Ceija Stojka - Die Kämpferin

„Ich habe Angst, dass Europa seine Vergangenheit vergisst und dass Auschwitz nur schläft. Antiziganistische Bedrohungen, Strategien und Aktionen besorgen mich zutiefst und machen mich sehr traurig.“ Ceija Stojka (1933 - 2013)

 

Im Nationalsozialismus wurden „Zigeuner“ deportiert und ermordet. Der rassistische Völkermord hat hunderttausende Menschenleben verschlungen. Eine der wenigen Überlebenden war die Lovarica, Ceija Stojka.

 

Ceija Stojka | Die Kämpferin

Als Kind wuchs sie in einer Familie auf, die als Pferdehändler durch Österreich reiste. Nachdem ihr Vater im KZ Dachau ermordet worden war, wurde der Rest der Familie in das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau deportiert.

 

Quelle: Milli Kaufmann
Quelle: Milli Kaufmann

 

1944 wurde sie mit ihrer Mutter und Schwester ins KZ Ravensbrück geschickt, wo Stojka in der Nähstube arbeiten musste. Kurz vor Kriegsende kamen alle drei nach Bergen-Belsen, wo sie befreit wurden. Von der Großfamilie, die etwa 200 Personen umfasste, überlebten nur sechs Personen. Nach dem Krieg ließ sich Stojka in Wien nieder, wo sie bis zu ihrem Tod lebte.

 

Quelle: Ursula Berner
Quelle: Ursula Berner

Im Rahmen des Festivals „Europa der Muttersprachen 2016: Roma und Sinti“ im Literaturhaus Salzburg, erzählte Nuna Stojka, Schwiegertochter von Ceija Stojka, aus dem Leben der Künstlerin und Roma-Aktivistin.

 

Bis zum 7. Juli 2016 können im Literaturhaus Salzburg Kunstwerke der Lovarica-Künstlerin Ceija Stojka bewundert werden.

 

Mehr über Ceija Stojka, erfahren sie am Montag in der Sendung „Roma sam“ auf Radio Burgenland.

 

Roma sam | 27.6.2016
montags 20:50 - 21:10 Uhr
Radio Burgenland | Livestream

 

volksgruppen.orf.roma - aktuell.at

http://volksgruppen.orf.at/roma/stories/2781619/

 

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