Märchen und Geschichten

Das „Märchen und Geschichten erzählen“ hat eine lange Tradition und gehört zu den identitätsbildenden Faktoren der Roma, denn als eine im wesentlichen schriftlose Kultur dient ihr die mündliche Überlieferung als einzige Möglichkeit, Tradition und Erfahrung zu bilden und weiterzugeben.

 

Märchen und Geschichten

Zum wichtigsten Medium mündlicher Überlieferung zählt in allen Kulturen das Erzählen. Deswegen scheint es gar nicht so verwunderlich, dass gerade die Volksgruppe der Roma eine ausgeprägte Tradition und Volkskultur im Geschichtenerzählen entwickelte und möglicherweise stärker als die Mehrheitsbevölkerung bis heute bewahrt hat.

Die Kultur der Roma war lange Zeit eine Kultur ohne Schrift. Die Regeln des Zusammenlebens, die Handwerkskünste, die Lieder, Märchen und Geschichten, alles wurde mündlich weitergegeben.

 

Quelle: Roma Service
Quelle: Roma Service

 

So war die Kunst des Geschichtenerzählens bei den Roma hoch entwickelt. Im Winter oder an Tagen mit schlechtem Wetter, trafen sich die Roma im größten Haus der Siedlung. Dort erzählten dann nur Männer die Märchen oder Geschichten. Zuhause erzählten die Frauen dann den Kindern.

 

Wie es damals mit dem Märchen und Geschichten erzählen war und wie es heute gehandhabt wird, erfahren sie am Montag in der Sendung „Roma sam“ auf Radio Burgenland.

 

Roma sam | 28.3.2016
montags 20:50 - 21:10 Uhr
Radio Burgenland | Livestream

 

volksgruppen.orf.roma - aktuell.at

http://volksgruppen.orf.at/roma/stories/2764025/

 

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