orf.at/roma
Quelle: www.volksgruppen.orf.at/roma

Auf einem Ballspiele-Turnier von Kinderheimen in Prag hat ein Team den Namen „Zyklon B“ getragen. So hieß der Markenname des Gases (Blausäure), mit dem während des Holocaust die Häftlinge in den Konzentrationslagern massenweise ermordet worden waren.

 

 

 

 

 

 

 

Jüdische Gemeinden und Freiheitskämpfer schockiert

Während der Spiele kam es etwa zu Szenen, wo die Fans der Mannschaft „Zyklon B, los!“ skandierten. Die jüdischen Gemeinden und der Verband der Freiheitskämpfer | Český svaz bojovníků za svobodu (ČSBS) zeigten sich schockiert über die Benennung, schreibt die tschechische Tageszeitung „Pravo“.

Tomáš Jelínek von der Prager jüdischen Gemeinde war auch verwundert, dass die Veranstalter des Turniers keine Einwände gegen den Namen des Teams hatten. „Das Paradox ist, dass diese Gruppe auch gegen ein Team von Roma-Buben gespielt hat“, so Jelínek. Der ČSBS-Vizechef Emil Kulfánek sieht den Fehler vor allem bei der Führung des Kinderheimes, die die Gruppe „Zyklon B“ auf das Turnier entsandt habe, und sprach über „Bildungsmangel“ und die „Dummheit von Erwachsenen“.

 

Direktor | „Buben hatten sich Namen selbst gegeben“

Der Direktor des Kinderheimes im Prager Stadtviertel Dolní Počernice, Martin Lněnička, entschuldigte sich für das Verhalten seiner Zöglinge. Das Team sei ursprünglich unter einem anderen Namen angemeldet worden, allerdings hätten es die Buben selbst unterwegs zu dem Turnier geändert. Sie seien ohne pädagogische Aufsicht gereist, weil ein volljähriger Bursche sie geführt habe.

„Als ich es erfahren habe, wollte ich es sofort korrigieren, aber es war schon zu spät“, erklärte Lněnička. Die Buben wolle er auf keine Weise bestrafen, allerdings werde er dafür sorgen, dass sie mit der Geschichte besser vertraut gemacht würden.

 

volksgruppen.orf.roma - aktuell.at

http://volksgruppen.orf.at/roma/stories/2801878/

 

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Sprachenparcour in der Kuga | Europäischer Tag der Sprachen

Fast 70 Volksschulkinder bekamen beim seit 2004 veranstalteten Sprachenparcour einen spielerischen Einblick in die Sprachen Kroatisch, Ungarisch, Roman und Italienisch in der KUGA in Großwarasdorf | Veliki Borištof.

 

Ziel des Sprachenparcours ist es, den Kindern die Scheu vor fremden Sprachen zu nehmen. Es soll auch die Toleranz gegenüber anderen Kulturen und Völkern gefördert werden, betont der Geschäftsführer Alexander Karazman von der KUGA.

 

Quelle: ORF
Quelle: ORF
Alexander Karazman - Quelle: Michael J. Payer
Alexander Karazman - Quelle: Michael J. Payer

 

Die Kinder beschäftigten sich jeweils eine Viertelstunde mit einer Sprache, die ihnen von Nativespeakern mithilfe einfacher Spiele und Aufgaben näher gebracht wurde.

 

Der Sprachenparcour findet anlässlich des Europäischen Tages der Sprachen statt, der alljährlich am 26. September begangen wird. Mit verschiedenen Aktionen und Projekten wird dabei für den Erhalt der europäischen Sprachenvielfalt geworben.

 

Susanne Horvath hat für „Roma sam“ mit dem Geschäftsführer Alexander Karazman gesprochen.

 

Roma Online-Dialogplattform gestartet

Das Bundeskanzleramt will die Volksgruppe der Roma stärker in die Gesellschaft einbinden und hat dazu eine Online-Dialogplattform gestartet. Vorgestellt wurde sie Mittwochabend, in den kommenden zwei Monaten kann nun online die Roma-Strategie 2020 diskutiert und bewertet werden.

 

Staatssekretärin Muna Duzdar - Quelle: Hans Hofer
Staatssekretärin Muna Duzdar - Quelle: Hans Hofer

 

„Auch wenn viel geschehen ist in den vergangenen Jahren, ist der Hass gegen Roma und der Antiziganismus immer noch ein weit verbreitetes Phänomen, dem man sich entschieden entgegenstellen muss“, erklärte Staatssekretärin Muna Duzdar (SPÖ) in ihrer Eröffnungsrede.

 

Radio „Roma sam“, die Stimme der Roma, berichtet ausführlich über die Präsentation am Mittwochabend im Bundeskanzleramt.

 

29.9.2016 | Staatssekretärin Duzdar | Gesellschaftliche Teilhabe der Roma stärken

 

Roma sam | 3.10.2016 | 20:50-21:10
Radio Burgenland | Livestream

 

volksgruppen.orf.roma - aktuell.at

http://volksgruppen.orf.at/roma/stories/2800570/

 

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Weltverbesserer | Hilfe für Roma in Siebenbürgen

Flucht und Migration sind für Menschen oft der letzte Ausweg, wenn sie zu Hause keine Zukunft sehen. Statt tatenlos zu warten, bis die Armen sich auf den Weg machen, wollen Ordensleute vom Stift Admont dort helfen, wo Not entsteht. Zum Beispiel in einem Roma-Dorf in Siebenbürgen.

 

Sie folgen dabei dem Beispiel eines Wiener Installateurs. Der betreibt seit über 20 Jahren ein Selbst-Hilfe-Projekt, das er mit eigenen Händen aufgebaut hat.

 

Gerhard Spitzer - Quelle: ORF
Gerhard Spitzer - Quelle: ORF

 

Entwicklungshelfer Gerhard Spitzer seit 20 Jahren im Einsatz

Hilfe zur Selbsthilfe so umsetzen, dass sie über den Augenblick hinaus wirksam ist, darum bemüht sich der Entwicklungshelfer Gerhard Spitzer seit 20 Jahren – in einer für Roma desolaten Welt. Zusätzlich zur Verteilung von dringend benötigten Lebensmitteln und Medikamenten betreibt er Sozialarbeit bei denen, für die es kaum Entwicklung gibt. Er repariert Dächer, gräbt Kanäle, legt Leitungen und kümmert sich vor allem um die Ausbildung der Jugendlichen.

In seiner gemeinnützigen Stiftung in Lucani erhalten sozial benachteiligte Jugendliche eine Ausbildung für Berufe wie Maurer, Installateur oder Tischler. Zusätzlich leistet die österreichisch-rumänische Initiative Sanierungs- und Bauarbeiten auf sogenannten Sozialbaustellen.

 

Nachhaltigkeit | Ziel seiner Bemühungen

Gerhard Spitzer ist schon seit Anfang der 1990er Jahre in Rumänien tätig. Ihm geht es um die Nachhaltigkeit. Er hat ein Konzept entwickelt, auf angekauftem Boden für Roma-Familien kleine Billighäuser mit ein bisschen Infrastruktur zu bauen. Dabei ist er immer wieder auf Sachspender aus Deutschland und Österreich angewiesen – wie jetzt aus Admont.

 

Quelle: ORF
Quelle: ORF

 

Im steirischen Admont hat der Professor und Floßmeister Fritz Dirninger gemeinsam mit einigen Patres aus dem Stift und mit dem Segen des Abtes einen Verein gegründet, um die Sozialbaustelle in Rumänien zu unterstützen und mit eigenen Händen anzupacken. Im August ist, so wie im Vorjahr, eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern nach Rumänien gereist, um dort vor Ort Entwicklungsarbeit zu leisten und einige kleine Holzhäuser zu bauen.

 

Bei ihrem einwöchigen Einsatz in Rumänien kamen die Helfer aus Admont mit der Not und ihren Realitäten in Berührung. Und sie lernten auch die Details tragischer Lebensgeschichten und Sachzwänge kennen. Ein paar Tage Zusammenleben mit den jugendlichen Mitarbeitern der rumänischen Hilfsgemeinschaft, die zuvor selbst einmal hilfsbedürftige Roma-Kinder waren, sind für die Helferinnen und Helfer eine tief gehende Lebenserfahrung.

 

kreuz und quer | „Die Weltverbesserer“
On demand | TVthek

 

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Staatssekretärin Duzdar | Gesellschaftliche Teilhabe der Roma stärken

„Erstmals kann man sich auch online in die Strategie und Maßnahmen zur Inklusion der Roma einbringen und diese diskutieren“, sagte die zuständige Staatssekretärin Muna Duzdar bei der Präsentation Roma-Online-Dialogplattform gestern Abend im Bundeskanzleramt.

 

In den kommenden zwei Monaten gibt es online die Möglichkeit die Roma-Strategie 2020 zu bewerten und zu diskutieren, um die Strategie noch praxisnäher zu gestalten.

 

Quelle: serdar erdost | orf
Quelle: serdar erdost | orf

 

Form des partizipativen Prozesses

„Mit der Online-Plattform starten wir eine neue Form des partizipativen Prozesses. Nachdem Österreich bereits in den vergangenen Jahren für seinen Einsatz um die gesellschaftliche Teilhabe der Roma von Seiten der EU gelobt wurde, wird nun ein weiterer markanter Schritt gesetzt. Erstmals kann man sich auch online in die Strategie und Maßnahmen zur Inklusion der Roma einbringen und diese diskutieren. Damit werden die Beteiligungsmöglichkeiten deutlich erweitert“, sagte Muna Duzdar im Rahmen der Eröffnung der Veranstaltung.

 

Antiziganismus weit verbreitetes Phänomen

„Auch wenn viel geschehen ist in den vergangenen Jahren, ist der Hass gegen Roma und der Antiziganismus immer noch ein weit verbreitetes Phänomen, dem man sich entschieden entgegenstellen muss“, betonte Duzdar. „Noch immer stehen Ausgrenzung, Ungleichheit und Diskriminierung gegen die mit 12 Millionen Menschen größte ethnische Gruppe in Europa in vielen Ländern auf der Tagesordnung. In Zeiten, in denen die Kluft zwischen Arm und Reich größer wird, leiden vor allem die Ärmsten der Gesellschaft. Umso wichtiger ist es, hier Gegenstrategien zu entwickeln“, so Duzdar.

 

„Dennoch gibt es positive Impulse. Die Europäische Union hat erkannt, dass gesellschaftliche Teilhabe aller Gruppen ein unverzichtbarer Beitrag für ein soziales und friedliches Miteinander darstellt“, sagte Duzdar. Die EU-Kommission hat daher im Jahr 2011 den EU-Rahmen für nationale Strategien für Roma ins Leben gerufen, bei der Verbesserungen in den Bereichen Bildung, Beschäftigung, Gesundheitsfürsorge und Wohnen im Mittelpunkt stehen. „In Österreich steht außerdem die Teilhabe der Roma-Community im Mittelpunkt der Auseinandersetzung mit der Roma-Strategie. Die Online-Plattform soll einen weiteren Schritt in diese Richtung ebnen“, erläuterte Duzdar.

 

Jörg Wohjan | Umsetzung der geplanten Maßnahmen voranzubringen

Jörg Wohjan von der Vertretung der Europäischen Kommission sagte: „In 15 Ländern der EU gibt es mittlerweile Dialogplattformen. Ich sehe es als wichtiges Instrument, um die Stakeholder in den Prozess einzubinden, aber auch um die Herausforderungen und Aufgaben zu lösen und die Umsetzung der geplanten Maßnahmen voranzubringen.“

 

Quelle: serdar erdost | orf
Quelle: serdar erdost | orf

 

In einer Podiumsdiskussion zum Thema „Nationale Strategie zur Inklusion der Roma bis 2020“ diskutierten anschließend der stellvertretende Vorsitzende des Roma-Volksgruppenbeirats, Emmerich Gärntner-Hotvath, das Vorstandsmitglied des Romano Centro, Irina Spataru, Usnija Buligovic vom Verein Thara, Jürgen Schick aus dem Bildungsministerium und Roland Hanak aus dem Sozialministerium bisher Erreichtes und zukünftige Herausforderungen der nationalen Roma-Strategie.

 

Link
Roma Online-Dialogplattform


28.9.2016 | Roma sollen Zukunft der Volksgruppe online diskutieren

 

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Roma sollen Zukunft der Volksgruppe online diskutieren

Die nationale Strategie der Bundesregierung lädt vor allem Angehörige der Volksgruppe ein, bei einer Umfrage unter www.romadialogplattform.gv.at Vorschläge zu den Bereichen Wohnen, Arbeitsplätze und Soziales einzubringen.

 

Zuständig ist Staatssekretärin Muna Duzdar (SPÖ), Unterstützung gibt es durch die EU-Kommission.

 

Quelle: ORF
Quelle: ORF

 

Staatssekretärin Duzdar | Begrüßungsworten in Deutsch und Romanes

Seit 2011 betreibt die Regierung die „Nationale Strategie zur Inklusion der Roma bis 2020“. Mittwochabend wird im Kanzleramt zur „Halbzeit“ Zwischenbilanz gezogen und die neue Online-Plattform vorgestellt. „Als Staatssekretärin für Diversität ist mir die chancengleiche gesellschaftliche Teilhabe aller in Österreich lebenden Menschen ein besonderes Anliegen“, meint Duzdar in ihren Begrüßungsworten in Deutsch und Romanes auf der Website. Der Dialog mit der Zivilgesellschaft solle nun ausgebaut, intensiviert und auch vermehrt online geführt werden.

 

Mit dem Online-Portal der Roma-Dialogplattform möchte die „Nationale Roma Kontaktstelle“ die Möglichkeit geben, sich direkt an der Weiterentwicklung der österreichischen Roma-Strategie zu beteiligen. Drei Fragen können von nun an 60 Tage lang online beantwortet werden, etwa zum Handlungsbedarf in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Bekämpfung von Diskriminierung. Auch das Strategiepapier kann online diskutiert werden. Erreicht werden sollen laut Staatssekretariat vor allem junge Angehörige der Volksgruppe.

Grundlage für die Strategie sind Empfehlungen der EU-Kommission zur Verbesserung der Lage der Roma in Europa. Aus diesem Grund wird auch deren Vertreter in Österreich, Jörg Wojahn, bei der Auftaktveranstaltung heuteabend im Bundeskanzleramt anwesend sein.

 

Link

Roma Online Dialogplattform

 

28.9.2016 | Merkel für ein Europäisches Roma Institut in Berlin


27.9.2016 | Romani Rose wirft CSU-General Scheuer Rassismus vor

 

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Merkel für ein Europäisches Roma Institut in Berlin

„Sinti und Roma sind ein fester Teil unserer gemeinsamen Gesellschaft - in anderen Staaten ebenso wie hierzulande“, sagte Merkel am Dienstag bei einem Festakt in Berlin zum 70. Geburtstag des Roma-Zentralratsvorsitzenden Romani Rose in Berlin.

 

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die geplante Einrichtung eines Europäischen Roma Instituts für Kunst und Kultur in Berlin begrüßt.

 

70. Geburtstag des Roma-Zentralratsvorsitzenden Romani Rose | Er bedankt sich bei der Kanzlerin - Quelle: AFP
70. Geburtstag des Roma-Zentralratsvorsitzenden Romani Rose | Er bedankt sich bei der Kanzlerin - Quelle: AFP

 

Es sei erschreckend, wie sehr auch in Deutschland wieder Antiziganismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus Anklang fänden, so Merkel. Das Institut soll auf Beschluss des Europarats dazu beitragen, Vorurteile gegen die vielerorts geächtete Minderheit abzubauen.

 

Gräber zu erhalten sei Aufgabe der öffentlichen Hand

Zudem sagte Merkel zu, sich weiter für einen Erhalt der Gräber von Sinti und Roma einzusetzen, die dem NS-Völkermord zum Opfer gefallen sind. Dies sei eine Aufgabe der öffentlichen Hand. Sie rechne damit, dass es mit den Bundesländern zu einer guten Lösung komme. Die Nazis hatten 500.000 der von ihnen als „Zigeuner“ verfolgten Menschen ermordet.

 

Romani Rose - Quelle: AFD
Romani Rose - Quelle: AFD

 

Der gebürtige Heidelberger steht seit der Gründung des Zentralrats der Deutschen Sinti und Roma 1982 an der Spitze des Verbands.

Romani Rose, der selbst 13 unmittelbare Verwandte verlor, dankte der Kanzlerin ausdrücklich für ihre Flüchtlingspolitik. „Meine Eltern, die den Holocaust überlebt haben, wären froh gewesen, wenn es in Europa eine Frau gegeben hätte mit Ihrem Mut und Ihrer Gradlinigkeit“, sagte er. Am 20. August war er 70 Jahre alt geworden.

 

28.9.2016 | Romani Rose wirft CSU-General Scheuer Rassismus vor

 

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ERRC: Apartheids-Kindergarten in Serbien?

Quelle: ERRC
Quelle: ERRC

Das European Roma Rights Centre (ERRC) hat den Fall einer segre­gier­ten Roma-Kin­der­gar­ten-Grup­pe in Serbien auf­ge­grif­fen. Das ERRC hat die Be­hör­den kontak­tiert und auf­ge­for­dert, die Pra­xis im Ljuba-Stanković-Kin­der­gar­ten in Beočin zu un­ter­su­chen und ent­spre­chen­de Maß­nah­men zu er­grei­fen.

 

 

 

 

 

Laut dem ERRC vor­lie­gen­den In­for­ma­tio­nen wer­den Roma-Kinder dort sys­te­ma­tisch von den ande­ren, ser­bi­schen Kindern ge­trennt. Die Direk­tion recht­fer­tigt die segre­gier­ten Klas­sen mit dem Hin­weis, dass die Roma-Kinder nur den kos­ten­güns­ti­ge­ren Halb­tags­kinder­garten be­such­ten und diese Gruppe am Nach­mittag an der Reihe sei. Die räum­li­chen Kapa­zi­tä­ten der Ein­rich­tung seien der­zeit so be­grenzt, dass keine ge­mein­same Grup­pen­ein­tei­lung mög­lich sei.

 

Für die Eltern der Roma-Kinder stellt sich dies je­doch an­ders dar: Die Stel­lung­nahme der Direk­tion könne nicht er­klä­ren, warum aus­schließ­lich Roma in der ge­trenn­ten Kinder­gruppe lan­den; außer­dem sei die Be­treu­ungs­qua­li­tät in den Grup­pen nicht die gleiche. Die rund 25 Roma-Kin­der, wel­che die Nach­mit­tags­gruppe be­suchen, haben dort kei­ner­lei Kon­takt mit Nicht-Roma und spre­chen dort durch­ge­hend Romani. Dass Ziel, die Bildungs­integra­tion voran­zu­trei­ben, indem Ro­ma-Kin­der dank gemisch­ter Klas­sen bereits im Vorschul­alter Ser­bisch er­ler­nen, werde auf diese Weise zu­nichte­ge­macht: „Die Kinder müs­sen Serbisch be­herr­schen, sodass sie die Grund­schule be­su­chen kön­nen“, zi­tiert das ERRC die Eltern.

 

„Aber genau das pas­siert dort nicht. Die Kinder ler­nen dort kein Serbisch, sie spie­len dort nur. Das ist Diskri­mi­nie­rung. Wir haben die ver­ant­wort­li­chen Per­so­nen um eine Re­aktion ge­be­ten, aber ohne Er­folg.“ Die Gleich­berech­ti­gungs­be­auf­trag­te Brankica Janković zeigte sich, mit der Situa­tion in Beočin kon­fron­tiert, be­sorgt, dass man es hier mit um einen Fall von Diskri­mi­nie­rung zu tun habe. Jede Form der Segregation von Kindern auf­grund ihrer Natio­na­li­tät oder Ethni­zi­tät sei in­ak­zep­tabel.

 

Roman Urbaner (dROMa)

http://www.roma-service.at/dromablog/?p=38153

 

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Junge Rom Kunst & Stefan "Pisti" Horvath

Mit dem Projekt „Junge Roma Kunst“ hat der Verein KARIKA eine Plattform für junge Roma-Künstler/Innen geschaffen. Es soll für die jungen Schaffenden der Start in die kulturelle Welt sein.

 

Quelle: HP
Quelle: HP

 

Junge Roma Kunst

Die junge Roma-Künstlerin Christina Horvath, präsentierte im Pfarrsaal der katholischen Kirche Oberwart, ihre Ausstellung „Klischee“. Die autodidakte junge Romni möchte mit ihren Bildern darauf aufmerksam machen, dass Roma und Sinti nicht immer Musiker, Wahrsagerinnen etc. sind, sondern auch andere Qualitäten vorweisen können.

 

Ausstellung "Klischee" - Quelle: Julius Horvath
Ausstellung "Klischee" - Quelle: Julius Horvath

 

Tina, wie sie von ihren Freunden genannt wird, interessierte sich schon mit vier Jahren für das Zeichnen. Unterstützung bekam sie da von ihrem Großvater, der ein begnadeter Schnitzer und Musiker war. Ihre Bilder strahlen eine Lebendigkeit aus und erzählen Geschichten, welche der/die Betrachter/in, weiterführen kann.

 

Stefan „Pisti“ Horvath

1956 flüchtete Stefan Horvath als sechsjähriger Bub mit seinen Eltern von Ungarn nach Großwarasdorf. In seiner Jungend kam er oft mit Ausgrenzung in Kontakt. Es war im verwehrt, so wie andere Kinder ins seinem Alter, Fußball zu spielen oder zu ministrieren. Von seinem Großvater erlernte das wunderschöne Instrument Zimbal zu spielen.

 

Stefan "Pisti" Horvath - Quelle: HP
Stefan "Pisti" Horvath - Quelle: HP

 

Seit seinem dreizehnten Lebensjahr reiste Pisti, wie er von seinen Freunden genannt wird, in der Welt umher. Er spielte in den größten Hotels und besten Restaurants. Unter anderem bekamen die holländische Königin Beatrix, die Präsidenten Mitterand und Mubarak, die Hollywood-Schauspielerin Goldie Hawn und etliche andere Prominente, seine Musik zu hören.

 

Roma Abend 2016 Verein KARIKA - Stefan "Pisti" Horvath & Ensemble - Quelle: HP
Roma Abend 2016 Verein KARIKA - Stefan "Pisti" Horvath & Ensemble - Quelle: HP

 

In Radiosendungen des ORF und in Talkshows trat Stefan Horvath auch öfters auf. Unter anderem vertrat er 1993 das Land Österreich in André Hellers Show „Magneten“ am Deutschen Theater in München. 1998 belegte er den dritten Platz bei „Krone der Volksmusik“ und 2006 wurde er im Buch „Zigeuner Roma Menschen“ von Erich Maria Schneller, verewigt.

 

Mehr darüber, hören sie am Montag in der Sendung „Roma sam“ auf Radio Burgenland.

 

Roma sam | 26.9.2016
montags 20:50 - 21:10 Uhr
Radio Burgenland | Livestream

 

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http://volksgruppen.orf.at/roma/stories/2798541/

 

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Europarat | Systematische Diskriminierung in Ungarn

Die Volksgruppe der Roma ist in Ungarn nach Einschätzung des Europarats mit systematischer Diskriminierung und Ungleichbehandlung in allen Lebensbereichen konfrontiert.

 

„Trotz aller Bemühungen der Behörden herrschen in der ungarischen Gesellschaft fremdenfeindliche und intolerante Haltungen vor, die sich vor allem gegen die Roma richten“, heißt es in dem Papier des Beratergremiums für die Minderheitenschutz-Konvention, das am heutigen Montag veröffentlicht wurde.

 

Die einzige Roma-Galerie in Ungarn | die Budapester Gallery8 - Quelle: nihad nino pusija
Die einzige Roma-Galerie in Ungarn | die Budapester Gallery8 - Quelle: nihad nino pusija

 

Systematisch diskriminiert würden die Roma im Arbeitsleben, im Unterrichtswesen, beim Zugang zum Gesundheitssystem und beim sozialen Wohnen. "In der Politik verbreiten extremistische Gruppen und Parteien weiterhin Vorurteile und Hassbotschaften gegen die Roma", heißt es in dem Bericht weiter. Dabei entwickele sich das Internet zum Hauptmedium dieser menschenfeindlichen Rhetorik.

 

Prozess um die Roma-Morde in Ungarn | August 2013 - Quelle: ORF Archiv
Prozess um die Roma-Morde in Ungarn | August 2013 - Quelle: ORF Archiv

 

„Die Empfänglichkeit eines bedeutenden Teils der Gesellschaft für die offen xenophobe und diskriminierende Rhetorik gibt Anlass zu schwerer Besorgnis.“ Selbst physische Angriffe auf Roma seien in den letzten Jahren vorgekommen. Von den Behörden forciert, nehme auch die Segregation von Roma-Kindern in den Schulen zu.

 

In Ungarn leben etwa fünf bis sechs Millionen Roma, die meisten von ihnen in äußerst ärmlichen Verhältnissen.

 

Video | Lebenslange Haft für Roma Mörder | August 2013

 

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Turin: Web-Nachrichten für Roma

Quelle: Idea ROMA
Quelle: Idea ROMA

In Italien ging mit „TgROM Piemonte“ Anfang Mai erstmals ein Internet-Nachrichten­pro­gramm von und für Roma auf Sen­dung. In­zwi­schen wur­den be­reits 20 Aus­gaben des Nach­rich­ten­for­mats ver­öf­fent­licht.

 

 

 

 

 

 

 

Finanziert wird das Programm, als eines von 15 aus­ge­wähl­ten Jugend­pro­jek­ten, mit 21.000 Euro durch die Turiner Stif­tung Compagnia di San Paolo. Für die Rea­li­sie­rung ihres Medien­pro­jekts konn­te die Tu­ri­ner Roma-NGO „Idea Rom“ auf kom­pe­ten­te Unter­stützung aus der Me­dien­bran­che zäh­len. Mit an Bord ist als Pro­jekt­part­ner die On­li­ne-Tages­zei­tung Nuovasocietà. Den Eh­ren­schutz hat die Region Piemont über­nom­men.

Ein Einführungskurs in Videojournalismus be­rei­tet die jugend­li­chen Mit­wir­ken­den aus der Roma-Com­mu­nity auf ihre Auf­gabe vor. Schon vor Sen­dungs­beginn hat sich im Februar ein Dutzend jun­ger Roma zwi­schen 14 und 25 Jahren für die Teil­nahme ge­mel­det. „Un­ser Ziel ist es, zu er­reichen, dass die Jugend­li­chen selbst zu Pro­ta­go­nis­ten des Wan­dels wer­den“, erklärte Luca Remmert, Vor­sitzen­der von Com­pagnia di San Paolo, gegen­über der italie­ni­schen Presse. „Er­fah­run­gen mit dieser Art von Web-TV gibt es be­reits in mehre­ren euro­päi­schen Län­dern“, sagt Vesna Vuletić von „Idea Rom“. „Die In­for­ma­tio­nen, die TgROM anbie­tet, sol­len den Vor­urtei­len und Kon­flikten mit eige­nen Mel­dun­gen ent­gegen­tre­ten. Diese Nach­rich­ten, die, zu­sam­men­ge­stellt von Jugend­li­chen, aus der Welt der Roma selbst kom­men, wer­den es der Roma-Ge­mein­schaft er­leich­tern, sich selbst öf­fent­lich dar­zu­stel­len. Die Sen­dungs­inhal­te wer­den hier­bei eine dop­pelte Aus­rich­tung ha­ben: von der Roma-Minder­heit zur Mehr­heit und um­ge­kehrt. Das wird dazu bei­tragen, den gegen­wär­ti­gen Zu­stand zu über­winden: dass man alles über und für Roma macht, aber ohne sie selbst – ohne ihnen zu­zu­hö­ren. Den Roma einen Stim­me zu geben, wird auch dabei helfen, die Maß­nah­men, die für sie aus­ge­ar­bei­tet werden, auf ihre tat­säch­li­che Wirksamkeit zu über­prüfen.“

 

„Wir wollen mit diesem Nachrichtenprogramm ja nicht be­haup­ten, dass alles in Ord­nung ist. Wir wol­len nur er­reichen, dass man uns ken­nen­lernt, dass man un­sere Kultur ver­steht und un­se­ren Leuten die Gelegen­heit gibt, zu re­den, von sich zu er­zäh­len. Es ist nicht leicht, oft sind sie miss­trau­isch, aber es ist vor allen Din­gen eine Ar­beit über uns selbst“, erzählt Angelica Taurisano, eine der jugend­li­chen Re­dak­teurin­nen.

 

Roman Urbaner (dROMa)

http://www.roma-service.at/dromablog/?p=37973

 

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Spanien: Schulunterricht über Roma-Kultur

Quelle: Videostill RTVE
Quelle: Videostill RTVE

Die spanische Region Castilla und León in­teg­riert Un­­ter­­richts­­ein­­hei­­ten über Ge­schich­te und Kul­tur der Gi­ta­nos (Roma) in den Lehr­plan.

 

 

 

 

 

 

 

Castilla-León wird als erste spani­sche Region künf­tig die Kul­tur und Geschichte der spa­ni­schen Roma (Gitanos) in den re­gu­lä­ren Lehr­plan in­tegrie­ren. Per Ver­ord­nung hat die Region schon im Feb­ru­ar die Bil­dung einer Arbeits­grup­pe zur Aus­arbei­tung be­tref­fen­der Unter­richts­mate­ria­lien be­schlos­sen. Dabei sind – neben 14 Bildungs­experten – auch sechs Gita­no-Or­ga­ni­sa­tio­nen mitein­be­zo­gen. Das Gremium soll die genaue Form der Ein­bin­dung des The­mas in den Unter­richt und in die Lehr­bücher er­ar­bei­ten.

 

„Wie kann es sein, dass die Kinder die Geschichte Spa­niens lernen, ohne dass auch nur ein ein­zi­ges Mal die Volks­gruppe der Gitanos er­wähnt wird? Nach 500 Jah­ren des Zu­sam­men­lebens be­han­deln wir sie noch im­mer, als wären sie völ­lig Frem­de“, er­läu­tert Fernando Rey, Leiter der Schul­be­hörde von Castilla und León und ehe­ma­li­ger Vor­stand der Fundación Secretariado Gitano (FSG). „Mo­men­tan sieht man ab­so­lut nichts davon im Lehr­plan“, er­klärt auch Diego Fernández, Di­rek­tor des Instituto de Cultura Gitana ge­gen­über El País: Es sei hoch an der Zeit, der Ge­schich­te und Kul­tur der Gi­ta­nos „in den Schu­len end­lich Sicht­bar­keit zu ver­lei­hen, da­mit die Kin­der das Ge­fühl ha­ben kön­nen, dass ihre Kultur in den Schulen einen Platz hat, und die an­de­ren Mit­schü­ler sie bes­ser ver­ste­hen“. Mit der Ini­tia­tive wol­le man darü­ber hinaus auch an­de­re Regio­nen und die natio­na­len Schul­be­hör­den er­mu­tigen, das The­ma in den Lehr­plan auf­zu­nehmen.

 

Isidro Rodríguez, Leiter der FSG, drängt auf einen mög­lichst frü­hen Be­ginn des Unter­richts bereits im Volks­schul­alter: „Es ist eine ein­fa­che Maß­nahme, die bis­lang noch keiner er­grif­fen hat – aus Mangel an En­gage­ment und weil man uns als Bürger zwei­ter Klasse an­sieht.“

 

Roman Urbaner (dROMa)

http://www.roma-service.at/dromablog/?p=37909

 

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Projekt Gedenktafeln

Die Aufarbeitung der Leidensgeschichte der Roma und Sinti ist noch lange nicht abgeschlossen. Mit dem Projekt „Gedenktafeln“ soll die Verfolgung der Volksgruppe während des Nationalsozialismus ins Bewusstsein gerückt werden.

 

Projekt Gedenktafeln

Die Initiative dazu kam von Emmerich Gärtner-Horvath. „Es gab keinen Ort, an dem ich meiner Geschwister gedenken konnte“, sagt Gärtner-Horvath, Obmann vom Verein Roma-Service. Wie allen anderen Burgenland-Roma fehlte ihm ein Platz, um seiner ermordeten Angehörigen nah zu sein.

 

Quelle: Gärtner-Horvath
Quelle: Gärtner-Horvath

 

Mit Unterstützung des Alt-Bischofs Paul Iby und des Superintendenten Manfred Koch, haben Gärtner-Horvath und seine Gefährten/Innen bewusst einen leisen Weg abseits der größeren Öffentlichkeit gewählt, um die Gemeinden, direkt anzusprechen.

 

Platz für Kerzen…

„Mittlerweilen wurden in den Gemeinden Kleinpetersdorf, Neudörfl, Mattersburg, Kleinbachselten, Großhöflein, Unterwart und Goberling, Gedenktafeln bzw. Gedenkstätten für die verschleppten und ermordeten Roma errichtet“, sagt Gärtner-Horvath.

 

Quelle: VHS Roma
Quelle: VHS Roma

 

Kemeten: Keine Gedenktafel für Roma

2006 beschloss der Gemeinderat, ein Denkmal zu errichten. Trotz mehrerer Anläufe ist das bis jetzt nicht passiert. In Kemeten lebten vor 1938 mehr als 200 Roma. Fast alle wurden von den Nazis ermordet. Seit mehr als zehn Jahren versuchen Vertreter der Roma-Vereine schon, eine Erinnerungsstätte für die Ermordeten in Kemeten zu errichten. Um dennoch an die Roma in Kemeten erinnern zu können, wurde nun eine „virtuelle“ Gedenkstätte installiert.

 

Mehr darüber, hören sie am Montag in der Sendung „Roma sam“ auf Radio Burgenland.

 

Roma sam | 19.9.2016
montags 20:50 - 21:10 Uhr
Radio Burgenland | Livestream

 

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Theodor Kramer Preis für Stefan Horvath | „Zu schweigen wäre kontraproduktiv“

„Ich war immer ein stiller Mann, wie mein Vater, der sechs Jahre in Konzentrationslagern leben musste. Zu Hause war das ein Tabu Thema“, erzählt Horvath über sein langes Schweigen, dessen Gebrochenwerden nun ausgezeichnet wurde.

 

Den 16. Theodor Kramer Preis für Schreiben im Widerstand und Exil 2016 teilte Stefan Horvath mit Gerhard Scheit. Vergangenen Samstag fand die feierliche Ehrung im Pfarrsaal in Niederhollabrunn statt.

 

Quelle: ORF | Yvonne Strujic
Quelle: ORF | Yvonne Strujic

 

„Es ist ein Gefühl von Demut und Dankbarkeit. Weil ich genau weiß, warum ich diesen Preis bekomme. Nach dem Attentat vor mehr als 20 Jahren in Oberwart hat sich mein Leben verändert. Ich habe zu schreiben begonnen und zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, dass ich das richtige tue“, betont Stefan Horvath, der im Jahre 1995, in dem sein Sohn Peter Sárközi bei einem Bombenattentat auf dramatische Weise aus dem Leben gerissen wurde, sein erstes Gedicht schrieb.

 

In diesem Gedicht mit dem Titel „Ich möcht ein Engel sein“ beschreibt Stefan Horvath den unendlichen Schmerz eines hinterbliebenen, liebenden Elternteils.

 

Quelle: ORF | Yvonne Strujic
Quelle: ORF | Yvonne Strujic

 

Die oft so schmerzvolle Vergangenheit der Volksgruppe der Roma in Österreich bereitet der Autor in allen darauffolgenden Publikationen für sich, seine Volksgruppe und auch für die Mehrheitsbevölkerung auf. Außer der drei Prosa Werke „Ich war nicht in Auschwitz“, „Katzenstreu“ und „Atsinganos. Die Oberwarter Roma und ihre Siedlungen“ schreib Stefan Horvath auch zahlreiche Gedichte und den Einakter „Begegnung zwischen einem Engel und einem Zigeuner“. Basierend auf dem Buch „Katzenstreu“ entstand auch die gleichnamige Hörspiel-CD mit Karl Markovics als Sprecher.

 

„Es gab lange keine Gelegenheit für mich und auch keinen Grund, das lange Schweigen über die Geschichte der Roma im Burgenland zu brechen. Erst das Attentat hat mich dazu gebracht. Die Aufarbeitung der Geschehnisse wird nie abgeschlossen sein, denn ich denke, dass die Toten immer wieder reden werden und das Schweigen kontraproduktiv wäre“, erzählt Stefan Horvath und betont, die Bedeutung des genauen Wissens über die Vergangenheit. Nur so könne auch die Jugend für die Zukunft daraus Schlüsse ziehen.

 

Link

Zu den Büchern von Stefan Horvath | Edition lex liszt 12
Theodor Kramer Preis

 

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Virtueller Gedenkort für Kemeten

Quelle: VHS Roma
Quelle: VHS Roma

Die südburgenländische Gemeinde Kemeten ver­wei­gert den Opfern des NS-Völker­mords an den Roma seit Jah­ren eine Gedenk­tafel. Nun er­innert eine Gedenk­initia­tive im Inter­net an die er­mor­de­ten Ro­ma von Kemeten.

 

 

 

 

 

 

 

 

An die 200 Einwohner der kleinen Gemeinde Kemeten (Be­zirk Oberwart) wur­den von den National­so­zia­lis­ten de­por­tiert, weil sie Roma waren. Nur fünf von ihnen kehr­ten nach der Be­frei­ung 1945 nach Ke­me­ten zu­rück. Über 70 Jahre spä­ter wei­gert sich die Ge­mein­de wei­ter­hin, mit einer Ge­denk­tafel an sie zu er­in­nern. Was etwa in Kleinpetersdorf, Neudörfl, Mattersburg oder Kleinbachselten mög­lich war (siehe das Gedenk­tafel­projekt un­se­res Vereins Roma-Ser­vice), näm­lich dem Wunsch der Volks­gruppe nach einem Platz für ihre Blumen und Ker­zen zu ent­spre­chen, stellt für die Ge­meinde­obe­ren von Ke­me­ten of­fen­bar ein un­über­wind­li­ches Hin­der­nis dar. Seit 2006 liegt zwar auch in Ke­me­ten ein Ge­mein­de­rats­be­schluss vor, wo­nach ein Denk­mal er­rich­tet wer­den soll, das neben­bei (auf einer von ins­ge­samt 15 Tafeln zur Orts­ge­schich­te) auch der Roma ge­denkt – pas­siert ist seit­her aber nichts (siehe: Die Schande von Kemeten). Bür­ger­meister Johann Nussgraber (SPÖ) ließ die Skulp­tur mit den In­for­ma­tions­tafeln nie auf­stellen. Seit zehn Jah­ren la­gern sie nun im Bauhof der Ge­meinde. Die Sache sei zu heikel, hieß es dazu aus dem Ge­meinde­amt.

 

Um dennoch an die Roma in Kemeten erinnern zu kön­nen, gibt es jetzt eine „virtuelle“ Gedenk­stätte: Ver­treter des Vereins Refugius haben sie im Rahmen des Pro­jekts „Gedenkweg“ in Zu­sam­men­ar­beit mit Roma-Ver­tre­tern ini­ti­iert: „Der Gedenkort in der dieser Form wurde notwen­dig, weil die Mehr­heit der poli­ti­schen Ent­schei­dungs­trä­gerIn­nen der Ge­mein­de Keme­ten einen rea­len Gedenk­ort mehr­mals ab­ge­lehnt ha­ben“, heißt es hier­zu auf der Web­site. „Auf diese Weise ver­suchen wir, dem Wunsch der we­ni­gen Hinter­blie­benen nach einem be­schei­de­nen und würde­vol­len Raum für Ge­den­ken und Ge­danken ge­recht zu wer­den und ein Zei­chen gegen das Ver­gessen und Tot­schwei­gen zu setzen.“

 

Auf Großplakaten wird im Ort auf die Gedenk­initative im Inter­net hin­ge­wie­sen. „Wir werden wei­tere Schrit­te setzen, um auf das Un­recht und die Miss­achtung der Gefühle der Roma hin­zu­weisen, die uns diese Ge­mein­de­ver­tre­tung zu­mu­tet“, zeigt sich Horst Horvath, Geschäfts­führer der Volks­hoch­schule der bur­gen­län­di­schen Roma, ent­schlos­sen.

 

Bis zum Beginn der NS-Deportationen lebt­en in Keme­ten rund 200 Roma. Sie wur­den im Lager Lackenbach (mehr hier) in­ter­niert oder direkt ins Ghetto Łódź (mehr hier) ge­bracht. Ande­re wurden nach Auschwitz de­por­tiert; fast 50 Roma aus Kemeten wur­den dort er­mordet.

 

Roman Urbaner (dROMa)

http://www.roma-service.at/dromablog/?p=38017

 

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KZ Lety: Regierung will Schweinemast kaufen

Quelle: Romeo.cz
Quelle: Romeo.cz

Tschechiens Regierung plant weiterhin Ankauf, um die Schweine­farm auf dem KZ-Areal still­zu­legen. Vize­premier Babiš be­such­te nach dem Skan­dal um seine Holo­caust-Re­la­ti­vie­rung die Ge­denk­stätte in Lety – und sprach dort von Ro­ma als „Pa­ra­si­ten“.

 

 

 

 

 

 

 

Seit den 70er Jahren besteht auf dem Ge­län­de des ehe­ma­li­gen na­tio­nal­so­zia­lis­tischen Roma-KZ im süd­böh­mi­schen Lety eine Schweine­farm. Tsche­chi­ens Men­schen­rechts­minis­ter, der Sozial­demo­krat Jiří Dienstbier, kün­dig­te diese Wo­che in Prag gegen­über Pres­se­ver­tre­tern an, dass die Re­gie­rung weiter ver­suchen werde, die um­strit­te­ne pri­vate Schweine­mast auf­zu­kau­fen. Laut Dienst­bier stehe man schon seit Mo­na­ten in Kontakt mit dem Un­ter­neh­men; seit Jänner habe es be­reits fünf Ge­sprä­che mit dem Eigen­tü­mer ge­ge­ben. Die Ver­hand­lun­gen be­zeich­nete der Minis­ter als „kompli­ziert und kor­rekt“. Ver­gan­ge­nen Montag ver­öf­fent­lich­te das Ka­bi­nett zu­dem seinen im März ge­fass­ten Be­schluss, in dem die Ab­sicht be­kräf­tig­t wurde, den Schwei­ne­mast­betrieb am Gedenk­ort still­zu­legen. Schon seit lan­gem wird ein An­kauf durch den Staat ge­fordert. Auch der Men­schen­rechts­aus­schuss der Ver­einten Natio­nen hatte die Tsche­chi­sche Re­publik vor drei Jahren dazu auf­ge­fordert. Konkre­te Er­fol­ge wur­den je­doch bis­lang nicht er­zielt.

 

Im KZ Lety wurden während der deutschen Besatzungs­zeit mehr als 1.300 Roma in­ter­niert. 327 von ihnen, darun­ter viele Kinder, ka­men im Lager ums Le­ben; über 500 Per­so­nen wurden von dort nach Auschwitz de­por­tiert.

Dienstbiers Bekräftigung des Regierungs­vor­ha­bens er­folg­te vor dem Hinter­grund der Holocaust-re­la­ti­vie­ren­den Aus­sagen des Vize­premiers und Fi­nanz­mi­nis­ters Andrej Babiš (ANO). Dieser hatte das Lager als „Arbeits­lager“ für Arbeits­unwillige ver­harm­lost und die Jahre des Völker­mords als „Zei­ten, in de­nen alle Roma ar­beite­ten“, be­zeich­net. Ba­bišs Äußerun­gen sorg­ten für hef­tige Kritik, ins­be­son­de­re auch aus den Reihen der Koa­li­tions­­part­ner; u.a. hatte auch Jiří Dienstbier den Rück­tritt Andrej Babišs ge­for­dert.

