Beim Erinnern vergessen

Europa der Muttersprachen: Nach der Idee von Tomas Friedmann widmet sich das Literaturhaus Salzburg seit 1995 jährlich in einem mehrtägigen Festival der Literatur und Kultur aus einem europäischen Land, einer europäischen Sprache.

 

„In diesem Jahr sind Roma und Sinti das Thema. Die beiden Ausstellungen Die Hölle von Jasenovac und die audio-visuelle Zeitzeugen-Doku Mri Historija – Lebensgeschichten Burgenländischer Roma inklusive die Ausstellung Auf den Spuren der Vergangenheit, geben Einblicke in die Geschichte der Roma und Sinti am Balkan und im Burgenland“, so der Leiter des Literaturhauses Salzburg, Tomas Friedmann.

 

Raim Schobesberger, Lilyana Kovacheva und Tomas Friedmann - Quelle: Paul Horvath
Raim Schobesberger, Lilyana Kovacheva und Tomas Friedmann - Quelle: Paul Horvath
Martin Horvath, Julius Horvath und Emmerich Gärtner-Horvath am Podium - Quelle: Paul Horvath
Martin Horvath, Julius Horvath und Emmerich Gärtner-Horvath am Podium - Quelle: Paul Horvath

 

Beim Erinnern vergessen

Die Ausstellung „Die Hölle von Jasenovac“ zeigt die Vertreibung, Versklavung und Ermordung der Roma am Balkan am Beispiel des KZ Jasenovac.

 

Quelle: Paul Horvath
Quelle: Paul Horvath

 

Das als „Auschwitz des Balkan“ bekannte Konzentrationslager – gelegen im faschistischen Unabhängigen Staat Kroatien (NDH) und geleitet von der Ustascha – war das einzige Vernichtungslager im Zweiten Weltkrieg in Europa, in dem ohne deutsche Beteiligung planmäßig gemordet wurde: Serben, Kroaten und bosnische Muslime, Juden und Roma zählen zu den Opfern.

 

Die audio-visuelle Zeitzeugen-Dokumentation „Mri Historija“ – Lebensgeschichten Burgenländischer Roma und die Ausstellung „Auf den Spuren der Vergangenheit“ erzählt in 10 Stationen, Lebensgeschichten burgenländischer Roma.

 

Quelle: Paul Horvath
Quelle: Paul Horvath

 

Mangelhaft ausgeprägtes historisches Bewusstsein und fehlendes Unrechtsbewusstsein waren lange Zeit Grund dafür, dass der Völkermord an österreichischen Roma und Sinti nur in der Erinnerung Überlebender vor dem Vergessen bewahrt wurde.

 

Mehr über die beiden Doku-Ausstellungen, hören sie am Montag in der Sendung „Roma sam“ auf Radio Burgenland.

 

Roma sam | 25.4.2016
montags 20:50 - 21:10 Uhr
Radio Burgenland | Livestream

 

volksgruppen.orf.roma - aktuell.at

http://volksgruppen.orf.at/roma/stories/2768585/

 

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