Roma-Behausung in Russland droht nach Unruhen der Abriss

Einer nicht genehmigten Roma-Behausung nahe der zentralrussischen Stadt Tula droht nach Unruhen mit der Polizei der Abriss. Rund 120 illegal gebaute Häuser sollten abgetragen und die BewohnerInnen umgesiedelt werden, meldete die Agentur Tass. Russische Medien berichteten, dass dort vor allem Roma-Familien leben.

 

Quelle: ozmic
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Der örtliche Energieversorger hatte bei Kontrollen Löcher in einer durch die Siedlung verlaufenden Gasleitung entdeckt. Offenbar hatten die BewohnerInnen sie an mehreren Stellen angebohrt, um Gas abzuzweigen. Daraufhin wurde 400 Haushalten die Gasversorgung abgestellt. Roma/Romnja zählen in Russland als nationale Minderheit, bei der jüngsten Volkszählung von 2002 waren es 183.000 Menschen.

 

Quelle: ozmic
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Als die BewohnerInnen dagegen mit Tumulten protestierten, rückte die Polizei mit 500 Einsatzkräften in die etwa 180 Kilometer südlich von Moskau gelegene Siedlung ein. Dabei kam es zu Auseinandersetzungen. Ein Video des TV-Senders „Perwy Tulsky“ zeigt, wie Polizisten mit Schlagstöcken gegen Männer vorgehen, während sie selbst von Frauen daran gehindert werden.

 

volksgruppen.orf.roma - aktuell.at

http://volksgruppen.orf.at/roma/stories/2764564/

 

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