 

Nach Bekanntwerden seiner Aussagen versuchte Babiš zu kal­mie­ren und gab an, dass die Zitate aus dem Kontext ge­ris­sen wor­den seien. Am Diens­tag stat­tete er – nach der Aufforderung durch Regierungschef Sobotka – dem ehemaligen KZ in Lety einen Be­such ab, um der NS-Opfer zu ge­­den­ken. Laut dem Nach­richten­portal Romea.cz nützte Babiš seinen ver­meint­li­chen Gedenk­auf­ent­halt in der Holocaust­stätte aber zugleich, um seine An­grif­fe ge­gen Roma öffent­lich zu wieder­holen. Demnach be­zeich­ne­te er, noch inner­halb der Gedenk­stät­te, u.a. Roma-El­tern in einem In­ter­view als „Parasiten“.

 

Den Um­fragen zu­folge liegt Babies popu­listische Partei ANO nur weni­ge Wochen vor den bevor­stehen­den Regional­wahlen in Führung.

 

Roman Urbaner (dROMa)

http://www.roma-service.at/dromablog/?p=37988

 

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Roma-Seelsorger Fabian Mmagu

Der 1958 geborene Fabian Mmagu stammt aus der Eisenstädter Partnerdiözese Awka in Nigerien. Von der katholischen Bischofskonferenz wurde Fabian Mmagu im Jahr 2004 zum hauptverantwortlichen Seelsorger für Roma und Sinti ernannt.

 

Roma-Seelsorger Fabian Mmagu

Fabian Mmagu studierte an der Uni Wien und promovierte 1995 zum Doktor der Theologie. 2004 wurde Mmagu von der Bischofskonferenz als hauptverantwortlicher Seelsorger für die Volksgruppen der Roma und Sinti ernannt. Auf seine Frage, warum keinem österreichischen Priester diese Aufgabe zugewiesen wurde, erklärte ihm Bischof Paul Iby, er wäre eine Gallionsfigur.

 

Quelle: Roma Service
Quelle: Roma Service

 

Fabian Mmagu konnte mit diesem Begriff zunächst nicht allzu viel anfangen. Doch er akzeptierte die Aufgabe, schließlich sei er ja in einem gewissen Sinn dafür prädestiniert: „Ich habe den Vorteil, dass ich selber in einer Minderheitenposition bin“, sagt Mmagu.

 

Quelle: Roma Service
Quelle: Roma Service

 

Pfarrer Fabian Mmagu verließ die Diözese Eisenstadt und ging nach Wien. Deshalb übt er die Funktion des Roma-Seelsorgers derzeit auch nicht aus.

 

Mehr über die Tätigkeiten und Projekte von Roma-Seelsorger Fabian Mmagu, erfahren sie am Montag in der Sendung „Roma sam“ auf Radio Burgenland.

 

Roma sam | 12.9.2016
montags 20:50 - 21:10 Uhr
Radio Burgenland | Livestream

 

volksgruppen.orf.roma - aktuell.at

http://volksgruppen.orf.at/roma/stories/2795647/

 

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Tschechien: Gedenkstätte für Roma-Holocaust

Quelle: Kapura
Quelle: Kapura

Im ehemaligen KZ in Hodonín (Mähren) ent­steht eine neue Ge­denk­stätte für die Opfer des Roma-Ho­lo­causts

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In Hodonín u Kunštátu nördlich von Brno (Brünn) wird künf­tig eine neue Ge­denk­stät­te an die Opfer des Völ­ker­mords an den Roma er­in­nern. Ein Museum wird sich der national­sozia­lis­ti­schen „Zi­geu­ner­ver­fol­gung“ im dor­ti­gen Kon­zentra­tions­lager wid­men; darüber hinaus wird sich die Aus­stel­lung auch mit der Ver­trei­bung der Deut­schen nach dem Krieg und mit einem Zwangs­arbeits­lager in den 1950er Jah­ren be­fas­sen.

 

Die Ausstellung soll im August nächs­ten Jahres er­öf­fnet wer­den. Die Bau­arbei­ten konn­ten, rund fünf Jah­re nach Bau­beginn, im ver­gan­ge­nen Juli ab­ge­schlos­sen wer­den. Die von der Re­gie­rung ge­tra­ge­nen Gesamt­kosten für die Ein­rich­tung der Ge­denk­stät­te be­lau­fen sich auf rund 83,6 Mil­lio­nen Euro.

 

Siehe auch: Tschechiens Vizepremier verharmlost Roma-Holocaust (4.9.2016)

 

Roman Urbaner (dROMa)

http://www.roma-service.at/dromablog/?p=37938

 

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Angriff auf Kinder-Sommerlager in Tschechien

Quelle: Romea.cz
Quelle: Romea.cz

Warnschüsse und rassistische Be­schimpfun­gen, Po­li­zei blieb un­tätig

In einem Interview mit dem tsche­chi­schen Roma-Nach­rich­ten­por­tal Romea.cz be­rich­tet die Sän­ge­rin und Chor­lei­te­rin Ida Kelarová von einem An­griff auf ein Musik­som­mer­camp für Ro­ma-Kin­der in Jiřetín pod Jedlovou (Děčín).

 

 

 

 

 

 

 

Dem­nach be­droh­te ein Mann aus der Ort­schaft eine Grup­pe von rund sech­zig Roma-Kin­dern, die mit dem Jugend­chor „Čhavorenge“ an einem Som­mer­lager teil­nahmen, An­fang August mit einem Ge­wehr . Er gab meh­rere Warn­schüsse ab und be­schimpf­te die Kinder mit ras­sis­ti­schen Aus­drücken, als diese an sei­nem Haus vorbei­kamen, das neben den Unter­künf­ten des Som­mer­lagers liegt. Als die Kin­der zwei Tage später ihre mor­gend­li­che Musik­stunde ab­sol­vier­ten, er­schien der Nach­bar auf dem Ge­lände des Jugend­lagers und at­tackier­te die an­we­sen­den er­wach­se­nen Camp-Mit­ar­bei­ter. Er feuer­te aber­mals eini­ge Schüs­se in die Luft und ver­suchte die Mit­arbei­ter mit Be­schimpfun­gen und Be­lei­di­gun­gen zu pro­vo­zie­ren. Zu direk­ter phy­si­scher Ge­walt kam es je­doch nicht.

 

Die Regional­polizei will nun, mit eini­ger Ver­spä­tung, den Vor­fall unter­su­chen. Die Er­mitt­lun­gen wer­den sich auch damit be­fas­sen, warum die lo­kale Polizei­stelle in Varnsdorf nicht auf den Notruf des Som­mer­lagers re­agier­te, son­dern, wie Ida Kelarová be­rich­tet, ein­fach den Hörer auf­legte. Die Organi­sa­toren des Musik­camps haben in­zwi­schen, mit Unter­stützung durch die An­wälte der Tsche­chi­schen Phil­har­mo­nie, Be­schwer­de gegen die Polizei ein­ge­bracht. Ida Kelarová: „Der Herr, der mit seinem Ge­wehr schoss, schockiert mich gar nicht so sehr. Das ist nur ein Ver­rück­ter – ob­wohl man nie weiß, wo­zu er noch im­stande ist, wenn die Ner­ven mit ihm durch­gehen. Mir er­scheint vor al­lem schreck­lich, dass die Polizei nicht ein­mal an den Tatort ge­kom­men ist, we­der um uns zu beru­hi­gen noch um zu unter­suchen, was tat­säch­lich vorge­fal­len ist. Je­der, der glaubt, un­sere Polizei sei da­zu da, um uns zu schützen, der irrt.“

 

Bereits im Dezember 2013 war es im süd­mäh­ri­schen Hodonin zu einem An­griff auf den Roma-Kinderchor ge­kommen. Fünf Män­ner hat­ten damals die Kinder und Jugend­li­chen auf of­fener Straße körper­lich an­ge­grif­fen (wir berich­teten). Die Täter wur­den nie aus­­ge­forscht.

 

Roman Urbaner (dROMa)

http://www.roma-service.at/dromablog/?p=37894

 

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Walpurga Horvath verstorben

Die am 15. November 1923 in Trausdorf geborene Romni, Walpurga Horvath, ist am Sonntag, dem 28.8.2016, im 93. Lebensjahr verstorben.

 

In Trausdorf geboren

Am 15. November 1923 erblickte Walpurga Horvath in Trausdorf das Licht der Welt. Die Roma lebten damals in einem Bereich nahe der Wulka. Als die Nazis an die Macht kamen, änderte sich das Leben schlagartig. Walpurga war 15 Jahre alt, als sie mit ihrer Schwester Stefanie ins KZ nach Ravensbrück deportiert wurde.

 

Walpurga Horvath mit ihrer Schwester Stefanie - Quelle: Roma Service
Walpurga Horvath mit ihrer Schwester Stefanie - Quelle: Roma Service

 

Nach der Befreiung und einem Genesungsaufenthalt in Schweden kam sie 1947 zu ihrer Familie nach Trausdorf zurück. 1953 heiratete sie Karl Horvath. Das Ehepaar baute in Mattersburg ein Haus und bekam 2 Kinder, Lona und Karl. Das Leben der KZ-Überlebenden war von Krankheit und Leid geprägt.

 

Mri Historija | Meine Geschichte

Über ihre Lebensgeschichte berichtete Walpurga Horvath in der Zeitzeugenreihe „Mri Historija | Meine Geschichte“, welche vom Verein Roma-Service und dem ORF Burgenland, produziert wurde.

 

Walpurga Horvath bei einem Interview mit dem ORF - Quelle: ORF
Walpurga Horvath bei einem Interview mit dem ORF - Quelle: ORF

 

Mit ihr verliert die Volksgruppe eine bedeutende Stütze der Zeitzeugen- und Gedenkarbeit und einen beeindruckenden Menschen. Walpurga Horvath war eine der letzten noch lebenden Vertreterinnen der Roma-Generation.

 

volksgruppen.orf.roma - aktuell.at

http://volksgruppen.orf.at/roma/stories/2793473/

 

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Dänemark will Roma-Camps kriminalisieren

Quelle: Roma Service
Quelle: Roma Service

Dänemarks Regierungspartei Venstre hat angekündigt, gegen obdachlose Ausländer (ge­meint sind Notreisende, also ins­be­son­de­re ost­euro­päi­sche Roma) vor­zu­gehen. Der­zeit ist es Ob­dach­losen in Dänemark erlaubt, im öf­fent­li­chen Raum, etwa in Parks oder auf Bänken, zu über­nach­ten – so­fern sie mit ihrem Ver­halten gegen keine sons­ti­gen Gesetze ver­stoßen. Eine Ge­setzes­novel­le soll der Exe­ku­tive nun die recht­li­che Hand­habe ver­schaf­fen, hart gegen im­pro­vi­sier­te Nacht­lager und Behelfs­unter­künfte ein­zu­schrei­ten. Das Justiz­minis­te­rium soll hier­für einen Gesetzes­entwurf aus­arbei­ten, der sol­che in­for­mel­len Lager­plätze ver­bie­tet.

 

 

 

Dem Vorhaben der Regierungspartei gin­gen Medien­berich­te über an­geb­li­che Miss­stände im städti­schen Køge Bugt Strandpark am West­rand Kopenhagens voraus, in dem Roma kam­pie­ren. An­rainer klagten über die zu­neh­mende Ver­un­rei­ni­gung des Parks – vor al­lem durch Fäkalien. Zu­vor wa­ren die öf­fent­li­chen Toiletten ver­sperrt worden, um die ob­dach­lo­sen Fa­mi­lien da­ran zu hin­dern, sie weiter­hin zu be­nützen.

 

Venstre zeigt sich zuversichtlich, dass ihr Gesetzes­vor­schlag eine par­la­men­ta­ri­sche Mehr­heit finden wird. Die rechts­liberale Partei Venstre (mit nur 19,5 Pro­zent der Stim­men die dritt­stärkste Partei des Landes) stellt seit 2015 die – von Bürger­li­chen und Rechts­populis­ten ge­stützte – Min­der­heits­regierung.

 

Erst vor zwei Jahren war Dänemark von der EU-Kom­mis­sion für sei­­ne un­zu­rei­chen­de Integra­tions­poli­tik für Roma gerügt wor­den.

 

Siehe auch: Roma verklagen Dänemark, 12.8.2010

 

Roman Urbaner (dROMa)

http://www.roma-service.at/dromablog/?p=37612 

 

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Roma-Rastplatz in Braunau: Initiative zieht positive Bilanz

Braunau (dpa/lby) - Der eigens für durchreisende Roma und Sinti geschaffene Rastplatz in Braunau hat sich aus Sicht der Organisatoren und der Stadt bewährt. „Der Platz wird angenommen und es gibt keinerlei Diskussionen. Es ist ein Zeichen, wie man mit der Vergangenheit umgeht“, sagt Bürgermeister Johannes Waidbacher.

 

Der Koordinator des Interkulturellen Netzwerks Roma und Sinti - Quelle: Matthias Röder
Der Koordinator des Interkulturellen Netzwerks Roma und Sinti - Quelle: Matthias Röder

 

Auch das Interkulturelle Netzwerk Roma und Sinti (RoSi) zieht ein positive Langzeit-Bilanz. „Die Probleme sind viel weniger geworden“, sagt RoSi-Koordinator Christian Gradinger.

 

Vor 15 Jahren hat die oberösterreichische Stadt, die vor allem als Geburtsstadt von Diktator Adolf Hitler bekannt ist, eine Wiese von der Größe eines halben Fußballfeldes am Rande einer Bundesstraße mit Stromanschlüssen und Sanitärhaus ausgestattet, um die traditionell durch Braunau ziehenden Roma und Sinti mit Infrastruktur zu versorgen. „Wir wollten sie nicht anlocken, sondern haben einen Ist-Zustand verbessert“, erinnert sich Gradinger.

 

volksgruppen.orf.roma - aktuell.at

http://volksgruppen.orf.at/roma/stories/2793424/

 

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Die Vinzenzgemeinschaft...

Die Vinzenzgemeinschaft Eggenberg kümmert sich um jene Menschen, die aus der Bahn geraten sind und deshalb in Armut leben – Drogen- und Alkoholabhängige, Obdachlose, Haftentlassen, Bettler und viele mehr.

 

Die Vinzenzgemeinschaft…

„1990 entstand die Vinzenzgemeinschaft Eggenberg. Sie hatte von Anfang an das Ziel, Menschen unbürokratisch, schnell und manchmal auch auf unkonventionelle Weise Hilfe anzubieten und Not zu lindern“, sagt der Gründer, Pfarrer Wolfgang Pucher.

 

Quelle: VinziWerke
Quelle: VinziWerke

 

„Es ist nicht maßgeblich, woher jemand kommt, welche Vergangenheit er hat, und welche Schuld er selbst an seinem Leid trägt. Wichtig ist in erster Linie, wie dem Menschen geholfen werden kann“, so Pucher weiter.

 

Der VinziBus, die erste Einrichtung der VinziWerke, ist nicht nur eine Essensausgabestelle, sondern „Tankstelle menschlicher Wärme“ und verkörpert das Leitbild aller Einrichtungen, die im Laufe der letzten Jahrzehnte entstanden sind.

 

Quelle: vinzi.at
Quelle: vinzi.at

 

Aus der Vinzenzgemeinschaft Eggenberg sind seit dem Jahre 1990 38 VinziWerke entstanden. In den Einrichtungen der VinziWerke Österreich finden täglich bis zu 450 Personen Unterkunft und 1.400 Personen werden mit Essen bzw. Lebensmitteln versorgt. Aktuell nehmen sich über 700 ehrenamtlichen Frauen und Männer liebevoll um die Betreuten an.

 

Mehr darüber, erfahren sie am Montag in der Sendung „Roma sam“ auf Radio Burgenland

 

Roma sam | 29.8.2016
montags 20:50 - 21:10 Uhr
Radio Burgenland | Livestream 

 

volksgruppen.orf.roma - aktuell.at

http://volksgruppen.orf.at/roma/stories/2793127/

 

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Frankreich: Roma-Protestcamp überfallen

Quelle: mediapart.fr
Quelle: mediapart.fr

Angriff auf Protestcamp zwangs­ge­räum­ter Ro­ma-Fa­mi­lien in Montreuil

 

Laut Angaben des European Roma Rights Centre (ERRC) wurden mehre­re Roma-Fa­mi­lien in der Nacht zum 22. Au­gust in Montreuil (Paris) von sechs Männern attackiert. Die An­grei­fer wa­ren mit Messern be­waff­net und über­fie­len und bedroh­ten Er­wach­sene und Kinder. Das ERRC berich­tet zudem von Aus­sa­gen, wonach in der Gegend an­wesen­de Poli­zis­ten den Angriff be­obach­tet hät­ten, ohne ein­zu­grei­fen. Details sind bis­her noch nicht be­kannt.

 

 

 

 

 

Bei den überfallenen Personen handelt es sich um eini­ge Roma-Fa­mi­lien, die von den Be­hör­den am 28. Juli aus ihrem Camp in La Boissiere ver­trie­ben wor­den wa­ren. Ihre Behelfs­unter­künfte wur­den zer­stört, ohne dass sie zuvor in­for­miert oder ihnen alter­na­tive Unter­künfte zur Ver­fü­gung gestellt wor­den wa­ren. Seither leben die Fa­mi­lien auf der Straße. Seit eini­gen Tagen kam­pie­ren die Roma nun mit lo­ka­len Ak­ti­vis­ten vor dem Rat­haus, um gegen die Zwangs­räumungs­po­litik zu pro­tes­tie­ren und die Folgen der Ver­trei­bun­gen sicht­bar zu ma­chen. Die Roma fanden breite Unterstützung von Menschen­rechts­aktivis­ten und von Pro­minen­ten (hier eine Petition).

 

Die Roma-Gruppe umfasst laut der NGO La Voix des Roms rund vierzig Per­so­nen, darun­ter 19 Kinder. Laut ande­ren An­ga­ben handelt es sich bei den Zwangs­geräum­ten sogar um 61 Personen, davon 32 Kin­der und Ju­gend­li­che. Die drei­zehn Familien wohn­ten be­reits seit sechs Jahren in dem nun ab­geris­se­nen Lager in Montreuil. Meh­re­re Kinder be­suchen in Montreuil die Schule.

 

Erst vor wenigen Tagen war ein Roma-Camp in Marseilles in der Nacht mit Brandsätzen (und angeblich Schusswaffen) angegriffen worden. Sieben Roma wurden dabei verletzt.

 

Roman Urbaner (dROMa)

http://www.roma-service.at/dromablog/?p=37840

 

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Valery Novoselsky (1970-2016)

Quelle: romea.cz
Quelle: romea.cz

 

Der Roma-Aktivist Valery Novoselsky,
Gründer und Betreiber des Roma Virtual Network (RVN), ver­starb ver­gan­ge­nes Wochen­ende über­ra­schend wäh­rend eines Auf­ent­hal­tes in Riga, wo er an einer Sitzung der Inter­na­tio­nal Romani Union teil­nahm und ein Roma-Fes­ti­val be­suchte.

 

Valery Novoselsky, der, geboren und aufgewachsen in der Sowjet­union, 1995 nach Israel emigrier­te, war eine be­deu­ten­de Persön­lich­keit der Roma-Bür­ger­rechts­bewe­gung. Er war seit vielen Jahren die trei­ben­de Kraft hinter den Be­mü­hun­gen, das Internet als Dreh­scheibe der Roma-Bewegung zu nützen, neue Infor­ma­tions­kanäle zu etablie­ren, die inter­na­tio­na­len Gruppen zu ver­netzen und eine „virtuelle“ Com­mu­nity von Ak­ti­vis­ten auf­zu­bauen.

 

Sein unermüdliches Engage­ment und seine Ver­dienste blei­ben un­ver­ges­sen!

 

 

Roman Urbaner (dROMa)

http://www.roma-service.at/dromablog/?p=37825

 

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Radio für Roma in der Slowakei geplant

Ein Radioprojekt für die Roma-Minderheit hat UKW-Frequenzen im ostslowakischen Prešov und in Banská Bystrica zugeteilt bekommen. Rádio Roma, wie das Programm heißt, sendet bereits als Webradio und wird von Bürgerinitiativen getragen. Von der slowakischen Regierung erhält es finanzielle Unterstützung aus einem Topf für Minderheitenprojekte.

 

Quelle: radiowoche.de
Quelle: radiowoche.de

 

Es soll dabei nicht nur für die Roma senden, sondern auch Vorurteile bei den Mitbürgern abbauen helfen. Die Situation der Roma-Minderheit in der Slowakei, wie in ganz Osteuropa, ist prekär und von Armut und Chancenlosigkeit geprägt. Ausgrenzung und Diskriminierung sind ein großes Problem, mancherorts wurden Mauern errichtet, die Mehrheit und Minderheit gar physisch voneinander trennen.

 

Auch im Bildungsbereich kommt es zu Ausgrenzungen und es mangelt an Chancengleichheit. In der Slowakei leben rund 400.000 Roma, sie stellen ca. 7,5% der Bevölkerung. Ihr Siedlungsschwerpunkt ist der Osten des Landes.

 

Rádio Roma hatte sich auch um eine Frequenz in der mit 240.000 Einwohnern größten Stadt der Ostslowakei, Košice, beworben. Die Frequenz wurde aber, nach dem sich der Medienrat erst nicht auf einen der drei Bewerber einigen konnte, Anfang Juni an das Privatradio Rádio Sky vergeben. Das war bereits als Rádio Prešov in der gleichnamigen 90.000-Einwohner Stadt auf Sendung und hat sich erst im Juni in Rádio Sky umbenannt. Man versteht sich als Regionalradio und will mit seinem CHR-Format in den nächsten Jahren den ganzen Osten der Slowakei auf UKW versorgen.

 

Quelle: radiowoche.de

 

volksgruppen.orf.roma - aktuell.at

http://volksgruppen.orf.at/roma/stories/2792536/

 

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Angriff auf Roma-Camp in Marseille

Quelle: laprovence.com
Quelle: laprovence.com

Zeugen berichten von Molotowcocktails und Schuss­waffen. Sie­ben Ro­ma verletzt.

 

Am Dienstag wurde ein Roma-Camp in Marseille in den Nacht­stun­den von einer Grup­pe un­be­kann­ter Täter an­gegrif­fen. Die Männer schleu­der­ten Molotow­cock­tails und selbst­fabri­zier­te Spreng­körper in das leer­ste­hende In­dustrie­gebäude am Boulevard Magallon, in dem sich ob­dach­lose Roma-Fa­mi­lien ein­quar­tiert haben. Zeugen be­rich­ten zu­dem von Gewehren und Schrot­munition.

 

 

 

 

 

 

Am Vorabend waren eini­ge Männer auf dem Areal er­­schie­­nen und ha­t­ten die Roma auf­­ge­for­dert zu ver­­schwin­den. Dem nächt­li­chen Angriff war, berich­tet auch „L’Obs“ unter Berufung auf den Oberstaatsanwalt, eine Aus­einan­der­setzung zwi­schen Camp­be­woh­nern und einer Gruppe junger Männer aus der Nach­bar­schaft voraus­ge­gan­gen. Dabei sei ein 40-jähriger Rom – an­schei­nend mit einem japa­ni­schen Schwert – am Arm verletzt worden.

 

Sieben Roma wurden bei dem nächtlichen Überfall verletzt, darunter ein 14-Jähriger. Sie wurden im Kranken­haus ver­sorgt; zwei junge Roma muss­ten operiert werden. Ein wei­te­rer Mann, laut Polizei mög­li­cher­weise einer der An­grei­fer, wur­de mit einem Schä­del­trauma ein­ge­liefert.

„L’Obs“ berichtet, dass die Verletzungen der Roma mög­li­cher­weise vers­ehent­lich durch einen Be­woh­ner des Camps selbst her­vor­ge­ru­fen wur­den, als sich dieser mit einer Waf­fe ge­gen die An­grei­fer ver­tei­di­gen wollte. Der Staats­an­walt gab zudem an, dass die Brand­sätze nicht ex­plo­diert seien. Ein von den Medien ver­öffent­lich­ter Screen­shot aus einer Videoaufnahme, die ein Zeuge aus der Nachbarschaft ge­macht hat und die der­zeit von der Polizei aus­ge­wer­tet wird, zeigt hin­ge­gen deut­lich mehrere Explo­sionen.

 

Im Industrieareal von Magallon, das sich im Eigentum der Stadt­gemeinde be­findet, leben rund 160 Personen. Nach der Räumung mehrerer nahe­ge­lege­ner Camps ist das Roma-Lager seit Februar das größte in Mar­seille. Auch diese Behelfsunterkünfte hät­ten bereits im Juli ge­räumt werden sollen, der Räumungs­bescheid wur­de jedoch noch nicht exekutiert.

 

Nach dem Angriff herrscht unter den Be­woh­nern große Angst. Derzeit gibt es für sie vor Ort kei­nen stän­di­gen Polizei­schutz. Die Polizei­strei­fen wur­den al­ler­dings an­ge­wie­sen, häu­fi­ger vor­bei­zu­fah­ren, um nach dem Rech­ten zu sehen. Erst vor we­nigen Wochen war in Mar­seille ein Jugend­li­cher aus einem Roma-Camp von Tätern aus der Nach­bar­schaft ver­prügelt worden.

 

Médecins du monde ha­ben an­ge­kün­digt, psy­cho­lo­gi­sche Betreu­ung an­zu­bieten. Das European Roma Rights Center (ERRC) wird die Er­mitt­lun­gen über­wachen. Drei mut­maß­liche Täter wurden in­zwi­schen ver­haftet.

 

Quellen: laprovence.com, 17.8.2016; laprovence.com, 16.8.2016; nouvelobs.com, 17.8.2016; ERRC, 18.8.2016

 

Roman Urbaner (dROMa)

http://www.roma-service.at/dromablog/?p=37667

 

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„Lustig ist das Zigeunerleben...“

„Lustig ist das Zigeunerleben…“ heißt es in einem alten deutschen Volkslied, das laut den meisten Quellen aus dem Elsass, Schlesien oder Tirol stammen soll und dessen Aufkommen um die Mitte des 19. Jahrhunderts nachweisbar ist. Roma und Sinti wurden lange als „fahrendes Volk“ frei von Sorgen wahrgenommen. Ein falsches Klischee!

 

Diese Reisen, die Großfamilien unternommen haben, hatten eine stark wirtschaftliche Motivation: Das Haupteinkommen kam vom Verkauf verschiedenster Waren, und die Reisen ermöglichten eine Ausweitung des Handelsgebietes.

 

Quelle: Pfarracker
Quelle: Pfarracker

 

„Lustig ist das Zigeunerleben…“

Die tatsächliche Herkunft des Wortes Zigeuner ist immer noch nicht zweifelsfrei geklärt – sicher ist aber, dass es seit jeher eine Fremdbezeichnung ist. Wahrscheinlich abgeleitet vom griechischen „Atsinganoi“ (Unberührbare) hat es Eingang in verschiedene europäische Sprachen gefunden.

 

Quelle: Valle Maria
Quelle: Valle Maria

 

Es beschwört das wilde, freie und romantisierende Leben der damals als „Zigeuner“ bezeichneten ethnischen Gruppe, die heute Roma und Sinti genannt wird. Mit der Realität hat es aber allerdings sehr wenig zu tun, denn über kaum eine andere Volksgruppe gibt es so viele Vorurteile und Klischees, wie über Europas größte Minderheit.

 

Wie die Volksgruppenangehörigen das wahrnehmen und was sie dazu sagen, erfahren sie am Montag in der Sendung „Roma sam“ auf Radio Burgenland.

 

Roma sam | 22.8.2016
montags 20:50 - 21:10 Uhr
Radio Burgenland | Livestream

 

volksgruppen.orf.roma - aktuell.at

http://volksgruppen.orf.at/roma/stories/2786476/

 

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Roma-Netzwerk „kaskosan“

Die Website www.kaskosan.org (Wessen?, oder woher kommen Sie?) soll Roma zusammen bringen und aufzeigen, welchen Stellenwert die Traditionen der Volksgruppe bis heute haben.

 

Roma-Netzwerk „kaskosan“

Gyula Vamosi ist ein junger Rom, der in Ungarn geboren ist und in Großbritannien lebt. Er schuf das größte Online-Roma-Netzwerk der Welt. Ziel dieses Netzwerk ist es, Roma zusammen zu bringen und sie zu digitalisieren.

 

Gyula Vamosi, Betreiber des größten Roma-Netzwerks „kaskosan“ - Quelle: Roma - Service
Gyula Vamosi, Betreiber des größten Roma-Netzwerks „kaskosan“ - Quelle: Roma - Service

 

„Ich habe eine Digital-Roma-Bewegung aufbauen wollen und entstanden ist dann das größte Roma-Netzwerk mit dem Namen kaskosan“, sagt Gyula Vamosi

 

Der junge Rom, der auch Dolmetscher ist, will mit seinem Netzwerk Informationen über die Roma-Kultur verbreiten und Wirtschafts- und Bildungsmöglichkeiten aufzeigen, damit sich die Situation für die Roma-Bevölkerung verbessert.

 

Mehr darüber, erfahren sie am Montag in der Sendung „Roma sam“ auf Radio Burgenland.

 

Roma sam | 15.8.2016
montags 20:50 - 21:10 Uhr
Radio Burgenland | Livestream

 

volksgruppen.orf.roma - aktuell.at

http://volksgruppen.orf.at/roma/stories/2789865/

 

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2500 Euro Holocaust-Entschädigung für tschechische Roma

Die letzten tschechischen Überlebenden des Holocaust an den Roma sollen von Deutschland mehr als 70 Jahre nach Kriegsende eine Entschädigung erhalten.

 

Man habe sich in Verhandlungen mit dem Finanzministerium in Berlin auf einen Betrag von 2500 Euro geeinigt, bestätigte das Außenministerium in Prag am Freitag nach monatelangen Verhandlungen. Die Einmalzahlung könne noch rund zehn bis 15 Überlebenden zugutekommen, hieß es.

 

Konzentrationslager Lety - Quelle: Museum für Roma-Kultur
Konzentrationslager Lety - Quelle: Museum für Roma-Kultur

 

„Einige von ihnen sind bettlägerig“, sagte Čeněk Růžička vom Ausschuss für Holocaust-Entschädigung für die tschechischen Roma | Výbor Pro Odškodnení Romského Holocaustu (VPORH) der Agentur ČTK. „Im Hinblick auf ihr Alter haben wir einem Betrag zugestimmt, der eigentlich lächerlich ist“, kritisierte er. Die Auszahlung müsse zudem erst noch beantragt werden.

 

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Mehrzahl der tschechischen Roma in Arbeitslager sowie nationalsozialistische Konzentrationslager verschleppt. Nur knapp 600 der mindestens 6500 Angehörigen der Minderheit überlebten den Porajmos, den Völkermord an den europäischen Roma.

 

volksgruppen.orf.roma - aktuell.at

http://volksgruppen.orf.at/roma/stories/2789538/

 

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„Ein Betrag, der eigentlich lächerlich ist“

Quelle: VPORH
Quelle: VPORH

Endlich willigt Deutschland ein, auch die Handv­oll Holocaust-über­leben­der Roma in Tschechien zu ent­schä­di­gen – nicht aber mit einer mo­nat­li­chen Opfer­rente wie die jü­di­schen Opfer, son­dern mit einer ein­ma­li­gen Ab­schlags­zah­lung von gera­de ein­mal 2.500 Euro: Roma sind wei­ter­hin Opfer zwei­ter Klasse.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In Böhmen und Mähren kamen wäh­rend der deut­schen Be­satzungs­zeit etwa 90 Pro­zent der dort be­hei­ma­te­ten Roma-Be­völ­kerung ums Leben. Nur rund 600 der 6.500 von den Natio­nal­sozia­lis­ten als „Zigeuner“ er­fass­ten Per­so­nen im „Protek­to­rat“ über­leb­ten die NS-Ver­folgung. Wie nun das tschechische Außenministerium betätigte, sollen tsche­chi­sche Roma, die die Kon­zentra­tions­lager der Be­satzer über­leb­ten, von Deutsch­land demnächst eine ein­malige Ent­schä­di­gung in der Höhe von 2.500 Euro bekommen. Nach monate­lan­gen Ver­hand­lun­gen habe man sich mit dem Finanz­minis­te­rium in Berlin auf die­sen Betrag ge­einigt. Tschechiens Roma-Ver­bände, al­len voran der Aus­­schuss für Holocaust-Ent­schä­di­gung für die Roma in Tschechien (VPORH), hat­ten diese Ent­schädigung durch die Ver­mitt­lung des tsche­chi­schen Außen­minis­te­riums vor mehr als einem Jahr be­antragt. Das Bun­des­außen­minis­te­rium wird die Sum­me aus dem Fonds für nichtjüdische Opfer (Härtefond) bereitstellen.

 

Für nahezu alle Opfer kommt diese Geste jedoch um Jahr­zehnte zu spät. Laut Medien­berichten sind nur noch maximal fünf­zehn betrof­fene Roma am Leben. Nur zehn Per­sonen haben bis dato tat­säch­lich um die Ent­schä­digung an­gesucht. Es hät­te, er­zählt Čeněk Růžička vom Aus­schuss für Holocaust-Ent­schä­di­gung, so­gar eini­ger An­stren­gung be­durft, sie davon zu über­zeugen, die For­mu­lare aus­zu­füllen. „Sie glaub­ten ein­fach nicht mehr daran, dass sie damit Er­folg ha­ben könn­ten, und nach all dem, was sie er­lebt hat­ten, hat­ten sie auch Angst, ihre per­sön­li­chen Daten vor­zu­legen. Aber zu guter Letzt ha­ben sie die An­träge den­noch ein­ge­reicht. Sie alle wollen mit dem Geld für ihr Begräbnis vor­sorgen.“ Eini­ge von ihnen seien bett­lägerig. „Im Hin­blick auf ihr Alter haben wir da­her einem Betrag zu­gestimmt, der eigent­lich lächer­lich ist“, so Růžička. „Wenn es nur nach mir per­sön­lich ginge, hätte ich das vor­lie­gen­de deut­sche An­gebot einer Ein­mal­zah­lung zurück­ge­wie­sen“, erklärt er gegen­über der Presse, „und zwar weil ich einen Ver­gleich ziehe zu dem, wie die jüdi­schen Opfer ent­schä­digt wurden. Diese Opfer er­hal­ten eine monat­li­che Zah­lung von grob 260 bis 400 Euro, zu­züg­lich zu ihrer Rente, was alles in allem ein beträcht­li­cher Be­trag ist. Natür­lich steht ihnen das abso­lut zu, ganz ohne Zwei­fel. Doch es ist in­teres­sant, dass die Volks­gruppe der Roma kein Recht auf die gleiche Entschä­di­gung hat, ob­wohl ihnen das­selbe Un­recht wider­fuhr. Es stört mich, dass die Roma als Opfer zwei­ter Klasse betrach­tet wer­den.“

 

(RU/dROMa)

http://www.roma-service.at/dromablog/?p=37401

 

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Land & AMS unterstützen......

Nach dem Zitat von Abraham Lincoln: „Man hilft Menschen nicht, wenn man für sie tut, was sie selbst tun können“, startete mit Hilfe des Landes Burgenland und des AMS Burgenland das Projekt „Ausbildung in Training, Beratung und Selbst Organisiertem Lernen für Menschen der Roma-Community“.

 

Quelle: Julius Horvath
Quelle: Julius Horvath

 

Land & AMS unterstützen Projekt

Zurzeit wird in Oberwart dieses Vorhaben couragiert umgesetzt. Gemeinsam mit dem Bildungsträger Blickpunkt Identität hat der Verein KARIKA ein Projekt ausgearbeitet, welches vom Land Burgenland und dem AMS Burgenland unterstützt wird.

 

8 Vertreter/Innen der Roma-Community sollen mit dessen Hilfe in einer 6-monatigen Ausbildung zu Trainer/Innen und Berater/Innen in der Erwachsenenbildung ausgebildet werden.

 

Quelle: Julius Horvath
Quelle: Julius Horvath

 

Wie nämlich die ROMBAS-Studie (2014) zeigt, haben 45 Prozent der autochthonen Roma und Sinti der Altersgruppe 26–50 Jahre gerade einmal einen Pflichtschulabschluss und 15 Prozent gar keinen Schulabschluss.

 

Daher ist eines der Ziele der Europäischen Kommission, einen verbesserten Zugang für Roma zu einer qualitativ hochwertigen Bildung zu schaffen und sie in bildungspolitische Entscheidungen soweit wie möglich einzubeziehen. Entsprechende Qualifizierungsmaßnahmen sind dafür jedoch notwendig.

 

Quelle: Julius Horvath
Quelle: Julius Horvath

 

Nach Abschluss des 6-monatigen Lehrganges, soll nämlich mit Mitteln des ESF, ein offenes Lern- und Kulturhaus entstehen, das vom Engagement und der Begeisterung dieser jungen Leute getragen werden soll.

 

Mehr darüber, erfahren sie am Montag in der Sendung „Roma sam“ auf Radio Burgenland.

 

Roma sam | 8.8.2016
montags 20:50 - 21:10 Uhr
Radio Burgenland | Livestream

 

volksgruppen.orf.roma - aktuell.at

http://volksgruppen.orf.at/roma/stories/2789379/

 

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Gedenksteinenthüllung für Roma und Sinti in Chelmno

Quelle: ORF
Quelle: ORF

Am Mittwoch wurde in Chelmno/Kulmhof (Polen) unter großer internationaler Anteilnahme ein Gedenkstein für verschleppte Roma und Sinti enthüllt, die nach ihrer Deportation ermordet und im Wald in einem Massengrab verscharrt wurden.

 

 

 

 

 

 

 

Anfang November 1941 rollten die Züge Richtung Polen, insgesamt fünf Transporte mit jeweils 1.000 Menschen. Der Historiker und Leiter des Dokumentationsarchivs des Österreichischen Widerstandes Gerhard Baumgartner erzählt: „Im November 1941 wurde hier in einem Teil des jüdischen Gettos extra für diese 5.000 aus dem Burgenland deportierten Roma ein eigenes kleines Getto abgezirkelt.“

 

Mehr darüber in burgenland.orf.at


NS-Völkermord an Roma | Gedenkstein in Polen

 

volksgruppen.orf.roma - aktuell.at

http://volksgruppen.orf.at/roma/stories/2789467/

 

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Vorarlberg und die Bettler

Quelle: G. Kraftschik CC-BY
Quelle: G. Kraftschik CC-BY

Vorarlberg ist seit vielen Monaten Schauplatz heftig geführter Debatten über (ost­euro­päische) Bettler. Dabei ist, wie jetzt eine Studie im Auf­trag des Landes be­stä­tigt, ihre An­zahl recht über­schau­bar und die Be­haup­tung, es gäbe kri­mi­nelle Banden­struk­tu­ren, ohne jede em­pi­ri­sche Grund­lage.

 

 

 

 

 

 

Die auf­ge­heiz­te – und von der Politik systema­tisch geschürte – rassis­ti­sche Stim­mung mün­dete in eine Reihe um­fas­sen­der Bettel­verbote und schlug sogar schon in direkte Gewalt gegen bet­telnde Roma um. Auch der Landes­volks­anwalt sieht die Grundrechte in Gefahr. So hält er etwa das in Bregenz ver­hängte Bettel­verbot für rechts­widrig und brachte den Fall im Mai vor den Ver­fas­sungs­gerichts­hof.

 

Dieser hatte in seinen Ur­teilen be­reits mehr­fach geklärt, dass all­ge­meine Bettelv­erbote gegen die Grund­rechte und somit gegen die Ver­fas­sung ver­stoßen. Politik, Polizei und Be­hör­den gehen einstweilen mit Härte gegen die betrof­fe­nen Fa­milien vor. Landes­haupt­mann Wallner drohte ob­dach­losen Ro­ma-Familien aus Ru­mänien, die er aus dem Land ha­ben will, sogar mit der Weg­nahme ihrer Kinder. Der Öffent­lich­keit wurden zu­dem meh­rere Fälle be­kannt, in denen die Be­hör­den Ersatz­freiheits­strafen für bettelnde Roma-Kinder unter 16 Jahren ver­häng­ten bzw. an­droh­ten – Gefängnis für Kinder, ob­wohl dies im Gesetz aus­drück­lich ver­boten ist.

 

Siehe auch: Studie über Bettler in Vorarlberg vorgestellt

 

Roman Urbaner (dROMa)

http://www.roma-service.at/dromablog/?p=37202

 

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Studie über Bettler in Vorarlberg vorgestellt

Quelle: vol.at
Quelle: vol.at

In Vorarlberg wurden am Donnerstag die Ergeb­nisse einer empi­ri­schen Unter­suchung über die sich im Land befind­li­chen Bettler und Not­reisen­den prä­sen­tiert. Er­stellt wurde die von der Landes­regie­rung in Auf­trag ge­ge­be­ne Studie von Erika Geser-Engleitner von der FH Vor­arl­berg; die Be­fra­gun­gen haben zwei Mit­arbeiter, die selbst der Roma-Minder­heit an­ge­hö­ren, durch­geführt.

 

 

 

 

 

Die Resultate in Kurzform: Die Zahl der im Bundesland gleich­zeitig betteln­den Men­schen be­läuft sich auf täg­lich min­des­tens 80 Personen. Zum Kreis der zu den Be­fra­gungs­zeit­punk­ten (Febru­ar/März 2016 und Mai 2016) er­fass­ten not­reisen­den Fami­lien zählen ins­ge­samt 200 Per­so­nen, unter ihnen auch viele Kinder und Jugend­liche. „Ca. die Hälfte aller an­wesen­den Not­reisen­den betteln zur gleichen Zeit, wäh­rend die ande­re Hälfte etwas an­de­res tut“, fasst die Aus­sen­dung des Landes Vorarlberg die Ergeb­nis­se zusam­men. Zum Betteln, dem rund die Hälfte nach­geht, komme dem­nach der Geld­erwerb durch „Zeitungs­verkauf, Gelegen­heits­arbeit und ganz ver­ein­zelt mittels Straßenkunst“.

 

Die Ein­künfte durch Betteln betra­gen laut Erhe­bung „pro Tag und Person zwi­schen zehn und 30 Euro“. Alle von der Studie erfass­ten Per­so­nen sind Roma und rumänische Staats­bürger, viele hiel­ten sich jedoch unmittel­bar vor der Ein­reise nach Öster­reich in Italien auf: „Wegen der dort ver­schlech­ter­ten Situa­tion – Wirt­schafts­krise und Kon­kur­renz am (ille­galen) Arbeits­markt durch Migran­ten aus Afrika – sind die befrag­ten Per­sonen nach Vor­arl­berg ge­kom­men.“ Die über­wie­gende An­zahl der Befrag­ten hat keine Kranken­versicherung (75%), und dies ob­wohl die meisten von Gesund­heits­proble­men be­rich­ten.

 

Von Hinweisen auf mögliche kriminelle Strukturen, die auf Zwang und Aus­beu­tung beruhen, weiß die Studie (wie sämt­liche wis­sen­schaft­li­chen Unter­suchun­gen vor ihr) nichts zu berich­ten. Es gebe auch kein „hierarchisch orga­ni­sier­tes Banden-Betteln“; die Not­reisen­den seien viel­mehr zumeist in Familien­ver­bän­den or­gani­siert. Damit wider­legt die Vor­arl­ber­ger Studie ein­mal mehr das regel­mäßig von Politik und Presse vor­gebrach­te Ar­gu­ment, man müs­se gegen Bettler vor­gehen, um sie vor einer omni­prä­sen­ten „Bettelmafia“ zu schützen. Die Presse­aussendung des Landes, welche die Er­kennt­nisse der Studie Punkt für Punkt vor­stellt, vergisst in­teres­san­ter­weise, aus­ge­rech­net dieses wich­tige Er­geb­nis an­zu­sprechen.

 

Roman Urbaner (dROMa)

http://www.roma-service.at/dromablog/?p=37197

 

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ERGO-Netzwerk

Ehrgeizige Profis setzen sich für eine Verbesserung der Situation der Roma in Europa ein. Hierfür wurde ERGO Netzwerk, eine in den Niederlanden ansässige Stiftung mit Sitz in Brüssel, gegründet.

