Projekt Gedenktafeln

Die Aufarbeitung der Leidensgeschichte der Roma und Sinti ist noch lange nicht abgeschlossen. Mit dem Projekt „Gedenktafeln“ soll die Verfolgung der Volksgruppe während des Nationalsozialismus ins Bewusstsein gerückt werden.

 

Projekt Gedenktafeln

Die Initiative dazu kam von Emmerich Gärtner-Horvath. „Es gab keinen Ort, an dem ich meiner Geschwister gedenken konnte“, sagt Gärtner-Horvath, Obmann vom Verein Roma-Service. Wie allen anderen Burgenland-Roma fehlte ihm ein Platz, um seiner ermordeten Angehörigen nah zu sein.

 

Quelle: Gärtner-Horvath
Quelle: Gärtner-Horvath

 

Mit Unterstützung des Alt-Bischofs Paul Iby und des Superintendenten Manfred Koch, haben Gärtner-Horvath und seine Gefährten/Innen bewusst einen leisen Weg abseits der größeren Öffentlichkeit gewählt, um die Gemeinden, direkt anzusprechen.

 

Platz für Kerzen…

„Mittlerweilen wurden in den Gemeinden Kleinpetersdorf, Neudörfl, Mattersburg, Kleinbachselten, Großhöflein, Unterwart und Goberling, Gedenktafeln bzw. Gedenkstätten für die verschleppten und ermordeten Roma errichtet“, sagt Gärtner-Horvath.

 

Quelle: VHS Roma
Quelle: VHS Roma

 

Kemeten: Keine Gedenktafel für Roma

2006 beschloss der Gemeinderat, ein Denkmal zu errichten. Trotz mehrerer Anläufe ist das bis jetzt nicht passiert. In Kemeten lebten vor 1938 mehr als 200 Roma. Fast alle wurden von den Nazis ermordet. Seit mehr als zehn Jahren versuchen Vertreter der Roma-Vereine schon, eine Erinnerungsstätte für die Ermordeten in Kemeten zu errichten. Um dennoch an die Roma in Kemeten erinnern zu können, wurde nun eine „virtuelle“ Gedenkstätte installiert.

 

Mehr darüber, hören sie am Montag in der Sendung „Roma sam“ auf Radio Burgenland.

 

Roma sam | 19.9.2016
montags 20:50 - 21:10 Uhr
Radio Burgenland | Livestream

 

volksgruppen.orf.roma - aktuell.at

http://volksgruppen.orf.at/roma/stories/2796954/

 

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