 

Infostand von Roma React & ERGO - Quelle: Roma Service
Infostand von Roma React & ERGO - Quelle: Roma Service

 

ERGO-Netzwerk wurde 2004 als informelles Treffen von Organisationen, die sich um Roma-Belange kümmern, gegründet.

 

ERGO Netzwerk

Gründungsmitglieder waren Integro Association aus Bulgarien und Spolu International aus den Niederlanden. Offiziell wurde im Jahr 2008 ERGO-Netzwerk als Verein nach bulgarischem Recht registriert.

 

Gyula Vamosi mit Kollegin Gabi aus Prag - Quelle: Roma Service
Gyula Vamosi mit Kollegin Gabi aus Prag - Quelle: Roma Service

 

Um die Organisation in ihrem Tun zu stärk, ist im Jahr 2010 ERGO-Netzwerk und Spolu International Foundation verschmolzen worden. ERGO-Netzwerk ist nun als Stiftung nach niederländischem Recht registriert. Dies ermöglicht dem „neuen“ ERGO-Netzwerk, aus den Stärken beider Organisationen sein Profit zu erweitern und die Position auf europäischer Ebene zu stärken.

 

Der langjährige Roma-Aktivist Gyula Vamosi beim Gespräch - Quelle: Roma Service
Der langjährige Roma-Aktivist Gyula Vamosi beim Gespräch - Quelle: Roma Service

 

Der gebürtige ungarische und in Großbritannien lebende Rom, Gyula Vamosi, ist auch ein Teil dieses ERGO-Netzwerkes.

 

In der montägigen Sendung „Roma sam“ auf Radio Burgenland, erzählt uns der Roma-Aktivist mehr über seine Arbeit.

 

Roma sam | 25.7.2016
montags 20:50 - 21:10 Uhr
Radio Burgenland | Livestream

 

volksgruppen.orf.roma - aktuell.at

http://volksgruppen.orf.at/roma/stories/2786669/

 

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„Dorthin, wo die Not am größten ist“ | Pater Georg Sporschill wird 70

Pater Georg Sporschill geht dahin, wo die Not am größten ist. "Das ist die Freiheit, die ein Jesuit hat. Sporschill bemüht sich seit 25 Jahren um ein besseres Leben für die Straßenkinder in Rumänien und für Roma-Familien. Am 26. Juli wird Sporschill 70 Jahre alt.

 

Die Arbeit halte ihn im Schwung, das ganze sei spannend, sagt er im Interview mit der APA.

 

Als ihn der Jesuiten-Orden 1991 nach Rumänien schickte, sollte sein Aufenthalt dort ein halbes Jahr dauern. Nun lebt Sporschill seit über 25 Jahren in Osteuropa und hat auch die rumänische Staatsbürgerschaft. „Ich bin Tag und Nacht von jungen Leuten umgeben, die ganz anders sind als ich. Es gibt immer Überraschungen, dabei sind die positiven aber größer als die negativen“, erzählt der gebürtige Vorarlberger. Er habe zwar viele Krimis in Buch- und Videoform auf seinem Tisch liegen, zu konsumieren brauche er sie aber nicht: „Das erlebe ich jeden Tag live“, so der Pater.

 

Qelle: apa/elijah
Qelle: apa/elijah

 

Sporschill erhielt 1991 den Auftrag, sich um die Straßenkinder in Rumänien zu kümmern. Daraus entstand der Verein „Concordia“, Kinderhäuser, Kinderdörfer, Lehrwerkstätten und Sozialzentren wurden gebaut. Später wurden auch in Moldau (2004) und Bulgarien (2007) „Concordia“-Vereine gegründet. So wurde tausenden Kindern und alten Menschen geholfen. Nach seinem Rückzug aus der „Concordia“ begann Sporschill 2013 mit dem Verein „Elijah“ ein neues Projekt. Er habe sich dabei überlegt, wo er hingehen könne, „wo sonst niemand hingeht“. „Elijah“ verhilft Roma-Familien in Siebenbürgen zu einem menschenwürdigen Leben und den Heranwachsenden zu einer Ausbildung.

 

„Die Jugendlichen werden in ein selbstständiges Leben begleitet. Wir haben viele junge Leute, die arbeiten lernen“, erzählt Sporschill. Es gebe Sozialzentren, Musikschulen sowie Ausbildungs-und Arbeitsprojekte. Das Bildungshaus, das Zentrum für die „Elijah“-Gemeinschaft, trägt den Namen „Stella Matutina“ in Anlehnung an ein ehemaliges Privatgymnasium des Jesuitenordens in Feldkirch, wo Sporschill 1946 als fünftes von neun Kindern geboren wurde. In der „Stella Matutina“ werden derzeit 20 Mädchen in Haushaltsführung ausgebildet, in den Musikschulen über 200 Kinder betreut, berichtet der Pater. In den Sozialzentren gibt es einen Arzt, „jeder aus dem Dorf kann kommen“, so Sporschill. Etwa 20 der Heranwachsenden wohnen in der „Elijah“-Gemeinschaft. Sporschill nennt das eine große Verantwortung, die ihm aber auch gefällt. Nachdem er in einer Großfamilie aufgewachsen sei, „bin ich das gewohnt und brauche es manchmal fast“.

 

Die Kinder in Rumänien beschreibt Sporschill als sehr gläubig und religiös, „die beten richtig gern, ich predige nie; wenn, dann tun sie’s“, beschreibt er die Umstände. Das Vorarlberger „Schaffa, spära, husa“ („Arbeiten, sparen, Haus bauen“) liege hingegen nicht in der rumänischen Mentalität. Diese sei in den vergangenen 25 Jahren aber ebenso stark im Wandel wie die Lebensumstände in Rumänien überhaupt. „Das Land hat sicher sehr von der EU profitiert, es gibt mehr Rechtssicherheit, wenn auch noch nicht genug“, so Sporschill. Durch den Anschluss an Europa seien viele Arbeitsplätze entstanden, die Menschen hätten verstanden, dass man sich selbst um den Lebensunterhalt kümmern muss. Dennoch seien drei bis vier Millionen Rumänen („und zwar die Besten“) in den wohlhabenderen Westen ausgewandert, diese fehlten nun im Land.

 

Wie er sich in den vergangenen 25 Jahren verändert hat? „Viel geduldiger als früher bin ich nicht“, sagt er. Nein, er habe sich nicht gebessert. Gelernt habe er, dass es nicht immer so gehen muss, wie man es im Kopf hat, prägende Erlebnisse gab es viele. Noch immer aber beeindruckt ihn „jeder einzelne Mensch und jedes einzelne Kind“. Manche der ehemaligen Straßenkinder würden ihn seit 25 Jahren begleiten.

 

Quelle: ORF Archiv
Quelle: ORF Archiv

 

Große Unterstützung für sein Projekt erhält Sporschill vom Vorarlberger Alt-Landeshauptmann Herbert Sausgruber, den er 1964 beim Theologie-Studium kennengelernt hat. Auch im Landesdienst (1975) begegneten sie einander wieder, die Verbindung ist eine sehr enge. „Er ist ein bescheidender Mensch und sich für nichts zu schade“, beschreibt er seinen exakt zwei Tage älteren Freund, der seit seinem Rückzug aus der Politik beim Projekt mitarbeitet. Spuren hinterlassen hat Sporschill, der 1976 in den Jesuitenorden eintrat und 1978 zum Priester geweiht wurde, auch in Österreich. Sein erstes Bemühen als Jesuitenpater galt den Obdachlosen, sowie den strafentlassenen, drogensüchtigen Jugendlichen in Wien. Für diese konnte er in der Blindengasse eine Bleibe einrichten, auch viele weitere Initiativen, die heute in Wien Institution sind, gehen auf Sporschill zurück. Dann kam Rumänien.

 

Ans Aufhören denkt Sporschill angesichts seiner nun 70 vollendeten Lebensjahre nicht. „Das Arbeiten hält jung, andere Pläne habe ich keine“, sagt er. Beim Orden „reden allerdings auch andere mit“, weiß er nicht, wie lange er seinen Aufgaben noch nachgehen wird. Das Altersheim, gibt er zu, ist für ihn aber eine „Horrorvorstellung“. Seinen Geburtstag wird er bei einer Wanderung mit Jugendlichen verbringen und telefonisch nicht erreichbar sein.

 

Link

Initiative Concordia

 

volksgruppen.orf.roma - aktuell.at

http://volksgruppen.orf.at/roma/stories/2786676/

 

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Menschenrechte ............

Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen.

 

1948 wurde die Erklärung der Menschenrechte von den Vereinten Nationen verfasst.

 

Quelle: rredaktion.de
Quelle: rredaktion.de

 

Menschenrechte ...

 

„Dr. Mary Shuttleworth, Schulleiterin und Pädagogin aus Los Angeles, hat Youth for Human Rights International ursprünglich als ein pädagogisches Programm für Kinder und Jugendliche ins Leben gerufen, um es ihnen schon in jungen Jahren zu ermöglichen die Wichtigkeit von Menschenrechten und religiöser Toleranz zu verstehen“, sagt Birgit Karner von der Organisation Jugend für Menschenrechte Österreich.

 

„Sie erkannte, dass sehr wenig getan wurde, um Menschenrechte an junge Leute zu vermitteln, und diente seit dem als Leitende Direktorin, später als Präsidentin der Gruppe“, so Karner weiter.

 

Birgit Karner von der Organisation Jugend für Menschenrechte Österreich-Quelle: Roma -Service
Birgit Karner von der Organisation Jugend für Menschenrechte Österreich-Quelle: Roma -Service

 

Die Zielsetzung von Jugend für Menschenrechte ist: „Die Jugend auf der ganzen Welt über Menschenrechte aufzuklären, und ihnen dadurch zu helfen wertvolle Verfechter bei der Förderung von Toleranz und Frieden zu werden“, sagt Karner.

 

Mehr über Jugend für Menschenrechte Österreich, erfahren sie am Montag in der Sendung „Roma sam“ auf Radio Burgenland.

 

Roma sam | 18.7.2016
montags 20:50 - 21:10 Uhr
Radio Burgenland | Livestream

 

volksgruppen.orf.roma - aktuell.at

http://volksgruppen.orf.at/roma/stories/2783909/

 

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Roma im sozialen Abseits

Rund 50 Prozent aller Roma in Tschechien leben im sozialen Abseits. Qualifizierten Schätzungen zufolge betrifft dies über 113.000 Menschen.

 

In Tschechien leben rund 230.000 Roma. Sie bilden die größte nationale Minderheit des Landes. In den Regionen Ústí nad Labem (Aussig) und Mährisch-Schlesien sind es sogar zwei Drittel der dort lebenden Minderheit.

 

Quelle: www.weather-forecast.com
Quelle: www.weather-forecast.com

 

Hälfte der Minderheit lebt am Rande der Gesellschaft

 

„Rund die Hälfte der tschechischen Roma sind in die Gesellschaft integriert. Die zweite Hälfte stellen Roma dar, die im sozialen Abseits leben oder denen das soziale Abseits droht. Sie sind marginalisiert und an den Rand der Gesellschaft gedrängt“, heißt es im aktuellen Bericht zur Lage der Roma in Tschechien. Vorurteile, Hass und Diskriminierung träfen jedoch auch die sozial Integrierten, die die Roma-Mittelschicht und Roma-Intelligenz darstellten.

 

Quelle: Amnesty International Linz
Quelle: Amnesty International Linz

 

Zwischen 2006 und 2014 hat sich die Anzahl der von Roma bewohnten Armenviertel landesweit von 300 auf 600 verdoppelt. Rund 115.000 Menschen wohnen in diesen Quartieren. 2015 waren im Staatshaushalt rund 67 Millionen Kronen (etwa 2,5 Millionen Euro) für die Integration von Roma vorgesehen.

 

Textquelle: id/čtk

 

volksgruppen.orf.roma - aktuell.at

http://volksgruppen.orf.at/roma/stories/2785606/

 

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Robert Gabris | Der Botschafter ............

Der in Hnusta ( Slowakei) geborene Künstler Robert Gabris, lebt und arbeitet in Wien. Durchaus kann der junge Rom als Meister des Kupferstichs bezeichnet werden. Diese präzise Fertigkeit setzt der talentierte Roma-Künstler auch ein, um politische Zeichen zu setzen.

 

Quelle: Roma - Service
Quelle: Roma - Service

 

In der Zeit von 2006 - 2010 besuchte Gabris die Hochschule für darstellende Künste in Bratislava bei Prof. Hana Ciganova, wo er seinen Bachelor machte. Von 2010 - 2014 war der begabte Rom in der Akademie der bildenden Künste Wien bei Prof. Erich Wonder und Anna Viebrock, um sein Diplom zu erlangen.

 

Robert Gabris | Der Botschafter ...

Als die „Kunstart seines Herzens“ bezeichnet Robert Gabris den Kupferstich. Detaillierte Kleinstarbeit, die keinen Fehler verzeiht. Die Anatomieabbildungen von Menschen und Tieren weiß der politische Akteur auch mit sozialen Kontexten zu verbinden.

 

Quelle: ORF
Quelle: ORF

 

„Fortwährend existieren Barrieren zwischen Menschen und es ist schwer, diese abzubauen. Kunst ist eines der bedeutsamsten Medien, das es schaffen kann, vorab auf diese Barrieren aufmerksam zu machen und diese auch niederzureißen“, sagt Gabris.

 

„Na bister ma | Vergiss mich nicht“ - „Das blaue Herz | O modro vodschi“ - Quelle: ORF
„Na bister ma | Vergiss mich nicht“ - „Das blaue Herz | O modro vodschi“ - Quelle: ORF

 

Inzwischen prägt Robert Gabris mit seinen malerischen Botschaften die Kunstflächen der Welt von Straßburg bis Shanghai. Jede Farbe und jeder angesetzte Strich des Künstlers auf das Papier, fordern dabei nur eines: soziale Gerechtigkeit.

 

Mehr darüber, hören sie am Montag in der Sendung „Roma sam“ auf Radio Burgenland.

 

Roma sam | 11.7.2016
montags 20:50 - 21:10 Uhr
Radio Burgenland | Livestream

 

Links

 

Robert Gabris


Landesgalerie Burgenland | Romane Thana


Theatermuseum | Spettacolo barocco! Triumph des Theaters

 

volksgruppen.orf.roma - aktuell.at

http://volksgruppen.orf.at/roma/stories/2782915/

 

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RomBus on tour

Die Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA, englisch European Union Agency for Fundamental Rights) mit Sitz in Wien ist eine von der Europäischen Union (EU) geschaffene Expertenkommission, die den Schutz der Grundrechte in Europa überwachen soll.

 

RomBus bei Tagung von FRA

Die Vorläuferorganisation der FRA war die Europäische Stelle zur Beobachtung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit (EUMC). Anders als bei der EUMC, die nur das Auftreten von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu überwachen hatte, knüpft das Mandat der FRA an die fundamentalen Rechte in der Charta der Grundrechte der Europäischen Union an.

 

Quelle: Roma-Service
Quelle: Roma-Service

 

Die Agentur widmet sich verschiedensten Themenbereichen, wie z.B.:

  • Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und damit einhergehende Intoleranz;
  • Diskriminierung aus Gründen des Geschlechts, der Rasse oder der ethnischen Herkunft, der Religion oder der Weltanschauung, Diskriminierung von Angehörigen von Minderheiten;
  • Rechte des Kindes einschließlich des Kinderschutzes;
  • Asyl, Zuwanderung und Integration von Migranten;
  • Zugang zu einer effizienten und unabhängigen Rechtsprechung.

 

Weiteres berät die Agentur die EU-Institutionen bei der europäischen Rechtsetzung. Individuelle Beschwerden gegen Grundrechtsverletzungen bearbeitet die FRA hingegen nicht; dies ist die Aufgabe des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte.

 

 Quelle: Roma-Service                                                                                      Quelle: Roma-Service

 

Bei der 3-tägigen Tagung im Wiener Congress Center, wo ein Infostand und auch der RomBus des Vereins Roma-Service vor Ort war, gab Obmann Emmerich Gärtner-Horvath, den interessierten Teilnehmer/Innen, Einblick in die Arbeit der Volksgruppe.

 

Mehr darüber, hören sie am Montag in der Sendung „Roma sam“ auf Radio Burgenland.

 

Roma sam | 4.7.2016
montags 20:50 - 21:10 Uhr
Radio Burgenland | Livestream

 

volksgruppen.orf.roma - aktuell.at

http://volksgruppen.orf.at/roma/stories/2782853/

 

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Soziales Wohnen: Pilotprojekt in Brünn

Quelle: Robert Barca, CC By 4.0
Quelle: Robert Barca, CC By 4.0

In den zurückliegenden Jahren ist die Zahl der Armen­vier­tel in Tsche­chi­en ge­stie­gen. In die­sen ghet­to­arti­gen Sied­lun­gen le­ben meist Roma, die es ohne­hin schwer ha­ben bei der Suche nach Arbeit und Wohnung. Die Stadt Brno / Brünn star­tet da­her ein (…) neues So­zial­wohnungsprojekt

 

 

 

 

Radio.cz, 15.6.1916, Till Janzer:Die Bronx“ – so heißt umgangs­sprach­lich das größte Armen­viertel in Brünn. Es liegt re­la­tiv nah am Stadt­zentrum. Auf meh­re­re Häuser ver­teilt le­ben dort etwa 8000 bis 9000 arme Men­schen. Rund 7000 von ihnen sind Roma, und die aller­meis­ten haben keine Ar­beit. Aber auch andern­orts in der süd­mäh­ri­schen Stadt be­ste­hen Armen­sied­lun­gen, wenn auch klei­nere. Für viele Be­wohner ist das Problem, dass sie bei den Mieten gnaden­los ab­ge­zockt wer­den. (…)

 

Viele Menschen aus den Armensiedlungen hätten ger­ne an­de­re Unter­künfte. Doch auf dem Wohnungs­markt sind sie meist chan­cen­los. Des­we­gen lan­ciert der Brün­ner Magistrat nun das Pro­jekt Rapid Re-Housing. 50 Fa­mi­lien mit Kin­dern sol­len bis Ende des Jahres städti­sche Woh­nun­gen er­hal­ten. (…) Die Neu­mie­ter er­hal­ten zu­dem Unter­stützung durch Sozial­arbei­ter. Martin Freund von der Ini­tia­tive Žít Brno en­ga­giert sich als Stadt­ver­ord­neter im Bereich Wohnen und lei­tet den Aus­schuss für Minder­heiten: „Der Sozial­arbeiter soll­te min­des­tens ein­mal pro Woche bei der Familie vor­bei­schauen. Er soll dabei hel­fen, dass die Woh­nung in Ord­nung ist und die Be­zie­hun­gen zu den Nach­barn klap­pen.“ (…)

Das Vorbild dafür stammt aus Amsterdam. Dort habe das ent­spre­chen­de Pro­jekt fast zu ein­hun­dert Pro­zent Er­folg ge­habt, sagt Martin Freund. Der Brün­ner Ma­gistrat hat je­den­falls 450 Fa­mi­lien aus­ge­wählt, die in Frage kom­men. Wer letzt­lich die Glück­li­chen sind, wird aus­ge­lost. (…) Was in Brünn pro­biert wird, gilt als Pilot­pro­jekt in Tsche­chien. (…)

 

Lesen Sie bitte den hier nur in Auszügen wiedergegebenen Ar­ti­kel un­ge­kürzt auf Radio.cz.

 

Siehe dazu auch: Tschechien: Geschäft mit der Armut (30.12.2013)

 

Roman Urbaner (dROMa)

http://www.roma-service.at/dromablog/?p=36851

 

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Dokumentarfilm - FC Roma

Die Kinostart-Prämiere findet am Samstag 08.April 2017 im Schikaneder in Wien statt. Im Anschluss an den Film wird es eine Gesprächsrunde mit den Regisseuren geben. Der Film wurde bereits beim This Human World - International Human Rights Festival 2016 gezeigt.

 

                                            Quelle: https://vimeo.com/208283145

 

 

Letztes Jahr ist ein neues Team der untersten tschechischen Fußballliga beigetreten. FC Roma ist ein Klub der im Bezirk Děčín zuhause ist und hauptsächlich aus Spielern der Gruppe der Roma besteht.

„Wenn ich jemanden nicht mag, möchte ich ihn besiegen“, sagt ihr Trainer Pavel Horváth. Nichtsdestotrotz sehen dies die rivalisierenden Teams anders und boykottieren das Roma-Team. Das kennzeichnet den Start einer unüblichen Saison für FC Roma. Manchmal findet das Spiel statt, dann wieder mal nicht.

Nichts ist im Vorhinein gewiss und das Team gewinnt die meisten Spiele durch das Nichtantreten ihrer Gegner. Dennoch verlieren die FC Roma Spieler nie ihren Sinn für Humor und setzen ihren Kampf fort – auf- sowie abseits des Platzes.

Manchmal ist es härter als sie es sich erwartet hätten: ihre Trainingsbälle verschwinden, manche der Mitspieler sind dem Marihuana verfallen, die Fans der gegnerischen Teams fordern sie in Schlachtgesängen auf, einen Job zu suchen.

 

Den Fußballwettbewerb betreffend, ist das Team jedoch weiterhin am Weg nach oben. Gelingt es dem Team in die nächste Liga aufzusteigen und auf diese Weise allen zu beweisen, dass sie keine aggressiven Raufbolde sind, sondern einfach nur Fußball spielen wollen?

Von den tschechischen Regisseuren Rozálie Kohoutová & Tomáš Bojar.

 

Quelle: Waystone Film KG – Mag. Michael Schmied

Martin Horvath (KARIKA News Blog)

 

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Butschakero Them - Arbeitswelt

Vor dem Hintergrund und mit dem Bewusstsein, dass Romnja und Roma, Sintize und Sinti zu der grössten Minderheit in Europa gehören und jahrhundetelang noch immer ausgegrenzt und diskriminiert werden, will der Verein Karika arbeitsmarktpolitische Ziele für die Volksgruppe setzen.

 

 

 

 

 

 

Schwerpunkte sind neben individueller Berufs- und Bildungsberatung die Sensibilisierung bestehender Einrichtungen am Arbeitsmarkt.

Zu Gast in der heutigen Sendung ist der Obmann des Vereins Karika Paul Horvath. Mit ihm spricht Susanne Horvath.

 

Links
Verein Karika

 

Butschakero Them - Arbeitswelt

Evangelische Kirchengasse 3

A - 7400 Oberwart

Tel.: 03352/32016

E-Mail.: verein.karika@gmx.at

 

volksgruppen.orf.roma - aktuell.at

http://volksgruppen.orf.at/roma/stories/2826803/

 

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Stimmen gegen Bettelverbot in Landeck

Quelle: Bettellobby
Quelle: Bettellobby

Offener Brief: Die Bettellobby Tirol spricht sich für eine zu­kunfts­orien­tierte, an den Grund­rech­ten orien­tier­te Praxis aus, wel­che sich gegen Ver­bote und so­zia­le Aus­gren­zung rich­tet.

 

In einem offenen Brief fordert die Bettel­lobby Tirol die Mit­glie­der des Landecker Ge­mein­de­rats auf, das ge­plan­te Bettelverbot, für das sich der Stadt­rat mehr­heit­lich aus­sprach, zu über­denken und keine vor­eili­gen kurz­sich­ti­gen Ent­schei­dun­gen zu tref­fen. Die Bettel­lobby Tirol spricht dies­be­züg­lich von einem un­ver­hält­nis­mäßi­gen Ein­griff in die Men­schen­rechte.

 

 

 

Sie warnt davor, einen Weg der Politik ein­zu­schla­gen, die auf dem Rücken von ar­muts­betrof­fe­nen Men­schen aus­getra­gen wird: „Wir ap­pel­lie­ren, sich von einer Po­litik zu dis­tan­zie­ren, die auf po­pu­lis­ti­schen, krimi­na­li­sie­ren­den und dif­fa­mie­ren­den Zu­schrei­bun­gen auf­baut und darauf ab­zielt, Men­schen gegen­einan­der aus­zu­spielen.“

 

In ihrer Arbeit ist die Bettellobby Tirol im­mer wie­der auch mit Fragen ver­un­sicher­ter Bür­gerInnen kon­fron­tiert.

Viel­fach fehlt es den Men­schen an Hinter­grund­infor­ma­tio­nen zur Situa­tion von bet­teln­den Men­schen: „Unse­re Er­fah­run­gen zei­gen, dass Ge­sprä­che, Aus­tausch und In­for­ma­tio­nen Ängste ab­bauen, Un­sicher­hei­ten lin­dern und da­durch zu einem un­auf­gereg­te­ren Um­gang mit dem Thema in der Mehr­heits­be­völ­ke­rung bei­tragen kön­nen.“

 

Die Bettellobby Tirol plädiert daher für bewusst­seins­bil­den­de Maß­nah­men und Sen­sibili­sie­rung statt Ver­bote. Denn Betteln ist für viele Men­schen die ein­zige Mög­lich­keit zur Ver­än­de­rung un­zu­mut­barer Ver­hält­nisse auf der oft ver­geb­li­chen Suche nach alter­na­tiven Verdienst­mög­lich­keiten. Zu bet­teln kos­tet den Men­schen meist viel Über­windung. Doch mit dem weni­gen Geld, das sie hier er­betteln, kön­nen sie ihre eige­ne und die Lebens­situa­tion ihrer Fa­mi­lien in den Her­kunfts­län­dern ein Stück weit ver­bessern.

 

Von den Landecker PolitikerInnen erwar­tet sich die Bettel­obby Tirol einen ver­ant­wor­tungs­vol­len und soli­da­ri­schen Um­gang mit bet­teln­den Men­schen und eine offene und sach­lich ge­führte Dis­kus­sion zum The­ma Betteln: „Wir for­dern einen öf­fent­li­chen Raum, der für alle nutz­bar und zu­gäng­lich ist, ein Ende der Krimi­na­li­sie­rung von betteln­den Men­schen und eine zukunfts­orien­tierte, an den Grund­rechten orien­tierte Praxis, wel­che sich gegen Ver­bote und sozia­le Aus­gren­zung rich­tet.“

 

Die Bettellobby Tirol appelliert an den Lan­decker Bür­ger­meis­ter und alle ande­ren ÖVP-Po­liti­kerInnen des Ge­meinde­rates, sich auf ihre christ­lich-sozia­len Grund­werte zu be­sinnen. Schließ­lich stehe es jedem Men­schen offen, Men­schen, die auf Unter­stützung an­de­rer an­gewie­sen sind, zu hel­fen. Bettel­verbote wür­den jedoch die Situa­tion armuts­betrof­fe­ner Men­schen noch wei­ter ver­schlim­mern: „Sie drän­gen armuts­betrof­fene Men­schen zu­neh­mend von öf­fent­li­chen Plätzen, in die Kri­mi­na­lität und wei­ter an den Rand der Gesell­schaft. Armut und da­mit der Grund des Bet­telns bleibt hin­gegen be­ste­hen. Bettel­verbote sind je­doch keine Lö­sung für eine Proble­ma­tik, die struk­tu­relle Ur­sa­chen hat. Es gilt die Armut zu be­sei­ti­gen und nicht die von Ar­mut be­trof­fe­nen Men­schen.“

 

Text: Bettellobby Tirol

 

Siehe auch:
Radio: Betteln in Tirol – Wege aus der Armut, 9.1.2017
Dialogplattform: Notreisende in Österreich, 31.12.2016
„Christliche Politik geht anders“, 9.12.2016
Niederösterreich führt „Bettlerdatei“ ein, 6.10.2016
Bettlerin soll 38.000 Euro Strafe zahlen, 22.8.2016
Nachgefragt: Notreisende in Tirol, 15.8.2016
Vorarlberg und die Bettler, 24.7.2016
Studie über Bettler in Vorarlberg vorgestellt, 23.7.2016

 

Roman Urbaner (dROMa)

http://www.roma-service.at/dromablog/?p=39786

 

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Roma-Sänger vertritt Ungarn beim ESC

Quelle: MTVA
Quelle: MTVA

Endlich, jetzt hat auch Ungarn sei­nen Tony Wegas: Joci Pápai vertritt sein Land beim Eurovision Song Contest in Kiew.

 

Ungarn wird erstmals einen Künstler aus der Volks­grup­pe der Roma zum Euro­vision Song Contest (ESC) ent­sen­den. Der 35-jäh­rige Rom Joci Pápai konn­te Sams­tag abend die na­tio­nale Vor­aus­wahl für sich ent­schei­den und wird so­mit sein Land im Mai bei der gro­ßen Euro­vi­si­ons-Show in Kiew ver­tre­ten. Am Wett­singen der un­ga­ri­schen Vor­ent­schei­dung, „A Dal 2017“, nah­men ins­ge­samt 30 Sän­ger bzw. Grup­pen teil, acht davon schaff­ten es in die Final­show. Dort setzte sich Pápai mit dem Song „Origo“ sou­ve­rän gegen die Kon­kur­renz durch – bei der Jury­aus­wahl eben­so wie bei der ab­schlie­ßen­den Pub­li­kums­wer­tung.

 

 

 

Dass Ungarn beim ESC von einem Rom re­prä­sen­tiert wird, ist eine höchst er­freu­liche Premiere. Auch wenn Pápai bei der Bühnen­show (mit bar­füßig herum­wirbeln­der „Zigeu­ner“-Tän­zerin) ein we­nig zu tief in die Klischee­kiste griff. (Einen Ar­ti­kel über Roma-Sän­ger/innen beim Euro­vision Song Con­test finden Sie übri­gens in der letz­ten Sommer­aus­gabe un­se­res Ma­ga­zins dROMa: mehr hier.)

 

Joci Pápai stammt aus der nordungarischen Klein­stadt Tata un­weit der slowa­ki­schen Grenze. Der un­ga­ri­schen Öffent­lich­keit bekannt wurde er 2005 durch seine Auf­tritte bei der TV-Casting­show „Megasztár“. 2006 gelang ihm der erste grö­ße­re Erfolg mit dem Song „Ne nézz így rám“, weite­re Hits folg­ten, so­wohl solo also auch in Zu­sam­men­arbeit mit dem Rapper Majka.

 

Roman Urbaner (dROMa)

http://www.roma-service.at/dromablog/?p=39754

 

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Josef Horwath (1944–2017)

Quelle: Roma-Service
Quelle: Roma-Service

 

Am Sonntag ist Josef Horwath
aus Kleinbach­sel­ten im 73. Lebens­jahr verstorben.

 

 

 

 

 

Am Freitag ab 18 Uhr treffen wir uns zum gemeinsa­men Ge­bet in der Aufbahrungshalle Bach­selten.

Die Be­gräb­nis­feier be­ginnt am Sams­tag, den 28. Jänner, um 11 Uhr mit der Hei­li­gen Messe in der Auf­bah­rungs­halle. Ab­schlie­ßend be­glei­ten wir un­se­ren lie­ben Ver­stor­be­nen auf den Orts­frie­dhof Kleinbachselten zur letz­ten Ru­he­stätte.

 

 

 

 

 

Vor einigen Jahren stellte sich Josef Horwath als Interview­part­ner für un­se­re Roma-Zeit­zeu­gen-Edi­tion „Mri Historija“ zur Ver­fügung. Heft 11 der dROMa-Sonder­reihe ist seiner Le­bens­ge­schich­te ge­wid­met. Be­son­ders außer­ge­wöhn­lich war Josef Horwaths frühes Ein­tre­ten für die Volks­grup­pe der Roma. In den spä­ten 60er-Jah­ren, als die An­er­ken­nung und Insti­tu­tio­na­li­sie­rung der Volks­gruppe noch nicht ein­mal an­ge­dacht wa­ren, war Josef Horwath der Erste, der Roma-Bälle, da­mals noch „Zi­geu­ner­ball“ ge­nannt, or­ga­ni­sier­te. Und nach an­fäng­li­cher Skep­sis be­tei­lig­te er sich auch tat­kräftig als Kas­sier an der Vereins­arbeit des ers­ten Roma-Vereins („Verein Roma“): „Rom zu sein, bedeutet für mich, im Herzen Rom zu sein. Dazu zu stehen und es nicht zu verschweigen, das ist das Wichtigste.“

 

Unser aufrichtiges Mitgefühl und Beileid gilt seinen An­ge­hö­ri­gen und Freunden!

 

Quelle: Roman Urbaner (dROMa)

http://www.roma-service.at/dromablog/?p=39475

 

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40 Jahre Volksgruppengesetz - " Reformen stocken "

In der aktuellen Ausgabe von „Roma sam“ spricht Emmerich Gärtner-Horvath, stellvertretender Vorsitzender des Volksgruppenbeirates für Roma, über das Volksgruppengesetz, das sich heuer zum 40 Mal gejährt hat. Für Reformen sei ein gemeinsames Auftreten aller Volksgruppen essenziell, betont er.

 

Novellierung noch unbedingt notwendig

Der so genannte Ostermayer Entwurf zur Novellierung des Volksgruppengesetzes, an dem Vertreter/innen der Volksgruppen mitgearbeitet haben, beinhaltete einen Passus, der sich mit einem spezifischen Diskriminierungsverbot befasste. Das hätte die Volksgruppe der Roma und Sinti am nötigsten gebraucht, jedoch war dieser Passus in der verabschiedeten Form der Novelle nicht mehr existent, bedauert Emmerich Gärtner-Horvath heute noch.

 

Quelle: Roma - Service
Quelle: Roma - Service

 

Auch die Besetzung des Volksgruppenbeirates wurde damals in den Arbeitsgruppen zur Gesetzesänderung ausreichend diskutiert. Die Vertretung der kirchlichen Organisationen im Volksgruppenbeirat betrachteten die Volksgruppen nicht unbedingt als eine Notwendigkeit, aber auch dieser Grundtenor mündete zu keiner Veränderung im Volksgruppengesetz, erläutert der stellvertretende Vorsitzende des Volksgruppenbeirates für Roma.

 

Volksgruppenbeirat ist ein Garant der Objektivierung

Die geltende Funktion und die Aufgaben des Volksgruppenbeirates, auch wenn der Beirat der Zeit nicht das optimale Vertretungsorgan ist, sollte man einer unabhängigen Körperschaft öffentlichen Rechtes, die aktuell als Alternative zum Volksgruppenbeirat zur Diskussion steht, nicht übertragen. Nicht nur die Aufteilung der Fördergelder, sondern auch derer Haftung wären große Problemfelder, die die jeweilige Volksgruppe ohne die direkte öffentliche Aufsicht seitens des Bundeskanzleramtes nicht leicht zu bewerkstelligen hätte, meint Gärtner-Horvath. Mit der jetzigen Form und dem Bestellungsmodus könne die Volksgruppe der Roma und Sinti gut leben.

 

  • Neu-Besetzung des Volksgruppenbeirates nach dem Ableben des Vorsitzenden Rudolf Sarközi

 

Roma Dialogplattform verzeichnete 2016 Erfolg

2016 hat die Volksgruppe zwei bedeutende Vereine verloren. Sowohl dem „Verein Ketani für Sinti und Roma“ in Oberösterreich als auch dem ersten Roma -Verein „Verein Roma“ in Oberwart fehlten die nötigen finanziellen Mittel für ihren Fortbestand. Erfreulich sei auf der anderen Seite die Arbeit der Roma Dialogplattform gewesen, die von der nationalen Kontaktstelle zur Inklusion der Roma im Bundeskanzleramt errichtet wurde, blickt der stellvertretende Vorsitzende Gärtner-Horvath zurück.

 

Ziel der Roma Dialogplattform sei es, Raum für eine offene, inklusive Gesprächsbasis zu schaffen, in deren Mittelpunkt die nachhaltige Lebensperspektive der Roma steht.

 

  • Die europaweite Situation der Volksgruppe

 

Anzustreben wäre eine Zusammenarbeit der ähnlichen Kontaktstellen in den benachbarten EU-Ländern.

 

Weitere Themen, zu denen E. Gärtner-Horvath Stellung bezogen hat.

  • Entwurf eines Privatschulgesetzes für Volksgruppen in Wien
  • Erwartungen an das neue Jahr 2017

 

Link

 

Quelle: volksgruppen.orf.roma - aktuell.at

http://volksgruppen.orf.at/roma/stories/2816765/

 

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Neuer Roma-Seelsorger Matthias A. Platzer

Der neue Seelsorger der Volksgruppe der Roma im Burgenland heißt Matthias A. Platzer. Nachdem Pfarrer Fabian Mmagu nach Wien wechselte, übernahm der Pfarrer in Wolfau Matthias Platzer dessen Aufgabe als Roma-Seelsorger.

 

Bild Mitte: Neuer Roma - Seelsorger Matthias A. Platzer - Quelle: Pfarren - Diözese Eisenstadt
Bild Mitte: Neuer Roma - Seelsorger Matthias A. Platzer - Quelle: Pfarren - Diözese Eisenstadt

 

Lehramtsstudium für Theologie und Geschichte

 

Matthias A. Platzer wurde im Dezember 2011 vom burgenländischen Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics im Eisenstädter Martinsdom zum Priester geweiht. Platzer stammt aus Neunkirchen in Niederösterreich. Er hat ein Lehramtsstudium für Theologie und Geschichte absolviert. Nach mehrjähriger Tätigkeit als Religionslehrer begann er 2008 mit der Ausbildung im Priesterseminar.

 

1992 wurde in der Bischofskonferenz ein Vertreter mit der Aufgabe der Roma-Pastoral beauftragt.

Erstmals wurde Werner Klawatsch 1995 zum „Ober-Roma-Seelsorger“ ernannt und errichtete im selben Jahr das Referat für ethnische Gruppen in der Diözese Eisenstadt. Die Roma-Seelsorge zielt darauf ab, das Selbstbewusstsein der ethnischen Minderheit zu stärken und sie dazu zu motivieren, die Stimme zu erheben, um für sich zu sprechen.

 

Matthias A. Platzer ist ferner Kaplan in Großpetersdorf, Jabing und Neumarkt im Tauchental und koordiniert die Seelsorge am Landeskrankenhaus Oberwart.

 

Quelle: volksgruppen.orf.roma - aktuell.at

http://volksgruppen.orf.at/roma/stories/2815451/

 

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Sichere Herkunftsstaaten: „Von wegen sicher“

Quelle: Von wegen Sicher
Quelle: Von wegen Sicher

Von wegen sicher. Das Konzept der sicheren Herkunftsstaaten in der Kritik

 

Publikation der Rosa-Luxemburg-Stiftung Southeast Europe (Website), Nov. 2016

Autor/innen: Tamara Baković Jadžić, Dzafer Buzoli, Jasna Čaušević, Wenke Christoph, Vladan Jeremić, Norman Paech, Anna Striethorst, Jovana Vuković

 

>>Download (PDF, 2 MB)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Beschluss der deutschen Bundesregierung im Som­mer 2015, die Grenze für syri­sche Flücht­linge zu öffnen, wurde von vielen als humanitäre Ant­wort auf den Zu­strom von Flücht­lin­gen über die „Balkan­route“ ge­wer­tet. Ver­gli­chen mit den Reak­tio­nen vieler ande­rer Staaten ent­lang der Route, die zum Bei­spiel im Schnell­ver­fah­ren ihre Außen­gren­zen mit Zäunen be­fes­tig­ten, kann diese Ent­schei­dung tat­säch­lich als huma­ni­tä­rer Akt be­trach­tet werden. Diese zeit­weilige Aus­setzung der Dub­lin-Ver­ord­nung sollte je­doch nicht darüber hin­weg­täu­schen, dass MigrantIn­nen und Ge­flüch­tete diese Gren­zen schon seit meh­re­ren Jahren pas­sieren und in immer größe­rer Zahl „irre­gu­lär“ in West­europa leben.

 

Gleichzeitig haben die Bundesregierung und die EU eine Viel­zahl neuer, restrik­tiver Mi­gra­tions- und Grenz­po­li­ti­ken ein­ge­führt. Der Bun­des­tag ver­ab­schie­de­te in kurzen Ab­stän­den zwei „Asyl­pake­te“, durch die unter an­de­rem die Rück­füh­rung ab­ge­lehn­ter Asyl­su­chen­der er­leich­tert und die Rege­lun­gen zum Fami­lien­nach­zug für an­er­kann­te Flücht­linge auf­ge­hoben wurden. Wei­ter­hin wur­den immer mehr Länder als so­ge­nann­te „sichere Her­kunfts­staaten“ ein­gestuft, ins­be­son­dere die Bal­kan­staa­ten Ser­bi­en, Ko­so­vo, Albanien, Montenegro, Bosnien und Herzegowina und Mazedonien. In­fol­ge­des­sen gel­ten Asyl­anträ­ge aus die­sen Län­dern für deut­sche Behör­den als „of­fen­sicht­lich un­be­grün­det“ und wer­den in der Regel ab­ge­lehnt. Die Aus­sich­ten für Hilfe­su­chen­de auf Asyl sind sehr ge­ring, be­reits vor dieser Ent­schei­dung lag der An­teil der ab­ge­lehn­ten Asyl­anträ­ge aus Ser­bien in Deutsch­land bei 99 Pro­zent (bzw. 97 Pro­zent für Asyl­su­chen­de aus dem Kosovo).

 

Allerdings hat diese Einstufung der Balkanländer als „sicher“ be­deu­tende und weit­rei­chen­de Kon­se­quen­zen, und zwar nicht nur für der­zei­tige Asyl­su­chen­de, son­dern auch für Men­schen, die schon seit Jahren, teils sogar seit Jahr­zehnten, in Deutsch­land leben. Die Mehr­heit der Asyl­suchen­den aus Ser­bien, dem Ko­so­vo und Maze­donien sind Roma, die in ganz Europa Ver­fol­gung, Mar­gi­na­li­sie­rung und sozia­len Aus­schluss er­fah­ren. Es gibt nur we­nige zu­ver­läs­si­ge Sta­tis­ti­ken zur eth­ni­schen Ab­stam­mung der Asyl­suchen­den, doch geht aus einer Ant­wort der Bun­des­regie­rung auf eine Kleine An­frage der Bun­des­tags­frak­tion DIE LINKE her­vor, dass ca. 70 Pro­zent der Flüchtlinge aus dem Ko­so­vo, die 2014 in Deutsch­land Asyl be­antrag­ten, Roma, Ashkali oder Bal­kan-Ägyp­terIn­nen wa­ren. Die Ent­schei­dung der deut­schen Re­gie­rung be­deu­tet für sie, dass ihre Aus­sicht als Flücht­linge an­er­kannt zu wer­den, nun noch ge­rin­ger ist und dass sie in Asyl­ver­fah­ren stark be­nach­tei­ligt wer­den. Sie gelten zu­meist als „Wirt­schafts-“ oder „Armuts­flücht­linge“ oder gar als „Asyl­betrüger“.

 

PolitikerInnen und die Asylbehörden führen die Moti­ve der Migra­tion von Roma sys­te­ma­tisch auf Armut und wirt­schaft­liche Gründe zu­rück und igno­rie­ren dabei völ­lig den in ganz Europa ver­brei­te­ten Anti­ziga­nis­mus und die damit ver­bun­dene direk­te und struk­tu­relle Dis­kri­mi­nie­rung von Roma. Die Mehr­zahl der 10-12 Mil­lio­nen Sinti und Roma in Europa lebt unter er­heb­lich schlech­te­ren Be­din­gun­gen als ihre Mit­bür­gerIn­nen. Die Mehr­heit von ihnen ist inner­halb und außer­halb der Euro­päi­schen Union von so­zia­lem Aus­schluss, Vor­urtei­len und Be­nach­tei­li­gung kon­fron­tiert. Ihre Ge­schichte in Euro­pa ist viel­fach eine Ge­schichte von Re­pres­sion, Ver­fol­gung und Ver­trei­bung – nicht zu ver­ges­sen der na­tio­nal­sozia­lis­ti­sche Genozid an den Roma im Zwei­ten Welt­krieg. Auf dem Papier ha­ben sich die EU und die deut­sche Re­gie­rung dazu ver­pflich­tet, die Ver­fol­gung und den Aus­schluss der Roma zu be­kämpfen. In der Praxis je­doch sind die deut­schen Be­hör­den nicht ein­mal bereit, die direk­te und struk­tu­relle Dis­kri­mi­nie­rung, der viele Roma in den Balkan­län­dern aus­ge­setzt sind, als Asyl­grund an­zu­er­kennen.

 

Im Schatten der deutschen „Willkommenskultur“ werden täg­lich Men­schen ab­ge­scho­ben; die Mehr­zahl von ihnen stammt aus dem Balkan. Die Zahl der Ab­schie­bun­gen hat sich im Jahr 2015 ver­dop­pelt und ist auch 2016 rasant an­gestie­gen. Viele Roma wurden unter Zwang in Län­der zurück­ge­schickt, die sie auf­grund von Anti­ziganis­mus, chro­ni­scher Armut und dem weit­rei­chen­den Aus­schluss von der sozialen Grund­ver­sor­gung, wie Wohn­raum, Arbeit, Ge­sund­heits­ver­sor­gung und Bildung, ver­lassen haben. Ihre Herkunfts­länder wurden vom Flücht­lings­hilfs­werk der Ver­ein­ten Na­tio­nen (UNHCR), Men­schen­rechts­orga­ni­sa­tio­nen und selbst vom Europa­rat im­mer wieder wegen sys­te­ma­ti­scher Dis­krimi­nie­rung der Roma kri­ti­siert. Solche Fest­stel­lun­gen und Berichte wer­den aber in Asyl­verfahren sys­te­ma­tisch igno­riert, Men­schen werden ab­ge­scho­ben oder ihnen wird die Aus­reise aus ihrem Heimat­land ver­wei­gert. Trotz der Ver­spre­chen ihrer Regie­run­gen und der EU, die Roma zu in­tegrie­ren, er­halten sie keine aus­rei­chende Unter­stützung. Die exis­tie­ren­den In­tegra­tions­program­me ha­ben bisher nur un­wesent­liche Erfolge er­zielt. An­ge­sichts von Spar­maß­nahmen, Kür­zung von Sozial­leis­tun­gen, hoher Arbeits­losig­keit und all­ge­mei­ner Armut in den Balkan­län­dern sind solche kurz­fris­ti­gen loka­len In­tegra­tions­pro­jekte auch nur ein Tropfen auf dem heißen Stein und stel­len für die be­nach­teilig­ten Roma keines­wegs eine Ver­bes­se­rung ihrer Lebens­bedin­gun­gen in Aus­sicht. Dazu kommt, dass die große Mehr­zahl der Roma-Ge­mein­schaf­ten bei der Ver­tei­lung der Mittel für ihre „In­tegra­tion“ kein Mit­sprache­recht hat. Dies nährt das ohne­hin schon beste­hen­de Vor­urteil gegen­über den Roma: Egal was pas­siert, sie wol­len sich ein­fach nicht in­tegrieren.

 

Mit dieser Broschüre möchten wir diese überwiegend ver­bor­ge­nen Pro­zesse the­ma­ti­sie­ren: die Ände­run­gen der Asyl­gesetze, die den dras­ti­schen An­stieg von Ab­schie­bun­gen zur Folge haben, die Aus­wir­kun­gen dieser Ge­setze auf Migran­tIn­nen aus den Balkan­ländern und die weit­ver­brei­tete Dis­krimi­nie­rung und Lebens­situa­tion der Roma im Balkan, vor al­lem in Serbien und im Kosovo. Wir wol­len zei­gen, dass Roma und Sinti nicht nur in ihren Hei­mat­län­dern, son­dern auch durch ras­sis­ti­sche und pro­tektio­nis­tische Migra­tions­gesetze und Asyl­prak­ti­ken dis­kri­mi­niert werden. Wir be­schäf­ti­gen uns mit der Frage, warum In­tegra­tions­program­me für Roma, auf die Po­liti­kerIn­nen im­mer gern ver­weisen, bisher noch keine Ver­bes­se­rung der Situa­tion der Roma er­zielt oder zur Be­kämpfung der Migra­tions­ursa­chen bei­ge­tra­gen haben. Schließ­lich möch­ten wir auch Alter­na­ti­ven zur ak­tuel­len un­mensch­li­chen Be­hand­lung von MigrantIn­nen aus den Balkan­län­dern vor­stellen.

 

 

Inhalt

  • Warum «sichere Herkunftsstaaten» dem Grundrecht auf Asyl wi­der­spre­chen
  • Warum Serbien kein sicheres Herkunftsland für Roma ist
  • Warum der Kosovo nicht sicher für Roma ist
  • Welche Folgen die Gesetzgebung für Asylsuchende aus «siche­ren Her­kunfts­staa­ten» hat
  • Wie Maßnahmen gegen «Asylbetrüger» zu weiterer Dis­kri­mi­nie­rung bei­tra­gen
  • Warum Integrationsprogramme für Roma deren Lebensbedin­gun­gen nicht ver­bes­sern
  • FAZIT: Was ist die Alternative?
  • Glossar

Text: Wenke Christoph, Tamara Baković Jadžić & Vladan Jeremić / Rosa-Lu­xem­burg-Stif­tung

 

Roman Urbaner (dROMa)

http://www.roma-service.at/dromablog/?p=39113

 

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FRA: 80 % der Roma von Armut bedroht

Quelle: FRA
Quelle: FRA

Neue Studie der Europäischen Grundrechteagentur (FRA)

 

European Union Agency for Fundamental Rights: EU-MIDIS II. Se­cond European Union Minorities and Dis­cri­mi­na­tion Survey: Roma – Se­lec­ted fin­dings, Lu­xem­bourg 2016, 52 S. (Download: PDF / 1,13 MB)

Weitverbreitete Deprivation zerstört das Leben von Roma. Fa­mi­lien leben von der Gesell­schaft aus­ge­schlos­sen in schockie­ren­den Ver­hält­nis­sen, und Kinder mit nied­ri­gem Bildungs­stand haben kaum Zu­kunfts­aus­sich­ten – zu diesem Schluss kommt ein neuer Be­richt der Agentur der Euro­päi­schen Union für Grund­rechte (FRA). Der Be­richt ana­ly­siert die Lücken bei der In­klu­sion von Roma in der gesam­ten EU, um den Mit­glied­staaten bei der Ver­bes­se­rung ihrer In­tegra­tions­politik Orien­tie­rungs­hilfe zu bieten.

 

 

 

 

 

 

 

 

„Unsere offenkundige Unfähigkeit in Europa, die Menschen­rechte unse­rer Roma-Gemein­schaf­ten zu achten, ist in­akzep­ta­bel. Das Aus­maß an Depri­va­tion, Aus­gren­zung und Diskri­mi­nie­rung der größ­ten Minder­heit in Europa stellt recht­lich wie poli­tisch ein schwer­es Ver­sagen in der EU und ihren Mit­glied­staaten dar”, so der Di­rek­tor der FRA, Michael O’Flaherty. „Die Ver­öf­fent­li­chung dieser Er­kenn­tnis­se bietet die Gele­gen­heit, poli­ti­sche Ent­schei­dungs­träger zum Han­deln zu be­we­gen und Ressour­cen ge­zielt zur Be­endi­gung dieser un­halt­baren Situa­tion ein­zu­setzen.“

Der Bericht über die Zweite Er­he­bung der Euro­päi­schen Union zu Min­der­heiten und Dis­kri­mi­nie­rung (EU-MIDIS II): Roma – aus­ge­wähl­te Er­geb­nis­se zeigt:

  • 80 % der befragten Roma sind armutsgefährdet; der EU-Durch­schnitt liegt bei 17 %. 30 % leben in Haus­halten ohne fließen­des Wasser und 46 % h­aben weder Innen­toilette, -dusche noch -bad;
  • 30 % der befragten Roma-Kinder leben in Haushalten, in de­nen je­mand im vori­gen Monat min­des­tens ein­mal hung­rig schla­fen ging;
  • 53 % der Roma-Kinder kommen durchschnitt­lich in den Genuss früh­kind­li­cher Erzie­hung; oft beträgt dieser Pro­zent­satz weni­ger als die Hälfte ihrer Alters­ge­nos­sen aus der All­gemein­bevöl­ke­rung im sel­ben Land;
  • nur 30 % der befragten Roma haben eine bezahlte Arbeit, ver­gli­chen mit der durch­schnitt­li­chen EU-weiten Be­schäf­ti­gungs­quote von 70 % in 2015;
  • 41 % der Roma sind der Ansicht, dass sie im Laufe der letzten fünf Jahre in all­täg­li­chen Situa­tionen, wie Suche nach Arbeit und in den Berei­chen Wohn­raum, Gesund­heit und Bildung, Dis­kri­mi­nie­rung aus­ge­setzt waren;
  • 82 % der Roma kannten keine Organisation, die Opfer von Dis­krimi­nie­rung un­ter­stützt.

Die Ergebnisse der Erhebung lassen erkennen, dass die Mit­glied­staaten allen Be­mü­hun­gen zum Trotz ihre In­tegra­tions­ziele, die ein Schlüs­sel­ele­ment des EU-Rahmens für natio­nale Stra­te­gien zur Integra­tion der Roma (2011) sind, weit­ge­hend ver­fehlen.

Grundlage für den Bericht ist eine Erhebung, bei der Informa­tio­nen zu Roma in neun Mitglied­staaten der Euro­päi­schen Union (EU) in 8.000 per­sön­li­chen Be­fra­gun­gen von Roma er­ho­ben wurden. Der Bericht ist Teil der zwei­ten Er­he­bung der Euro­päi­schen Union zu Min­der­heiten und Dis­kri­mi­nie­rung (EUMIDIS II), in deren Rah­men Daten zu Dis­kri­mi­nie­rungs- und Vik­timi­sie­rungs­erfah­run­gen sowie zu Ein­kom­mens- und Lebens­be­din­gun­gen von Ein­wan­de­rern und eth­ni­schen Minder­heiten in allen 28 EU-Mit­glied­staaten zu­sam­men­getra­gen wurden.

Hinweise über die Europäische Grundrechteagentur FRA:

  • Die Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA) stellt Ent­schei­dungs­trä­gern in der EU und auf natio­na­ler Ebene fakten­ge­stütz­te Bera­tung bereit und trägt auf diese Weise zu fun­dier­te­ren und ziel­gerich­te­te­ren De­bat­ten und po­li­ti­schen Stra­te­gien im Zu­sam­men­hang mit Grund­rechten bei.
  • Mehr zur Arbeit der Agentur in Verbindung mit Roma, darun­ter ihr Projekt zum Ein­satz vor Ort für die In­tegra­tion der Roma, fin­den Sie im Inter­net. Auch in den Jah­ren 2008 und 2011 führ­te die Agentur Er­he­bun­gen zu Roma durch.

Text: FRA

 

Roman Urbaner (dROMa)

http://www.roma-service.at/dromablog/?p=39075

 

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Adventfeier des Vereins „Karika“

Unter dem Motto „Gemeinsam können wir etwas bewegen, Begegnung im Advent“ fand die diesjährige Adventfeier des Vereins Karika im Kontaktzentrum Oberwart statt. Gekommen sind die Partnerorganisationen, Trainer und Teilnehmer/innen des AMS Ausbildungsprograms und Vertreter/innen der Politik.

 

Die aktuelle Sendung von „Roma sam“ berichtet darüber ausführlich.

 

„Karika will etwas bewegen“

Der Hausherr, Martin Horvath, begrüßte die Gäste, unter ihnen den Ausbildner Karl Garnitschnig, die Obfrau des Vereins Blickpunkt Identitäten Susanne Linde, ÖVP Gemeinderat Helmut Gabriel, Nadine Papai von der Gesellschaft für bedrohte Völker, den Landtagsabgeordneten der SPÖ Christian Drobits und den Bürgermeister von Oberwart Georg Rosnar.

Christian Drobits, Landtagsabgeordneter der SPÖ, ist gerne der Einladung gefolgt, weil er der Anschicht ist, dass der Verein „Karika“ wirklich etwas bewegen will.

Im Rahmen der Advent Feier stellte auch der Künstler und Fotograf Julius Horvath seine Werke aus. Er hat viele Bilder, auch über die Roma, abstrakte Werke und Selbst-Porträts für diese Ausstellung ausgesucht, die „Kunst im Advent“ hieß.

 

Quelle: Emmerich Gärtner - Horvath
Quelle: Emmerich Gärtner - Horvath

 

AMS Ausbildungsschulung für Roma

Der Verein „Karika“ hatte vom Juni bis November gemeinsam mit dem AMS Burgenland eine Ausbildungsschulung für Roma realisiert. Vier junge Männer und Frauen nahmen daran teil. Unterstützt wurde der Kurs auch vom Land Burgenland. Bei der Adventfeier waren Trainer und Teilnehmer/innen des Kurses anwesend und bekamen ihre Abschlusszeugnisse.

 

Uni. Prof. Dr. Karl Garnitschnig - Quelle: Emmerich Gärtner - Horvath
Uni. Prof. Dr. Karl Garnitschnig - Quelle: Emmerich Gärtner - Horvath

 

Der Ausbildner Karl Garnitschnig hat zum ersten Mal mit Roma zusammengearbeitet und konnte seine Begeisterung nicht verbergen. „Wir haben sehr viel voneinander gelernt“, resümierte Garnitschnig.

Auch der Obmann des Vereins „Karika“ Paul Horvath war unter den Teilnehmern des AMS Ausbildungskurses für Trainer und Berater in Erwachsenen Bildung. In Rollenspielen und Autotraining haben sich die Teilnehmer/innen auf eine Beratungssituation vorbereitet. Auch das Motivationstraining war ein Teil des Kurses, erklärte Paul Horvath.

 

Als die nächste große Veranstaltung des Vereins kündigte Horvath den Roma-Ball 2017, „Romano Mulantintschago“ am 14. Jänner 2017 an.

 

Link

Verein Karika

 

Roma sam | 5.12.2016
20:50 - 21:10 | Radio Burgenland Livestream

 

volksgruppen.orf.roma - aktuell.at

http://volksgruppen.orf.at/roma/stories/2812885/

 

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Normunds Rudevičs: ”No such person is listed“

Quelle: IRU
Quelle: IRU

Am Montag meldete die APA, dass der IRU-„Parla­ments­prä­sident“ Stevan Balog Radul im Namen seiner Orga­ni­sa­tion und aller Roma und Sinti in Öster­reich eine Wahl­empfeh­lung für den FPÖ-Bundes­präsi­dent­schafts­kan­dida­ten Norbert Hofer aus­gespro­chen habe. Offenbar gibt es inzwischen mehrere konkurrierende Ver­bände, die sich als Nachfolge­organi­sa­tio­nen des frü­he­ren Welt­verbands IRU sehen. Davon erfährt man aus den Medien­berich­ten aller­dings nichts. Die APA hat es ver­ab­säumt, dies ausreichend zu über­prü­fen und klar­zu­stellen, in wes­sen Namen Stevan Balog Radul über­haupt sprechen kann.

 

 

 

 

 

Innerhalb von nur 24 Stunden haben sich daraufhin acht öster­reichi­sche Roma-Orga­ni­sa­tio­nen (wir berichteten) von dieser Aussage eines in der öster­rei­chi­schen Roma-Com­munity weit­hin Un­be­kann­ten dis­tan­ziert, und zwar: Verein Roma-Service, Ro­ma­no Centro, Verein KarikaVerein Vida Pavlović, Verein Phurdo Salzburg, Kulturverein Öster­rei­chi­scher Roma, VHS der burgen­ländi­schen Roma, Verein Lovara Österreich.

Nun liegt auch eine offizielle Stellungnahme von Dr. Normunds Rudevičs vor, welcher der IRU in Riga als Prä­sident vor­steht. Auch er weist jede organi­sa­to­ri­sche und inhalt­li­che Ver­bin­dung zu Stevan Balog Radul zu­rück:

 

"In light of recent publications of a statement by Mr. Stevan Balog Radul in Austrian media, who is posing as “Parliamentry President” of IRU (International Romani Union), we inform that no such person is listed within the organisa­tion. Mr. Balog can not make any official state­ments on behalf of the organi­zation. We also find this develop­ment high­ly unacceptable, as Mr. Balog has ex­pres­sed his sup­port for a far right politi­cal candi­date in Austria, Mr. Hofer. (…) "

 

"Angesichts der jüngsten Veröffentlichungen einer Erklärung von Herrn Stevan Balog Radul in österreichischen Medien, der sich als "Parlamentspräsident" der IRU (International Romani Union) ausspricht, informieren wir, dass keine solche Person innerhalb der Organisation gelistet ist. Herr Balog kann keine offiziellen Erklärungen im Namen der Organisation abgeben. Diese Entwicklung ist auch inakzeptabel, da Herr Balog seine Unterstützung für einen rechtspolitischen Kandidaten in Österreich, Herrn Hofer, zum Ausdruck gebracht hat. (...)"

 

Im Anschluss der volle Wortlaut der oben zitierten Aussendung vom 25. Novem­ber 2016:

 

Quelle: IRU Statement
Quelle: IRU Statement

 

 

 

Roman Urbaner (dROMa)

http://www.roma-service.at/dromablog/?p=38892

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Ausstellung in Berlin: 45 Jahre Bürgerrechtsarbeit

Quelle: sintiundroma.de
Quelle: sintiundroma.de

Noch bis zum 14. November: „Ausstellung 45 Jahre Bürgerrechtsarbeit deutscher Sinti und Roma“ im DokuZ Sinti und Roma (Berlin)

 

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wur­den die NS-Ver­bre­chen an Roma und Sinti über Jahr­zehnte hin­weg be­schwie­gen und die Über­leben­den erneut aus­gegrenzt und ins Ab­seits ge­drängt. Die Ver­ant­wort­li­chen des Völker­mordes hin­ge­gen konn­ten in vielen Fällen als respek­tierte Mit­glieder der west­deutschen Nach­kriegs­gesell­schaft weiter­leben und ohne Angst vor Bestra­fung ihre Kar­rie­ren fort­setzen.

 

 

 

Dem Engage­ment der Bürger­rechts­bewe­gung deut­scher Sinti und Roma ist es zu ver­danken, dass sich daran etwas ge­än­dert hat. Mit auf­sehen­erre­gen­den Aktionen wie etwa dem Hunger­streik im ehe­mali­gen Kon­zentra­tions­lager Dachau 1980 ver­schaff­te sie sich Gehör. 1982 er­kannte Helmut Schmidt als erster deut­scher Spitzen­politi­ker den rassis­tisch mo­ti­vier­ten Völker­mord an Sinti und Roma als sol­chen an.

 

Im selben Jahr er­folgte die Grün­dung des in Heidel­berg an­säs­si­gen Zentral­rats Deutscher Sinti und Roma. Der Bür­ger­rechts­bewe­gung ist es ge­lun­gen, die NS-Ver­gan­gen­heit zum gesell­schaft­li­chen Thema zu machen und immer wieder erfolg­reich für die Be­lange der Min­der­heit ein­zu­treten.

Nun ist die Geschichte der Bürgerrechtsbewegung zum ers­ten Mal Thema einer eige­nen Aus­stel­lung: Foto­grafien aus fünf Jahr­zehn­ten lenken den Blick auf be­kannte und weni­ger be­kannte Ereig­nisse.

 

Die Aus­stel­lung leis­tet damit einen wert­vollen Bei­trag zur über­fäl­li­gen Be­schäf­ti­gung mit diesem Kapitel deut­scher und euro­päi­scher Zeit­geschichte. In An­betracht eines bis heute weit ver­brei­te­ten Anti­ziganis­mus und der schwie­ri­gen Lage von Sinti und Roma in vielen Län­dern Euro­pas handelt es sich um die histo­ri­sche Ein­bettung eines sehr aktuel­len The­mas. Das Ein­treten für Gleich­berech­ti­gung und Men­schen­rechte, von dem die Aus­stel­lung be­rich­tet, ist bis heute not­wendig.

 

Öffnungszeiten: Mo.: 10:00 – 16:00, Mi.; 12:00 – 18:00 Uhr und nach Ver­ein­ba­rung (Kon­takt: berlin@sintiundroma.de)
Der Eintritt ist frei.

 

Adresse:
DokuZ Sinti und Roma (Berlin)
Aufbau Haus, Prinzenstr. 84B, 10969 Berlin
(Zugang über die Oranienstraße)

 

Text: DokuZ Sinti und Roma

 

Roman Urbaner (dROMa)

http://www.roma-service.at/dromablog/?p=38645

 

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Europarat rügt Diskriminierung der Roma in Tschechien

Der Europarat in Straßburg hat scharfe Kritik an der Menschenrechtslage der Roma in Tschechien geübt. Menschenrechtskommissar Nils Muiznieks kritisierte in einem heute veröffentlichten Schreiben an Ministerpräsident Bohuslav Sobotka die anhaltende Ausgrenzung der Minderheit.

 

Quelle: romove.radio.cz
Quelle: romove.radio.cz

 

Kinder würden noch immer in eigene „Roma-Klassen“ oder Schulen für Behinderte abgeschoben, ganze Familien in prekäre Wohnsiedlungen am Stadtrand gedrängt. Der Sozialdemokrat Sobotka verwies auf Verbesserungen unter seiner seit knapp zwei Jahren bestehenden Regierung.

 

Keine Entschädigung für Zwangssterilisationen

Muiznieks zeigte sich bestürzt darüber, dass die Regierung bis heute keine außergerichtlichen Entschädigungszahlungen für frühere Zwangssterilisationen an Roma-Frauen auf den Weg gebracht habe. Sobotka verwies in seiner Antwort auf die Gerichte.

Die Roma leben bereits seit Jahrhunderten in Europa. In Tschechien gibt es rund 250.000 Angehörige der Minderheit.

Nach Ansicht des zuständigen Kontrollorgans verstößt Tschechien mit seinem Vorgehen gegen die Europäische Sozialcharta von 1961. Viele Roma-Familien lebten unter unzulänglichen Bedingungen. „Trotz der Bemühungen der Regierung gibt es bisher kaum nachweisbaren Fortschritt“, bemängelten die Fachleute.

 

volksgruppen.orf.roma - aktuell.at

http://volksgruppen.orf.at/roma/stories/2806953/

 

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Frankreichs Mitschuld an Roma-Verfolgung

Quelle: Sigot/Leble
Quelle: Sigot/Leble

Hollande übernimmt Verantwor­tung für Roma-Ver­fol­gung 1940–1946 (sic!)

Anlässlich einer Gedenkfeier im ehemali­gen „Zi­geu­ner“-In­­ter­­nie­­rungs­­la­ger in Montreuil-Bellay in der Nähe von Saumur (Maine-et-Loire, West­frank­reich) hat Staats­prä­si­dent François Hollande erst­mals die Mit­schuld Frank­reichs an der Ver­fol­gung Tau­sen­der Roma und Sinti wäh­rend des Zwei­ten Welt­kriegs an­er­kannt.

 

 

 

 

 

 

 

Die fran­zö­si­sche Re­pub­lik erin­nere sich eines Dramas, das all­zu lange ver­drängt und ver­ges­sen wor­den sei, sag­te Hol­lande in sei­ner An­spra­che. Tau­sen­de von Män­nern, Frau­en und Kindern sei­en ver­haf­tet und in La­gern in­ter­niert wor­den, nur weil sie dem „fah­ren­den Volk“ an­ge­hör­ten, er­klärte Hol­lande. Der Fest­akt fand im Ge­den­ken an die Befrei­ung der letz­ten „Zigeu­ner“-Häft­linge vor 70 Jah­ren statt. Die Deutsche Welle über die histo­ri­schen Hin­ter­gründe:

 

In Montreuil-Bellay (…) befand sich das landes­weit größ­te Inter­nie­rungs­lager. Ins­ge­samt wur­den in Frank­reich 31 Lager für Roma ein­ge­rich­tet, in de­nen von 1940 bis 1946 zwi­schen 6.000 und 6.500 Men­schen un­ter­gebracht wa­ren. Schon 1912 war die neue Be­völ­ke­rungs­kate­go­rie „Nomaden“ ein­ge­führt wor­den, die sich aus­schließ­lich auf „Tsiganes“, also so­ge­nann­te „Zigeu­ner“, be­zog. Die In­ter­nie­run­gen ab 1940 fan­den so­wohl in der von Deutschen be­setz­ten Zone als auch in der unbesetz­ten Zone statt. Viele Roma muss­ten Zwangs­arbeit leis­ten. In den Lagern lit­ten viele In­sas­sen un­ter Hunger und Krank­heiten. Die letz­ten von ihnen wur­den im Jahr 1946 befreit, knapp zwei Jahre nach Ende der deut­schen Be­satzung.

 

Roman Urbaner (dROMa)

http://www.roma-service.at/dromablog/?p=38674

 

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Gedenktafel für die Holzschläger Roma

Quelle: Mri Historija
Quelle: Mri Historija

Enthüllung der Gedenktafel in Erin­ne­rung an die er­mor­de­ten Holz­schlä­ger Roma

Fr., 28.10.2016, 18:00 Uhr: Evang. Kirche / Fried­hof, Un­ter­kohl­stät­ten, Holz­schlag

Andacht mit Pfarrer Dr. Gerhard Harkam und Pfar­rer Se­bas­ti­an Edakarottu in der evan­ge­li­schen Kir­che Holz­schlag

 

 

 

 

1937 hatte Holzschlag (Bezirk Oberwart, Burgenland) mit 661 Personen die höchste Ein­woh­ner­zahl, 310 Per­sonen wa­ren da­von als Roma re­gistriert. Nach dem Zwei­ten Welt­krieg war die Zahl der Be­völ­ke­rung durch die De­por­ta­tion der Ro­ma auf 341 ge­sun­ken. Nur 28 von den 310 zu­vor in Holz­schlag le­ben­den Ro­ma kehr­ten ins Dorf zu­rück. Die De­por­ta­tion der Holz­schlä­ger Ro­ma, die alle re­gistriert wa­ren, er­folg­te in zu­min­dest drei Pha­sen. Zuerst wur­den 1939 arbeits­fähige Män­ner ab­ge­holt. In der Nacht zum 31. Ok­to­ber 1941 kam die SS/SA ein zwei­tes Mal und hol­te alle Ro­ma aus ih­ren Häu­sern. Im April 1943 wur­den dann die letz­ten ver­blie­be­nen Roma de­por­tiert.

 

Quelle Text: VHS Roma

 

Einer der wenigen Roma, die die NS-Verfolgung über­lebten und nach der Be­frei­ung nach Holz­schlag zurück­kehr­ten, war Anton Papai. Roma-Service hat ihn für das Zeit­zeu­gen­edition Mri historija in­ter­viewt: „Draußen im Dorf …“ (Mri his­to­ri­ja, Son­der­rei­he dROMa, 5/15)

 

Roman Urbaner (dROMa)

http://www.roma-service.at/dromablog/?p=38656

 

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Weyer: Gedenksteine für ermordete Kinder

Quelle: OÖN
Quelle: OÖN

Fünf Jahre nach der Verle­gung von acht Stolpersteinen mit­ten auf einer Stra­ßen­kreu­zung in Weyer (Ober­öster­reich) ist es ge­lun­gen, diesen kleinen Gedenk­ort der Erinnerungs­stätte Lager Weyer wür­di­ger zu platzie­ren. Die Sanie­rung der Straße gab Gelegen­heit, die sym­bo­li­schen Gedenk­steine auf einem neu ge­stal­te­ten Strei­fen zwi­schen der Straße und dem ehe­ma­li­gen Ter­ror­ge­län­de des „Zi­geu­ner­­an­hal­te­­la­gers St. Pan­ta­leon-Weyer“ zu si­tuie­ren.

 

 

 

 

 

 

 

Die in den Boden eingelassenen Steine erin­nern an die Kin­der, die im La­ger den Tod fan­den, sowie an die Säug­linge, die im Lager ge­boren und nach der Depor­ta­tion im be­setz­ten Polen er­mor­det wurden. Die Gedenk­steine „sind aus­schließ­lich Klein­kindern ge­wid­met, die im NS-Lager für Roma und Sinti in Weyer ge­boren wur­den. Sie starben dort oder nach der Auf­lö­sung des Lagers in Polen“, sagte der Autor Ludwig Laher, Ob­mann des Vereins Er­in­ne­rungs­stätte Lager Weyer im Innviertel, in seiner An­spra­che bei der Gedenk­feier am 15. Ok­to­ber.

 

Der Jour­na­list Martin Kranzl-Greinecker erin­nerte an­schlie­ßend an die weit­gehend ver­ges­sene Opfer­grup­pe der Kinder von Zwangs­arbei­terin­nen. Etwa 200.000 Kinder wurden von Zwangs­arbei­terin­nen ge­boren. Sie wurden ihren Müt­tern weg­ge­nom­men und in spe­ziel­le Heime ge­steckt; an die 300 solcher An­stal­ten gab es im Deut­schen Reich. Viele der Kinder kamen in den Hei­men ums Leben.

 

In dem nationalsozialistischen „Zigeuneranhaltelager St. Pantaleon-Weyer“ wa­ren von Jänner bis No­vem­ber 1941 meh­rere Hun­dert Sinti und Roma inter­niert. Nach der Auf­lö­sung des Lagers wurden die rund 300 über­leben­den Häft­linge über Lackenbach nach Łódź (Ghetto Litzmannstadt) de­por­tiert. Sie alle wurden er­mordet.

 

Roman Urbaner (dROMa)

http://www.roma-service.at/dromablog/?p=38586

 

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EU Konferenz - Roma | Romnja-Jugend als treibende Kraft der Veränderung

Eine hochrangige Konferenz zum Thema „Stärkung der Rolle der Roma-Jugend als treibende Kraft der Veränderung“ fand am vergangenen Wochenende in Bratislava statt.

 

Etwa 250 TeilnehmerInnen - Jugendliche aus Roma-Gemeinschaften, die VertreterInnen der zuständigen Ministerien und internationalen Organisationen sowie der europäischen Institutionen diskutierten gemeinsam über eine neue Richtung des EU Aktionsplans für die jugendlichen Roma.

 

Quelle: Kommission
Quelle: Kommission

 

Die Konferenz zwischen 10. - 11. Oktober 2016 hat die Europäische Kommission mit den zuständigen slowakischen Ministerien organisiert.

Die Roma | Romnja in der Slowakei sind am stärksten von Armut, sozialer Ausgrenzung und Diskriminierung betroffen. Es ist schwieriger als Rom, Romni, in den Arbeitsmarkt einzutreten. Vor allem in Regionen, in denen auch Menschen mit höherer Bildung nicht einen Job zu finden können, weiß der Mitorganisator Jan Hero.

 

Junge Roma | Romja wollen partizipieren

Ähnliche Probleme plagen die anderen Länder der Europäischen Union. Es ist daher anzustreben, für Roma-Fragen einen getrennten Fonds zu errichten. In den Jahren 2014 -2020 wird es für den Europäischen Sozialfonds 1,5 Milliarden gehen. EU-Kommissarin für Justiz, Verbraucherschutz und Gleichstellung Věra Jourová sagte, dass es unsere Pflicht sei, die Möglichkeiten für junge Roma zu schaffen, damit sie eine gute Ausbildung haben und einen guten Job bekommen und ein besseres Leben führen, als ihre Eltern, sollte die Roma-Jugendlichen die treibende Kraft für die Integration der Roma/Romnja sein.

In der Sendung bieten die Roma-Jugendlichen aus Österreich, Rumänien, Deutschland und Frankreich ihre Sicht zur Problematik dar.

Junge Roma in Europa haben eine Menge von Fähigkeiten und Kompetenzen und wollen sich auch bei der Gestaltung ihrer eigenen Zukunft aktiv beteiligen. Die Konferenz bot ein Forum, um jungen Roma/Romnja durch den Dialog und den Austausch von Wissen und Erfahrung in diesem Bereich zu begegnen.

 

Quelle: volksgruppen.orf.roma - aktuell.at                   http://volksgruppen.orf.at/roma/stories/2803329/

 

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20 Jahre Roma Rights Journal

Quelle: errc.org
Quelle: errc.org

Genau vor zwanzig Jahren veröffentlichte das European Roma Rights Centre (ERRC) die allererste Ausgabe seines „Roma Rights Journal“, eines Magazins, das sich – über lan­ge Zeit als eines von nur sehr we­ni­gen aka­demi­schen Pub­li­ka­tions­medien – mit der Min­der­heit der Roma be­fass­te. Im Rückblick auf die Anfän­ge ihres Mediums lässt die in Budapest an­säs­sige inter­natio­na­le Men­schen­rechts-NGO heute durchaus Opti­mis­mus er­ken­nen: „Es ist er­mu­ti­gend zu sehen, wie weit wir in den letz­ten zwan­zig Jahren ge­kom­men sind.“ So man­cher Miss­stand, der das Leben der Roma-Gemein­schaft vor zwanzig Jahren ge­prägt hat­te, hät­te heute, 54 Aus­ga­ben spä­ter (sie­ben davon waren Dop­pel­nummern), einiges an Bri­sanz ver­loren:

 

 

In 1996, the state of Roma rights in Europe was very dif­fe­rent to the situa­tion we see today. Looking back at the issues that are men­tioned in this first edition, it is encouraging to note that many of these atro­ci­ties are no lon­ger a constant pre­sence in the lives of Roma in Europe. No matter how dis­heartening the fight for Roma Rights can be, it is em­bol­dening to see how far we have come in the last twen­ty years. The ERRC will con­tinue to chal­lenge dis­cri­mi­na­tion and anti-Gyp­syism wherever we find it, so that in another twen­ty years’ time, we can look back at the events of to­day and won­der at how far we have pro­gressed.

 

Roman Urbaner (dROMa)

http://www.roma-service.at/dromablog/?p=38458

 

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Tschechien - Kinderteam bei Ballturnier trug den Namen „Zyklon B“

Quelle: www.volksgruppen.orf.at/roma
Quelle: www.volksgruppen.orf.at/roma

Auf einem Ballspiele-Turnier von Kinderheimen in Prag hat ein Team den Namen „Zyklon B“ getragen. So hieß der Markenname des Gases (Blausäure), mit dem während des Holocaust die Häftlinge in den Konzentrationslagern massenweise ermordet worden waren.

 

 

 

 

 

 

 

Jüdische Gemeinden und Freiheitskämpfer schockiert

Während der Spiele kam es etwa zu Szenen, wo die Fans der Mannschaft „Zyklon B, los!“ skandierten. Die jüdischen Gemeinden und der Verband der Freiheitskämpfer | Český svaz bojovníků za svobodu (ČSBS) zeigten sich schockiert über die Benennung, schreibt die tschechische Tageszeitung „Pravo“.

Tomáš Jelínek von der Prager jüdischen Gemeinde war auch verwundert, dass die Veranstalter des Turniers keine Einwände gegen den Namen des Teams hatten. „Das Paradox ist, dass diese Gruppe auch gegen ein Team von Roma-Buben gespielt hat“, so Jelínek. Der ČSBS-Vizechef Emil Kulfánek sieht den Fehler vor allem bei der Führung des Kinderheimes, die die Gruppe „Zyklon B“ auf das Turnier entsandt habe, und sprach über „Bildungsmangel“ und die „Dummheit von Erwachsenen“.

 

Direktor | „Buben hatten sich Namen selbst gegeben“

Der Direktor des Kinderheimes im Prager Stadtviertel Dolní Počernice, Martin Lněnička, entschuldigte sich für das Verhalten seiner Zöglinge. Das Team sei ursprünglich unter einem anderen Namen angemeldet worden, allerdings hätten es die Buben selbst unterwegs zu dem Turnier geändert. Sie seien ohne pädagogische Aufsicht gereist, weil ein volljähriger Bursche sie geführt habe.

„Als ich es erfahren habe, wollte ich es sofort korrigieren, aber es war schon zu spät“, erklärte Lněnička. Die Buben wolle er auf keine Weise bestrafen, allerdings werde er dafür sorgen, dass sie mit der Geschichte besser vertraut gemacht würden.

 

volksgruppen.orf.roma - aktuell.at

http://volksgruppen.orf.at/roma/stories/2801878/

 

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Sprachenparcour in der Kuga | Europäischer Tag der Sprachen

Fast 70 Volksschulkinder bekamen beim seit 2004 veranstalteten Sprachenparcour einen spielerischen Einblick in die Sprachen Kroatisch, Ungarisch, Roman und Italienisch in der KUGA in Großwarasdorf | Veliki Borištof.

 

Ziel des Sprachenparcours ist es, den Kindern die Scheu vor fremden Sprachen zu nehmen. Es soll auch die Toleranz gegenüber anderen Kulturen und Völkern gefördert werden, betont der Geschäftsführer Alexander Karazman von der KUGA.

 

Quelle: ORF
Quelle: ORF
Alexander Karazman - Quelle: Michael J. Payer
Alexander Karazman - Quelle: Michael J. Payer

 

Die Kinder beschäftigten sich jeweils eine Viertelstunde mit einer Sprache, die ihnen von Nativespeakern mithilfe einfacher Spiele und Aufgaben näher gebracht wurde.

 

Der Sprachenparcour findet anlässlich des Europäischen Tages der Sprachen statt, der alljährlich am 26. September begangen wird. Mit verschiedenen Aktionen und Projekten wird dabei für den Erhalt der europäischen Sprachenvielfalt geworben.

 

Susanne Horvath hat für „Roma sam“ mit dem Geschäftsführer Alexander Karazman gesprochen.

 

Roma Online-Dialogplattform gestartet

Das Bundeskanzleramt will die Volksgruppe der Roma stärker in die Gesellschaft einbinden und hat dazu eine Online-Dialogplattform gestartet. Vorgestellt wurde sie Mittwochabend, in den kommenden zwei Monaten kann nun online die Roma-Strategie 2020 diskutiert und bewertet werden.

 

Staatssekretärin Muna Duzdar - Quelle: Hans Hofer
Staatssekretärin Muna Duzdar - Quelle: Hans Hofer

 

„Auch wenn viel geschehen ist in den vergangenen Jahren, ist der Hass gegen Roma und der Antiziganismus immer noch ein weit verbreitetes Phänomen, dem man sich entschieden entgegenstellen muss“, erklärte Staatssekretärin Muna Duzdar (SPÖ) in ihrer Eröffnungsrede.

 

Radio „Roma sam“, die Stimme der Roma, berichtet ausführlich über die Präsentation am Mittwochabend im Bundeskanzleramt.

 

29.9.2016 | Staatssekretärin Duzdar | Gesellschaftliche Teilhabe der Roma stärken

 

Roma sam | 3.10.2016 | 20:50-21:10
Radio Burgenland | Livestream

 

volksgruppen.orf.roma - aktuell.at

http://volksgruppen.orf.at/roma/stories/2800570/

 

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Weltverbesserer | Hilfe für Roma in Siebenbürgen

Flucht und Migration sind für Menschen oft der letzte Ausweg, wenn sie zu Hause keine Zukunft sehen. Statt tatenlos zu warten, bis die Armen sich auf den Weg machen, wollen Ordensleute vom Stift Admont dort helfen, wo Not entsteht. Zum Beispiel in einem Roma-Dorf in Siebenbürgen.

 

Sie folgen dabei dem Beispiel eines Wiener Installateurs. Der betreibt seit über 20 Jahren ein Selbst-Hilfe-Projekt, das er mit eigenen Händen aufgebaut hat.

 

Gerhard Spitzer - Quelle: ORF
Gerhard Spitzer - Quelle: ORF

 

Entwicklungshelfer Gerhard Spitzer seit 20 Jahren im Einsatz

Hilfe zur Selbsthilfe so umsetzen, dass sie über den Augenblick hinaus wirksam ist, darum bemüht sich der Entwicklungshelfer Gerhard Spitzer seit 20 Jahren – in einer für Roma desolaten Welt. Zusätzlich zur Verteilung von dringend benötigten Lebensmitteln und Medikamenten betreibt er Sozialarbeit bei denen, für die es kaum Entwicklung gibt. Er repariert Dächer, gräbt Kanäle, legt Leitungen und kümmert sich vor allem um die Ausbildung der Jugendlichen.

In seiner gemeinnützigen Stiftung in Lucani erhalten sozial benachteiligte Jugendliche eine Ausbildung für Berufe wie Maurer, Installateur oder Tischler. Zusätzlich leistet die österreichisch-rumänische Initiative Sanierungs- und Bauarbeiten auf sogenannten Sozialbaustellen.

 

Nachhaltigkeit | Ziel seiner Bemühungen

Gerhard Spitzer ist schon seit Anfang der 1990er Jahre in Rumänien tätig. Ihm geht es um die Nachhaltigkeit. Er hat ein Konzept entwickelt, auf angekauftem Boden für Roma-Familien kleine Billighäuser mit ein bisschen Infrastruktur zu bauen. Dabei ist er immer wieder auf Sachspender aus Deutschland und Österreich angewiesen – wie jetzt aus Admont.

 

Quelle: ORF
Quelle: ORF

 

Im steirischen Admont hat der Professor und Floßmeister Fritz Dirninger gemeinsam mit einigen Patres aus dem Stift und mit dem Segen des Abtes einen Verein gegründet, um die Sozialbaustelle in Rumänien zu unterstützen und mit eigenen Händen anzupacken. Im August ist, so wie im Vorjahr, eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern nach Rumänien gereist, um dort vor Ort Entwicklungsarbeit zu leisten und einige kleine Holzhäuser zu bauen.

 

Bei ihrem einwöchigen Einsatz in Rumänien kamen die Helfer aus Admont mit der Not und ihren Realitäten in Berührung. Und sie lernten auch die Details tragischer Lebensgeschichten und Sachzwänge kennen. Ein paar Tage Zusammenleben mit den jugendlichen Mitarbeitern der rumänischen Hilfsgemeinschaft, die zuvor selbst einmal hilfsbedürftige Roma-Kinder waren, sind für die Helferinnen und Helfer eine tief gehende Lebenserfahrung.

 

kreuz und quer | „Die Weltverbesserer“
On demand | TVthek

 

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Staatssekretärin Duzdar | Gesellschaftliche Teilhabe der Roma stärken

„Erstmals kann man sich auch online in die Strategie und Maßnahmen zur Inklusion der Roma einbringen und diese diskutieren“, sagte die zuständige Staatssekretärin Muna Duzdar bei der Präsentation Roma-Online-Dialogplattform gestern Abend im Bundeskanzleramt.

 

In den kommenden zwei Monaten gibt es online die Möglichkeit die Roma-Strategie 2020 zu bewerten und zu diskutieren, um die Strategie noch praxisnäher zu gestalten.

 

Quelle: serdar erdost | orf
Quelle: serdar erdost | orf

 

Form des partizipativen Prozesses

„Mit der Online-Plattform starten wir eine neue Form des partizipativen Prozesses. Nachdem Österreich bereits in den vergangenen Jahren für seinen Einsatz um die gesellschaftliche Teilhabe der Roma von Seiten der EU gelobt wurde, wird nun ein weiterer markanter Schritt gesetzt. Erstmals kann man sich auch online in die Strategie und Maßnahmen zur Inklusion der Roma einbringen und diese diskutieren. Damit werden die Beteiligungsmöglichkeiten deutlich erweitert“, sagte Muna Duzdar im Rahmen der Eröffnung der Veranstaltung.

 

Antiziganismus weit verbreitetes Phänomen

„Auch wenn viel geschehen ist in den vergangenen Jahren, ist der Hass gegen Roma und der Antiziganismus immer noch ein weit verbreitetes Phänomen, dem man sich entschieden entgegenstellen muss“, betonte Duzdar. „Noch immer stehen Ausgrenzung, Ungleichheit und Diskriminierung gegen die mit 12 Millionen Menschen größte ethnische Gruppe in Europa in vielen Ländern auf der Tagesordnung. In Zeiten, in denen die Kluft zwischen Arm und Reich größer wird, leiden vor allem die Ärmsten der Gesellschaft. Umso wichtiger ist es, hier Gegenstrategien zu entwickeln“, so Duzdar.

 

„Dennoch gibt es positive Impulse. Die Europäische Union hat erkannt, dass gesellschaftliche Teilhabe aller Gruppen ein unverzichtbarer Beitrag für ein soziales und friedliches Miteinander darstellt“, sagte Duzdar. Die EU-Kommission hat daher im Jahr 2011 den EU-Rahmen für nationale Strategien für Roma ins Leben gerufen, bei der Verbesserungen in den Bereichen Bildung, Beschäftigung, Gesundheitsfürsorge und Wohnen im Mittelpunkt stehen. „In Österreich steht außerdem die Teilhabe der Roma-Community im Mittelpunkt der Auseinandersetzung mit der Roma-Strategie. Die Online-Plattform soll einen weiteren Schritt in diese Richtung ebnen“, erläuterte Duzdar.

 

Jörg Wohjan | Umsetzung der geplanten Maßnahmen voranzubringen

Jörg Wohjan von der Vertretung der Europäischen Kommission sagte: „In 15 Ländern der EU gibt es mittlerweile Dialogplattformen. Ich sehe es als wichtiges Instrument, um die Stakeholder in den Prozess einzubinden, aber auch um die Herausforderungen und Aufgaben zu lösen und die Umsetzung der geplanten Maßnahmen voranzubringen.“

 

Quelle: serdar erdost | orf
Quelle: serdar erdost | orf

 

In einer Podiumsdiskussion zum Thema „Nationale Strategie zur Inklusion der Roma bis 2020“ diskutierten anschließend der stellvertretende Vorsitzende des Roma-Volksgruppenbeirats, Emmerich Gärntner-Hotvath, das Vorstandsmitglied des Romano Centro, Irina Spataru, Usnija Buligovic vom Verein Thara, Jürgen Schick aus dem Bildungsministerium und Roland Hanak aus dem Sozialministerium bisher Erreichtes und zukünftige Herausforderungen der nationalen Roma-Strategie.

 

Link
Roma Online-Dialogplattform


28.9.2016 | Roma sollen Zukunft der Volksgruppe online diskutieren

 

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Roma sollen Zukunft der Volksgruppe online diskutieren

Die nationale Strategie der Bundesregierung lädt vor allem Angehörige der Volksgruppe ein, bei einer Umfrage unter www.romadialogplattform.gv.at Vorschläge zu den Bereichen Wohnen, Arbeitsplätze und Soziales einzubringen.

 

Zuständig ist Staatssekretärin Muna Duzdar (SPÖ), Unterstützung gibt es durch die EU-Kommission.

 

Quelle: ORF
Quelle: ORF

 

Staatssekretärin Duzdar | Begrüßungsworten in Deutsch und Romanes

Seit 2011 betreibt die Regierung die „Nationale Strategie zur Inklusion der Roma bis 2020“. Mittwochabend wird im Kanzleramt zur „Halbzeit“ Zwischenbilanz gezogen und die neue Online-Plattform vorgestellt. „Als Staatssekretärin für Diversität ist mir die chancengleiche gesellschaftliche Teilhabe aller in Österreich lebenden Menschen ein besonderes Anliegen“, meint Duzdar in ihren Begrüßungsworten in Deutsch und Romanes auf der Website. Der Dialog mit der Zivilgesellschaft solle nun ausgebaut, intensiviert und auch vermehrt online geführt werden.

 

Mit dem Online-Portal der Roma-Dialogplattform möchte die „Nationale Roma Kontaktstelle“ die Möglichkeit geben, sich direkt an der Weiterentwicklung der österreichischen Roma-Strategie zu beteiligen. Drei Fragen können von nun an 60 Tage lang online beantwortet werden, etwa zum Handlungsbedarf in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Bekämpfung von Diskriminierung. Auch das Strategiepapier kann online diskutiert werden. Erreicht werden sollen laut Staatssekretariat vor allem junge Angehörige der Volksgruppe.

Grundlage für die Strategie sind Empfehlungen der EU-Kommission zur Verbesserung der Lage der Roma in Europa. Aus diesem Grund wird auch deren Vertreter in Österreich, Jörg Wojahn, bei der Auftaktveranstaltung heuteabend im Bundeskanzleramt anwesend sein.

 

Link

Roma Online Dialogplattform

 

28.9.2016 | Merkel für ein Europäisches Roma Institut in Berlin


27.9.2016 | Romani Rose wirft CSU-General Scheuer Rassismus vor

 

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Merkel für ein Europäisches Roma Institut in Berlin

„Sinti und Roma sind ein fester Teil unserer gemeinsamen Gesellschaft - in anderen Staaten ebenso wie hierzulande“, sagte Merkel am Dienstag bei einem Festakt in Berlin zum 70. Geburtstag des Roma-Zentralratsvorsitzenden Romani Rose in Berlin.

 

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die geplante Einrichtung eines Europäischen Roma Instituts für Kunst und Kultur in Berlin begrüßt.

 

70. Geburtstag des Roma-Zentralratsvorsitzenden Romani Rose | Er bedankt sich bei der Kanzlerin - Quelle: AFP
70. Geburtstag des Roma-Zentralratsvorsitzenden Romani Rose | Er bedankt sich bei der Kanzlerin - Quelle: AFP

 

Es sei erschreckend, wie sehr auch in Deutschland wieder Antiziganismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus Anklang fänden, so Merkel. Das Institut soll auf Beschluss des Europarats dazu beitragen, Vorurteile gegen die vielerorts geächtete Minderheit abzubauen.

 

Gräber zu erhalten sei Aufgabe der öffentlichen Hand

Zudem sagte Merkel zu, sich weiter für einen Erhalt der Gräber von Sinti und Roma einzusetzen, die dem NS-Völkermord zum Opfer gefallen sind. Dies sei eine Aufgabe der öffentlichen Hand. Sie rechne damit, dass es mit den Bundesländern zu einer guten Lösung komme. Die Nazis hatten 500.000 der von ihnen als „Zigeuner“ verfolgten Menschen ermordet.

 

Romani Rose - Quelle: AFD
Romani Rose - Quelle: AFD

 

Der gebürtige Heidelberger steht seit der Gründung des Zentralrats der Deutschen Sinti und Roma 1982 an der Spitze des Verbands.

Romani Rose, der selbst 13 unmittelbare Verwandte verlor, dankte der Kanzlerin ausdrücklich für ihre Flüchtlingspolitik. „Meine Eltern, die den Holocaust überlebt haben, wären froh gewesen, wenn es in Europa eine Frau gegeben hätte mit Ihrem Mut und Ihrer Gradlinigkeit“, sagte er. Am 20. August war er 70 Jahre alt geworden.

 

28.9.2016 | Romani Rose wirft CSU-General Scheuer Rassismus vor

 

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ERRC: Apartheids-Kindergarten in Serbien?

Quelle: ERRC
Quelle: ERRC

Das European Roma Rights Centre (ERRC) hat den Fall einer segre­gier­ten Roma-Kin­der­gar­ten-Grup­pe in Serbien auf­ge­grif­fen. Das ERRC hat die Be­hör­den kontak­tiert und auf­ge­for­dert, die Pra­xis im Ljuba-Stanković-Kin­der­gar­ten in Beočin zu un­ter­su­chen und ent­spre­chen­de Maß­nah­men zu er­grei­fen.

 

 

 

 

 

Laut dem ERRC vor­lie­gen­den In­for­ma­tio­nen wer­den Roma-Kinder dort sys­te­ma­tisch von den ande­ren, ser­bi­schen Kindern ge­trennt. Die Direk­tion recht­fer­tigt die segre­gier­ten Klas­sen mit dem Hin­weis, dass die Roma-Kinder nur den kos­ten­güns­ti­ge­ren Halb­tags­kinder­garten be­such­ten und diese Gruppe am Nach­mittag an der Reihe sei. Die räum­li­chen Kapa­zi­tä­ten der Ein­rich­tung seien der­zeit so be­grenzt, dass keine ge­mein­same Grup­pen­ein­tei­lung mög­lich sei.

 

Für die Eltern der Roma-Kinder stellt sich dies je­doch an­ders dar: Die Stel­lung­nahme der Direk­tion könne nicht er­klä­ren, warum aus­schließ­lich Roma in der ge­trenn­ten Kinder­gruppe lan­den; außer­dem sei die Be­treu­ungs­qua­li­tät in den Grup­pen nicht die gleiche. Die rund 25 Roma-Kin­der, wel­che die Nach­mit­tags­gruppe be­suchen, haben dort kei­ner­lei Kon­takt mit Nicht-Roma und spre­chen dort durch­ge­hend Romani. Dass Ziel, die Bildungs­integra­tion voran­zu­trei­ben, indem Ro­ma-Kin­der dank gemisch­ter Klas­sen bereits im Vorschul­alter Ser­bisch er­ler­nen, werde auf diese Weise zu­nichte­ge­macht: „Die Kinder müs­sen Serbisch be­herr­schen, sodass sie die Grund­schule be­su­chen kön­nen“, zi­tiert das ERRC die Eltern.

 

„Aber genau das pas­siert dort nicht. Die Kinder ler­nen dort kein Serbisch, sie spie­len dort nur. Das ist Diskri­mi­nie­rung. Wir haben die ver­ant­wort­li­chen Per­so­nen um eine Re­aktion ge­be­ten, aber ohne Er­folg.“ Die Gleich­berech­ti­gungs­be­auf­trag­te Brankica Janković zeigte sich, mit der Situa­tion in Beočin kon­fron­tiert, be­sorgt, dass man es hier mit um einen Fall von Diskri­mi­nie­rung zu tun habe. Jede Form der Segregation von Kindern auf­grund ihrer Natio­na­li­tät oder Ethni­zi­tät sei in­ak­zep­tabel.

 

Roman Urbaner (dROMa)

http://www.roma-service.at/dromablog/?p=38153

 

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Junge Rom Kunst & Stefan "Pisti" Horvath

Mit dem Projekt „Junge Roma Kunst“ hat der Verein KARIKA eine Plattform für junge Roma-Künstler/Innen geschaffen. Es soll für die jungen Schaffenden der Start in die kulturelle Welt sein.

 

Quelle: HP
Quelle: HP

 

Junge Roma Kunst

Die junge Roma-Künstlerin Christina Horvath, präsentierte im Pfarrsaal der katholischen Kirche Oberwart, ihre Ausstellung „Klischee“. Die autodidakte junge Romni möchte mit ihren Bildern darauf aufmerksam machen, dass Roma und Sinti nicht immer Musiker, Wahrsagerinnen etc. sind, sondern auch andere Qualitäten vorweisen können.

 

Ausstellung "Klischee" - Quelle: Julius Horvath
Ausstellung "Klischee" - Quelle: Julius Horvath

 

Tina, wie sie von ihren Freunden genannt wird, interessierte sich schon mit vier Jahren für das Zeichnen. Unterstützung bekam sie da von ihrem Großvater, der ein begnadeter Schnitzer und Musiker war. Ihre Bilder strahlen eine Lebendigkeit aus und erzählen Geschichten, welche der/die Betrachter/in, weiterführen kann.

 

Stefan „Pisti“ Horvath

1956 flüchtete Stefan Horvath als sechsjähriger Bub mit seinen Eltern von Ungarn nach Großwarasdorf. In seiner Jungend kam er oft mit Ausgrenzung in Kontakt. Es war im verwehrt, so wie andere Kinder ins seinem Alter, Fußball zu spielen oder zu ministrieren. Von seinem Großvater erlernte das wunderschöne Instrument Zimbal zu spielen.

 

Stefan "Pisti" Horvath - Quelle: HP
Stefan "Pisti" Horvath - Quelle: HP

 

Seit seinem dreizehnten Lebensjahr reiste Pisti, wie er von seinen Freunden genannt wird, in der Welt umher. Er spielte in den größten Hotels und besten Restaurants. Unter anderem bekamen die holländische Königin Beatrix, die Präsidenten Mitterand und Mubarak, die Hollywood-Schauspielerin Goldie Hawn und etliche andere Prominente, seine Musik zu hören.

 

Roma Abend 2016 Verein KARIKA - Stefan "Pisti" Horvath & Ensemble - Quelle: HP
Roma Abend 2016 Verein KARIKA - Stefan "Pisti" Horvath & Ensemble - Quelle: HP

 

In Radiosendungen des ORF und in Talkshows trat Stefan Horvath auch öfters auf. Unter anderem vertrat er 1993 das Land Österreich in André Hellers Show „Magneten“ am Deutschen Theater in München. 1998 belegte er den dritten Platz bei „Krone der Volksmusik“ und 2006 wurde er im Buch „Zigeuner Roma Menschen“ von Erich Maria Schneller, verewigt.

 

Mehr darüber, hören sie am Montag in der Sendung „Roma sam“ auf Radio Burgenland.

 

Roma sam | 26.9.2016
montags 20:50 - 21:10 Uhr
Radio Burgenland | Livestream

 

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http://volksgruppen.orf.at/roma/stories/2798541/

 

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Europarat | Systematische Diskriminierung in Ungarn

Die Volksgruppe der Roma ist in Ungarn nach Einschätzung des Europarats mit systematischer Diskriminierung und Ungleichbehandlung in allen Lebensbereichen konfrontiert.

 

„Trotz aller Bemühungen der Behörden herrschen in der ungarischen Gesellschaft fremdenfeindliche und intolerante Haltungen vor, die sich vor allem gegen die Roma richten“, heißt es in dem Papier des Beratergremiums für die Minderheitenschutz-Konvention, das am heutigen Montag veröffentlicht wurde.

 

Die einzige Roma-Galerie in Ungarn | die Budapester Gallery8 - Quelle: nihad nino pusija
Die einzige Roma-Galerie in Ungarn | die Budapester Gallery8 - Quelle: nihad nino pusija

 

Systematisch diskriminiert würden die Roma im Arbeitsleben, im Unterrichtswesen, beim Zugang zum Gesundheitssystem und beim sozialen Wohnen. "In der Politik verbreiten extremistische Gruppen und Parteien weiterhin Vorurteile und Hassbotschaften gegen die Roma", heißt es in dem Bericht weiter. Dabei entwickele sich das Internet zum Hauptmedium dieser menschenfeindlichen Rhetorik.

 

Prozess um die Roma-Morde in Ungarn | August 2013 - Quelle: ORF Archiv
Prozess um die Roma-Morde in Ungarn | August 2013 - Quelle: ORF Archiv

 

„Die Empfänglichkeit eines bedeutenden Teils der Gesellschaft für die offen xenophobe und diskriminierende Rhetorik gibt Anlass zu schwerer Besorgnis.“ Selbst physische Angriffe auf Roma seien in den letzten Jahren vorgekommen. Von den Behörden forciert, nehme auch die Segregation von Roma-Kindern in den Schulen zu.

 

In Ungarn leben etwa fünf bis sechs Millionen Roma, die meisten von ihnen in äußerst ärmlichen Verhältnissen.

 

Video | Lebenslange Haft für Roma Mörder | August 2013

 

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Turin: Web-Nachrichten für Roma

Quelle: Idea ROMA
Quelle: Idea ROMA

In Italien ging mit „TgROM Piemonte“ Anfang Mai erstmals ein Internet-Nachrichten­pro­gramm von und für Roma auf Sen­dung. In­zwi­schen wur­den be­reits 20 Aus­gaben des Nach­rich­ten­for­mats ver­öf­fent­licht.

 

 

 

 

 

 

 

Finanziert wird das Programm, als eines von 15 aus­ge­wähl­ten Jugend­pro­jek­ten, mit 21.000 Euro durch die Turiner Stif­tung Compagnia di San Paolo. Für die Rea­li­sie­rung ihres Medien­pro­jekts konn­te die Tu­ri­ner Roma-NGO „Idea Rom“ auf kom­pe­ten­te Unter­stützung aus der Me­dien­bran­che zäh­len. Mit an Bord ist als Pro­jekt­part­ner die On­li­ne-Tages­zei­tung Nuovasocietà. Den Eh­ren­schutz hat die Region Piemont über­nom­men.

Ein Einführungskurs in Videojournalismus be­rei­tet die jugend­li­chen Mit­wir­ken­den aus der Roma-Com­mu­nity auf ihre Auf­gabe vor. Schon vor Sen­dungs­beginn hat sich im Februar ein Dutzend jun­ger Roma zwi­schen 14 und 25 Jahren für die Teil­nahme ge­mel­det. „Un­ser Ziel ist es, zu er­reichen, dass die Jugend­li­chen selbst zu Pro­ta­go­nis­ten des Wan­dels wer­den“, erklärte Luca Remmert, Vor­sitzen­der von Com­pagnia di San Paolo, gegen­über der italie­ni­schen Presse. „Er­fah­run­gen mit dieser Art von Web-TV gibt es be­reits in mehre­ren euro­päi­schen Län­dern“, sagt Vesna Vuletić von „Idea Rom“. „Die In­for­ma­tio­nen, die TgROM anbie­tet, sol­len den Vor­urtei­len und Kon­flikten mit eige­nen Mel­dun­gen ent­gegen­tre­ten. Diese Nach­rich­ten, die, zu­sam­men­ge­stellt von Jugend­li­chen, aus der Welt der Roma selbst kom­men, wer­den es der Roma-Ge­mein­schaft er­leich­tern, sich selbst öf­fent­lich dar­zu­stel­len. Die Sen­dungs­inhal­te wer­den hier­bei eine dop­pelte Aus­rich­tung ha­ben: von der Roma-Minder­heit zur Mehr­heit und um­ge­kehrt. Das wird dazu bei­tragen, den gegen­wär­ti­gen Zu­stand zu über­winden: dass man alles über und für Roma macht, aber ohne sie selbst – ohne ihnen zu­zu­hö­ren. Den Roma einen Stim­me zu geben, wird auch dabei helfen, die Maß­nah­men, die für sie aus­ge­ar­bei­tet werden, auf ihre tat­säch­li­che Wirksamkeit zu über­prüfen.“

 

„Wir wollen mit diesem Nachrichtenprogramm ja nicht be­haup­ten, dass alles in Ord­nung ist. Wir wol­len nur er­reichen, dass man uns ken­nen­lernt, dass man un­sere Kultur ver­steht und un­se­ren Leuten die Gelegen­heit gibt, zu re­den, von sich zu er­zäh­len. Es ist nicht leicht, oft sind sie miss­trau­isch, aber es ist vor allen Din­gen eine Ar­beit über uns selbst“, erzählt Angelica Taurisano, eine der jugend­li­chen Re­dak­teurin­nen.

 

Roman Urbaner (dROMa)

http://www.roma-service.at/dromablog/?p=37973

 

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Spanien: Schulunterricht über Roma-Kultur

Quelle: Videostill RTVE
Quelle: Videostill RTVE

Die spanische Region Castilla und León in­teg­riert Un­­ter­­richts­­ein­­hei­­ten über Ge­schich­te und Kul­tur der Gi­ta­nos (Roma) in den Lehr­plan.

 

 

 

 

 

 

 

Castilla-León wird als erste spani­sche Region künf­tig die Kul­tur und Geschichte der spa­ni­schen Roma (Gitanos) in den re­gu­lä­ren Lehr­plan in­tegrie­ren. Per Ver­ord­nung hat die Region schon im Feb­ru­ar die Bil­dung einer Arbeits­grup­pe zur Aus­arbei­tung be­tref­fen­der Unter­richts­mate­ria­lien be­schlos­sen. Dabei sind – neben 14 Bildungs­experten – auch sechs Gita­no-Or­ga­ni­sa­tio­nen mitein­be­zo­gen. Das Gremium soll die genaue Form der Ein­bin­dung des The­mas in den Unter­richt und in die Lehr­bücher er­ar­bei­ten.

 

„Wie kann es sein, dass die Kinder die Geschichte Spa­niens lernen, ohne dass auch nur ein ein­zi­ges Mal die Volks­gruppe der Gitanos er­wähnt wird? Nach 500 Jah­ren des Zu­sam­men­lebens be­han­deln wir sie noch im­mer, als wären sie völ­lig Frem­de“, er­läu­tert Fernando Rey, Leiter der Schul­be­hörde von Castilla und León und ehe­ma­li­ger Vor­stand der Fundación Secretariado Gitano (FSG). „Mo­men­tan sieht man ab­so­lut nichts davon im Lehr­plan“, er­klärt auch Diego Fernández, Di­rek­tor des Instituto de Cultura Gitana ge­gen­über El País: Es sei hoch an der Zeit, der Ge­schich­te und Kul­tur der Gi­ta­nos „in den Schu­len end­lich Sicht­bar­keit zu ver­lei­hen, da­mit die Kin­der das Ge­fühl ha­ben kön­nen, dass ihre Kultur in den Schulen einen Platz hat, und die an­de­ren Mit­schü­ler sie bes­ser ver­ste­hen“. Mit der Ini­tia­tive wol­le man darü­ber hinaus auch an­de­re Regio­nen und die natio­na­len Schul­be­hör­den er­mu­tigen, das The­ma in den Lehr­plan auf­zu­nehmen.

 

Isidro Rodríguez, Leiter der FSG, drängt auf einen mög­lichst frü­hen Be­ginn des Unter­richts bereits im Volks­schul­alter: „Es ist eine ein­fa­che Maß­nahme, die bis­lang noch keiner er­grif­fen hat – aus Mangel an En­gage­ment und weil man uns als Bürger zwei­ter Klasse an­sieht.“

 

Roman Urbaner (dROMa)

http://www.roma-service.at/dromablog/?p=37909

 

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Projekt Gedenktafeln

Die Aufarbeitung der Leidensgeschichte der Roma und Sinti ist noch lange nicht abgeschlossen. Mit dem Projekt „Gedenktafeln“ soll die Verfolgung der Volksgruppe während des Nationalsozialismus ins Bewusstsein gerückt werden.

 

Projekt Gedenktafeln

Die Initiative dazu kam von Emmerich Gärtner-Horvath. „Es gab keinen Ort, an dem ich meiner Geschwister gedenken konnte“, sagt Gärtner-Horvath, Obmann vom Verein Roma-Service. Wie allen anderen Burgenland-Roma fehlte ihm ein Platz, um seiner ermordeten Angehörigen nah zu sein.

 

Quelle: Gärtner-Horvath
Quelle: Gärtner-Horvath

 

Mit Unterstützung des Alt-Bischofs Paul Iby und des Superintendenten Manfred Koch, haben Gärtner-Horvath und seine Gefährten/Innen bewusst einen leisen Weg abseits der größeren Öffentlichkeit gewählt, um die Gemeinden, direkt anzusprechen.

 

Platz für Kerzen…

„Mittlerweilen wurden in den Gemeinden Kleinpetersdorf, Neudörfl, Mattersburg, Kleinbachselten, Großhöflein, Unterwart und Goberling, Gedenktafeln bzw. Gedenkstätten für die verschleppten und ermordeten Roma errichtet“, sagt Gärtner-Horvath.

 

Quelle: VHS Roma
Quelle: VHS Roma

 

Kemeten: Keine Gedenktafel für Roma

2006 beschloss der Gemeinderat, ein Denkmal zu errichten. Trotz mehrerer Anläufe ist das bis jetzt nicht passiert. In Kemeten lebten vor 1938 mehr als 200 Roma. Fast alle wurden von den Nazis ermordet. Seit mehr als zehn Jahren versuchen Vertreter der Roma-Vereine schon, eine Erinnerungsstätte für die Ermordeten in Kemeten zu errichten. Um dennoch an die Roma in Kemeten erinnern zu können, wurde nun eine „virtuelle“ Gedenkstätte installiert.

 

Mehr darüber, hören sie am Montag in der Sendung „Roma sam“ auf Radio Burgenland.

 

Roma sam | 19.9.2016
montags 20:50 - 21:10 Uhr
Radio Burgenland | Livestream

 

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Theodor Kramer Preis für Stefan Horvath | „Zu schweigen wäre kontraproduktiv“

„Ich war immer ein stiller Mann, wie mein Vater, der sechs Jahre in Konzentrationslagern leben musste. Zu Hause war das ein Tabu Thema“, erzählt Horvath über sein langes Schweigen, dessen Gebrochenwerden nun ausgezeichnet wurde.

 

Den 16. Theodor Kramer Preis für Schreiben im Widerstand und Exil 2016 teilte Stefan Horvath mit Gerhard Scheit. Vergangenen Samstag fand die feierliche Ehrung im Pfarrsaal in Niederhollabrunn statt.

 

Quelle: ORF | Yvonne Strujic
Quelle: ORF | Yvonne Strujic

 

„Es ist ein Gefühl von Demut und Dankbarkeit. Weil ich genau weiß, warum ich diesen Preis bekomme. Nach dem Attentat vor mehr als 20 Jahren in Oberwart hat sich mein Leben verändert. Ich habe zu schreiben begonnen und zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, dass ich das richtige tue“, betont Stefan Horvath, der im Jahre 1995, in dem sein Sohn Peter Sárközi bei einem Bombenattentat auf dramatische Weise aus dem Leben gerissen wurde, sein erstes Gedicht schrieb.

 

In diesem Gedicht mit dem Titel „Ich möcht ein Engel sein“ beschreibt Stefan Horvath den unendlichen Schmerz eines hinterbliebenen, liebenden Elternteils.

 

Quelle: ORF | Yvonne Strujic
Quelle: ORF | Yvonne Strujic

 

Die oft so schmerzvolle Vergangenheit der Volksgruppe der Roma in Österreich bereitet der Autor in allen darauffolgenden Publikationen für sich, seine Volksgruppe und auch für die Mehrheitsbevölkerung auf. Außer der drei Prosa Werke „Ich war nicht in Auschwitz“, „Katzenstreu“ und „Atsinganos. Die Oberwarter Roma und ihre Siedlungen“ schreib Stefan Horvath auch zahlreiche Gedichte und den Einakter „Begegnung zwischen einem Engel und einem Zigeuner“. Basierend auf dem Buch „Katzenstreu“ entstand auch die gleichnamige Hörspiel-CD mit Karl Markovics als Sprecher.

 

„Es gab lange keine Gelegenheit für mich und auch keinen Grund, das lange Schweigen über die Geschichte der Roma im Burgenland zu brechen. Erst das Attentat hat mich dazu gebracht. Die Aufarbeitung der Geschehnisse wird nie abgeschlossen sein, denn ich denke, dass die Toten immer wieder reden werden und das Schweigen kontraproduktiv wäre“, erzählt Stefan Horvath und betont, die Bedeutung des genauen Wissens über die Vergangenheit. Nur so könne auch die Jugend für die Zukunft daraus Schlüsse ziehen.

 

Link

Zu den Büchern von Stefan Horvath | Edition lex liszt 12
Theodor Kramer Preis

 

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Virtueller Gedenkort für Kemeten

Quelle: VHS Roma
Quelle: VHS Roma

Die südburgenländische Gemeinde Kemeten ver­wei­gert den Opfern des NS-Völker­mords an den Roma seit Jah­ren eine Gedenk­tafel. Nun er­innert eine Gedenk­initia­tive im Inter­net an die er­mor­de­ten Ro­ma von Kemeten.

 

 

 

 

 

 

 

 

An die 200 Einwohner der kleinen Gemeinde Kemeten (Be­zirk Oberwart) wur­den von den National­so­zia­lis­ten de­por­tiert, weil sie Roma waren. Nur fünf von ihnen kehr­ten nach der Be­frei­ung 1945 nach Ke­me­ten zu­rück. Über 70 Jahre spä­ter wei­gert sich die Ge­mein­de wei­ter­hin, mit einer Ge­denk­tafel an sie zu er­in­nern. Was etwa in Kleinpetersdorf, Neudörfl, Mattersburg oder Kleinbachselten mög­lich war (siehe das Gedenk­tafel­projekt un­se­res Vereins Roma-Ser­vice), näm­lich dem Wunsch der Volks­gruppe nach einem Platz für ihre Blumen und Ker­zen zu ent­spre­chen, stellt für die Ge­meinde­obe­ren von Ke­me­ten of­fen­bar ein un­über­wind­li­ches Hin­der­nis dar. Seit 2006 liegt zwar auch in Ke­me­ten ein Ge­mein­de­rats­be­schluss vor, wo­nach ein Denk­mal er­rich­tet wer­den soll, das neben­bei (auf einer von ins­ge­samt 15 Tafeln zur Orts­ge­schich­te) auch der Roma ge­denkt – pas­siert ist seit­her aber nichts (siehe: Die Schande von Kemeten). Bür­ger­meister Johann Nussgraber (SPÖ) ließ die Skulp­tur mit den In­for­ma­tions­tafeln nie auf­stellen. Seit zehn Jah­ren la­gern sie nun im Bauhof der Ge­meinde. Die Sache sei zu heikel, hieß es dazu aus dem Ge­meinde­amt.

 

Um dennoch an die Roma in Kemeten erinnern zu kön­nen, gibt es jetzt eine „virtuelle“ Gedenk­stätte: Ver­treter des Vereins Refugius haben sie im Rahmen des Pro­jekts „Gedenkweg“ in Zu­sam­men­ar­beit mit Roma-Ver­tre­tern ini­ti­iert: „Der Gedenkort in der dieser Form wurde notwen­dig, weil die Mehr­heit der poli­ti­schen Ent­schei­dungs­trä­gerIn­nen der Ge­mein­de Keme­ten einen rea­len Gedenk­ort mehr­mals ab­ge­lehnt ha­ben“, heißt es hier­zu auf der Web­site. „Auf diese Weise ver­suchen wir, dem Wunsch der we­ni­gen Hinter­blie­benen nach einem be­schei­de­nen und würde­vol­len Raum für Ge­den­ken und Ge­danken ge­recht zu wer­den und ein Zei­chen gegen das Ver­gessen und Tot­schwei­gen zu setzen.“

 

Auf Großplakaten wird im Ort auf die Gedenk­initative im Inter­net hin­ge­wie­sen. „Wir werden wei­tere Schrit­te setzen, um auf das Un­recht und die Miss­achtung der Gefühle der Roma hin­zu­weisen, die uns diese Ge­mein­de­ver­tre­tung zu­mu­tet“, zeigt sich Horst Horvath, Geschäfts­führer der Volks­hoch­schule der bur­gen­län­di­schen Roma, ent­schlos­sen.

 

Bis zum Beginn der NS-Deportationen lebt­en in Keme­ten rund 200 Roma. Sie wur­den im Lager Lackenbach (mehr hier) in­ter­niert oder direkt ins Ghetto Łódź (mehr hier) ge­bracht. Ande­re wurden nach Auschwitz de­por­tiert; fast 50 Roma aus Kemeten wur­den dort er­mordet.

 

Roman Urbaner (dROMa)

http://www.roma-service.at/dromablog/?p=38017

 

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KZ Lety: Regierung will Schweinemast kaufen

Quelle: Romeo.cz
Quelle: Romeo.cz

Tschechiens Regierung plant weiterhin Ankauf, um die Schweine­farm auf dem KZ-Areal still­zu­legen. Vize­premier Babiš be­such­te nach dem Skan­dal um seine Holo­caust-Re­la­ti­vie­rung die Ge­denk­stätte in Lety – und sprach dort von Ro­ma als „Pa­ra­si­ten“.

 

 

 

 

 

 

 

Seit den 70er Jahren besteht auf dem Ge­län­de des ehe­ma­li­gen na­tio­nal­so­zia­lis­tischen Roma-KZ im süd­böh­mi­schen Lety eine Schweine­farm. Tsche­chi­ens Men­schen­rechts­minis­ter, der Sozial­demo­krat Jiří Dienstbier, kün­dig­te diese Wo­che in Prag gegen­über Pres­se­ver­tre­tern an, dass die Re­gie­rung weiter ver­suchen werde, die um­strit­te­ne pri­vate Schweine­mast auf­zu­kau­fen. Laut Dienst­bier stehe man schon seit Mo­na­ten in Kontakt mit dem Un­ter­neh­men; seit Jänner habe es be­reits fünf Ge­sprä­che mit dem Eigen­tü­mer ge­ge­ben. Die Ver­hand­lun­gen be­zeich­nete der Minis­ter als „kompli­ziert und kor­rekt“. Ver­gan­ge­nen Montag ver­öf­fent­lich­te das Ka­bi­nett zu­dem seinen im März ge­fass­ten Be­schluss, in dem die Ab­sicht be­kräf­tig­t wurde, den Schwei­ne­mast­betrieb am Gedenk­ort still­zu­legen. Schon seit lan­gem wird ein An­kauf durch den Staat ge­fordert. Auch der Men­schen­rechts­aus­schuss der Ver­einten Natio­nen hatte die Tsche­chi­sche Re­publik vor drei Jahren dazu auf­ge­fordert. Konkre­te Er­fol­ge wur­den je­doch bis­lang nicht er­zielt.

 

Im KZ Lety wurden während der deutschen Besatzungs­zeit mehr als 1.300 Roma in­ter­niert. 327 von ihnen, darun­ter viele Kinder, ka­men im Lager ums Le­ben; über 500 Per­so­nen wurden von dort nach Auschwitz de­por­tiert.

Dienstbiers Bekräftigung des Regierungs­vor­ha­bens er­folg­te vor dem Hinter­grund der Holocaust-re­la­ti­vie­ren­den Aus­sagen des Vize­premiers und Fi­nanz­mi­nis­ters Andrej Babiš (ANO). Dieser hatte das Lager als „Arbeits­lager“ für Arbeits­unwillige ver­harm­lost und die Jahre des Völker­mords als „Zei­ten, in de­nen alle Roma ar­beite­ten“, be­zeich­net. Ba­bišs Äußerun­gen sorg­ten für hef­tige Kritik, ins­be­son­de­re auch aus den Reihen der Koa­li­tions­­part­ner; u.a. hatte auch Jiří Dienstbier den Rück­tritt Andrej Babišs ge­for­dert.

 

Nach Bekanntwerden seiner Aussagen versuchte Babiš zu kal­mie­ren und gab an, dass die Zitate aus dem Kontext ge­ris­sen wor­den seien. Am Diens­tag stat­tete er – nach der Aufforderung durch Regierungschef Sobotka – dem ehemaligen KZ in Lety einen Be­such ab, um der NS-Opfer zu ge­­den­ken. Laut dem Nach­richten­portal Romea.cz nützte Babiš seinen ver­meint­li­chen Gedenk­auf­ent­halt in der Holocaust­stätte aber zugleich, um seine An­grif­fe ge­gen Roma öffent­lich zu wieder­holen. Demnach be­zeich­ne­te er, noch inner­halb der Gedenk­stät­te, u.a. Roma-El­tern in einem In­ter­view als „Parasiten“.

 

Den Um­fragen zu­folge liegt Babies popu­listische Partei ANO nur weni­ge Wochen vor den bevor­stehen­den Regional­wahlen in Führung.

 

Roman Urbaner (dROMa)

http://www.roma-service.at/dromablog/?p=37988

 

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Roma-Seelsorger Fabian Mmagu

Der 1958 geborene Fabian Mmagu stammt aus der Eisenstädter Partnerdiözese Awka in Nigerien. Von der katholischen Bischofskonferenz wurde Fabian Mmagu im Jahr 2004 zum hauptverantwortlichen Seelsorger für Roma und Sinti ernannt.

 

Roma-Seelsorger Fabian Mmagu

Fabian Mmagu studierte an der Uni Wien und promovierte 1995 zum Doktor der Theologie. 2004 wurde Mmagu von der Bischofskonferenz als hauptverantwortlicher Seelsorger für die Volksgruppen der Roma und Sinti ernannt. Auf seine Frage, warum keinem österreichischen Priester diese Aufgabe zugewiesen wurde, erklärte ihm Bischof Paul Iby, er wäre eine Gallionsfigur.

 

Quelle: Roma Service
Quelle: Roma Service

 

Fabian Mmagu konnte mit diesem Begriff zunächst nicht allzu viel anfangen. Doch er akzeptierte die Aufgabe, schließlich sei er ja in einem gewissen Sinn dafür prädestiniert: „Ich habe den Vorteil, dass ich selber in einer Minderheitenposition bin“, sagt Mmagu.

 

Quelle: Roma Service
Quelle: Roma Service

 

Pfarrer Fabian Mmagu verließ die Diözese Eisenstadt und ging nach Wien. Deshalb übt er die Funktion des Roma-Seelsorgers derzeit auch nicht aus.

 

Mehr über die Tätigkeiten und Projekte von Roma-Seelsorger Fabian Mmagu, erfahren sie am Montag in der Sendung „Roma sam“ auf Radio Burgenland.

 

Roma sam | 12.9.2016
montags 20:50 - 21:10 Uhr
Radio Burgenland | Livestream

 

volksgruppen.orf.roma - aktuell.at

http://volksgruppen.orf.at/roma/stories/2795647/

 

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Tschechien: Gedenkstätte für Roma-Holocaust

Quelle: Kapura
Quelle: Kapura

Im ehemaligen KZ in Hodonín (Mähren) ent­steht eine neue Ge­denk­stätte für die Opfer des Roma-Ho­lo­causts

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In Hodonín u Kunštátu nördlich von Brno (Brünn) wird künf­tig eine neue Ge­denk­stät­te an die Opfer des Völ­ker­mords an den Roma er­in­nern. Ein Museum wird sich der national­sozia­lis­ti­schen „Zi­geu­ner­ver­fol­gung“ im dor­ti­gen Kon­zentra­tions­lager wid­men; darüber hinaus wird sich die Aus­stel­lung auch mit der Ver­trei­bung der Deut­schen nach dem Krieg und mit einem Zwangs­arbeits­lager in den 1950er Jah­ren be­fas­sen.

 

Die Ausstellung soll im August nächs­ten Jahres er­öf­fnet wer­den. Die Bau­arbei­ten konn­ten, rund fünf Jah­re nach Bau­beginn, im ver­gan­ge­nen Juli ab­ge­schlos­sen wer­den. Die von der Re­gie­rung ge­tra­ge­nen Gesamt­kosten für die Ein­rich­tung der Ge­denk­stät­te be­lau­fen sich auf rund 83,6 Mil­lio­nen Euro.

 

Siehe auch: Tschechiens Vizepremier verharmlost Roma-Holocaust (4.9.2016)

 

Roman Urbaner (dROMa)

http://www.roma-service.at/dromablog/?p=37938

 

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Angriff auf Kinder-Sommerlager in Tschechien

Quelle: Romea.cz
Quelle: Romea.cz

Warnschüsse und rassistische Be­schimpfun­gen, Po­li­zei blieb un­tätig

In einem Interview mit dem tsche­chi­schen Roma-Nach­rich­ten­por­tal Romea.cz be­rich­tet die Sän­ge­rin und Chor­lei­te­rin Ida Kelarová von einem An­griff auf ein Musik­som­mer­camp für Ro­ma-Kin­der in Jiřetín pod Jedlovou (Děčín).

 

 

 

 

 

 

 

Dem­nach be­droh­te ein Mann aus der Ort­schaft eine Grup­pe von rund sech­zig Roma-Kin­dern, die mit dem Jugend­chor „Čhavorenge“ an einem Som­mer­lager teil­nahmen, An­fang August mit einem Ge­wehr . Er gab meh­rere Warn­schüsse ab und be­schimpf­te die Kinder mit ras­sis­ti­schen Aus­drücken, als diese an sei­nem Haus vorbei­kamen, das neben den Unter­künf­ten des Som­mer­lagers liegt. Als die Kin­der zwei Tage später ihre mor­gend­li­che Musik­stunde ab­sol­vier­ten, er­schien der Nach­bar auf dem Ge­lände des Jugend­lagers und at­tackier­te die an­we­sen­den er­wach­se­nen Camp-Mit­ar­bei­ter. Er feuer­te aber­mals eini­ge Schüs­se in die Luft und ver­suchte die Mit­arbei­ter mit Be­schimpfun­gen und Be­lei­di­gun­gen zu pro­vo­zie­ren. Zu direk­ter phy­si­scher Ge­walt kam es je­doch nicht.

 

Die Regional­polizei will nun, mit eini­ger Ver­spä­tung, den Vor­fall unter­su­chen. Die Er­mitt­lun­gen wer­den sich auch damit be­fas­sen, warum die lo­kale Polizei­stelle in Varnsdorf nicht auf den Notruf des Som­mer­lagers re­agier­te, son­dern, wie Ida Kelarová be­rich­tet, ein­fach den Hörer auf­legte. Die Organi­sa­toren des Musik­camps haben in­zwi­schen, mit Unter­stützung durch die An­wälte der Tsche­chi­schen Phil­har­mo­nie, Be­schwer­de gegen die Polizei ein­ge­bracht. Ida Kelarová: „Der Herr, der mit seinem Ge­wehr schoss, schockiert mich gar nicht so sehr. Das ist nur ein Ver­rück­ter – ob­wohl man nie weiß, wo­zu er noch im­stande ist, wenn die Ner­ven mit ihm durch­gehen. Mir er­scheint vor al­lem schreck­lich, dass die Polizei nicht ein­mal an den Tatort ge­kom­men ist, we­der um uns zu beru­hi­gen noch um zu unter­suchen, was tat­säch­lich vorge­fal­len ist. Je­der, der glaubt, un­sere Polizei sei da­zu da, um uns zu schützen, der irrt.“

 

Bereits im Dezember 2013 war es im süd­mäh­ri­schen Hodonin zu einem An­griff auf den Roma-Kinderchor ge­kommen. Fünf Män­ner hat­ten damals die Kinder und Jugend­li­chen auf of­fener Straße körper­lich an­ge­grif­fen (wir berich­teten). Die Täter wur­den nie aus­­ge­forscht.

 

Roman Urbaner (dROMa)

http://www.roma-service.at/dromablog/?p=37894

 

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Walpurga Horvath verstorben

Die am 15. November 1923 in Trausdorf geborene Romni, Walpurga Horvath, ist am Sonntag, dem 28.8.2016, im 93. Lebensjahr verstorben.

 

In Trausdorf geboren

Am 15. November 1923 erblickte Walpurga Horvath in Trausdorf das Licht der Welt. Die Roma lebten damals in einem Bereich nahe der Wulka. Als die Nazis an die Macht kamen, änderte sich das Leben schlagartig. Walpurga war 15 Jahre alt, als sie mit ihrer Schwester Stefanie ins KZ nach Ravensbrück deportiert wurde.

 

Walpurga Horvath mit ihrer Schwester Stefanie - Quelle: Roma Service
Walpurga Horvath mit ihrer Schwester Stefanie - Quelle: Roma Service

 

Nach der Befreiung und einem Genesungsaufenthalt in Schweden kam sie 1947 zu ihrer Familie nach Trausdorf zurück. 1953 heiratete sie Karl Horvath. Das Ehepaar baute in Mattersburg ein Haus und bekam 2 Kinder, Lona und Karl. Das Leben der KZ-Überlebenden war von Krankheit und Leid geprägt.

 

Mri Historija | Meine Geschichte

Über ihre Lebensgeschichte berichtete Walpurga Horvath in der Zeitzeugenreihe „Mri Historija | Meine Geschichte“, welche vom Verein Roma-Service und dem ORF Burgenland, produziert wurde.

 

Walpurga Horvath bei einem Interview mit dem ORF - Quelle: ORF
Walpurga Horvath bei einem Interview mit dem ORF - Quelle: ORF

 

Mit ihr verliert die Volksgruppe eine bedeutende Stütze der Zeitzeugen- und Gedenkarbeit und einen beeindruckenden Menschen. Walpurga Horvath war eine der letzten noch lebenden Vertreterinnen der Roma-Generation.

 

volksgruppen.orf.roma - aktuell.at

http://volksgruppen.orf.at/roma/stories/2793473/

 

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Dänemark will Roma-Camps kriminalisieren

Quelle: Roma Service
Quelle: Roma Service

Dänemarks Regierungspartei Venstre hat angekündigt, gegen obdachlose Ausländer (ge­meint sind Notreisende, also ins­be­son­de­re ost­euro­päi­sche Roma) vor­zu­gehen. Der­zeit ist es Ob­dach­losen in Dänemark erlaubt, im öf­fent­li­chen Raum, etwa in Parks oder auf Bänken, zu über­nach­ten – so­fern sie mit ihrem Ver­halten gegen keine sons­ti­gen Gesetze ver­stoßen. Eine Ge­setzes­novel­le soll der Exe­ku­tive nun die recht­li­che Hand­habe ver­schaf­fen, hart gegen im­pro­vi­sier­te Nacht­lager und Behelfs­unter­künfte ein­zu­schrei­ten. Das Justiz­minis­te­rium soll hier­für einen Gesetzes­entwurf aus­arbei­ten, der sol­che in­for­mel­len Lager­plätze ver­bie­tet.

 

 

 

Dem Vorhaben der Regierungspartei gin­gen Medien­berich­te über an­geb­li­che Miss­stände im städti­schen Køge Bugt Strandpark am West­rand Kopenhagens voraus, in dem Roma kam­pie­ren. An­rainer klagten über die zu­neh­mende Ver­un­rei­ni­gung des Parks – vor al­lem durch Fäkalien. Zu­vor wa­ren die öf­fent­li­chen Toiletten ver­sperrt worden, um die ob­dach­lo­sen Fa­mi­lien da­ran zu hin­dern, sie weiter­hin zu be­nützen.

 

Venstre zeigt sich zuversichtlich, dass ihr Gesetzes­vor­schlag eine par­la­men­ta­ri­sche Mehr­heit finden wird. Die rechts­liberale Partei Venstre (mit nur 19,5 Pro­zent der Stim­men die dritt­stärkste Partei des Landes) stellt seit 2015 die – von Bürger­li­chen und Rechts­populis­ten ge­stützte – Min­der­heits­regierung.

 

Erst vor zwei Jahren war Dänemark von der EU-Kom­mis­sion für sei­­ne un­zu­rei­chen­de Integra­tions­poli­tik für Roma gerügt wor­den.

 

Siehe auch: Roma verklagen Dänemark, 12.8.2010

 

Roman Urbaner (dROMa)

http://www.roma-service.at/dromablog/?p=37612 

 

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Roma-Rastplatz in Braunau: Initiative zieht positive Bilanz

Braunau (dpa/lby) - Der eigens für durchreisende Roma und Sinti geschaffene Rastplatz in Braunau hat sich aus Sicht der Organisatoren und der Stadt bewährt. „Der Platz wird angenommen und es gibt keinerlei Diskussionen. Es ist ein Zeichen, wie man mit der Vergangenheit umgeht“, sagt Bürgermeister Johannes Waidbacher.

 

Der Koordinator des Interkulturellen Netzwerks Roma und Sinti - Quelle: Matthias Röder
Der Koordinator des Interkulturellen Netzwerks Roma und Sinti - Quelle: Matthias Röder

 

Auch das Interkulturelle Netzwerk Roma und Sinti (RoSi) zieht ein positive Langzeit-Bilanz. „Die Probleme sind viel weniger geworden“, sagt RoSi-Koordinator Christian Gradinger.

 

Vor 15 Jahren hat die oberösterreichische Stadt, die vor allem als Geburtsstadt von Diktator Adolf Hitler bekannt ist, eine Wiese von der Größe eines halben Fußballfeldes am Rande einer Bundesstraße mit Stromanschlüssen und Sanitärhaus ausgestattet, um die traditionell durch Braunau ziehenden Roma und Sinti mit Infrastruktur zu versorgen. „Wir wollten sie nicht anlocken, sondern haben einen Ist-Zustand verbessert“, erinnert sich Gradinger.

 

volksgruppen.orf.roma - aktuell.at

http://volksgruppen.orf.at/roma/stories/2793424/

 

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Die Vinzenzgemeinschaft...

Die Vinzenzgemeinschaft Eggenberg kümmert sich um jene Menschen, die aus der Bahn geraten sind und deshalb in Armut leben – Drogen- und Alkoholabhängige, Obdachlose, Haftentlassen, Bettler und viele mehr.

 

Die Vinzenzgemeinschaft…

„1990 entstand die Vinzenzgemeinschaft Eggenberg. Sie hatte von Anfang an das Ziel, Menschen unbürokratisch, schnell und manchmal auch auf unkonventionelle Weise Hilfe anzubieten und Not zu lindern“, sagt der Gründer, Pfarrer Wolfgang Pucher.

 

Quelle: VinziWerke
Quelle: VinziWerke

 

„Es ist nicht maßgeblich, woher jemand kommt, welche Vergangenheit er hat, und welche Schuld er selbst an seinem Leid trägt. Wichtig ist in erster Linie, wie dem Menschen geholfen werden kann“, so Pucher weiter.

 

Der VinziBus, die erste Einrichtung der VinziWerke, ist nicht nur eine Essensausgabestelle, sondern „Tankstelle menschlicher Wärme“ und verkörpert das Leitbild aller Einrichtungen, die im Laufe der letzten Jahrzehnte entstanden sind.

 

Quelle: vinzi.at
Quelle: vinzi.at

 

Aus der Vinzenzgemeinschaft Eggenberg sind seit dem Jahre 1990 38 VinziWerke entstanden. In den Einrichtungen der VinziWerke Österreich finden täglich bis zu 450 Personen Unterkunft und 1.400 Personen werden mit Essen bzw. Lebensmitteln versorgt. Aktuell nehmen sich über 700 ehrenamtlichen Frauen und Männer liebevoll um die Betreuten an.

 

Mehr darüber, erfahren sie am Montag in der Sendung „Roma sam“ auf Radio Burgenland

 

Roma sam | 29.8.2016
montags 20:50 - 21:10 Uhr
Radio Burgenland | Livestream 

 

volksgruppen.orf.roma - aktuell.at

http://volksgruppen.orf.at/roma/stories/2793127/

 

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Frankreich: Roma-Protestcamp überfallen

Quelle: mediapart.fr
Quelle: mediapart.fr

Angriff auf Protestcamp zwangs­ge­räum­ter Ro­ma-Fa­mi­lien in Montreuil

 

Laut Angaben des European Roma Rights Centre (ERRC) wurden mehre­re Roma-Fa­mi­lien in der Nacht zum 22. Au­gust in Montreuil (Paris) von sechs Männern attackiert. Die An­grei­fer wa­ren mit Messern be­waff­net und über­fie­len und bedroh­ten Er­wach­sene und Kinder. Das ERRC berich­tet zudem von Aus­sa­gen, wonach in der Gegend an­wesen­de Poli­zis­ten den Angriff be­obach­tet hät­ten, ohne ein­zu­grei­fen. Details sind bis­her noch nicht be­kannt.

 

 

 

 

 

Bei den überfallenen Personen handelt es sich um eini­ge Roma-Fa­mi­lien, die von den Be­hör­den am 28. Juli aus ihrem Camp in La Boissiere ver­trie­ben wor­den wa­ren. Ihre Behelfs­unter­künfte wur­den zer­stört, ohne dass sie zuvor in­for­miert oder ihnen alter­na­tive Unter­künfte zur Ver­fü­gung gestellt wor­den wa­ren. Seither leben die Fa­mi­lien auf der Straße. Seit eini­gen Tagen kam­pie­ren die Roma nun mit lo­ka­len Ak­ti­vis­ten vor dem Rat­haus, um gegen die Zwangs­räumungs­po­litik zu pro­tes­tie­ren und die Folgen der Ver­trei­bun­gen sicht­bar zu ma­chen. Die Roma fanden breite Unterstützung von Menschen­rechts­aktivis­ten und von Pro­minen­ten (hier eine Petition).

 

Die Roma-Gruppe umfasst laut der NGO La Voix des Roms rund vierzig Per­so­nen, darun­ter 19 Kinder. Laut ande­ren An­ga­ben handelt es sich bei den Zwangs­geräum­ten sogar um 61 Personen, davon 32 Kin­der und Ju­gend­li­che. Die drei­zehn Familien wohn­ten be­reits seit sechs Jahren in dem nun ab­geris­se­nen Lager in Montreuil. Meh­re­re Kinder be­suchen in Montreuil die Schule.

 

Erst vor wenigen Tagen war ein Roma-Camp in Marseilles in der Nacht mit Brandsätzen (und angeblich Schusswaffen) angegriffen worden. Sieben Roma wurden dabei verletzt.

 

Roman Urbaner (dROMa)

http://www.roma-service.at/dromablog/?p=37840

 

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Valery Novoselsky (1970-2016)

Quelle: romea.cz
Quelle: romea.cz

 

Der Roma-Aktivist Valery Novoselsky,
Gründer und Betreiber des Roma Virtual Network (RVN), ver­starb ver­gan­ge­nes Wochen­ende über­ra­schend wäh­rend eines Auf­ent­hal­tes in Riga, wo er an einer Sitzung der Inter­na­tio­nal Romani Union teil­nahm und ein Roma-Fes­ti­val be­suchte.

 

Valery Novoselsky, der, geboren und aufgewachsen in der Sowjet­union, 1995 nach Israel emigrier­te, war eine be­deu­ten­de Persön­lich­keit der Roma-Bür­ger­rechts­bewe­gung. Er war seit vielen Jahren die trei­ben­de Kraft hinter den Be­mü­hun­gen, das Internet als Dreh­scheibe der Roma-Bewegung zu nützen, neue Infor­ma­tions­kanäle zu etablie­ren, die inter­na­tio­na­len Gruppen zu ver­netzen und eine „virtuelle“ Com­mu­nity von Ak­ti­vis­ten auf­zu­bauen.

 

Sein unermüdliches Engage­ment und seine Ver­dienste blei­ben un­ver­ges­sen!

 

 

Roman Urbaner (dROMa)

http://www.roma-service.at/dromablog/?p=37825

 

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Radio für Roma in der Slowakei geplant

Ein Radioprojekt für die Roma-Minderheit hat UKW-Frequenzen im ostslowakischen Prešov und in Banská Bystrica zugeteilt bekommen. Rádio Roma, wie das Programm heißt, sendet bereits als Webradio und wird von Bürgerinitiativen getragen. Von der slowakischen Regierung erhält es finanzielle Unterstützung aus einem Topf für Minderheitenprojekte.

 

Quelle: radiowoche.de
Quelle: radiowoche.de

 

Es soll dabei nicht nur für die Roma senden, sondern auch Vorurteile bei den Mitbürgern abbauen helfen. Die Situation der Roma-Minderheit in der Slowakei, wie in ganz Osteuropa, ist prekär und von Armut und Chancenlosigkeit geprägt. Ausgrenzung und Diskriminierung sind ein großes Problem, mancherorts wurden Mauern errichtet, die Mehrheit und Minderheit gar physisch voneinander trennen.

 

Auch im Bildungsbereich kommt es zu Ausgrenzungen und es mangelt an Chancengleichheit. In der Slowakei leben rund 400.000 Roma, sie stellen ca. 7,5% der Bevölkerung. Ihr Siedlungsschwerpunkt ist der Osten des Landes.

 

Rádio Roma hatte sich auch um eine Frequenz in der mit 240.000 Einwohnern größten Stadt der Ostslowakei, Košice, beworben. Die Frequenz wurde aber, nach dem sich der Medienrat erst nicht auf einen der drei Bewerber einigen konnte, Anfang Juni an das Privatradio Rádio Sky vergeben. Das war bereits als Rádio Prešov in der gleichnamigen 90.000-Einwohner Stadt auf Sendung und hat sich erst im Juni in Rádio Sky umbenannt. Man versteht sich als Regionalradio und will mit seinem CHR-Format in den nächsten Jahren den ganzen Osten der Slowakei auf UKW versorgen.

 

Quelle: radiowoche.de

 

volksgruppen.orf.roma - aktuell.at

http://volksgruppen.orf.at/roma/stories/2792536/

 

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Angriff auf Roma-Camp in Marseille

Quelle: laprovence.com
Quelle: laprovence.com

Zeugen berichten von Molotowcocktails und Schuss­waffen. Sie­ben Ro­ma verletzt.

 

Am Dienstag wurde ein Roma-Camp in Marseille in den Nacht­stun­den von einer Grup­pe un­be­kann­ter Täter an­gegrif­fen. Die Männer schleu­der­ten Molotow­cock­tails und selbst­fabri­zier­te Spreng­körper in das leer­ste­hende In­dustrie­gebäude am Boulevard Magallon, in dem sich ob­dach­lose Roma-Fa­mi­lien ein­quar­tiert haben. Zeugen be­rich­ten zu­dem von Gewehren und Schrot­munition.

 

 

 

 

 

 

Am Vorabend waren eini­ge Männer auf dem Areal er­­schie­­nen und ha­t­ten die Roma auf­­ge­for­dert zu ver­­schwin­den. Dem nächt­li­chen Angriff war, berich­tet auch „L’Obs“ unter Berufung auf den Oberstaatsanwalt, eine Aus­einan­der­setzung zwi­schen Camp­be­woh­nern und einer Gruppe junger Männer aus der Nach­bar­schaft voraus­ge­gan­gen. Dabei sei ein 40-jähriger Rom – an­schei­nend mit einem japa­ni­schen Schwert – am Arm verletzt worden.

 

Sieben Roma wurden bei dem nächtlichen Überfall verletzt, darunter ein 14-Jähriger. Sie wurden im Kranken­haus ver­sorgt; zwei junge Roma muss­ten operiert werden. Ein wei­te­rer Mann, laut Polizei mög­li­cher­weise einer der An­grei­fer, wur­de mit einem Schä­del­trauma ein­ge­liefert.

„L’Obs“ berichtet, dass die Verletzungen der Roma mög­li­cher­weise vers­ehent­lich durch einen Be­woh­ner des Camps selbst her­vor­ge­ru­fen wur­den, als sich dieser mit einer Waf­fe ge­gen die An­grei­fer ver­tei­di­gen wollte. Der Staats­an­walt gab zudem an, dass die Brand­sätze nicht ex­plo­diert seien. Ein von den Medien ver­öffent­lich­ter Screen­shot aus einer Videoaufnahme, die ein Zeuge aus der Nachbarschaft ge­macht hat und die der­zeit von der Polizei aus­ge­wer­tet wird, zeigt hin­ge­gen deut­lich mehrere Explo­sionen.

 

Im Industrieareal von Magallon, das sich im Eigentum der Stadt­gemeinde be­findet, leben rund 160 Personen. Nach der Räumung mehrerer nahe­ge­lege­ner Camps ist das Roma-Lager seit Februar das größte in Mar­seille. Auch diese Behelfsunterkünfte hät­ten bereits im Juli ge­räumt werden sollen, der Räumungs­bescheid wur­de jedoch noch nicht exekutiert.

 

Nach dem Angriff herrscht unter den Be­woh­nern große Angst. Derzeit gibt es für sie vor Ort kei­nen stän­di­gen Polizei­schutz. Die Polizei­strei­fen wur­den al­ler­dings an­ge­wie­sen, häu­fi­ger vor­bei­zu­fah­ren, um nach dem Rech­ten zu sehen. Erst vor we­nigen Wochen war in Mar­seille ein Jugend­li­cher aus einem Roma-Camp von Tätern aus der Nach­bar­schaft ver­prügelt worden.

 

Médecins du monde ha­ben an­ge­kün­digt, psy­cho­lo­gi­sche Betreu­ung an­zu­bieten. Das European Roma Rights Center (ERRC) wird die Er­mitt­lun­gen über­wachen. Drei mut­maß­liche Täter wurden in­zwi­schen ver­haftet.

 

Quellen: laprovence.com, 17.8.2016; laprovence.com, 16.8.2016; nouvelobs.com, 17.8.2016; ERRC, 18.8.2016

 

Roman Urbaner (dROMa)

http://www.roma-service.at/dromablog/?p=37667

 

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„Lustig ist das Zigeunerleben...“

„Lustig ist das Zigeunerleben…“ heißt es in einem alten deutschen Volkslied, das laut den meisten Quellen aus dem Elsass, Schlesien oder Tirol stammen soll und dessen Aufkommen um die Mitte des 19. Jahrhunderts nachweisbar ist. Roma und Sinti wurden lange als „fahrendes Volk“ frei von Sorgen wahrgenommen. Ein falsches Klischee!

 

Diese Reisen, die Großfamilien unternommen haben, hatten eine stark wirtschaftliche Motivation: Das Haupteinkommen kam vom Verkauf verschiedenster Waren, und die Reisen ermöglichten eine Ausweitung des Handelsgebietes.

 

Quelle: Pfarracker
Quelle: Pfarracker

 

„Lustig ist das Zigeunerleben…“

Die tatsächliche Herkunft des Wortes Zigeuner ist immer noch nicht zweifelsfrei geklärt – sicher ist aber, dass es seit jeher eine Fremdbezeichnung ist. Wahrscheinlich abgeleitet vom griechischen „Atsinganoi“ (Unberührbare) hat es Eingang in verschiedene europäische Sprachen gefunden.

 

Quelle: Valle Maria
Quelle: Valle Maria

 

Es beschwört das wilde, freie und romantisierende Leben der damals als „Zigeuner“ bezeichneten ethnischen Gruppe, die heute Roma und Sinti genannt wird. Mit der Realität hat es aber allerdings sehr wenig zu tun, denn über kaum eine andere Volksgruppe gibt es so viele Vorurteile und Klischees, wie über Europas größte Minderheit.

 

Wie die Volksgruppenangehörigen das wahrnehmen und was sie dazu sagen, erfahren sie am Montag in der Sendung „Roma sam“ auf Radio Burgenland.

 

Roma sam | 22.8.2016
montags 20:50 - 21:10 Uhr
Radio Burgenland | Livestream

 

volksgruppen.orf.roma - aktuell.at

http://volksgruppen.orf.at/roma/stories/2786476/

 

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Roma-Netzwerk „kaskosan“

Die Website www.kaskosan.org (Wessen?, oder woher kommen Sie?) soll Roma zusammen bringen und aufzeigen, welchen Stellenwert die Traditionen der Volksgruppe bis heute haben.

 

Roma-Netzwerk „kaskosan“

Gyula Vamosi ist ein junger Rom, der in Ungarn geboren ist und in Großbritannien lebt. Er schuf das größte Online-Roma-Netzwerk der Welt. Ziel dieses Netzwerk ist es, Roma zusammen zu bringen und sie zu digitalisieren.

 

Gyula Vamosi, Betreiber des größten Roma-Netzwerks „kaskosan“ - Quelle: Roma - Service
Gyula Vamosi, Betreiber des größten Roma-Netzwerks „kaskosan“ - Quelle: Roma - Service

 

„Ich habe eine Digital-Roma-Bewegung aufbauen wollen und entstanden ist dann das größte Roma-Netzwerk mit dem Namen kaskosan“, sagt Gyula Vamosi

 

Der junge Rom, der auch Dolmetscher ist, will mit seinem Netzwerk Informationen über die Roma-Kultur verbreiten und Wirtschafts- und Bildungsmöglichkeiten aufzeigen, damit sich die Situation für die Roma-Bevölkerung verbessert.

 

Mehr darüber, erfahren sie am Montag in der Sendung „Roma sam“ auf Radio Burgenland.

 

Roma sam | 15.8.2016
montags 20:50 - 21:10 Uhr
Radio Burgenland | Livestream

 

volksgruppen.orf.roma - aktuell.at

http://volksgruppen.orf.at/roma/stories/2789865/

 

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2500 Euro Holocaust-Entschädigung für tschechische Roma

Die letzten tschechischen Überlebenden des Holocaust an den Roma sollen von Deutschland mehr als 70 Jahre nach Kriegsende eine Entschädigung erhalten.

 

Man habe sich in Verhandlungen mit dem Finanzministerium in Berlin auf einen Betrag von 2500 Euro geeinigt, bestätigte das Außenministerium in Prag am Freitag nach monatelangen Verhandlungen. Die Einmalzahlung könne noch rund zehn bis 15 Überlebenden zugutekommen, hieß es.

 

Konzentrationslager Lety - Quelle: Museum für Roma-Kultur
Konzentrationslager Lety - Quelle: Museum für Roma-Kultur

 

„Einige von ihnen sind bettlägerig“, sagte Čeněk Růžička vom Ausschuss für Holocaust-Entschädigung für die tschechischen Roma | Výbor Pro Odškodnení Romského Holocaustu (VPORH) der Agentur ČTK. „Im Hinblick auf ihr Alter haben wir einem Betrag zugestimmt, der eigentlich lächerlich ist“, kritisierte er. Die Auszahlung müsse zudem erst noch beantragt werden.

 

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Mehrzahl der tschechischen Roma in Arbeitslager sowie nationalsozialistische Konzentrationslager verschleppt. Nur knapp 600 der mindestens 6500 Angehörigen der Minderheit überlebten den Porajmos, den Völkermord an den europäischen Roma.

 

volksgruppen.orf.roma - aktuell.at

http://volksgruppen.orf.at/roma/stories/2789538/

 

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„Ein Betrag, der eigentlich lächerlich ist“

Quelle: VPORH
Quelle: VPORH

Endlich willigt Deutschland ein, auch die Handv­oll Holocaust-über­leben­der Roma in Tschechien zu ent­schä­di­gen – nicht aber mit einer mo­nat­li­chen Opfer­rente wie die jü­di­schen Opfer, son­dern mit einer ein­ma­li­gen Ab­schlags­zah­lung von gera­de ein­mal 2.500 Euro: Roma sind wei­ter­hin Opfer zwei­ter Klasse.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In Böhmen und Mähren kamen wäh­rend der deut­schen Be­satzungs­zeit etwa 90 Pro­zent der dort be­hei­ma­te­ten Roma-Be­völ­kerung ums Leben. Nur rund 600 der 6.500 von den Natio­nal­sozia­lis­ten als „Zigeuner“ er­fass­ten Per­so­nen im „Protek­to­rat“ über­leb­ten die NS-Ver­folgung. Wie nun das tschechische Außenministerium betätigte, sollen tsche­chi­sche Roma, die die Kon­zentra­tions­lager der Be­satzer über­leb­ten, von Deutsch­land demnächst eine ein­malige Ent­schä­di­gung in der Höhe von 2.500 Euro bekommen. Nach monate­lan­gen Ver­hand­lun­gen habe man sich mit dem Finanz­minis­te­rium in Berlin auf die­sen Betrag ge­einigt. Tschechiens Roma-Ver­bände, al­len voran der Aus­­schuss für Holocaust-Ent­schä­di­gung für die Roma in Tschechien (VPORH), hat­ten diese Ent­schädigung durch die Ver­mitt­lung des tsche­chi­schen Außen­minis­te­riums vor mehr als einem Jahr be­antragt. Das Bun­des­außen­minis­te­rium wird die Sum­me aus dem Fonds für nichtjüdische Opfer (Härtefond) bereitstellen.

 

Für nahezu alle Opfer kommt diese Geste jedoch um Jahr­zehnte zu spät. Laut Medien­berichten sind nur noch maximal fünf­zehn betrof­fene Roma am Leben. Nur zehn Per­sonen haben bis dato tat­säch­lich um die Ent­schä­digung an­gesucht. Es hät­te, er­zählt Čeněk Růžička vom Aus­schuss für Holocaust-Ent­schä­di­gung, so­gar eini­ger An­stren­gung be­durft, sie davon zu über­zeugen, die For­mu­lare aus­zu­füllen. „Sie glaub­ten ein­fach nicht mehr daran, dass sie damit Er­folg ha­ben könn­ten, und nach all dem, was sie er­lebt hat­ten, hat­ten sie auch Angst, ihre per­sön­li­chen Daten vor­zu­legen. Aber zu guter Letzt ha­ben sie die An­träge den­noch ein­ge­reicht. Sie alle wollen mit dem Geld für ihr Begräbnis vor­sorgen.“ Eini­ge von ihnen seien bett­lägerig. „Im Hin­blick auf ihr Alter haben wir da­her einem Betrag zu­gestimmt, der eigent­lich lächer­lich ist“, so Růžička. „Wenn es nur nach mir per­sön­lich ginge, hätte ich das vor­lie­gen­de deut­sche An­gebot einer Ein­mal­zah­lung zurück­ge­wie­sen“, erklärt er gegen­über der Presse, „und zwar weil ich einen Ver­gleich ziehe zu dem, wie die jüdi­schen Opfer ent­schä­digt wurden. Diese Opfer er­hal­ten eine monat­li­che Zah­lung von grob 260 bis 400 Euro, zu­züg­lich zu ihrer Rente, was alles in allem ein beträcht­li­cher Be­trag ist. Natür­lich steht ihnen das abso­lut zu, ganz ohne Zwei­fel. Doch es ist in­teres­sant, dass die Volks­gruppe der Roma kein Recht auf die gleiche Entschä­di­gung hat, ob­wohl ihnen das­selbe Un­recht wider­fuhr. Es stört mich, dass die Roma als Opfer zwei­ter Klasse betrach­tet wer­den.“

 

(RU/dROMa)

http://www.roma-service.at/dromablog/?p=37401

 

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Land & AMS unterstützen......

Nach dem Zitat von Abraham Lincoln: „Man hilft Menschen nicht, wenn man für sie tut, was sie selbst tun können“, startete mit Hilfe des Landes Burgenland und des AMS Burgenland das Projekt „Ausbildung in Training, Beratung und Selbst Organisiertem Lernen für Menschen der Roma-Community“.

 

Quelle: Julius Horvath
Quelle: Julius Horvath

 

Land & AMS unterstützen Projekt

Zurzeit wird in Oberwart dieses Vorhaben couragiert umgesetzt. Gemeinsam mit dem Bildungsträger Blickpunkt Identität hat der Verein KARIKA ein Projekt ausgearbeitet, welches vom Land Burgenland und dem AMS Burgenland unterstützt wird.

 

8 Vertreter/Innen der Roma-Community sollen mit dessen Hilfe in einer 6-monatigen Ausbildung zu Trainer/Innen und Berater/Innen in der Erwachsenenbildung ausgebildet werden.

 

Quelle: Julius Horvath
Quelle: Julius Horvath

 

Wie nämlich die ROMBAS-Studie (2014) zeigt, haben 45 Prozent der autochthonen Roma und Sinti der Altersgruppe 26–50 Jahre gerade einmal einen Pflichtschulabschluss und 15 Prozent gar keinen Schulabschluss.

 

Daher ist eines der Ziele der Europäischen Kommission, einen verbesserten Zugang für Roma zu einer qualitativ hochwertigen Bildung zu schaffen und sie in bildungspolitische Entscheidungen soweit wie möglich einzubeziehen. Entsprechende Qualifizierungsmaßnahmen sind dafür jedoch notwendig.

 

Quelle: Julius Horvath
Quelle: Julius Horvath

 

Nach Abschluss des 6-monatigen Lehrganges, soll nämlich mit Mitteln des ESF, ein offenes Lern- und Kulturhaus entstehen, das vom Engagement und der Begeisterung dieser jungen Leute getragen werden soll.

 

Mehr darüber, erfahren sie am Montag in der Sendung „Roma sam“ auf Radio Burgenland.

 

Roma sam | 8.8.2016
montags 20:50 - 21:10 Uhr
Radio Burgenland | Livestream

 

volksgruppen.orf.roma - aktuell.at

http://volksgruppen.orf.at/roma/stories/2789379/

 

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Gedenksteinenthüllung für Roma und Sinti in Chelmno

Quelle: ORF
Quelle: ORF

Am Mittwoch wurde in Chelmno/Kulmhof (Polen) unter großer internationaler Anteilnahme ein Gedenkstein für verschleppte Roma und Sinti enthüllt, die nach ihrer Deportation ermordet und im Wald in einem Massengrab verscharrt wurden.

 

 

 

 

 

 

 

Anfang November 1941 rollten die Züge Richtung Polen, insgesamt fünf Transporte mit jeweils 1.000 Menschen. Der Historiker und Leiter des Dokumentationsarchivs des Österreichischen Widerstandes Gerhard Baumgartner erzählt: „Im November 1941 wurde hier in einem Teil des jüdischen Gettos extra für diese 5.000 aus dem Burgenland deportierten Roma ein eigenes kleines Getto abgezirkelt.“

 

Mehr darüber in burgenland.orf.at


NS-Völkermord an Roma | Gedenkstein in Polen

 

volksgruppen.orf.roma - aktuell.at

http://volksgruppen.orf.at/roma/stories/2789467/

 

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Vorarlberg und die Bettler

Quelle: G. Kraftschik CC-BY
Quelle: G. Kraftschik CC-BY

Vorarlberg ist seit vielen Monaten Schauplatz heftig geführter Debatten über (ost­euro­päische) Bettler. Dabei ist, wie jetzt eine Studie im Auf­trag des Landes be­stä­tigt, ihre An­zahl recht über­schau­bar und die Be­haup­tung, es gäbe kri­mi­nelle Banden­struk­tu­ren, ohne jede em­pi­ri­sche Grund­lage.

 

 

 

 

 

 

Die auf­ge­heiz­te – und von der Politik systema­tisch geschürte – rassis­ti­sche Stim­mung mün­dete in eine Reihe um­fas­sen­der Bettel­verbote und schlug sogar schon in direkte Gewalt gegen bet­telnde Roma um. Auch der Landes­volks­anwalt sieht die Grundrechte in Gefahr. So hält er etwa das in Bregenz ver­hängte Bettel­verbot für rechts­widrig und brachte den Fall im Mai vor den Ver­fas­sungs­gerichts­hof.

 

Dieser hatte in seinen Ur­teilen be­reits mehr­fach geklärt, dass all­ge­meine Bettelv­erbote gegen die Grund­rechte und somit gegen die Ver­fas­sung ver­stoßen. Politik, Polizei und Be­hör­den gehen einstweilen mit Härte gegen die betrof­fe­nen Fa­milien vor. Landes­haupt­mann Wallner drohte ob­dach­losen Ro­ma-Familien aus Ru­mänien, die er aus dem Land ha­ben will, sogar mit der Weg­nahme ihrer Kinder. Der Öffent­lich­keit wurden zu­dem meh­rere Fälle be­kannt, in denen die Be­hör­den Ersatz­freiheits­strafen für bettelnde Roma-Kinder unter 16 Jahren ver­häng­ten bzw. an­droh­ten – Gefängnis für Kinder, ob­wohl dies im Gesetz aus­drück­lich ver­boten ist.

 

Siehe auch: Studie über Bettler in Vorarlberg vorgestellt

 

Roman Urbaner (dROMa)

http://www.roma-service.at/dromablog/?p=37202

 

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Studie über Bettler in Vorarlberg vorgestellt

Quelle: vol.at
Quelle: vol.at

In Vorarlberg wurden am Donnerstag die Ergeb­nisse einer empi­ri­schen Unter­suchung über die sich im Land befind­li­chen Bettler und Not­reisen­den prä­sen­tiert. Er­stellt wurde die von der Landes­regie­rung in Auf­trag ge­ge­be­ne Studie von Erika Geser-Engleitner von der FH Vor­arl­berg; die Be­fra­gun­gen haben zwei Mit­arbeiter, die selbst der Roma-Minder­heit an­ge­hö­ren, durch­geführt.

 

 

 

 

 

Die Resultate in Kurzform: Die Zahl der im Bundesland gleich­zeitig betteln­den Men­schen be­läuft sich auf täg­lich min­des­tens 80 Personen. Zum Kreis der zu den Be­fra­gungs­zeit­punk­ten (Febru­ar/März 2016 und Mai 2016) er­fass­ten not­reisen­den Fami­lien zählen ins­ge­samt 200 Per­so­nen, unter ihnen auch viele Kinder und Jugend­liche. „Ca. die Hälfte aller an­wesen­den Not­reisen­den betteln zur gleichen Zeit, wäh­rend die ande­re Hälfte etwas an­de­res tut“, fasst die Aus­sen­dung des Landes Vorarlberg die Ergeb­nis­se zusam­men. Zum Betteln, dem rund die Hälfte nach­geht, komme dem­nach der Geld­erwerb durch „Zeitungs­verkauf, Gelegen­heits­arbeit und ganz ver­ein­zelt mittels Straßenkunst“.

 

Die Ein­künfte durch Betteln betra­gen laut Erhe­bung „pro Tag und Person zwi­schen zehn und 30 Euro“. Alle von der Studie erfass­ten Per­so­nen sind Roma und rumänische Staats­bürger, viele hiel­ten sich jedoch unmittel­bar vor der Ein­reise nach Öster­reich in Italien auf: „Wegen der dort ver­schlech­ter­ten Situa­tion – Wirt­schafts­krise und Kon­kur­renz am (ille­galen) Arbeits­markt durch Migran­ten aus Afrika – sind die befrag­ten Per­sonen nach Vor­arl­berg ge­kom­men.“ Die über­wie­gende An­zahl der Befrag­ten hat keine Kranken­versicherung (75%), und dies ob­wohl die meisten von Gesund­heits­proble­men be­rich­ten.

 

Von Hinweisen auf mögliche kriminelle Strukturen, die auf Zwang und Aus­beu­tung beruhen, weiß die Studie (wie sämt­liche wis­sen­schaft­li­chen Unter­suchun­gen vor ihr) nichts zu berich­ten. Es gebe auch kein „hierarchisch orga­ni­sier­tes Banden-Betteln“; die Not­reisen­den seien viel­mehr zumeist in Familien­ver­bän­den or­gani­siert. Damit wider­legt die Vor­arl­ber­ger Studie ein­mal mehr das regel­mäßig von Politik und Presse vor­gebrach­te Ar­gu­ment, man müs­se gegen Bettler vor­gehen, um sie vor einer omni­prä­sen­ten „Bettelmafia“ zu schützen. Die Presse­aussendung des Landes, welche die Er­kennt­nisse der Studie Punkt für Punkt vor­stellt, vergisst in­teres­san­ter­weise, aus­ge­rech­net dieses wich­tige Er­geb­nis an­zu­sprechen.

 

Roman Urbaner (dROMa)

http://www.roma-service.at/dromablog/?p=37197

 

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ERGO-Netzwerk

Ehrgeizige Profis setzen sich für eine Verbesserung der Situation der Roma in Europa ein. Hierfür wurde ERGO Netzwerk, eine in den Niederlanden ansässige Stiftung mit Sitz in Brüssel, gegründet.

 

Infostand von Roma React & ERGO - Quelle: Roma Service
Infostand von Roma React & ERGO - Quelle: Roma Service

 

ERGO-Netzwerk wurde 2004 als informelles Treffen von Organisationen, die sich um Roma-Belange kümmern, gegründet.

 

ERGO Netzwerk

Gründungsmitglieder waren Integro Association aus Bulgarien und Spolu International aus den Niederlanden. Offiziell wurde im Jahr 2008 ERGO-Netzwerk als Verein nach bulgarischem Recht registriert.

 

Gyula Vamosi mit Kollegin Gabi aus Prag - Quelle: Roma Service
Gyula Vamosi mit Kollegin Gabi aus Prag - Quelle: Roma Service

 

Um die Organisation in ihrem Tun zu stärk, ist im Jahr 2010 ERGO-Netzwerk und Spolu International Foundation verschmolzen worden. ERGO-Netzwerk ist nun als Stiftung nach niederländischem Recht registriert. Dies ermöglicht dem „neuen“ ERGO-Netzwerk, aus den Stärken beider Organisationen sein Profit zu erweitern und die Position auf europäischer Ebene zu stärken.

 

Der langjährige Roma-Aktivist Gyula Vamosi beim Gespräch - Quelle: Roma Service
Der langjährige Roma-Aktivist Gyula Vamosi beim Gespräch - Quelle: Roma Service

 

Der gebürtige ungarische und in Großbritannien lebende Rom, Gyula Vamosi, ist auch ein Teil dieses ERGO-Netzwerkes.

 

In der montägigen Sendung „Roma sam“ auf Radio Burgenland, erzählt uns der Roma-Aktivist mehr über seine Arbeit.

 

Roma sam | 25.7.2016
montags 20:50 - 21:10 Uhr
Radio Burgenland | Livestream

 

volksgruppen.orf.roma - aktuell.at

http://volksgruppen.orf.at/roma/stories/2786669/

 

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„Dorthin, wo die Not am größten ist“ | Pater Georg Sporschill wird 70

Pater Georg Sporschill geht dahin, wo die Not am größten ist. "Das ist die Freiheit, die ein Jesuit hat. Sporschill bemüht sich seit 25 Jahren um ein besseres Leben für die Straßenkinder in Rumänien und für Roma-Familien. Am 26. Juli wird Sporschill 70 Jahre alt.

 

Die Arbeit halte ihn im Schwung, das ganze sei spannend, sagt er im Interview mit der APA.

 

Als ihn der Jesuiten-Orden 1991 nach Rumänien schickte, sollte sein Aufenthalt dort ein halbes Jahr dauern. Nun lebt Sporschill seit über 25 Jahren in Osteuropa und hat auch die rumänische Staatsbürgerschaft. „Ich bin Tag und Nacht von jungen Leuten umgeben, die ganz anders sind als ich. Es gibt immer Überraschungen, dabei sind die positiven aber größer als die negativen“, erzählt der gebürtige Vorarlberger. Er habe zwar viele Krimis in Buch- und Videoform auf seinem Tisch liegen, zu konsumieren brauche er sie aber nicht: „Das erlebe ich jeden Tag live“, so der Pater.

 

Qelle: apa/elijah
Qelle: apa/elijah

 

Sporschill erhielt 1991 den Auftrag, sich um die Straßenkinder in Rumänien zu kümmern. Daraus entstand der Verein „Concordia“, Kinderhäuser, Kinderdörfer, Lehrwerkstätten und Sozialzentren wurden gebaut. Später wurden auch in Moldau (2004) und Bulgarien (2007) „Concordia“-Vereine gegründet. So wurde tausenden Kindern und alten Menschen geholfen. Nach seinem Rückzug aus der „Concordia“ begann Sporschill 2013 mit dem Verein „Elijah“ ein neues Projekt. Er habe sich dabei überlegt, wo er hingehen könne, „wo sonst niemand hingeht“. „Elijah“ verhilft Roma-Familien in Siebenbürgen zu einem menschenwürdigen Leben und den Heranwachsenden zu einer Ausbildung.

 

„Die Jugendlichen werden in ein selbstständiges Leben begleitet. Wir haben viele junge Leute, die arbeiten lernen“, erzählt Sporschill. Es gebe Sozialzentren, Musikschulen sowie Ausbildungs-und Arbeitsprojekte. Das Bildungshaus, das Zentrum für die „Elijah“-Gemeinschaft, trägt den Namen „Stella Matutina“ in Anlehnung an ein ehemaliges Privatgymnasium des Jesuitenordens in Feldkirch, wo Sporschill 1946 als fünftes von neun Kindern geboren wurde. In der „Stella Matutina“ werden derzeit 20 Mädchen in Haushaltsführung ausgebildet, in den Musikschulen über 200 Kinder betreut, berichtet der Pater. In den Sozialzentren gibt es einen Arzt, „jeder aus dem Dorf kann kommen“, so Sporschill. Etwa 20 der Heranwachsenden wohnen in der „Elijah“-Gemeinschaft. Sporschill nennt das eine große Verantwortung, die ihm aber auch gefällt. Nachdem er in einer Großfamilie aufgewachsen sei, „bin ich das gewohnt und brauche es manchmal fast“.

 

Die Kinder in Rumänien beschreibt Sporschill als sehr gläubig und religiös, „die beten richtig gern, ich predige nie; wenn, dann tun sie’s“, beschreibt er die Umstände. Das Vorarlberger „Schaffa, spära, husa“ („Arbeiten, sparen, Haus bauen“) liege hingegen nicht in der rumänischen Mentalität. Diese sei in den vergangenen 25 Jahren aber ebenso stark im Wandel wie die Lebensumstände in Rumänien überhaupt. „Das Land hat sicher sehr von der EU profitiert, es gibt mehr Rechtssicherheit, wenn auch noch nicht genug“, so Sporschill. Durch den Anschluss an Europa seien viele Arbeitsplätze entstanden, die Menschen hätten verstanden, dass man sich selbst um den Lebensunterhalt kümmern muss. Dennoch seien drei bis vier Millionen Rumänen („und zwar die Besten“) in den wohlhabenderen Westen ausgewandert, diese fehlten nun im Land.

 

Wie er sich in den vergangenen 25 Jahren verändert hat? „Viel geduldiger als früher bin ich nicht“, sagt er. Nein, er habe sich nicht gebessert. Gelernt habe er, dass es nicht immer so gehen muss, wie man es im Kopf hat, prägende Erlebnisse gab es viele. Noch immer aber beeindruckt ihn „jeder einzelne Mensch und jedes einzelne Kind“. Manche der ehemaligen Straßenkinder würden ihn seit 25 Jahren begleiten.

 

Quelle: ORF Archiv
Quelle: ORF Archiv

 

Große Unterstützung für sein Projekt erhält Sporschill vom Vorarlberger Alt-Landeshauptmann Herbert Sausgruber, den er 1964 beim Theologie-Studium kennengelernt hat. Auch im Landesdienst (1975) begegneten sie einander wieder, die Verbindung ist eine sehr enge. „Er ist ein bescheidender Mensch und sich für nichts zu schade“, beschreibt er seinen exakt zwei Tage älteren Freund, der seit seinem Rückzug aus der Politik beim Projekt mitarbeitet. Spuren hinterlassen hat Sporschill, der 1976 in den Jesuitenorden eintrat und 1978 zum Priester geweiht wurde, auch in Österreich. Sein erstes Bemühen als Jesuitenpater galt den Obdachlosen, sowie den strafentlassenen, drogensüchtigen Jugendlichen in Wien. Für diese konnte er in der Blindengasse eine Bleibe einrichten, auch viele weitere Initiativen, die heute in Wien Institution sind, gehen auf Sporschill zurück. Dann kam Rumänien.

 

Ans Aufhören denkt Sporschill angesichts seiner nun 70 vollendeten Lebensjahre nicht. „Das Arbeiten hält jung, andere Pläne habe ich keine“, sagt er. Beim Orden „reden allerdings auch andere mit“, weiß er nicht, wie lange er seinen Aufgaben noch nachgehen wird. Das Altersheim, gibt er zu, ist für ihn aber eine „Horrorvorstellung“. Seinen Geburtstag wird er bei einer Wanderung mit Jugendlichen verbringen und telefonisch nicht erreichbar sein.

 

Link

Initiative Concordia

 

volksgruppen.orf.roma - aktuell.at

http://volksgruppen.orf.at/roma/stories/2786676/

 

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Menschenrechte ............

Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen.

 

1948 wurde die Erklärung der Menschenrechte von den Vereinten Nationen verfasst.

 

Quelle: rredaktion.de
Quelle: rredaktion.de

 

Menschenrechte ...

 

„Dr. Mary Shuttleworth, Schulleiterin und Pädagogin aus Los Angeles, hat Youth for Human Rights International ursprünglich als ein pädagogisches Programm für Kinder und Jugendliche ins Leben gerufen, um es ihnen schon in jungen Jahren zu ermöglichen die Wichtigkeit von Menschenrechten und religiöser Toleranz zu verstehen“, sagt Birgit Karner von der Organisation Jugend für Menschenrechte Österreich.

 

„Sie erkannte, dass sehr wenig getan wurde, um Menschenrechte an junge Leute zu vermitteln, und diente seit dem als Leitende Direktorin, später als Präsidentin der Gruppe“, so Karner weiter.

 

Birgit Karner von der Organisation Jugend für Menschenrechte Österreich-Quelle: Roma -Service
Birgit Karner von der Organisation Jugend für Menschenrechte Österreich-Quelle: Roma -Service

 

Die Zielsetzung von Jugend für Menschenrechte ist: „Die Jugend auf der ganzen Welt über Menschenrechte aufzuklären, und ihnen dadurch zu helfen wertvolle Verfechter bei der Förderung von Toleranz und Frieden zu werden“, sagt Karner.

 

Mehr über Jugend für Menschenrechte Österreich, erfahren sie am Montag in der Sendung „Roma sam“ auf Radio Burgenland.

 

Roma sam | 18.7.2016
montags 20:50 - 21:10 Uhr
Radio Burgenland | Livestream

 

volksgruppen.orf.roma - aktuell.at

http://volksgruppen.orf.at/roma/stories/2783909/

 

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Roma im sozialen Abseits

Rund 50 Prozent aller Roma in Tschechien leben im sozialen Abseits. Qualifizierten Schätzungen zufolge betrifft dies über 113.000 Menschen.

 

In Tschechien leben rund 230.000 Roma. Sie bilden die größte nationale Minderheit des Landes. In den Regionen Ústí nad Labem (Aussig) und Mährisch-Schlesien sind es sogar zwei Drittel der dort lebenden Minderheit.

 

Quelle: www.weather-forecast.com
Quelle: www.weather-forecast.com

 

Hälfte der Minderheit lebt am Rande der Gesellschaft

 

„Rund die Hälfte der tschechischen Roma sind in die Gesellschaft integriert. Die zweite Hälfte stellen Roma dar, die im sozialen Abseits leben oder denen das soziale Abseits droht. Sie sind marginalisiert und an den Rand der Gesellschaft gedrängt“, heißt es im aktuellen Bericht zur Lage der Roma in Tschechien. Vorurteile, Hass und Diskriminierung träfen jedoch auch die sozial Integrierten, die die Roma-Mittelschicht und Roma-Intelligenz darstellten.

 

Quelle: Amnesty International Linz
Quelle: Amnesty International Linz

 

Zwischen 2006 und 2014 hat sich die Anzahl der von Roma bewohnten Armenviertel landesweit von 300 auf 600 verdoppelt. Rund 115.000 Menschen wohnen in diesen Quartieren. 2015 waren im Staatshaushalt rund 67 Millionen Kronen (etwa 2,5 Millionen Euro) für die Integration von Roma vorgesehen.

 

Textquelle: id/čtk

 

volksgruppen.orf.roma - aktuell.at

http://volksgruppen.orf.at/roma/stories/2785606/

 

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Robert Gabris | Der Botschafter ............

Der in Hnusta ( Slowakei) geborene Künstler Robert Gabris, lebt und arbeitet in Wien. Durchaus kann der junge Rom als Meister des Kupferstichs bezeichnet werden. Diese präzise Fertigkeit setzt der talentierte Roma-Künstler auch ein, um politische Zeichen zu setzen.

 

Quelle: Roma - Service
Quelle: Roma - Service

 

In der Zeit von 2006 - 2010 besuchte Gabris die Hochschule für darstellende Künste in Bratislava bei Prof. Hana Ciganova, wo er seinen Bachelor machte. Von 2010 - 2014 war der begabte Rom in der Akademie der bildenden Künste Wien bei Prof. Erich Wonder und Anna Viebrock, um sein Diplom zu erlangen.

 

Robert Gabris | Der Botschafter ...

Als die „Kunstart seines Herzens“ bezeichnet Robert Gabris den Kupferstich. Detaillierte Kleinstarbeit, die keinen Fehler verzeiht. Die Anatomieabbildungen von Menschen und Tieren weiß der politische Akteur auch mit sozialen Kontexten zu verbinden.

 

Quelle: ORF
Quelle: ORF

 

„Fortwährend existieren Barrieren zwischen Menschen und es ist schwer, diese abzubauen. Kunst ist eines der bedeutsamsten Medien, das es schaffen kann, vorab auf diese Barrieren aufmerksam zu machen und diese auch niederzureißen“, sagt Gabris.

 

„Na bister ma | Vergiss mich nicht“ - „Das blaue Herz | O modro vodschi“ - Quelle: ORF
„Na bister ma | Vergiss mich nicht“ - „Das blaue Herz | O modro vodschi“ - Quelle: ORF

 

Inzwischen prägt Robert Gabris mit seinen malerischen Botschaften die Kunstflächen der Welt von Straßburg bis Shanghai. Jede Farbe und jeder angesetzte Strich des Künstlers auf das Papier, fordern dabei nur eines: soziale Gerechtigkeit.

 

Mehr darüber, hören sie am Montag in der Sendung „Roma sam“ auf Radio Burgenland.

 

Roma sam | 11.7.2016
montags 20:50 - 21:10 Uhr
Radio Burgenland | Livestream

 

Links

 

Robert Gabris


Landesgalerie Burgenland | Romane Thana


Theatermuseum | Spettacolo barocco! Triumph des Theaters

 

volksgruppen.orf.roma - aktuell.at

http://volksgruppen.orf.at/roma/stories/2782915/

 

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RomBus on tour

Die Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA, englisch European Union Agency for Fundamental Rights) mit Sitz in Wien ist eine von der Europäischen Union (EU) geschaffene Expertenkommission, die den Schutz der Grundrechte in Europa überwachen soll.

 

RomBus bei Tagung von FRA

Die Vorläuferorganisation der FRA war die Europäische Stelle zur Beobachtung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit (EUMC). Anders als bei der EUMC, die nur das Auftreten von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu überwachen hatte, knüpft das Mandat der FRA an die fundamentalen Rechte in der Charta der Grundrechte der Europäischen Union an.

 

Quelle: Roma-Service
Quelle: Roma-Service

 

Die Agentur widmet sich verschiedensten Themenbereichen, wie z.B.:

  • Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und damit einhergehende Intoleranz;
  • Diskriminierung aus Gründen des Geschlechts, der Rasse oder der ethnischen Herkunft, der Religion oder der Weltanschauung, Diskriminierung von Angehörigen von Minderheiten;
  • Rechte des Kindes einschließlich des Kinderschutzes;
  • Asyl, Zuwanderung und Integration von Migranten;
  • Zugang zu einer effizienten und unabhängigen Rechtsprechung.

 

Weiteres berät die Agentur die EU-Institutionen bei der europäischen Rechtsetzung. Individuelle Beschwerden gegen Grundrechtsverletzungen bearbeitet die FRA hingegen nicht; dies ist die Aufgabe des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte.

 

 Quelle: Roma-Service                                                                                      Quelle: Roma-Service

 

Bei der 3-tägigen Tagung im Wiener Congress Center, wo ein Infostand und auch der RomBus des Vereins Roma-Service vor Ort war, gab Obmann Emmerich Gärtner-Horvath, den interessierten Teilnehmer/Innen, Einblick in die Arbeit der Volksgruppe.

 

Mehr darüber, hören sie am Montag in der Sendung „Roma sam“ auf Radio Burgenland.

 

Roma sam | 4.7.2016
montags 20:50 - 21:10 Uhr
Radio Burgenland | Livestream

 

volksgruppen.orf.roma - aktuell.at

http://volksgruppen.orf.at/roma/stories/2782853/

 

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Soziales Wohnen: Pilotprojekt in Brünn

Quelle: Robert Barca, CC By 4.0
Quelle: Robert Barca, CC By 4.0

In den zurückliegenden Jahren ist die Zahl der Armen­vier­tel in Tsche­chi­en ge­stie­gen. In die­sen ghet­to­arti­gen Sied­lun­gen le­ben meist Roma, die es ohne­hin schwer ha­ben bei der Suche nach Arbeit und Wohnung. Die Stadt Brno / Brünn star­tet da­her ein (…) neues So­zial­wohnungsprojekt

 

 

 

 

Radio.cz, 15.6.1916, Till Janzer:Die Bronx“ – so heißt umgangs­sprach­lich das größte Armen­viertel in Brünn. Es liegt re­la­tiv nah am Stadt­zentrum. Auf meh­re­re Häuser ver­teilt le­ben dort etwa 8000 bis 9000 arme Men­schen. Rund 7000 von ihnen sind Roma, und die aller­meis­ten haben keine Ar­beit. Aber auch andern­orts in der süd­mäh­ri­schen Stadt be­ste­hen Armen­sied­lun­gen, wenn auch klei­nere. Für viele Be­wohner ist das Problem, dass sie bei den Mieten gnaden­los ab­ge­zockt wer­den. (…)

 

Viele Menschen aus den Armensiedlungen hätten ger­ne an­de­re Unter­künfte. Doch auf dem Wohnungs­markt sind sie meist chan­cen­los. Des­we­gen lan­ciert der Brün­ner Magistrat nun das Pro­jekt Rapid Re-Housing. 50 Fa­mi­lien mit Kin­dern sol­len bis Ende des Jahres städti­sche Woh­nun­gen er­hal­ten. (…) Die Neu­mie­ter er­hal­ten zu­dem Unter­stützung durch Sozial­arbei­ter. Martin Freund von der Ini­tia­tive Žít Brno en­ga­giert sich als Stadt­ver­ord­neter im Bereich Wohnen und lei­tet den Aus­schuss für Minder­heiten: „Der Sozial­arbeiter soll­te min­des­tens ein­mal pro Woche bei der Familie vor­bei­schauen. Er soll dabei hel­fen, dass die Woh­nung in Ord­nung ist und die Be­zie­hun­gen zu den Nach­barn klap­pen.“ (…)

Das Vorbild dafür stammt aus Amsterdam. Dort habe das ent­spre­chen­de Pro­jekt fast zu ein­hun­dert Pro­zent Er­folg ge­habt, sagt Martin Freund. Der Brün­ner Ma­gistrat hat je­den­falls 450 Fa­mi­lien aus­ge­wählt, die in Frage kom­men. Wer letzt­lich die Glück­li­chen sind, wird aus­ge­lost. (…) Was in Brünn pro­biert wird, gilt als Pilot­pro­jekt in Tsche­chien. (…)

 

Lesen Sie bitte den hier nur in Auszügen wiedergegebenen Ar­ti­kel un­ge­kürzt auf Radio.cz.

 

Siehe dazu auch: Tschechien: Geschäft mit der Armut (30.12.2013)

 

Roman Urbaner (dROMa)

http://www.roma-service.at/dromablog/?p=36851

 

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Dokumentarfilm - FC Roma

Die Kinostart-Prämiere findet am Samstag 08.April 2017 im Schikaneder in Wien statt. Im Anschluss an den Film wird es eine Gesprächsrunde mit den Regisseuren geben. Der Film wurde bereits beim This Human World - International Human Rights Festival 2016 gezeigt.

 

                                            Quelle: https://vimeo.com/208283145

 

 

Letztes Jahr ist ein neues Team der untersten tschechischen Fußballliga beigetreten. FC Roma ist ein Klub der im Bezirk Děčín zuhause ist und hauptsächlich aus Spielern der Gruppe der Roma besteht.

„Wenn ich jemanden nicht mag, möchte ich ihn besiegen“, sagt ihr Trainer Pavel Horváth. Nichtsdestotrotz sehen dies die rivalisierenden Teams anders und boykottieren das Roma-Team. Das kennzeichnet den Start einer unüblichen Saison für FC Roma. Manchmal findet das Spiel statt, dann wieder mal nicht.

Nichts ist im Vorhinein gewiss und das Team gewinnt die meisten Spiele durch das Nichtantreten ihrer Gegner. Dennoch verlieren die FC Roma Spieler nie ihren Sinn für Humor und setzen ihren Kampf fort – auf- sowie abseits des Platzes.

Manchmal ist es härter als sie es sich erwartet hätten: ihre Trainingsbälle verschwinden, manche der Mitspieler sind dem Marihuana verfallen, die Fans der gegnerischen Teams fordern sie in Schlachtgesängen auf, einen Job zu suchen.

 

Den Fußballwettbewerb betreffend, ist das Team jedoch weiterhin am Weg nach oben. Gelingt es dem Team in die nächste Liga aufzusteigen und auf diese Weise allen zu beweisen, dass sie keine aggressiven Raufbolde sind, sondern einfach nur Fußball spielen wollen?

Von den tschechischen Regisseuren Rozálie Kohoutová & Tomáš Bojar.

 

Quelle: Waystone Film KG – Mag. Michael Schmied

Martin Horvath (KARIKA News Blog)

 

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Butschakero Them - Arbeitswelt

Vor dem Hintergrund und mit dem Bewusstsein, dass Romnja und Roma, Sintize und Sinti zu der grössten Minderheit in Europa gehören und jahrhundetelang noch immer ausgegrenzt und diskriminiert werden, will der Verein Karika arbeitsmarktpolitische Ziele für die Volksgruppe setzen.

 

 

 

 

 

 

Schwerpunkte sind neben individueller Berufs- und Bildungsberatung die Sensibilisierung bestehender Einrichtungen am Arbeitsmarkt.

Zu Gast in der heutigen Sendung ist der Obmann des Vereins Karika Paul Horvath. Mit ihm spricht Susanne Horvath.

 

Links
Verein Karika

 

Butschakero Them - Arbeitswelt

Evangelische Kirchengasse 3

A - 7400 Oberwart

Tel.: 03352/32016

E-Mail.: verein.karika@gmx.at

 

volksgruppen.orf.roma - aktuell.at

http://volksgruppen.orf.at/roma/stories/2826803/

 

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Stimmen gegen Bettelverbot in Landeck

Quelle: Bettellobby
Quelle: Bettellobby

Offener Brief: Die Bettellobby Tirol spricht sich für eine zu­kunfts­orien­tierte, an den Grund­rech­ten orien­tier­te Praxis aus, wel­che sich gegen Ver­bote und so­zia­le Aus­gren­zung rich­tet.

 

In einem offenen Brief fordert die Bettel­lobby Tirol die Mit­glie­der des Landecker Ge­mein­de­rats auf, das ge­plan­te Bettelverbot, für das sich der Stadt­rat mehr­heit­lich aus­sprach, zu über­denken und keine vor­eili­gen kurz­sich­ti­gen Ent­schei­dun­gen zu tref­fen. Die Bettel­lobby Tirol spricht dies­be­züg­lich von einem un­ver­hält­nis­mäßi­gen Ein­griff in die Men­schen­rechte.

 

 

 

Sie warnt davor, einen Weg der Politik ein­zu­schla­gen, die auf dem Rücken von ar­muts­betrof­fe­nen Men­schen aus­getra­gen wird: „Wir ap­pel­lie­ren, sich von einer Po­litik zu dis­tan­zie­ren, die auf po­pu­lis­ti­schen, krimi­na­li­sie­ren­den und dif­fa­mie­ren­den Zu­schrei­bun­gen auf­baut und darauf ab­zielt, Men­schen gegen­einan­der aus­zu­spielen.“

 

In ihrer Arbeit ist die Bettellobby Tirol im­mer wie­der auch mit Fragen ver­un­sicher­ter Bür­gerInnen kon­fron­tiert.

Viel­fach fehlt es den Men­schen an Hinter­grund­infor­ma­tio­nen zur Situa­tion von bet­teln­den Men­schen: „Unse­re Er­fah­run­gen zei­gen, dass Ge­sprä­che, Aus­tausch und In­for­ma­tio­nen Ängste ab­bauen, Un­sicher­hei­ten lin­dern und da­durch zu einem un­auf­gereg­te­ren Um­gang mit dem Thema in der Mehr­heits­be­völ­ke­rung bei­tragen kön­nen.“

 

Die Bettellobby Tirol plädiert daher für bewusst­seins­bil­den­de Maß­nah­men und Sen­sibili­sie­rung statt Ver­bote. Denn Betteln ist für viele Men­schen die ein­zige Mög­lich­keit zur Ver­än­de­rung un­zu­mut­barer Ver­hält­nisse auf der oft ver­geb­li­chen Suche nach alter­na­tiven Verdienst­mög­lich­keiten. Zu bet­teln kos­tet den Men­schen meist viel Über­windung. Doch mit dem weni­gen Geld, das sie hier er­betteln, kön­nen sie ihre eige­ne und die Lebens­situa­tion ihrer Fa­mi­lien in den Her­kunfts­län­dern ein Stück weit ver­bessern.

 

Von den Landecker PolitikerInnen erwar­tet sich die Bettel­obby Tirol einen ver­ant­wor­tungs­vol­len und soli­da­ri­schen Um­gang mit bet­teln­den Men­schen und eine offene und sach­lich ge­führte Dis­kus­sion zum The­ma Betteln: „Wir for­dern einen öf­fent­li­chen Raum, der für alle nutz­bar und zu­gäng­lich ist, ein Ende der Krimi­na­li­sie­rung von betteln­den Men­schen und eine zukunfts­orien­tierte, an den Grund­rechten orien­tierte Praxis, wel­che sich gegen Ver­bote und sozia­le Aus­gren­zung rich­tet.“

 

Die Bettellobby Tirol appelliert an den Lan­decker Bür­ger­meis­ter und alle ande­ren ÖVP-Po­liti­kerInnen des Ge­meinde­rates, sich auf ihre christ­lich-sozia­len Grund­werte zu be­sinnen. Schließ­lich stehe es jedem Men­schen offen, Men­schen, die auf Unter­stützung an­de­rer an­gewie­sen sind, zu hel­fen. Bettel­verbote wür­den jedoch die Situa­tion armuts­betrof­fe­ner Men­schen noch wei­ter ver­schlim­mern: „Sie drän­gen armuts­betrof­fene Men­schen zu­neh­mend von öf­fent­li­chen Plätzen, in die Kri­mi­na­lität und wei­ter an den Rand der Gesell­schaft. Armut und da­mit der Grund des Bet­telns bleibt hin­gegen be­ste­hen. Bettel­verbote sind je­doch keine Lö­sung für eine Proble­ma­tik, die struk­tu­relle Ur­sa­chen hat. Es gilt die Armut zu be­sei­ti­gen und nicht die von Ar­mut be­trof­fe­nen Men­schen.“

 

Text: Bettellobby Tirol

 

Siehe auch:
Radio: Betteln in Tirol – Wege aus der Armut, 9.1.2017
Dialogplattform: Notreisende in Österreich, 31.12.2016
„Christliche Politik geht anders“, 9.12.2016
Niederösterreich führt „Bettlerdatei“ ein, 6.10.2016
Bettlerin soll 38.000 Euro Strafe zahlen, 22.8.2016
Nachgefragt: Notreisende in Tirol, 15.8.2016
Vorarlberg und die Bettler, 24.7.2016
Studie über Bettler in Vorarlberg vorgestellt, 23.7.2016

 

Roman Urbaner (dROMa)

http://www.roma-service.at/dromablog/?p=39786

 

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Roma-Sänger vertritt Ungarn beim ESC

Quelle: MTVA
Quelle: MTVA

Endlich, jetzt hat auch Ungarn sei­nen Tony Wegas: Joci Pápai vertritt sein Land beim Eurovision Song Contest in Kiew.

 

Ungarn wird erstmals einen Künstler aus der Volks­grup­pe der Roma zum Euro­vision Song Contest (ESC) ent­sen­den. Der 35-jäh­rige Rom Joci Pápai konn­te Sams­tag abend die na­tio­nale Vor­aus­wahl für sich ent­schei­den und wird so­mit sein Land im Mai bei der gro­ßen Euro­vi­si­ons-Show in Kiew ver­tre­ten. Am Wett­singen der un­ga­ri­schen Vor­ent­schei­dung, „A Dal 2017“, nah­men ins­ge­samt 30 Sän­ger bzw. Grup­pen teil, acht davon schaff­ten es in die Final­show. Dort setzte sich Pápai mit dem Song „Origo“ sou­ve­rän gegen die Kon­kur­renz durch – bei der Jury­aus­wahl eben­so wie bei der ab­schlie­ßen­den Pub­li­kums­wer­tung.

 

 

 

Dass Ungarn beim ESC von einem Rom re­prä­sen­tiert wird, ist eine höchst er­freu­liche Premiere. Auch wenn Pápai bei der Bühnen­show (mit bar­füßig herum­wirbeln­der „Zigeu­ner“-Tän­zerin) ein we­nig zu tief in die Klischee­kiste griff. (Einen Ar­ti­kel über Roma-Sän­ger/innen beim Euro­vision Song Con­test finden Sie übri­gens in der letz­ten Sommer­aus­gabe un­se­res Ma­ga­zins dROMa: mehr hier.)

 

Joci Pápai stammt aus der nordungarischen Klein­stadt Tata un­weit der slowa­ki­schen Grenze. Der un­ga­ri­schen Öffent­lich­keit bekannt wurde er 2005 durch seine Auf­tritte bei der TV-Casting­show „Megasztár“. 2006 gelang ihm der erste grö­ße­re Erfolg mit dem Song „Ne nézz így rám“, weite­re Hits folg­ten, so­wohl solo also auch in Zu­sam­men­arbeit mit dem Rapper Majka.

 

Roman Urbaner (dROMa)

http://www.roma-service.at/dromablog/?p=39754

 

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Josef Horwath (1944–2017)

Quelle: Roma-Service
Quelle: Roma-Service

 

Am Sonntag ist Josef Horwath
aus Kleinbach­sel­ten im 73. Lebens­jahr verstorben.

 

 

 

 

 

Am Freitag ab 18 Uhr treffen wir uns zum gemeinsa­men Ge­bet in der Aufbahrungshalle Bach­selten.

Die Be­gräb­nis­feier be­ginnt am Sams­tag, den 28. Jänner, um 11 Uhr mit der Hei­li­gen Messe in der Auf­bah­rungs­halle. Ab­schlie­ßend be­glei­ten wir un­se­ren lie­ben Ver­stor­be­nen auf den Orts­frie­dhof Kleinbachselten zur letz­ten Ru­he­stätte.

 

 

 

 

 

Vor einigen Jahren stellte sich Josef Horwath als Interview­part­ner für un­se­re Roma-Zeit­zeu­gen-Edi­tion „Mri Historija“ zur Ver­fügung. Heft 11 der dROMa-Sonder­reihe ist seiner Le­bens­ge­schich­te ge­wid­met. Be­son­ders außer­ge­wöhn­lich war Josef Horwaths frühes Ein­tre­ten für die Volks­grup­pe der Roma. In den spä­ten 60er-Jah­ren, als die An­er­ken­nung und Insti­tu­tio­na­li­sie­rung der Volks­gruppe noch nicht ein­mal an­ge­dacht wa­ren, war Josef Horwath der Erste, der Roma-Bälle, da­mals noch „Zi­geu­ner­ball“ ge­nannt, or­ga­ni­sier­te. Und nach an­fäng­li­cher Skep­sis be­tei­lig­te er sich auch tat­kräftig als Kas­sier an der Vereins­arbeit des ers­ten Roma-Vereins („Verein Roma“): „Rom zu sein, bedeutet für mich, im Herzen Rom zu sein. Dazu zu stehen und es nicht zu verschweigen, das ist das Wichtigste.“

 

Unser aufrichtiges Mitgefühl und Beileid gilt seinen An­ge­hö­ri­gen und Freunden!

 

Quelle: Roman Urbaner (dROMa)

http://www.roma-service.at/dromablog/?p=39475

 

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40 Jahre Volksgruppengesetz - " Reformen stocken "

In der aktuellen Ausgabe von „Roma sam“ spricht Emmerich Gärtner-Horvath, stellvertretender Vorsitzender des Volksgruppenbeirates für Roma, über das Volksgruppengesetz, das sich heuer zum 40 Mal gejährt hat. Für Reformen sei ein gemeinsames Auftreten aller Volksgruppen essenziell, betont er.

 

Novellierung noch unbedingt notwendig

Der so genannte Ostermayer Entwurf zur Novellierung des Volksgruppengesetzes, an dem Vertreter/innen der Volksgruppen mitgearbeitet haben, beinhaltete einen Passus, der sich mit einem spezifischen Diskriminierungsverbot befasste. Das hätte die Volksgruppe der Roma und Sinti am nötigsten gebraucht, jedoch war dieser Passus in der verabschiedeten Form der Novelle nicht mehr existent, bedauert Emmerich Gärtner-Horvath heute noch.

 

Quelle: Roma - Service
Quelle: Roma - Service

 

Auch die Besetzung des Volksgruppenbeirates wurde damals in den Arbeitsgruppen zur Gesetzesänderung ausreichend diskutiert. Die Vertretung der kirchlichen Organisationen im Volksgruppenbeirat betrachteten die Volksgruppen nicht unbedingt als eine Notwendigkeit, aber auch dieser Grundtenor mündete zu keiner Veränderung im Volksgruppengesetz, erläutert der stellvertretende Vorsitzende des Volksgruppenbeirates für Roma.

 

Volksgruppenbeirat ist ein Garant der Objektivierung

Die geltende Funktion und die Aufgaben des Volksgruppenbeirates, auch wenn der Beirat der Zeit nicht das optimale Vertretungsorgan ist, sollte man einer unabhängigen Körperschaft öffentlichen Rechtes, die aktuell als Alternative zum Volksgruppenbeirat zur Diskussion steht, nicht übertragen. Nicht nur die Aufteilung der Fördergelder, sondern auch derer Haftung wären große Problemfelder, die die jeweilige Volksgruppe ohne die direkte öffentliche Aufsicht seitens des Bundeskanzleramtes nicht leicht zu bewerkstelligen hätte, meint Gärtner-Horvath. Mit der jetzigen Form und dem Bestellungsmodus könne die Volksgruppe der Roma und Sinti gut leben.

 

  • Neu-Besetzung des Volksgruppenbeirates nach dem Ableben des Vorsitzenden Rudolf Sarközi

 

Roma Dialogplattform verzeichnete 2016 Erfolg

2016 hat die Volksgruppe zwei bedeutende Vereine verloren. Sowohl dem „Verein Ketani für Sinti und Roma“ in Oberösterreich als auch dem ersten Roma -Verein „Verein Roma“ in Oberwart fehlten die nötigen finanziellen Mittel für ihren Fortbestand. Erfreulich sei auf der anderen Seite die Arbeit der Roma Dialogplattform gewesen, die von der nationalen Kontaktstelle zur Inklusion der Roma im Bundeskanzleramt errichtet wurde, blickt der stellvertretende Vorsitzende Gärtner-Horvath zurück.

 

Ziel der Roma Dialogplattform sei es, Raum für eine offene, inklusive Gesprächsbasis zu schaffen, in deren Mittelpunkt die nachhaltige Lebensperspektive der Roma steht.

 

  • Die europaweite Situation der Volksgruppe

 

Anzustreben wäre eine Zusammenarbeit der ähnlichen Kontaktstellen in den benachbarten EU-Ländern.

 

Weitere Themen, zu denen E. Gärtner-Horvath Stellung bezogen hat.

  • Entwurf eines Privatschulgesetzes für Volksgruppen in Wien
  • Erwartungen an das neue Jahr 2017

 

Link

 

Quelle: volksgruppen.orf.roma - aktuell.at

http://volksgruppen.orf.at/roma/stories/2816765/

 

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Neuer Roma-Seelsorger Matthias A. Platzer

Der neue Seelsorger der Volksgruppe der Roma im Burgenland heißt Matthias A. Platzer. Nachdem Pfarrer Fabian Mmagu nach Wien wechselte, übernahm der Pfarrer in Wolfau Matthias Platzer dessen Aufgabe als Roma-Seelsorger.

 

Bild Mitte: Neuer Roma - Seelsorger Matthias A. Platzer - Quelle: Pfarren - Diözese Eisenstadt
Bild Mitte: Neuer Roma - Seelsorger Matthias A. Platzer - Quelle: Pfarren - Diözese Eisenstadt

 

Lehramtsstudium für Theologie und Geschichte

 

Matthias A. Platzer wurde im Dezember 2011 vom burgenländischen Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics im Eisenstädter Martinsdom zum Priester geweiht. Platzer stammt aus Neunkirchen in Niederösterreich. Er hat ein Lehramtsstudium für Theologie und Geschichte absolviert. Nach mehrjähriger Tätigkeit als Religionslehrer begann er 2008 mit der Ausbildung im Priesterseminar.

 

1992 wurde in der Bischofskonferenz ein Vertreter mit der Aufgabe der Roma-Pastoral beauftragt.

Erstmals wurde Werner Klawatsch 1995 zum „Ober-Roma-Seelsorger“ ernannt und errichtete im selben Jahr das Referat für ethnische Gruppen in der Diözese Eisenstadt. Die Roma-Seelsorge zielt darauf ab, das Selbstbewusstsein der ethnischen Minderheit zu stärken und sie dazu zu motivieren, die Stimme zu erheben, um für sich zu sprechen.

 

Matthias A. Platzer ist ferner Kaplan in Großpetersdorf, Jabing und Neumarkt im Tauchental und koordiniert die Seelsorge am Landeskrankenhaus Oberwart.

 

Quelle: volksgruppen.orf.roma - aktuell.at

http://volksgruppen.orf.at/roma/stories/2815451/

 

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Sichere Herkunftsstaaten: „Von wegen sicher“

Quelle: Von wegen Sicher
Quelle: Von wegen Sicher

Von wegen sicher. Das Konzept der sicheren Herkunftsstaaten in der Kritik

 

Publikation der Rosa-Luxemburg-Stiftung Southeast Europe (Website), Nov. 2016

Autor/innen: Tamara Baković Jadžić, Dzafer Buzoli, Jasna Čaušević, Wenke Christoph, Vladan Jeremić, Norman Paech, Anna Striethorst, Jovana Vuković

 

>>Download (PDF, 2 MB)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Beschluss der deutschen Bundesregierung im Som­mer 2015, die Grenze für syri­sche Flücht­linge zu öffnen, wurde von vielen als humanitäre Ant­wort auf den Zu­strom von Flücht­lin­gen über die „Balkan­route“ ge­wer­tet. Ver­gli­chen mit den Reak­tio­nen vieler ande­rer Staaten ent­lang der Route, die zum Bei­spiel im Schnell­ver­fah­ren ihre Außen­gren­zen mit Zäunen be­fes­tig­ten, kann diese Ent­schei­dung tat­säch­lich als huma­ni­tä­rer Akt be­trach­tet werden. Diese zeit­weilige Aus­setzung der Dub­lin-Ver­ord­nung sollte je­doch nicht darüber hin­weg­täu­schen, dass MigrantIn­nen und Ge­flüch­tete diese Gren­zen schon seit meh­re­ren Jahren pas­sieren und in immer größe­rer Zahl „irre­gu­lär“ in West­europa leben.

 

Gleichzeitig haben die Bundesregierung und die EU eine Viel­zahl neuer, restrik­tiver Mi­gra­tions- und Grenz­po­li­ti­ken ein­ge­führt. Der Bun­des­tag ver­ab­schie­de­te in kurzen Ab­stän­den zwei „Asyl­pake­te“, durch die unter an­de­rem die Rück­füh­rung ab­ge­lehn­ter Asyl­su­chen­der er­leich­tert und die Rege­lun­gen zum Fami­lien­nach­zug für an­er­kann­te Flücht­linge auf­ge­hoben wurden. Wei­ter­hin wur­den immer mehr Länder als so­ge­nann­te „sichere Her­kunfts­staaten“ ein­gestuft, ins­be­son­dere die Bal­kan­staa­ten Ser­bi­en, Ko­so­vo, Albanien, Montenegro, Bosnien und Herzegowina und Mazedonien. In­fol­ge­des­sen gel­ten Asyl­anträ­ge aus die­sen Län­dern für deut­sche Behör­den als „of­fen­sicht­lich un­be­grün­det“ und wer­den in der Regel ab­ge­lehnt. Die Aus­sich­ten für Hilfe­su­chen­de auf Asyl sind sehr ge­ring, be­reits vor dieser Ent­schei­dung lag der An­teil der ab­ge­lehn­ten Asyl­anträ­ge aus Ser­bien in Deutsch­land bei 99 Pro­zent (bzw. 97 Pro­zent für Asyl­su­chen­de aus dem Kosovo).

 

Allerdings hat diese Einstufung der Balkanländer als „sicher“ be­deu­tende und weit­rei­chen­de Kon­se­quen­zen, und zwar nicht nur für der­zei­tige Asyl­su­chen­de, son­dern auch für Men­schen, die schon seit Jahren, teils sogar seit Jahr­zehnten, in Deutsch­land leben. Die Mehr­heit der Asyl­suchen­den aus Ser­bien, dem Ko­so­vo und Maze­donien sind Roma, die in ganz Europa Ver­fol­gung, Mar­gi­na­li­sie­rung und sozia­len Aus­schluss er­fah­ren. Es gibt nur we­nige zu­ver­läs­si­ge Sta­tis­ti­ken zur eth­ni­schen Ab­stam­mung der Asyl­suchen­den, doch geht aus einer Ant­wort der Bun­des­regie­rung auf eine Kleine An­frage der Bun­des­tags­frak­tion DIE LINKE her­vor, dass ca. 70 Pro­zent der Flüchtlinge aus dem Ko­so­vo, die 2014 in Deutsch­land Asyl be­antrag­ten, Roma, Ashkali oder Bal­kan-Ägyp­terIn­nen wa­ren. Die Ent­schei­dung der deut­schen Re­gie­rung be­deu­tet für sie, dass ihre Aus­sicht als Flücht­linge an­er­kannt zu wer­den, nun noch ge­rin­ger ist und dass sie in Asyl­ver­fah­ren stark be­nach­tei­ligt wer­den. Sie gelten zu­meist als „Wirt­schafts-“ oder „Armuts­flücht­linge“ oder gar als „Asyl­betrüger“.

 

PolitikerInnen und die Asylbehörden führen die Moti­ve der Migra­tion von Roma sys­te­ma­tisch auf Armut und wirt­schaft­liche Gründe zu­rück und igno­rie­ren dabei völ­lig den in ganz Europa ver­brei­te­ten Anti­ziga­nis­mus und die damit ver­bun­dene direk­te und struk­tu­relle Dis­kri­mi­nie­rung von Roma. Die Mehr­zahl der 10-12 Mil­lio­nen Sinti und Roma in Europa lebt unter er­heb­lich schlech­te­ren Be­din­gun­gen als ihre Mit­bür­gerIn­nen. Die Mehr­heit von ihnen ist inner­halb und außer­halb der Euro­päi­schen Union von so­zia­lem Aus­schluss, Vor­urtei­len und Be­nach­tei­li­gung kon­fron­tiert. Ihre Ge­schichte in Euro­pa ist viel­fach eine Ge­schichte von Re­pres­sion, Ver­fol­gung und Ver­trei­bung – nicht zu ver­ges­sen der na­tio­nal­sozia­lis­ti­sche Genozid an den Roma im Zwei­ten Welt­krieg. Auf dem Papier ha­ben sich die EU und die deut­sche Re­gie­rung dazu ver­pflich­tet, die Ver­fol­gung und den Aus­schluss der Roma zu be­kämpfen. In der Praxis je­doch sind die deut­schen Be­hör­den nicht ein­mal bereit, die direk­te und struk­tu­relle Dis­kri­mi­nie­rung, der viele Roma in den Balkan­län­dern aus­ge­setzt sind, als Asyl­grund an­zu­er­kennen.

 

Im Schatten der deutschen „Willkommenskultur“ werden täg­lich Men­schen ab­ge­scho­ben; die Mehr­zahl von ihnen stammt aus dem Balkan. Die Zahl der Ab­schie­bun­gen hat sich im Jahr 2015 ver­dop­pelt und ist auch 2016 rasant an­gestie­gen. Viele Roma wurden unter Zwang in Län­der zurück­ge­schickt, die sie auf­grund von Anti­ziganis­mus, chro­ni­scher Armut und dem weit­rei­chen­den Aus­schluss von der sozialen Grund­ver­sor­gung, wie Wohn­raum, Arbeit, Ge­sund­heits­ver­sor­gung und Bildung, ver­lassen haben. Ihre Herkunfts­länder wurden vom Flücht­lings­hilfs­werk der Ver­ein­ten Na­tio­nen (UNHCR), Men­schen­rechts­orga­ni­sa­tio­nen und selbst vom Europa­rat im­mer wieder wegen sys­te­ma­ti­scher Dis­krimi­nie­rung der Roma kri­ti­siert. Solche Fest­stel­lun­gen und Berichte wer­den aber in Asyl­verfahren sys­te­ma­tisch igno­riert, Men­schen werden ab­ge­scho­ben oder ihnen wird die Aus­reise aus ihrem Heimat­land ver­wei­gert. Trotz der Ver­spre­chen ihrer Regie­run­gen und der EU, die Roma zu in­tegrie­ren, er­halten sie keine aus­rei­chende Unter­stützung. Die exis­tie­ren­den In­tegra­tions­program­me ha­ben bisher nur un­wesent­liche Erfolge er­zielt. An­ge­sichts von Spar­maß­nahmen, Kür­zung von Sozial­leis­tun­gen, hoher Arbeits­losig­keit und all­ge­mei­ner Armut in den Balkan­län­dern sind solche kurz­fris­ti­gen loka­len In­tegra­tions­pro­jekte auch nur ein Tropfen auf dem heißen Stein und stel­len für die be­nach­teilig­ten Roma keines­wegs eine Ver­bes­se­rung ihrer Lebens­bedin­gun­gen in Aus­sicht. Dazu kommt, dass die große Mehr­zahl der Roma-Ge­mein­schaf­ten bei der Ver­tei­lung der Mittel für ihre „In­tegra­tion“ kein Mit­sprache­recht hat. Dies nährt das ohne­hin schon beste­hen­de Vor­urteil gegen­über den Roma: Egal was pas­siert, sie wol­len sich ein­fach nicht in­tegrieren.

 

Mit dieser Broschüre möchten wir diese überwiegend ver­bor­ge­nen Pro­zesse the­ma­ti­sie­ren: die Ände­run­gen der Asyl­gesetze, die den dras­ti­schen An­stieg von Ab­schie­bun­gen zur Folge haben, die Aus­wir­kun­gen dieser Ge­setze auf Migran­tIn­nen aus den Balkan­ländern und die weit­ver­brei­tete Dis­krimi­nie­rung und Lebens­situa­tion der Roma im Balkan, vor al­lem in Serbien und im Kosovo. Wir wol­len zei­gen, dass Roma und Sinti nicht nur in ihren Hei­mat­län­dern, son­dern auch durch ras­sis­ti­sche und pro­tektio­nis­tische Migra­tions­gesetze und Asyl­prak­ti­ken dis­kri­mi­niert werden. Wir be­schäf­ti­gen uns mit der Frage, warum In­tegra­tions­program­me für Roma, auf die Po­liti­kerIn­nen im­mer gern ver­weisen, bisher noch keine Ver­bes­se­rung der Situa­tion der Roma er­zielt oder zur Be­kämpfung der Migra­tions­ursa­chen bei­ge­tra­gen haben. Schließ­lich möch­ten wir auch Alter­na­ti­ven zur ak­tuel­len un­mensch­li­chen Be­hand­lung von MigrantIn­nen aus den Balkan­län­dern vor­stellen.

 

 

Inhalt

  • Warum «sichere Herkunftsstaaten» dem Grundrecht auf Asyl wi­der­spre­chen
  • Warum Serbien kein sicheres Herkunftsland für Roma ist
  • Warum der Kosovo nicht sicher für Roma ist
  • Welche Folgen die Gesetzgebung für Asylsuchende aus «siche­ren Her­kunfts­staa­ten» hat
  • Wie Maßnahmen gegen «Asylbetrüger» zu weiterer Dis­kri­mi­nie­rung bei­tra­gen
  • Warum Integrationsprogramme für Roma deren Lebensbedin­gun­gen nicht ver­bes­sern
  • FAZIT: Was ist die Alternative?
  • Glossar

Text: Wenke Christoph, Tamara Baković Jadžić & Vladan Jeremić / Rosa-Lu­xem­burg-Stif­tung

 

Roman Urbaner (dROMa)

http://www.roma-service.at/dromablog/?p=39113

 

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FRA: 80 % der Roma von Armut bedroht

Quelle: FRA
Quelle: FRA

Neue Studie der Europäischen Grundrechteagentur (FRA)

 

European Union Agency for Fundamental Rights: EU-MIDIS II. Se­cond European Union Minorities and Dis­cri­mi­na­tion Survey: Roma – Se­lec­ted fin­dings, Lu­xem­bourg 2016, 52 S. (Download: PDF / 1,13 MB)

Weitverbreitete Deprivation zerstört das Leben von Roma. Fa­mi­lien leben von der Gesell­schaft aus­ge­schlos­sen in schockie­ren­den Ver­hält­nis­sen, und Kinder mit nied­ri­gem Bildungs­stand haben kaum Zu­kunfts­aus­sich­ten – zu diesem Schluss kommt ein neuer Be­richt der Agentur der Euro­päi­schen Union für Grund­rechte (FRA). Der Be­richt ana­ly­siert die Lücken bei der In­klu­sion von Roma in der gesam­ten EU, um den Mit­glied­staaten bei der Ver­bes­se­rung ihrer In­tegra­tions­politik Orien­tie­rungs­hilfe zu bieten.

 

 

 

 

 

 

 

 

„Unsere offenkundige Unfähigkeit in Europa, die Menschen­rechte unse­rer Roma-Gemein­schaf­ten zu achten, ist in­akzep­ta­bel. Das Aus­maß an Depri­va­tion, Aus­gren­zung und Diskri­mi­nie­rung der größ­ten Minder­heit in Europa stellt recht­lich wie poli­tisch ein schwer­es Ver­sagen in der EU und ihren Mit­glied­staaten dar”, so der Di­rek­tor der FRA, Michael O’Flaherty. „Die Ver­öf­fent­li­chung dieser Er­kenn­tnis­se bietet die Gele­gen­heit, poli­ti­sche Ent­schei­dungs­träger zum Han­deln zu be­we­gen und Ressour­cen ge­zielt zur Be­endi­gung dieser un­halt­baren Situa­tion ein­zu­setzen.“

Der Bericht über die Zweite Er­he­bung der Euro­päi­schen Union zu Min­der­heiten und Dis­kri­mi­nie­rung (EU-MIDIS II): Roma – aus­ge­wähl­te Er­geb­nis­se zeigt:

  • 80 % der befragten Roma sind armutsgefährdet; der EU-Durch­schnitt liegt bei 17 %. 30 % leben in Haus­halten ohne fließen­des Wasser und 46 % h­aben weder Innen­toilette, -dusche noch -bad;
  • 30 % der befragten Roma-Kinder leben in Haushalten, in de­nen je­mand im vori­gen Monat min­des­tens ein­mal hung­rig schla­fen ging;
  • 53 % der Roma-Kinder kommen durchschnitt­lich in den Genuss früh­kind­li­cher Erzie­hung; oft beträgt dieser Pro­zent­satz weni­ger als die Hälfte ihrer Alters­ge­nos­sen aus der All­gemein­bevöl­ke­rung im sel­ben Land;
  • nur 30 % der befragten Roma haben eine bezahlte Arbeit, ver­gli­chen mit der durch­schnitt­li­chen EU-weiten Be­schäf­ti­gungs­quote von 70 % in 2015;
  • 41 % der Roma sind der Ansicht, dass sie im Laufe der letzten fünf Jahre in all­täg­li­chen Situa­tionen, wie Suche nach Arbeit und in den Berei­chen Wohn­raum, Gesund­heit und Bildung, Dis­kri­mi­nie­rung aus­ge­setzt waren;
  • 82 % der Roma kannten keine Organisation, die Opfer von Dis­krimi­nie­rung un­ter­stützt.

Die Ergebnisse der Erhebung lassen erkennen, dass die Mit­glied­staaten allen Be­mü­hun­gen zum Trotz ihre In­tegra­tions­ziele, die ein Schlüs­sel­ele­ment des EU-Rahmens für natio­nale Stra­te­gien zur Integra­tion der Roma (2011) sind, weit­ge­hend ver­fehlen.

Grundlage für den Bericht ist eine Erhebung, bei der Informa­tio­nen zu Roma in neun Mitglied­staaten der Euro­päi­schen Union (EU) in 8.000 per­sön­li­chen Be­fra­gun­gen von Roma er­ho­ben wurden. Der Bericht ist Teil der zwei­ten Er­he­bung der Euro­päi­schen Union zu Min­der­heiten und Dis­kri­mi­nie­rung (EUMIDIS II), in deren Rah­men Daten zu Dis­kri­mi­nie­rungs- und Vik­timi­sie­rungs­erfah­run­gen sowie zu Ein­kom­mens- und Lebens­be­din­gun­gen von Ein­wan­de­rern und eth­ni­schen Minder­heiten in allen 28 EU-Mit­glied­staaten zu­sam­men­getra­gen wurden.

Hinweise über die Europäische Grundrechteagentur FRA:

  • Die Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA) stellt Ent­schei­dungs­trä­gern in der EU und auf natio­na­ler Ebene fakten­ge­stütz­te Bera­tung bereit und trägt auf diese Weise zu fun­dier­te­ren und ziel­gerich­te­te­ren De­bat­ten und po­li­ti­schen Stra­te­gien im Zu­sam­men­hang mit Grund­rechten bei.
  • Mehr zur Arbeit der Agentur in Verbindung mit Roma, darun­ter ihr Projekt zum Ein­satz vor Ort für die In­tegra­tion der Roma, fin­den Sie im Inter­net. Auch in den Jah­ren 2008 und 2011 führ­te die Agentur Er­he­bun­gen zu Roma durch.

Text: FRA

 

Roman Urbaner (dROMa)

http://www.roma-service.at/dromablog/?p=39075

 

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Adventfeier des Vereins „Karika“

Unter dem Motto „Gemeinsam können wir etwas bewegen, Begegnung im Advent“ fand die diesjährige Adventfeier des Vereins Karika im Kontaktzentrum Oberwart statt. Gekommen sind die Partnerorganisationen, Trainer und Teilnehmer/innen des AMS Ausbildungsprograms und Vertreter/innen der Politik.

 

Die aktuelle Sendung von „Roma sam“ berichtet darüber ausführlich.

 

„Karika will etwas bewegen“

Der Hausherr, Martin Horvath, begrüßte die Gäste, unter ihnen den Ausbildner Karl Garnitschnig, die Obfrau des Vereins Blickpunkt Identitäten Susanne Linde, ÖVP Gemeinderat Helmut Gabriel, Nadine Papai von der Gesellschaft für bedrohte Völker, den Landtagsabgeordneten der SPÖ Christian Drobits und den Bürgermeister von Oberwart Georg Rosnar.

Christian Drobits, Landtagsabgeordneter der SPÖ, ist gerne der Einladung gefolgt, weil er der Anschicht ist, dass der Verein „Karika“ wirklich etwas bewegen will.

Im Rahmen der Advent Feier stellte auch der Künstler und Fotograf Julius Horvath seine Werke aus. Er hat viele Bilder, auch über die Roma, abstrakte Werke und Selbst-Porträts für diese Ausstellung ausgesucht, die „Kunst im Advent“ hieß.

 

Quelle: Emmerich Gärtner - Horvath
Quelle: Emmerich Gärtner - Horvath

 

AMS Ausbildungsschulung für Roma

Der Verein „Karika“ hatte vom Juni bis November gemeinsam mit dem AMS Burgenland eine Ausbildungsschulung für Roma realisiert. Vier junge Männer und Frauen nahmen daran teil. Unterstützt wurde der Kurs auch vom Land Burgenland. Bei der Adventfeier waren Trainer und Teilnehmer/innen des Kurses anwesend und bekamen ihre Abschlusszeugnisse.

 

Uni. Prof. Dr. Karl Garnitschnig - Quelle: Emmerich Gärtner - Horvath
Uni. Prof. Dr. Karl Garnitschnig - Quelle: Emmerich Gärtner - Horvath

 

Der Ausbildner Karl Garnitschnig hat zum ersten Mal mit Roma zusammengearbeitet und konnte seine Begeisterung nicht verbergen. „Wir haben sehr viel voneinander gelernt“, resümierte Garnitschnig.

Auch der Obmann des Vereins „Karika“ Paul Horvath war unter den Teilnehmern des AMS Ausbildungskurses für Trainer und Berater in Erwachsenen Bildung. In Rollenspielen und Autotraining haben sich die Teilnehmer/innen auf eine Beratungssituation vorbereitet. Auch das Motivationstraining war ein Teil des Kurses, erklärte Paul Horvath.

 

Als die nächste große Veranstaltung des Vereins kündigte Horvath den Roma-Ball 2017, „Romano Mulantintschago“ am 14. Jänner 2017 an.

 

Link

Verein Karika

 

Roma sam | 5.12.2016
20:50 - 21:10 | Radio Burgenland Livestream

 

volksgruppen.orf.roma - aktuell.at

http://volksgruppen.orf.at/roma/stories/2812885/

 

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Normunds Rudevičs: ”No such person is listed“

Quelle: IRU
Quelle: IRU

Am Montag meldete die APA, dass der IRU-„Parla­ments­prä­sident“ Stevan Balog Radul im Namen seiner Orga­ni­sa­tion und aller Roma und Sinti in Öster­reich eine Wahl­empfeh­lung für den FPÖ-Bundes­präsi­dent­schafts­kan­dida­ten Norbert Hofer aus­gespro­chen habe. Offenbar gibt es inzwischen mehrere konkurrierende Ver­bände, die sich als Nachfolge­organi­sa­tio­nen des frü­he­ren Welt­verbands IRU sehen. Davon erfährt man aus den Medien­berich­ten aller­dings nichts. Die APA hat es ver­ab­säumt, dies ausreichend zu über­prü­fen und klar­zu­stellen, in wes­sen Namen Stevan Balog Radul über­haupt sprechen kann.

 

 

 

 

 

Innerhalb von nur 24 Stunden haben sich daraufhin acht öster­reichi­sche Roma-Orga­ni­sa­tio­nen (wir berichteten) von dieser Aussage eines in der öster­rei­chi­schen Roma-Com­munity weit­hin Un­be­kann­ten dis­tan­ziert, und zwar: Verein Roma-Service, Ro­ma­no Centro, Verein KarikaVerein Vida Pavlović, Verein Phurdo Salzburg, Kulturverein Öster­rei­chi­scher Roma, VHS der burgen­ländi­schen Roma, Verein Lovara Österreich.

Nun liegt auch eine offizielle Stellungnahme von Dr. Normunds Rudevičs vor, welcher der IRU in Riga als Prä­sident vor­steht. Auch er weist jede organi­sa­to­ri­sche und inhalt­li­che Ver­bin­dung zu Stevan Balog Radul zu­rück:

 

"In light of recent publications of a statement by Mr. Stevan Balog Radul in Austrian media, who is posing as “Parliamentry President” of IRU (International Romani Union), we inform that no such person is listed within the organisa­tion. Mr. Balog can not make any official state­ments on behalf of the organi­zation. We also find this develop­ment high­ly unacceptable, as Mr. Balog has ex­pres­sed his sup­port for a far right politi­cal candi­date in Austria, Mr. Hofer. (…) "

 

"Angesichts der jüngsten Veröffentlichungen einer Erklärung von Herrn Stevan Balog Radul in österreichischen Medien, der sich als "Parlamentspräsident" der IRU (International Romani Union) ausspricht, informieren wir, dass keine solche Person innerhalb der Organisation gelistet ist. Herr Balog kann keine offiziellen Erklärungen im Namen der Organisation abgeben. Diese Entwicklung ist auch inakzeptabel, da Herr Balog seine Unterstützung für einen rechtspolitischen Kandidaten in Österreich, Herrn Hofer, zum Ausdruck gebracht hat. (...)"

 

Im Anschluss der volle Wortlaut der oben zitierten Aussendung vom 25. Novem­ber 2016:

 

Quelle: IRU Statement
Quelle: IRU Statement

 

 

 

Roman Urbaner (dROMa)

http://www.roma-service.at/dromablog/?p=38892

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Ausstellung in Berlin: 45 Jahre Bürgerrechtsarbeit

Quelle: sintiundroma.de
Quelle: sintiundroma.de

Noch bis zum 14. November: „Ausstellung 45 Jahre Bürgerrechtsarbeit deutscher Sinti und Roma“ im DokuZ Sinti und Roma (Berlin)

 

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wur­den die NS-Ver­bre­chen an Roma und Sinti über Jahr­zehnte hin­weg be­schwie­gen und die Über­leben­den erneut aus­gegrenzt und ins Ab­seits ge­drängt. Die Ver­ant­wort­li­chen des Völker­mordes hin­ge­gen konn­ten in vielen Fällen als respek­tierte Mit­glieder der west­deutschen Nach­kriegs­gesell­schaft weiter­leben und ohne Angst vor Bestra­fung ihre Kar­rie­ren fort­setzen.

 

 

 

Dem Engage­ment der Bürger­rechts­bewe­gung deut­scher Sinti und Roma ist es zu ver­danken, dass sich daran etwas ge­än­dert hat. Mit auf­sehen­erre­gen­den Aktionen wie etwa dem Hunger­streik im ehe­mali­gen Kon­zentra­tions­lager Dachau 1980 ver­schaff­te sie sich Gehör. 1982 er­kannte Helmut Schmidt als erster deut­scher Spitzen­politi­ker den rassis­tisch mo­ti­vier­ten Völker­mord an Sinti und Roma als sol­chen an.

 

Im selben Jahr er­folgte die Grün­dung des in Heidel­berg an­säs­si­gen Zentral­rats Deutscher Sinti und Roma. Der Bür­ger­rechts­bewe­gung ist es ge­lun­gen, die NS-Ver­gan­gen­heit zum gesell­schaft­li­chen Thema zu machen und immer wieder erfolg­reich für die Be­lange der Min­der­heit ein­zu­treten.

Nun ist die Geschichte der Bürgerrechtsbewegung zum ers­ten Mal Thema einer eige­nen Aus­stel­lung: Foto­grafien aus fünf Jahr­zehn­ten lenken den Blick auf be­kannte und weni­ger be­kannte Ereig­nisse.

 

Die Aus­stel­lung leis­tet damit einen wert­vollen Bei­trag zur über­fäl­li­gen Be­schäf­ti­gung mit diesem Kapitel deut­scher und euro­päi­scher Zeit­geschichte. In An­betracht eines bis heute weit ver­brei­te­ten Anti­ziganis­mus und der schwie­ri­gen Lage von Sinti und Roma in vielen Län­dern Euro­pas handelt es sich um die histo­ri­sche Ein­bettung eines sehr aktuel­len The­mas. Das Ein­treten für Gleich­berech­ti­gung und Men­schen­rechte, von dem die Aus­stel­lung be­rich­tet, ist bis heute not­wendig.

 

Öffnungszeiten: Mo.: 10:00 – 16:00, Mi.; 12:00 – 18:00 Uhr und nach Ver­ein­ba­rung (Kon­takt: berlin@sintiundroma.de)
Der Eintritt ist frei.

 

Adresse:
DokuZ Sinti und Roma (Berlin)
Aufbau Haus, Prinzenstr. 84B, 10969 Berlin
(Zugang über die Oranienstraße)

 

Text: DokuZ Sinti und Roma

 

Roman Urbaner (dROMa)

http://www.roma-service.at/dromablog/?p=38645

 

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Europarat rügt Diskriminierung der Roma in Tschechien

Der Europarat in Straßburg hat scharfe Kritik an der Menschenrechtslage der Roma in Tschechien geübt. Menschenrechtskommissar Nils Muiznieks kritisierte in einem heute veröffentlichten Schreiben an Ministerpräsident Bohuslav Sobotka die anhaltende Ausgrenzung der Minderheit.

 

Quelle: romove.radio.cz
Quelle: romove.radio.cz

 

Kinder würden noch immer in eigene „Roma-Klassen“ oder Schulen für Behinderte abgeschoben, ganze Familien in prekäre Wohnsiedlungen am Stadtrand gedrängt. Der Sozialdemokrat Sobotka verwies auf Verbesserungen unter seiner seit knapp zwei Jahren bestehenden Regierung.

 

Keine Entschädigung für Zwangssterilisationen

Muiznieks zeigte sich bestürzt darüber, dass die Regierung bis heute keine außergerichtlichen Entschädigungszahlungen für frühere Zwangssterilisationen an Roma-Frauen auf den Weg gebracht habe. Sobotka verwies in seiner Antwort auf die Gerichte.

Die Roma leben bereits seit Jahrhunderten in Europa. In Tschechien gibt es rund 250.000 Angehörige der Minderheit.

Nach Ansicht des zuständigen Kontrollorgans verstößt Tschechien mit seinem Vorgehen gegen die Europäische Sozialcharta von 1961. Viele Roma-Familien lebten unter unzulänglichen Bedingungen. „Trotz der Bemühungen der Regierung gibt es bisher kaum nachweisbaren Fortschritt“, bemängelten die Fachleute.

 

volksgruppen.orf.roma - aktuell.at

http://volksgruppen.orf.at/roma/stories/2806953/

 

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Frankreichs Mitschuld an Roma-Verfolgung

Quelle: Sigot/Leble
Quelle: Sigot/Leble

Hollande übernimmt Verantwor­tung für Roma-Ver­fol­gung 1940–1946 (sic!)

Anlässlich einer Gedenkfeier im ehemali­gen „Zi­geu­ner“-In­­ter­­nie­­rungs­­la­ger in Montreuil-Bellay in der Nähe von Saumur (Maine-et-Loire, West­frank­reich) hat Staats­prä­si­dent François Hollande erst­mals die Mit­schuld Frank­reichs an der Ver­fol­gung Tau­sen­der Roma und Sinti wäh­rend des Zwei­ten Welt­kriegs an­er­kannt.

 

 

 

 

 

 

 

Die fran­zö­si­sche Re­pub­lik erin­nere sich eines Dramas, das all­zu lange ver­drängt und ver­ges­sen wor­den sei, sag­te Hol­lande in sei­ner An­spra­che. Tau­sen­de von Män­nern, Frau­en und Kindern sei­en ver­haf­tet und in La­gern in­ter­niert wor­den, nur weil sie dem „fah­ren­den Volk“ an­ge­hör­ten, er­klärte Hol­lande. Der Fest­akt fand im Ge­den­ken an die Befrei­ung der letz­ten „Zigeu­ner“-Häft­linge vor 70 Jah­ren statt. Die Deutsche Welle über die histo­ri­schen Hin­ter­gründe:

 

In Montreuil-Bellay (…) befand sich das landes­weit größ­te Inter­nie­rungs­lager. Ins­ge­samt wur­den in Frank­reich 31 Lager für Roma ein­ge­rich­tet, in de­nen von 1940 bis 1946 zwi­schen 6.000 und 6.500 Men­schen un­ter­gebracht wa­ren. Schon 1912 war die neue Be­völ­ke­rungs­kate­go­rie „Nomaden“ ein­ge­führt wor­den, die sich aus­schließ­lich auf „Tsiganes“, also so­ge­nann­te „Zigeu­ner“, be­zog. Die In­ter­nie­run­gen ab 1940 fan­den so­wohl in der von Deutschen be­setz­ten Zone als auch in der unbesetz­ten Zone statt. Viele Roma muss­ten Zwangs­arbeit leis­ten. In den Lagern lit­ten viele In­sas­sen un­ter Hunger und Krank­heiten. Die letz­ten von ihnen wur­den im Jahr 1946 befreit, knapp zwei Jahre nach Ende der deut­schen Be­satzung.

 

Roman Urbaner (dROMa)

http://www.roma-service.at/dromablog/?p=38674

 

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Gedenktafel für die Holzschläger Roma

Quelle: Mri Historija
Quelle: Mri Historija

Enthüllung der Gedenktafel in Erin­ne­rung an die er­mor­de­ten Holz­schlä­ger Roma

Fr., 28.10.2016, 18:00 Uhr: Evang. Kirche / Fried­hof, Un­ter­kohl­stät­ten, Holz­schlag

Andacht mit Pfarrer Dr. Gerhard Harkam und Pfar­rer Se­bas­ti­an Edakarottu in der evan­ge­li­schen Kir­che Holz­schlag

 

 

 

 

1937 hatte Holzschlag (Bezirk Oberwart, Burgenland) mit 661 Personen die höchste Ein­woh­ner­zahl, 310 Per­sonen wa­ren da­von als Roma re­gistriert. Nach dem Zwei­ten Welt­krieg war die Zahl der Be­völ­ke­rung durch die De­por­ta­tion der Ro­ma auf 341 ge­sun­ken. Nur 28 von den 310 zu­vor in Holz­schlag le­ben­den Ro­ma kehr­ten ins Dorf zu­rück. Die De­por­ta­tion der Holz­schlä­ger Ro­ma, die alle re­gistriert wa­ren, er­folg­te in zu­min­dest drei Pha­sen. Zuerst wur­den 1939 arbeits­fähige Män­ner ab­ge­holt. In der Nacht zum 31. Ok­to­ber 1941 kam die SS/SA ein zwei­tes Mal und hol­te alle Ro­ma aus ih­ren Häu­sern. Im April 1943 wur­den dann die letz­ten ver­blie­be­nen Roma de­por­tiert.

 

Quelle Text: VHS Roma

 

Einer der wenigen Roma, die die NS-Verfolgung über­lebten und nach der Be­frei­ung nach Holz­schlag zurück­kehr­ten, war Anton Papai. Roma-Service hat ihn für das Zeit­zeu­gen­edition Mri historija in­ter­viewt: „Draußen im Dorf …“ (Mri his­to­ri­ja, Son­der­rei­he dROMa, 5/15)

 

Roman Urbaner (dROMa)

http://www.roma-service.at/dromablog/?p=38656

 

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Weyer: Gedenksteine für ermordete Kinder

Quelle: OÖN
Quelle: OÖN

Fünf Jahre nach der Verle­gung von acht Stolpersteinen mit­ten auf einer Stra­ßen­kreu­zung in Weyer (Ober­öster­reich) ist es ge­lun­gen, diesen kleinen Gedenk­ort der Erinnerungs­stätte Lager Weyer wür­di­ger zu platzie­ren. Die Sanie­rung der Straße gab Gelegen­heit, die sym­bo­li­schen Gedenk­steine auf einem neu ge­stal­te­ten Strei­fen zwi­schen der Straße und dem ehe­ma­li­gen Ter­ror­ge­län­de des „Zi­geu­ner­­an­hal­te­­la­gers St. Pan­ta­leon-Weyer“ zu si­tuie­ren.

 

 

 

 

 

 

 

Die in den Boden eingelassenen Steine erin­nern an die Kin­der, die im La­ger den Tod fan­den, sowie an die Säug­linge, die im Lager ge­boren und nach der Depor­ta­tion im be­setz­ten Polen er­mor­det wurden. Die Gedenk­steine „sind aus­schließ­lich Klein­kindern ge­wid­met, die im NS-Lager für Roma und Sinti in Weyer ge­boren wur­den. Sie starben dort oder nach der Auf­lö­sung des Lagers in Polen“, sagte der Autor Ludwig Laher, Ob­mann des Vereins Er­in­ne­rungs­stätte Lager Weyer im Innviertel, in seiner An­spra­che bei der Gedenk­feier am 15. Ok­to­ber.

 

Der Jour­na­list Martin Kranzl-Greinecker erin­nerte an­schlie­ßend an die weit­gehend ver­ges­sene Opfer­grup­pe der Kinder von Zwangs­arbei­terin­nen. Etwa 200.000 Kinder wurden von Zwangs­arbei­terin­nen ge­boren. Sie wurden ihren Müt­tern weg­ge­nom­men und in spe­ziel­le Heime ge­steckt; an die 300 solcher An­stal­ten gab es im Deut­schen Reich. Viele der Kinder kamen in den Hei­men ums Leben.

 

In dem nationalsozialistischen „Zigeuneranhaltelager St. Pantaleon-Weyer“ wa­ren von Jänner bis No­vem­ber 1941 meh­rere Hun­dert Sinti und Roma inter­niert. Nach der Auf­lö­sung des Lagers wurden die rund 300 über­leben­den Häft­linge über Lackenbach nach Łódź (Ghetto Litzmannstadt) de­por­tiert. Sie alle wurden er­mordet.

 

Roman Urbaner (dROMa)

http://www.roma-service.at/dromablog/?p=38586

 

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EU Konferenz - Roma | Romnja-Jugend als treibende Kraft der Veränderung

Eine hochrangige Konferenz zum Thema „Stärkung der Rolle der Roma-Jugend als treibende Kraft der Veränderung“ fand am vergangenen Wochenende in Bratislava statt.

 

Etwa 250 TeilnehmerInnen - Jugendliche aus Roma-Gemeinschaften, die VertreterInnen der zuständigen Ministerien und internationalen Organisationen sowie der europäischen Institutionen diskutierten gemeinsam über eine neue Richtung des EU Aktionsplans für die jugendlichen Roma.

 

Quelle: Kommission
Quelle: Kommission

 

Die Konferenz zwischen 10. - 11. Oktober 2016 hat die Europäische Kommission mit den zuständigen slowakischen Ministerien organisiert.

Die Roma | Romnja in der Slowakei sind am stärksten von Armut, sozialer Ausgrenzung und Diskriminierung betroffen. Es ist schwieriger als Rom, Romni, in den Arbeitsmarkt einzutreten. Vor allem in Regionen, in denen auch Menschen mit höherer Bildung nicht einen Job zu finden können, weiß der Mitorganisator Jan Hero.

 

Junge Roma | Romja wollen partizipieren

Ähnliche Probleme plagen die anderen Länder der Europäischen Union. Es ist daher anzustreben, für Roma-Fragen einen getrennten Fonds zu errichten. In den Jahren 2014 -2020 wird es für den Europäischen Sozialfonds 1,5 Milliarden gehen. EU-Kommissarin für Justiz, Verbraucherschutz und Gleichstellung Věra Jourová sagte, dass es unsere Pflicht sei, die Möglichkeiten für junge Roma zu schaffen, damit sie eine gute Ausbildung haben und einen guten Job bekommen und ein besseres Leben führen, als ihre Eltern, sollte die Roma-Jugendlichen die treibende Kraft für die Integration der Roma/Romnja sein.

In der Sendung bieten die Roma-Jugendlichen aus Österreich, Rumänien, Deutschland und Frankreich ihre Sicht zur Problematik dar.

Junge Roma in Europa haben eine Menge von Fähigkeiten und Kompetenzen und wollen sich auch bei der Gestaltung ihrer eigenen Zukunft aktiv beteiligen. Die Konferenz bot ein Forum, um jungen Roma/Romnja durch den Dialog und den Austausch von Wissen und Erfahrung in diesem Bereich zu begegnen.

 

Quelle: volksgruppen.orf.roma - aktuell.at                   http://volksgruppen.orf.at/roma/stories/2803329/

 

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20 Jahre Roma Rights Journal

Quelle: errc.org
Quelle: errc.org

Genau vor zwanzig Jahren veröffentlichte das European Roma Rights Centre (ERRC) die allererste Ausgabe seines „Roma Rights Journal“, eines Magazins, das sich – über lan­ge Zeit als eines von nur sehr we­ni­gen aka­demi­schen Pub­li­ka­tions­medien – mit der Min­der­heit der Roma be­fass­te. Im Rückblick auf die Anfän­ge ihres Mediums lässt die in Budapest an­säs­sige inter­natio­na­le Men­schen­rechts-NGO heute durchaus Opti­mis­mus er­ken­nen: „Es ist er­mu­ti­gend zu sehen, wie weit wir in den letz­ten zwan­zig Jahren ge­kom­men sind.“ So man­cher Miss­stand, der das Leben der Roma-Gemein­schaft vor zwanzig Jahren ge­prägt hat­te, hät­te heute, 54 Aus­ga­ben spä­ter (sie­ben davon waren Dop­pel­nummern), einiges an Bri­sanz ver­loren:

 

 

In 1996, the state of Roma rights in Europe was very dif­fe­rent to the situa­tion we see today. Looking back at the issues that are men­tioned in this first edition, it is encouraging to note that many of these atro­ci­ties are no lon­ger a constant pre­sence in the lives of Roma in Europe. No matter how dis­heartening the fight for Roma Rights can be, it is em­bol­dening to see how far we have come in the last twen­ty years. The ERRC will con­tinue to chal­lenge dis­cri­mi­na­tion and anti-Gyp­syism wherever we find it, so that in another twen­ty years’ time, we can look back at the events of to­day and won­der at how far we have pro­gressed.

 

Roman Urbaner (dROMa)

http://www.roma-service.at/dromablog/?p=38458

 

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Tschechien - Kinderteam bei Ballturnier trug den Namen „Zyklon B“

Quelle: www.volksgruppen.orf.at/roma
Quelle: www.volksgruppen.orf.at/roma

Auf einem Ballspiele-Turnier von Kinderheimen in Prag hat ein Team den Namen „Zyklon B“ getragen. So hieß der Markenname des Gases (Blausäure), mit dem während des Holocaust die Häftlinge in den Konzentrationslagern massenweise ermordet worden waren.

 

 

 

 

 

 

 

Jüdische Gemeinden und Freiheitskämpfer schockiert

Während der Spiele kam es etwa zu Szenen, wo die Fans der Mannschaft „Zyklon B, los!“ skandierten. Die jüdischen Gemeinden und der Verband der Freiheitskämpfer | Český svaz bojovníků za svobodu (ČSBS) zeigten sich schockiert über die Benennung, schreibt die tschechische Tageszeitung „Pravo“.

Tomáš Jelínek von der Prager jüdischen Gemeinde war auch verwundert, dass die Veranstalter des Turniers keine Einwände gegen den Namen des Teams hatten. „Das Paradox ist, dass diese Gruppe auch gegen ein Team von Roma-Buben gespielt hat“, so Jelínek. Der ČSBS-Vizechef Emil Kulfánek sieht den Fehler vor allem bei der Führung des Kinderheimes, die die Gruppe „Zyklon B“ auf das Turnier entsandt habe, und sprach über „Bildungsmangel“ und die „Dummheit von Erwachsenen“.

 

Direktor | „Buben hatten sich Namen selbst gegeben“

Der Direktor des Kinderheimes im Prager Stadtviertel Dolní Počernice, Martin Lněnička, entschuldigte sich für das Verhalten seiner Zöglinge. Das Team sei ursprünglich unter einem anderen Namen angemeldet worden, allerdings hätten es die Buben selbst unterwegs zu dem Turnier geändert. Sie seien ohne pädagogische Aufsicht gereist, weil ein volljähriger Bursche sie geführt habe.

„Als ich es erfahren habe, wollte ich es sofort korrigieren, aber es war schon zu spät“, erklärte Lněnička. Die Buben wolle er auf keine Weise bestrafen, allerdings werde er dafür sorgen, dass sie mit der Geschichte besser vertraut gemacht würden.

 

volksgruppen.orf.roma - aktuell.at

http://volksgruppen.orf.at/roma/stories/2801878/

 

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Sprachenparcour in der Kuga | Europäischer Tag der Sprachen

Fast 70 Volksschulkinder bekamen beim seit 2004 veranstalteten Sprachenparcour einen spielerischen Einblick in die Sprachen Kroatisch, Ungarisch, Roman und Italienisch in der KUGA in Großwarasdorf | Veliki Borištof.

 

Ziel des Sprachenparcours ist es, den Kindern die Scheu vor fremden Sprachen zu nehmen. Es soll auch die Toleranz gegenüber anderen Kulturen und Völkern gefördert werden, betont der Geschäftsführer Alexander Karazman von der KUGA.

 

Quelle: ORF
Quelle: ORF
Alexander Karazman - Quelle: Michael J. Payer
Alexander Karazman - Quelle: Michael J. Payer

 

Die Kinder beschäftigten sich jeweils eine Viertelstunde mit einer Sprache, die ihnen von Nativespeakern mithilfe einfacher Spiele und Aufgaben näher gebracht wurde.

 

Der Sprachenparcour findet anlässlich des Europäischen Tages der Sprachen statt, der alljährlich am 26. September begangen wird. Mit verschiedenen Aktionen und Projekten wird dabei für den Erhalt der europäischen Sprachenvielfalt geworben.

 

Susanne Horvath hat für „Roma sam“ mit dem Geschäftsführer Alexander Karazman gesprochen.

 

Roma Online-Dialogplattform gestartet

Das Bundeskanzleramt will die Volksgruppe der Roma stärker in die Gesellschaft einbinden und hat dazu eine Online-Dialogplattform gestartet. Vorgestellt wurde sie Mittwochabend, in den kommenden zwei Monaten kann nun online die Roma-Strategie 2020 diskutiert und bewertet werden.

 

Staatssekretärin Muna Duzdar - Quelle: Hans Hofer
Staatssekretärin Muna Duzdar - Quelle: Hans Hofer

 

„Auch wenn viel geschehen ist in den vergangenen Jahren, ist der Hass gegen Roma und der Antiziganismus immer noch ein weit verbreitetes Phänomen, dem man sich entschieden entgegenstellen muss“, erklärte Staatssekretärin Muna Duzdar (SPÖ) in ihrer Eröffnungsrede.

 

Radio „Roma sam“, die Stimme der Roma, berichtet ausführlich über die Präsentation am Mittwochabend im Bundeskanzleramt.

 

29.9.2016 | Staatssekretärin Duzdar | Gesellschaftliche Teilhabe der Roma stärken

 

Roma sam | 3.10.2016 | 20:50-21:10
Radio Burgenland | Livestream

 

volksgruppen.orf.roma - aktuell.at

http://volksgruppen.orf.at/roma/stories/2800570/

 

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Weltverbesserer | Hilfe für Roma in Siebenbürgen

Flucht und Migration sind für Menschen oft der letzte Ausweg, wenn sie zu Hause keine Zukunft sehen. Statt tatenlos zu warten, bis die Armen sich auf den Weg machen, wollen Ordensleute vom Stift Admont dort helfen, wo Not entsteht. Zum Beispiel in einem Roma-Dorf in Siebenbürgen.

 

Sie folgen dabei dem Beispiel eines Wiener Installateurs. Der betreibt seit über 20 Jahren ein Selbst-Hilfe-Projekt, das er mit eigenen Händen aufgebaut hat.

 

Gerhard Spitzer - Quelle: ORF
Gerhard Spitzer - Quelle: ORF

 

Entwicklungshelfer Gerhard Spitzer seit 20 Jahren im Einsatz

Hilfe zur Selbsthilfe so umsetzen, dass sie über den Augenblick hinaus wirksam ist, darum bemüht sich der Entwicklungshelfer Gerhard Spitzer seit 20 Jahren – in einer für Roma desolaten Welt. Zusätzlich zur Verteilung von dringend benötigten Lebensmitteln und Medikamenten betreibt er Sozialarbeit bei denen, für die es kaum Entwicklung gibt. Er repariert Dächer, gräbt Kanäle, legt Leitungen und kümmert sich vor allem um die Ausbildung der Jugendlichen.

In seiner gemeinnützigen Stiftung in Lucani erhalten sozial benachteiligte Jugendliche eine Ausbildung für Berufe wie Maurer, Installateur oder Tischler. Zusätzlich leistet die österreichisch-rumänische Initiative Sanierungs- und Bauarbeiten auf sogenannten Sozialbaustellen.

 

Nachhaltigkeit | Ziel seiner Bemühungen

Gerhard Spitzer ist schon seit Anfang der 1990er Jahre in Rumänien tätig. Ihm geht es um die Nachhaltigkeit. Er hat ein Konzept entwickelt, auf angekauftem Boden für Roma-Familien kleine Billighäuser mit ein bisschen Infrastruktur zu bauen. Dabei ist er immer wieder auf Sachspender aus Deutschland und Österreich angewiesen – wie jetzt aus Admont.

 

Quelle: ORF
Quelle: ORF

 

Im steirischen Admont hat der Professor und Floßmeister Fritz Dirninger gemeinsam mit einigen Patres aus dem Stift und mit dem Segen des Abtes einen Verein gegründet, um die Sozialbaustelle in Rumänien zu unterstützen und mit eigenen Händen anzupacken. Im August ist, so wie im Vorjahr, eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern nach Rumänien gereist, um dort vor Ort Entwicklungsarbeit zu leisten und einige kleine Holzhäuser zu bauen.

 

Bei ihrem einwöchigen Einsatz in Rumänien kamen die Helfer aus Admont mit der Not und ihren Realitäten in Berührung. Und sie lernten auch die Details tragischer Lebensgeschichten und Sachzwänge kennen. Ein paar Tage Zusammenleben mit den jugendlichen Mitarbeitern der rumänischen Hilfsgemeinschaft, die zuvor selbst einmal hilfsbedürftige Roma-Kinder waren, sind für die Helferinnen und Helfer eine tief gehende Lebenserfahrung.

 

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Staatssekretärin Duzdar | Gesellschaftliche Teilhabe der Roma stärken

„Erstmals kann man sich auch online in die Strategie und Maßnahmen zur Inklusion der Roma einbringen und diese diskutieren“, sagte die zuständige Staatssekretärin Muna Duzdar bei der Präsentation Roma-Online-Dialogplattform gestern Abend im Bundeskanzleramt.

 

In den kommenden zwei Monaten gibt es online die Möglichkeit die Roma-Strategie 2020 zu bewerten und zu diskutieren, um die Strategie noch praxisnäher zu gestalten.

 

Quelle: serdar erdost | orf
Quelle: serdar erdost | orf

 

Form des partizipativen Prozesses

„Mit der Online-Plattform starten wir eine neue Form des partizipativen Prozesses. Nachdem Österreich bereits in den vergangenen Jahren für seinen Einsatz um die gesellschaftliche Teilhabe der Roma von Seiten der EU gelobt wurde, wird nun ein weiterer markanter Schritt gesetzt. Erstmals kann man sich auch online in die Strategie und Maßnahmen zur Inklusion der Roma einbringen und diese diskutieren. Damit werden die Beteiligungsmöglichkeiten deutlich erweitert“, sagte Muna Duzdar im Rahmen der Eröffnung der Veranstaltung.

 

Antiziganismus weit verbreitetes Phänomen

„Auch wenn viel geschehen ist in den vergangenen Jahren, ist der Hass gegen Roma und der Antiziganismus immer noch ein weit verbreitetes Phänomen, dem man sich entschieden entgegenstellen muss“, betonte Duzdar. „Noch immer stehen Ausgrenzung, Ungleichheit und Diskriminierung gegen die mit 12 Millionen Menschen größte ethnische Gruppe in Europa in vielen Ländern auf der Tagesordnung. In Zeiten, in denen die Kluft zwischen Arm und Reich größer wird, leiden vor allem die Ärmsten der Gesellschaft. Umso wichtiger ist es, hier Gegenstrategien zu entwickeln“, so Duzdar.

 

„Dennoch gibt es positive Impulse. Die Europäische Union hat erkannt, dass gesellschaftliche Teilhabe aller Gruppen ein unverzichtbarer Beitrag für ein soziales und friedliches Miteinander darstellt“, sagte Duzdar. Die EU-Kommission hat daher im Jahr 2011 den EU-Rahmen für nationale Strategien für Roma ins Leben gerufen, bei der Verbesserungen in den Bereichen Bildung, Beschäftigung, Gesundheitsfürsorge und Wohnen im Mittelpunkt stehen. „In Österreich steht außerdem die Teilhabe der Roma-Community im Mittelpunkt der Auseinandersetzung mit der Roma-Strategie. Die Online-Plattform soll einen weiteren Schritt in diese Richtung ebnen“, erläuterte Duzdar.

 

Jörg Wohjan | Umsetzung der geplanten Maßnahmen voranzubringen

Jörg Wohjan von der Vertretung der Europäischen Kommission sagte: „In 15 Ländern der EU gibt es mittlerweile Dialogplattformen. Ich sehe es als wichtiges Instrument, um die Stakeholder in den Prozess einzubinden, aber auch um die Herausforderungen und Aufgaben zu lösen und die Umsetzung der geplanten Maßnahmen voranzubringen.“

 

Quelle: serdar erdost | orf
Quelle: serdar erdost | orf

 

In einer Podiumsdiskussion zum Thema „Nationale Strategie zur Inklusion der Roma bis 2020“ diskutierten anschließend der stellvertretende Vorsitzende des Roma-Volksgruppenbeirats, Emmerich Gärntner-Hotvath, das Vorstandsmitglied des Romano Centro, Irina Spataru, Usnija Buligovic vom Verein Thara, Jürgen Schick aus dem Bildungsministerium und Roland Hanak aus dem Sozialministerium bisher Erreichtes und zukünftige Herausforderungen der nationalen Roma-Strategie.

 

Link
Roma Online-Dialogplattform


28.9.2016 | Roma sollen Zukunft der Volksgruppe online diskutieren

 

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Roma sollen Zukunft der Volksgruppe online diskutieren

Die nationale Strategie der Bundesregierung lädt vor allem Angehörige der Volksgruppe ein, bei einer Umfrage unter www.romadialogplattform.gv.at Vorschläge zu den Bereichen Wohnen, Arbeitsplätze und Soziales einzubringen.

 

Zuständig ist Staatssekretärin Muna Duzdar (SPÖ), Unterstützung gibt es durch die EU-Kommission.

 

Quelle: ORF
Quelle: ORF

 

Staatssekretärin Duzdar | Begrüßungsworten in Deutsch und Romanes

Seit 2011 betreibt die Regierung die „Nationale Strategie zur Inklusion der Roma bis 2020“. Mittwochabend wird im Kanzleramt zur „Halbzeit“ Zwischenbilanz gezogen und die neue Online-Plattform vorgestellt. „Als Staatssekretärin für Diversität ist mir die chancengleiche gesellschaftliche Teilhabe aller in Österreich lebenden Menschen ein besonderes Anliegen“, meint Duzdar in ihren Begrüßungsworten in Deutsch und Romanes auf der Website. Der Dialog mit der Zivilgesellschaft solle nun ausgebaut, intensiviert und auch vermehrt online geführt werden.

 

Mit dem Online-Portal der Roma-Dialogplattform möchte die „Nationale Roma Kontaktstelle“ die Möglichkeit geben, sich direkt an der Weiterentwicklung der österreichischen Roma-Strategie zu beteiligen. Drei Fragen können von nun an 60 Tage lang online beantwortet werden, etwa zum Handlungsbedarf in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Bekämpfung von Diskriminierung. Auch das Strategiepapier kann online diskutiert werden. Erreicht werden sollen laut Staatssekretariat vor allem junge Angehörige der Volksgruppe.

Grundlage für die Strategie sind Empfehlungen der EU-Kommission zur Verbesserung der Lage der Roma in Europa. Aus diesem Grund wird auch deren Vertreter in Österreich, Jörg Wojahn, bei der Auftaktveranstaltung heuteabend im Bundeskanzleramt anwesend sein.

 

Link

Roma Online Dialogplattform

 

28.9.2016 | Merkel für ein Europäisches Roma Institut in Berlin


27.9.2016 | Romani Rose wirft CSU-General Scheuer Rassismus vor

 

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Merkel für ein Europäisches Roma Institut in Berlin

„Sinti und Roma sind ein fester Teil unserer gemeinsamen Gesellschaft - in anderen Staaten ebenso wie hierzulande“, sagte Merkel am Dienstag bei einem Festakt in Berlin zum 70. Geburtstag des Roma-Zentralratsvorsitzenden Romani Rose in Berlin.

 

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die geplante Einrichtung eines Europäischen Roma Instituts für Kunst und Kultur in Berlin begrüßt.

 

70. Geburtstag des Roma-Zentralratsvorsitzenden Romani Rose | Er bedankt sich bei der Kanzlerin - Quelle: AFP
70. Geburtstag des Roma-Zentralratsvorsitzenden Romani Rose | Er bedankt sich bei der Kanzlerin - Quelle: AFP

 

Es sei erschreckend, wie sehr auch in Deutschland wieder Antiziganismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus Anklang fänden, so Merkel. Das Institut soll auf Beschluss des Europarats dazu beitragen, Vorurteile gegen die vielerorts geächtete Minderheit abzubauen.

 

Gräber zu erhalten sei Aufgabe der öffentlichen Hand

Zudem sagte Merkel zu, sich weiter für einen Erhalt der Gräber von Sinti und Roma einzusetzen, die dem NS-Völkermord zum Opfer gefallen sind. Dies sei eine Aufgabe der öffentlichen Hand. Sie rechne damit, dass es mit den Bundesländern zu einer guten Lösung komme. Die Nazis hatten 500.000 der von ihnen als „Zigeuner“ verfolgten Menschen ermordet.

 

Romani Rose - Quelle: AFD
Romani Rose - Quelle: AFD

 

Der gebürtige Heidelberger steht seit der Gründung des Zentralrats der Deutschen Sinti und Roma 1982 an der Spitze des Verbands.

Romani Rose, der selbst 13 unmittelbare Verwandte verlor, dankte der Kanzlerin ausdrücklich für ihre Flüchtlingspolitik. „Meine Eltern, die den Holocaust überlebt haben, wären froh gewesen, wenn es in Europa eine Frau gegeben hätte mit Ihrem Mut und Ihrer Gradlinigkeit“, sagte er. Am 20. August war er 70 Jahre alt geworden.

 

28.9.2016 | Romani Rose wirft CSU-General Scheuer Rassismus vor

 

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http://volksgruppen.orf.at/roma/stories/2799697/

 

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ERRC: Apartheids-Kindergarten in Serbien?

Quelle: ERRC
Quelle: ERRC

Das European Roma Rights Centre (ERRC) hat den Fall einer segre­gier­ten Roma-Kin­der­gar­ten-Grup­pe in Serbien auf­ge­grif­fen. Das ERRC hat die Be­hör­den kontak­tiert und auf­ge­for­dert, die Pra­xis im Ljuba-Stanković-Kin­der­gar­ten in Beočin zu un­ter­su­chen und ent­spre­chen­de Maß­nah­men zu er­grei­fen.

 

 

 

 

 

Laut dem ERRC vor­lie­gen­den In­for­ma­tio­nen wer­den Roma-Kinder dort sys­te­ma­tisch von den ande­ren, ser­bi­schen Kindern ge­trennt. Die Direk­tion recht­fer­tigt die segre­gier­ten Klas­sen mit dem Hin­weis, dass die Roma-Kinder nur den kos­ten­güns­ti­ge­ren Halb­tags­kinder­garten be­such­ten und diese Gruppe am Nach­mittag an der Reihe sei. Die räum­li­chen Kapa­zi­tä­ten der Ein­rich­tung seien der­zeit so be­grenzt, dass keine ge­mein­same Grup­pen­ein­tei­lung mög­lich sei.

 

Für die Eltern der Roma-Kinder stellt sich dies je­doch an­ders dar: Die Stel­lung­nahme der Direk­tion könne nicht er­klä­ren, warum aus­schließ­lich Roma in der ge­trenn­ten Kinder­gruppe lan­den; außer­dem sei die Be­treu­ungs­qua­li­tät in den Grup­pen nicht die gleiche. Die rund 25 Roma-Kin­der, wel­che die Nach­mit­tags­gruppe be­suchen, haben dort kei­ner­lei Kon­takt mit Nicht-Roma und spre­chen dort durch­ge­hend Romani. Dass Ziel, die Bildungs­integra­tion voran­zu­trei­ben, indem Ro­ma-Kin­der dank gemisch­ter Klas­sen bereits im Vorschul­alter Ser­bisch er­ler­nen, werde auf diese Weise zu­nichte­ge­macht: „Die Kinder müs­sen Serbisch be­herr­schen, sodass sie die Grund­schule be­su­chen kön­nen“, zi­tiert das ERRC die Eltern.

 

„Aber genau das pas­siert dort nicht. Die Kinder ler­nen dort kein Serbisch, sie spie­len dort nur. Das ist Diskri­mi­nie­rung. Wir haben die ver­ant­wort­li­chen Per­so­nen um eine Re­aktion ge­be­ten, aber ohne Er­folg.“ Die Gleich­berech­ti­gungs­be­auf­trag­te Brankica Janković zeigte sich, mit der Situa­tion in Beočin kon­fron­tiert, be­sorgt, dass man es hier mit um einen Fall von Diskri­mi­nie­rung zu tun habe. Jede Form der Segregation von Kindern auf­grund ihrer Natio­na­li­tät oder Ethni­zi­tät sei in­ak­zep­tabel.

 

Roman Urbaner (dROMa)

http://www.roma-service.at/dromablog/?p=38153

 

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Junge Rom Kunst & Stefan "Pisti" Horvath

Mit dem Projekt „Junge Roma Kunst“ hat der Verein KARIKA eine Plattform für junge Roma-Künstler/Innen geschaffen. Es soll für die jungen Schaffenden der Start in die kulturelle Welt sein.